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The Boys - 3x07: Starlight im Shitstorm Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) Amazon Studios

Originaltitel: Here Comes a Candle to Light You to Bed
Episodennummer: 3x07
Bewertung:
Weltweite Internet-VÖ: 01. Juli 2022 (Amazon Prime)
Drehbuch: Paul Grellong
Regie: Sarah Boyd
Besetzung: Karl Urban als Billy Butcher, Jack Quaid als Hughie Campbell, Antony Starr als Homelander, Erin Moriarty als Starlight, Dominique McElligott als Queen Maeve, Jessie T. Usher als A-Train, Laz Alonso als Mother's Milk, Chace Crawford als The Deep, Tomer Capon als Frenchie, Karen Fukuhara als Kimiko Miyashiro, Nathan Mitchell als Black Noir, Colby Minifie als Ashley Barrett, Claudia Doumit als Victoria Neuman, Jensen Ackles als Soldier Boy, Giancarlo Esposito als Meerkat Stan Edgar, Paul Reiser als The Legend, Laurie Holden als Fox Crimson Countess, Katy Breier als Cassandra, Frances Turner als Monique, Jack Doolan als Horse Tommy, Kristin Booth als Horse Tessa, Fritzy-Klevans Destine als Sheep Black Noir, Ryan Blakely als Mindstorm, Brendan Murray als Sam Butcher, Jack Fulton als Teen Lenny, Luca Villacis als Teen Butcher, Matthew Edison als Cameron Coleman, Josh Zaharia als Young Butcher, Jim Beaver als Robert Singer u.a.

Kurzinhalt: Starlight ist mit einem Video an die Öffentlichkeit gegangen, um die Lügen von Vought und Homelander aufzudecken. Manche glauben ihrem Bericht, dass Soldier Boy zurückgekehrt und für die jüngsten Angriffe verantwortlich ist. Die Mehrheit steht aber nach wie vor auf der Seite von Vought und Homelander, und glaubt deren Propaganda. Dementsprechend sieht sich Starlight einem regelrechten Shitstorm gegenüber, als im Vought-kontrollierten Fernsehen sowie bei Homelanders Kundgebungen Stimmung gegen sie gemacht wird. Frenchie und Kimiko lecken indes nach der brutalen Begegnung mit Little Nina ihre Wunden. Dabei überrascht Kimiko mit dem Entschluss, ihre Kräfte wieder zurückhaben zu wollen. Black Noir, der ebenfalls einst Mitglied von Soldier Boys Payback-Truppe war, ist indes ob des Angriffs auf die Herogasm-Orgie verstört. Er verlässt die Vought-Zentrale, um in seinem Versteck in sich zu gehen – und sich an die damaligen Ereignisse zu erinnern. Hughie und Butcher, wieder mit V24 gedopt, begleiten indes Soldier Boy zu einem weiteren früheren Teammitglied: Mindstorm. Diesem gelingt jedoch ein Überraschungsangriff, mit dem er Butcher in einen Alptraum aus schrecklichen Erinnerungen einsperrt…


Review: Episodenbild (c) Amazon Studios Nach dem spektakulären und hochdramatischen "Herogasm" gibt es vor dem Staffelfinale nochmal eine sehr charakterorientierte Episode, bei der man uns, zusammen mit den Figuren, einen Blick in ihre Vergangenheit werfen lässt. Dies betrifft einerseits Butcher, der hier nach dem Angriff durch Mindstorm mit einigen seiner schlimmsten Erinnerungen konfrontiert wird. Diese bringen ihn zurück in seine Kindheit/Jugend, wo er und sein jüngerer Bruder von ihrem Vater physisch und psychisch missbraucht wurden. Mindstorm zwingt ihn dazu, nicht nur das erneut zu durchleben, sondern auch jenen entscheidenden Moment, wo Butcher sein Elternhaus verlassen – und seinen jüngeren Bruder allein mit ihrem gewalttätigen Vater zurückgelassen hat, was schließlich zu dessen Selbstmord führte. Generell zwingt Butcher diese Konfrontation mit seiner Vergangenheit, sich einzugestehen, dass er wie sein Vater geworden ist. Besonders ernüchternd fand ich dabei dann das Ende, welches deutlich macht, dass er aus seiner Vergangenheit, und dieser Erkenntnis, nichts gelernt hat – oder zumindest, dass der Hass auf Homelander schwerer wiegt. Denn statt Hughie die Wahrheit über V24 zu sagen und ihn damit zu beschützen, schwört er diesen vielmehr auf ihren Plan ein.

