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Mission Erde - 3x11: Showtime Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) 20th Century Fox

Originaltitel: Interview
Episodennummer: 3x11
Bewertung:
Erstausstrahlung US: 03. Januar 2000
Erstausstrahlung D: 07. Dezember 2000
Drehbuch: Cory Tynan
Regie: Brenton Spencer
Besetzung: Robert Leeshock als Liam Kincaid, Jayne Heitmeyer als Renee Palmer, Von Flores als Ronald Sandoval, Richard Chevolleau als Marcus 'Augur' Deveraux, David Hemblen als Jonathan Doors, Leni Parker als Da'an, Anita La Selva als Zo'or, Ellen Dubin als Shelley George, Peter Keleghan als Eli Hanson, Kevin Hicks als Dr. Heller, James Kidnie als Troy Sarrazin, Adam Large als Soundman u.a.

Kurzinhalt: Vor vier Jahren stieß die Journalistin Shelley George mit ihrem Team auf ein Artefakt der Taelons. Heute arbeitet sie als Produktionsleiterin für die Fernsehsendung von Eli Hanson. Diese befindet sich zuletzt ein bisschen in einem Trott, was sich auch langsam auf die Zuschauerzahlen auszuwirken beginnt. Um mit einem großen Stunt wieder für mehr Aufmerksamkeit – und bessere Quoten – zu sorgen, schlägt sie deshalb vor, den Anfüher der Taelon-Synode, Zo'or, zu einem Live-Interview einzuladen. Mit Hilfe von Renee Palmer gelingt es tatsächlich, ihn davon zu überzeugen, dass ein solcher Auftritt eine gute Idee wäre – da es den Taelons die Möglichkeit gibt, sich auch abseits von vorgefertigten Pressestatements und -konferenzen an die Öffentlichkeit zu wenden. Während sich Liam und Ronald um die Sicherheit kümmern, bereitet sich alles auf die große Sondersendung vor. Niemand ahnt, dass Shelley George verborgene Absichten verfolgt – hat sie doch vor, Zo'or vor laufenden Kameras mit Beweisen der von den Taelons verübten Gräueltaten zu konfrontieren…


Review (kann Spoiler enthalten): Episodenbild (c) 20th Century Fox Mit "Showtime" habe ich nun genau die Halbzeit (nämlich 55 von insgesamt 110 Folgen) erreicht. Nun wussten die Serienmacher damals natürlich noch nicht, wie viele Episoden es geben würde, und das somit genau hier das Bergfest sein würde; so oder so haben sie mir aber in jedem Fall mit dieser Clip-Show (just zu diesem Anlass) keinen Gefallen getan; und sich in meinen Augen auch nicht. Ihr wisst, dass ich diesen Episoden, die überwiegend nur deshalb da sind, um etwas Geld zu sparen, kritisch gegenüberstehe – auch wenn man argumentieren kann, dass sie dazu dienen, wichtige Hintergrundinformationen aus früheren Folgen wieder in Erinnerung zu rufen, oder allfälligen neuen Zuschauer:innen auf schlüssige und effiziente Art und Weise zu vermitteln. Als treuer Fan wird einem aber halt recyceltes Material vorgesetzt, welches man schon längst kennt – weshalb ich bei solchen Episoden zumeist dazu tendiere, die entsprechenden Stellen vorzuspulen (was auf DVD ja, im Gegensatz zur damaligen TV-Ausstrahlung, möglich ist; immerhin etwas).

"Showtime" fand ich nun diesbezüglich insofern ganz besonders fies, als man die längste Zeit nicht vermuten würde, dass es sich um eine Clip-Show handelt. Und tatsächlich muss ich im Hinblick auf die Folge zumindest zugestehen, dass ich tatsächlich glaube, dass der Spargedanke hier nicht zwingend an erster Stelle stand; denn so viel recyceltes Material, als dass man sich im Hinblick auf die Dreharbeiten viel hätte einsparen können, befindet sich hier letztendlich gar nicht. Und zugegebenermaßen hat die Art und Weise, wie Zo'or hier vor laufenden Kameras mit den – bislang vor der Öffentlichkeit verborgenen – Verbrechen gegen die Menschheit konfrontiert wird, und dementsprechend doch etwas in Bedrängnis gerät, sowie die Tatsache, dass Shelley letztendlich dadurch, dass Zo'or alle Anwesenden im Studio rettet, genau das Gegenteil von ihren Absichten erreicht, durchaus ihren Reiz. Aber halt leider bei weitem nicht genug, um den Clip-Show-Faktor aufzuwiegen. Erschwerend kommt hinzu, dass ich alles rund um die Geiseln im Studio nie wirklich mitreißend fand. Insofern konnte "Showtime" leider auch aus den Versuchen von Liam und Augur, sie aufzuhalten, keinerlei Spannung beziehen. Und auch die Offenbarung am Ende, dass das Taelon-Archiv von Da'an weitergegeben wurde, verfehlte – im Gegensatz zu beispielsweise dem Twist am Ende der letzten Folge – die gewünscht überraschend-schockierende Wirkung bei mir. Schade fand ich dies insofern, als sich um Shelley aufgrund ihrer Vorgeschichte durchaus eine spannende Handlung hätte zimmern lassen, bei der man aufgrund ihres Schicksals vielleicht sogar mit ihr mitfiebert. So hingegen offenbarte sich dies als nicht nur als sehr zweckmäßige, sondern eben auch mäßige, Art und Weise, um ein paar wichtige Ereignisse nochmal aufzurollen – was sich aus meiner Sicht deutlich effizienter und allgemein besser auch hätte umsetzen lassen.

Fazit: Episodenbild (c) 20th Century Fox Just zur Serienhalbzeit "schenkt" uns "Mission Erde" eine der von mir verhassten Clip-Shows (Ausnahmen wie die zuletzt besprochene "Andromeda"-Folge "Der Unbezwingbare" bestätigen die Regel). Dabei merkt man dies der Episode eigentlich lange Zeit nicht an, beginnt es doch mit dem Flashback zum damaligen Fund des Reporterteams und der Einladung von Zo'or in die Sendung noch recht vielversprechend. Auch die Planung rund um die Sendung, sowie die Offenbarung, dass Shelley offensichtlich irgendwas im Schilde führt, waren noch recht interessant. Letztendlich holte "Showtime" jedoch, ganz abgesehen vom Clip-Show-Aspekt, eben daraus viel zu wenig heraus. Das besagte Recycling bekannter Szenen, welchen weite Strecken der Folge als Kenner der Serie wenig interessant machen, kommt dann ebenso erschwerend hinzu, wie die mangelnde Spannung, wobei ich insbesondere alles rund um die Versuche von Liam und Augur, eine Katastrophe zu verhindern, enttäuschend fand. Einzelne gute Szenen und damit rettende Elemente mag es zwar gegeben haben. Aber auch ganz unabhängig davon, dass es sich hier genau um die Mitte der Serie handelt (was damals natürlich niemand wissen konnte), war "Showtime" doch eine ziemliche Enttäuschung.

Wertung: 1.5 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © Baton Broadcasting Company)







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