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The Orville - 3x10: Zukunft unbekannt Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) Hulu/Disney+

Originaltitel: Future Unknown
Episodennummer: 3x10
Bewertung:
Internet-Release USA: 04. August 2022 (Hulu)
Internet-Release D: 05. August 2022 (VOD, OmU)
Drehbuch: Seth MacFarlane
Regie: Seth MacFarlane
Hauptdarsteller: Seth MacFarlane als Captain Ed Mercer, Adrianne Palicki als Commander Kelly Grayson, Penny Johnson Jerald als Dr. Claire Finn, Scott Grimes als Lieutenant Gordon Malloy, Peter Macon als Lieutenant Commander Bortus, Jessica Szohr als Chief Security Officer Talla Keyali, J. Lee als Lieutenant John Lamarr, Mark Jackson als Isaac.
Gastdarsteller: Chad L. Coleman als Klyden, Victor Garber als Admiral Halsey, BJ Tanner als Marcus Finn, Kai Wener als Ty Finn, Graham Hamilton als Kaylon Primary, Giorgia Whigham als Lysella, Imani Pullum als Topa, Jim Mahoney als Brosk, Kyra Santoro als Lieutenant Turco, Halston Sage als Alara Kitan, Norm MacDonald als Yaphit u.a.


Kurzinhalt: Die Orville fliegt zum Planeten Listak II, wo Bortus und Klyden in einem moclanischen Ritual ihre Verbindung erneuern. Dies bringt Isaac dazu, sich über die die Gebräuche verschiedenster Völker in Richtung Ehe zu erkundigen. Er sähe darin eine interessante Erfahrung im Hinblick auf seine Erforschung von biologischen Lebensformen – und macht Claire in der Öffentlichkeit einen Heiratsantrag. Diese reagiert verdutzt, und bittet um etwas Bedenkzeit, um es mit ihren Freunden, aber auch ihren Kindern, zu besprechen. Nicht zuletzt aufgrund Isaacs Versprechen, nach ihrem Tod auch noch für ihre Kinder und deren Nachkommen da zu sein, stimmt sie schließlich zu. Währenddessen kehrt die Orville zum Planeten Sargus IV zurück – jenen Planeten, den man vor knapp drei Jahren besuchte, und wo eine Gesellschaft herrscht, in der man mittels eines Voting-Systems bewertet wird. Beim Anflug ist man überrascht, als Lysella mit ihnen Kontakt aufnimmt, die ihnen damals dabei half, Lamarr zu retten. Nun bittet sie um ihre Hilfe – genauer gesagt um Asyl, da sie das Leben auf Sargus IV nicht länger erträgt. Ed willigt schließlich ein, und Kelly nimmt sie unter ihre Fittiche. Dann jedoch fällt es Lysella schwerer als gedacht, sich auf der Orville einzuleben…

Review (kann Spoiler enthalten): Episodenbild (c) Hulu/Disney+ "Zukunft unbekannt" ist der sehr passende Titel der dritten "Orville"-Staffel – ist aktuell doch noch nicht bekannt, ob Hulu eine weitere Season in Auftrag geben wird. Man merkt der Episode dabei sehr deutlich an, dass sich die Macher der ungewissen Zukunft bewusst waren, und für alle Fälle mit einer Folge abschließen wollten, welche die Zuschauer zufrieden zurücklässt. Aber auch, wie man hier den Bogen zu einigen früheren Episoden schlägt, verstärkt den Eindruck eines Finales. Das entsprechende größte Element ist zweifellos die Rückkehr von Lysella (aus "Mehrheitsprinzip"). Dieser Handlungsstrang ist dann auch für den Orville-typischen "moralischen" Einschlag verantwortlich, geht es doch um die Frage, wie die Union einfach so danebenstehen kann, wenn sie doch die Möglichkeit hätte, weniger entwickelten Zivilisationen zu helfen. Und auch, wenn Lysellas Argumente durchaus etwas für sich habe, konnte ich Kellys Erklärungen letzten Endes nachvollziehen, und wirkte insbesondere ihre Schilderung, was mit fortschrittlicher Technologie geschehen würde, wenn man sie in eine Zivilisation bringt, die gesellschaftlich dafür nicht bereit ist, sehr wahrscheinlich (leider). Und nicht zuletzt die Szene im Simulator, wo sie Lysella an den tragischen Konsequenzen einer Einmischung in der Vergangenheit teilhaben lässt, verfehlt die gewünschte Wirkung nicht. Jedenfalls kann ich nur wieder betonen, dass das alles für mich mehr Sinn machte, als die Obersten Direktive, wie sie in "Star Trek" vertreten (und teilweise auch gelebt) wird.