Mehr noch als Butcher, wo wir hier zwar tiefer als zuvor in seine Vergangenheit eintauchten, die Eckpunkte davon aber bereits kannten (oder erahnen konnten), fand ich allerdings die Einblicke in die Vorgeschichte von Black Noir – der bis zur dritten Staffel ein völliges Mysterium für uns war – höchst erhellend. Grundsätzlich waren die Szenen in seinem Versteck mit seiner Fantasievorstellung von an Disney erinnernde Zeichentrick-Tierfiguren schon mal sehr interessant und außergewöhnlich umgesetzt. Gleiches gilt für die Rückblenden, in denen wir sehen, wie Soldier Boy ihn (so wie wohl die meisten Teammitglieder) drangsalierte. Aber auch beim Verrat während der Payback-Aktion – bei dem, wie sich hier herausstellt, auch Stan Edgar eine entscheidende Rolle spielte – sind wir dann dabei. Angesichts des Todes der anderen Teammitglieder – hier erwischt es dann ja, trotz aller Versuche Hughies, ihm das Leben zu retten, auch Mindstorm – ist verständlich, dass Black Noir aus dem Vought-Turm geflüchtet ist. Die anderen Handlungsstränge entwickelten sich ebenfalls sehr gut weiter. So waren z.B. beim Shitstorm gegen Starlight die Parallelen zur politischen Situation (oder jüngsten Vergangenheit) in den USA überdeutlich. Sehr spannend fand ich auch alles rund um Kimiko, die bislang ihre Fähigkeiten ja als einen Fluch sah, diese nun aber wieder zurück will. Im Gespräch mit Frenchie bringt sie schließlich den entscheidenden Punkt vor: Damals hatte sie keine Wahl – jetzt ist es ihre Entscheidung. Und eben dies macht den (im wahrsten Sinne des Wortes9 entscheidenden Unterscheid. Interessant zudem nicht nur, dass A-Train die Ereignisse aus "Herogasm" doch überlebt hat, sondern vor allem auch, dass ihm just das (Superhelden-)Herz von Blue Hawk eingesetzt wurde. Für Amüsement sorgte indes The Deeps Vorschlag an seine Frau (gegenüber der ich, nach ihrem Verhalten im Verlauf der Staffel, in diesem Moment ordentlich Schadenfreude empfand). Besonderes Lob möchte ich zudem noch für die Songauswahl aussprechen, die für mich "Starlight im Shitstorm" ebenfalls aufwertete. Last but not least war da dann natürlich auch noch die Offenbarung am Ende, dass Soldier Boy quasi Homelanders Vater ist – was mich stark vermuten lässt, dass der von Butcher angestrebte Showdown zwischen den beiden, der nun wohl im Staffelfinale ansteht, nicht so verlaufen wird, wie von ihm erhofft.

Fazit: Episodenbild (c) Amazon Studios "Starlight im Shitstorm" war zwar nicht ganz so abgefahren, spektakulär und damit hervorstechend wie "Herogasm", setzt den Erfolgslauf der Staffel aber nichtsdestotrotz ungehindert fort. Dabei gefielen mir vor allem die Einblicke in die Vergangenheit von Butcher und Black Noir, die wir hier erhielten. Letztere bestach darüber hinaus mit dem kuriosen Einfall rund um die Zeichentrick-Figuren. Wie ich die animierten Flashbacks generell fantastisch fand. Aber auch in der Gegenwart geht es spannend weiter, und bietet "Starlight im Shitstorm" so manche starke Szene, spannende Entwicklung, und überraschende Offenbarung – wobei neben Kimikos Entscheidung für mich vor allem noch der Twist am Ende hervorstach, der uns zugleich eine überaus interessante und vielversprechende Ausgangssituation für das Finale der dritten Staffel beschert.

Wertung: 4 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2022 Amazon Prime Video)








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