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V: Die Besucher - 2x03: Enthüllung Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) Warner Bros.

Originaltitel: Laid Bare
Episodennummer: 2x03
Bewertung:
Erstausstrahlung US: 18. Januar 2011
Erstausstrahlung D: 17. Oktober 2011
Drehbuch: Gwendolyn M. Parker
Regie: David Barrett
Besetzung: Elizabeth Mitchell als Erica Evans, Morris Chestnut als Ryan Nichols, Joel Gretsch als Father Jack Landry, Logan Huffman als Tyler Evans, Laura Vandervoort als Lisa, Charles Mesure als Kyle Hobbes, Morena Baccarin als Anna, Scott Wolf als Chad Decker, Jane Badler als Diana, Christopher Shyer als Marcus, Mark Hildreth als Joshua, Rekha Sharma als Sarita Malik, Roark Critchlow als A.D. Paul Kendrick, Chilton Crane als Betty Allen, Bret Harrison als Dr. Sidney Miller, Jaimie Mortimer-Lamb als Sophie, Michael Patric als Angry Man, Sean Tyson als Parishioner, Christopher Rosamond als Ed, John Paul McGlynn als Terrified Man, Trinity Jarman als Ryan's Daughter u.a.

Kurzinhalt: Anna bereitet Lisa darauf vor, ihre Nachfolge als Königin anzutreten. Die fünfte Kolonne schafft indes Ericas FBI-Kollegin Sarita Malik, die sich als Besucherin entpuppte, in ihr Versteck, wo man sie verhört. Ryan warnt sie jedoch davor, dass die Besucher dazu konditioniert sind, Schmerzen zu ertragen. Das einzige, was sie zum Reden bringen könnte wäre es, sie zu häuten – was jedoch wiederum ihren Tod bedeuten würde. Eine Grenze, die zu überschreiten Erica nur sehr zögerlich bereit ist. Letztendlich sieht sie jedoch keine andere Chance, um mehr darüber in Erfahrung zu bringen, was die Besucher mit seinem Sohn angestellt haben, dessen DNS während sie mit ihm schwanger war verändert wurde. Darüber hinaus ist das Verhör auch der einzige Weg, eine verschwundene junge Frau zu finden, die vermeintlich von den Besuchern entführt wurde. Anna setzt indes Chad darauf an, Father Jack Landry in seine Sendung zu laden – während sie parallel einen Plan in Gang setzt, mit dem dieser in den Augen der Öffentlichkeit diskreditiert werden soll…


Review: Episodenbild (c) Warner Bros. Beginnen wir mit dem interessanteren und damit gelungeneren Teil der Episode: Die Art und Weise, wie Tyler und Lisa aufgrund der Entfremdung zu ihrer eigenen Mutter zunehmend zu jeweils Anna und Erica gezogen werden, ist schon ganz spannend mitzuerleben, und vereint die beiden Konkurrentinnen durch eine interessante Parallele. "Nett" fand ich darüber hinaus alles rund um den – echt perfiden – Plan, Obdachlose zu entführen, um an ihnen Experimente durchzuführen. Die Idee solcher Alien-Entführungen an sich ist zwar mittlerweile enorm abgedroschen, aber das gab ihm eine erschreckende, ansatzweise neue, und vor allem auch angenehm gesellschaftskritische Komponente (wobei ich es echt schade finde, wie dieser Aspekt im Vergleich zu den Miniserien des Originals hier vernachlässigt wird). Der letzte Pluspunkt betrifft dann die Art und Weise, wie "Enthüllung" im Handlungsstrang rund um Chads Bericht über Father Jack Landry die Methodik hinter tendenziös-manipulativer Berichterstattung aufzeigt, und dabei zugleich an den Pranger stellt. Auch das fand ich zumindest im Ansatz gelungen.

Von diesem (überschaubaren) positiven Aspekten abgesehen hatte "Enthüllung" aber leider nicht viel zu bieten. Im Malik-Handlungsstrang bietet man uns eine Folterorgie, wie sie damals im Fernsehen irgendwie gerade angesagt waren, und auch wenn ich die Härte, mit der unsere Helden hier vorgehen, für durchaus mutig und damit beachtlich halte, lief "V" hier letztendlich nur einem bereits bestehenden (und u.a. stark von "24" beeinflussten) Trend hinterher. Weshalb ich es letztendlich doch mehr zum Gähnen als zum Grausen fand. Gleiches gilt für den abgetrennten Finger, wo sich Erica zudem – zugunsten eines vermeintlich dummen Zuschauers – als FBI-Agentin auszeichnen darf, in dem sie gegenüber Ryan kommentiert "Ich habe mich schon gefragt, wozu der gut war", wo es doch eigentlich von vornherein naheliegend war, dass er damit irgendein mit Fingerabdruck codiertes Schloss öffnen will. Für völlig bescheuert halte ich auch die Idee, dass bei Tyler nicht etwa DNS verändert wurde, sondern vielmehr Teile von eben dieser fehlt; aber möglicherweise hat man das auch einfach schlecht erklärt. Und mit dem Seelen-Gebrabbel kann ich auch nach wie vor nicht wirklich etwas anfangen. Die Idee, eine Maschine zu schaffen, um eben diese Seele zu entfernen, erinnert dabei entfernt an "Babylon 5", nur dass man dort dezidiert ansprach, dass niemand sagen kann, was genau von den Seelenjägern eingefangen wird; tatsächlich eine Seele, oder "nur" Gedankenmuster und/oder Erinnerungen? Eben dieses auf eine wissenschaftliche Basis stellen, oder zumindest eine solche bodenständige Erklärung anbieten, vermisse ich hier. Und auch wenn ich die Idee dahinter, Obdachlose für die Experimente zu verwenden, echt perfide fand, gelang es "Enthüllung" aber leider nicht, aus der Entführung von Sophie Spannung zu beziehen – weshalb die Episode leider wieder einmal ziemlich vor sich hinplätscherte.

Fazit: Episodenbild (c) Warner Bros. Einzelne Aspekte an "Enthüllung" fand ich ja durchaus interessant. Wie die Parallelen zwischen Erica und Anna im Hinblick darauf, wie sie versuchen, das Kind des jeweils anderen auf ihre Seite zu ziehen. Die Idee hinter der Entführung von Obdachlosen, davon ausgehend, dass die ja ohnehin niemand vermissen würde – wo bei "V" nach langer Zeit endlich wieder einmal etwas Sozialkritik anklingt. Und die Art und Weise, wie Anna hier versucht, die Öffentlichkeit durch Manipulation gegen Father Landry aufzubringen, war auch sehr entlarvend. Abseits dieser Punkte dominierte bei "Enthüllung" aber wieder die Langeweile. Weder Annas Seelensuche, noch die Ermittlungen im Hinblick auf die verschwundene Sophie, oder auch Ericas Suche nach der Wahrheit im Hinblick auf ihren Sohn, sprachen mich sonderlich an. Auch Spannung kam wieder mal keine auf. Und auch mit den – zu diesem Zeitpunkt in Film- und Fernsehen Überhand nehmenden – Foltereinlagen riss "Enthüllung" bei mir kein Leiberl. Und so war ich leider auch von dieser Episode wieder einmal alles andere als begeistert.

Wertung: 2 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2011 Warner Bros. Television)







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