Die (mich völlig überraschende) Rückkehr von Lysella ist jedoch nicht der einzige Aspekt, wo man auf frühere Episoden anspielt. Es gibt zahlreiche Referenzen, teilweise eher subtiler Natur, dann wieder deutlich zu erkennen – was eben den Eindruck verstärkt, dass dies (zumindest für alle Fälle) als Abschied gedacht ist. Um nur ein kleines Beispiel zu nennen: Joel McNeely spielt hier bei den Aufnahmen der durchs All fliegenden Orville immer wieder das Hauptthema der Serie an; quasi, als würde er so den Kreis schließen wollen. Aber auch eine nette Hommage auf "Star Trek" gibt es, sind die Worte die Ed bei der Zeremonie spricht doch fast deckungsgleich mit jenen aus "Spock unter Verdacht" (die ja auch kürzlich erst im Finale der ersten "Strange New Worlds"-Staffel aufgegriffen wurde). Davon abgesehen möchte ich auf die Anspielungen aber nicht näher eingehen, da es mit einen Reiz der Folge ausmacht, dies selbst zu entdecken, bzw. sich diesbezüglich überraschen zu lassen. Auffällig auch, dass der Humor hier wieder stärker zu Tage tritt als zuletzt; auch damit schien man mir bewusst an frühere "Orville"-Tage erinnern und anknüpfen zu wollen. Im Mittelpunkt von "Zukunft unbekannt" steht dabei die Weiterentwicklung der Beziehung zwischen Isaac und Claire. Der Beginn der Folge schlug dabei auf gelungene Art und Weise den Bogen zum Staffelauftakt; dort schlug Isaac von einem Großteil der Besatzung Unmut entgegen, hier nun reagieren alle freundlich auf ihn.

Episodenbild (c) Hulu/Disney+ Sein Heiratsantrag wirkt dann letztendlich wie die logische Konsequenz des in "Ein fröhlicher Refrain" (also spätestens; man könnte durchaus auch "Ja’loja" argumentieren) begonnenen Handlungsstrangs. Nicht jeder von uns mag ihre Beziehung nachvollziehen können, aber der Punkt dabei ist eben, dass das, was wir – bzw. andere – darüber denken, letztendlich egal ist. Wichtig ist einzig und allein, was die beiden wollen. Und da Claire ja seit "Aus unbekannten Gräbern" weiß, dass Isaac sie liebt, er halt nur nicht die nötige "Hardware" hat, um dies zu fühlen, konnte ich ihre Entscheidung schon nachvollziehen. Vor allem aber gibt die Hochzeit der Serie Gelegenheit, sich mit einer großen Feier zu verabschieden. Als Ergebnis davon ist "Zukunft unbekannt" sicherlich weder die spannendste, dramatischste noch spektakulärste Folge; das war definitiv "Domino", auf die quasi die ganze Staffel hingearbeitet wurde. "Zukunft unbekannt" ist nun eher eine Art Epilog – entweder zur dritten Staffel, oder möglicherweise eben zur Serie an sich. Und als solcher ist die Episode definitiv gelungen.

Fazit: Noch lässt sich nicht mit Gewissheit sagen, ob das schon das Ende war, oder es mit "The Orville" doch noch irgendwie (sei es mit einer vierten Staffel, oder vielleicht auch einem Film) weitergehen wird. Die Macher waren sich der ungewissen Zukunft natürlich voll und ganz bewusst – wie man nicht nur am Titel, sondern auch dem Inhalt der letzten Folge der dritten Staffel erkennt, die in vielerlei Hinsicht wie ein Abschluss wirkt. Angefangen auf die zahlreichen Referenzen auf frühere Episoden, über die Art und Weise, wie man hier frühere Elemente und Entwicklungen wieder aufgreift, bis hin zum wieder stärker vertretenen Humor, der eher an die früheren "Orville"-Staffeln denn an "New Horizon" erinnert. Inhaltlich war das zwar zugegebenermaßen nur im Kelly/Lysella-Handlungsstrang so richtig interessant, dafür war aber die Haupthandlung rund um Isaacs Heiratsantrag – "Orville"-typisch – sehr charakterorientiert, und mündete alles schließlich in einer netten Feier, die uns die Gelegenheit gibt, diesen charmanten, liebgewonnenen Figuren Lebewohl zu sagen. Als großer Fan der ersten zweiten Stunde hoffe ich natürlich, dass es weitergeht. Sollte es das aber wirklich gewesen sein, verabschiedet sich "The Orville" nicht "nur" mit der bisher besten Staffel, sondern einem wirklich runden, schönen und herzerwärmenden Abschluss, der quasi die Quintessenz dessen, was die Serie über ihre Laufzeit hinweg auszeichnete, nochmal in sich vereint.

Wertung: 3.5 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2022 Hulu/Disney+)







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