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Jeremiah - 2x03: Fraktal-Theorie Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) MGM/Showtime

Originaltitel: Strange Attractors
Episodennummer: 2x03
Bewertung:
Erstausstrahlung US: 24. Oktober 2003
Erstausstrahlung D: 30. Mai 2004
Drehbuch: J. Michael Straczynski
Regie: Charles Winkler
Besetzung: Luke Perry als Jeremiah, Malcolm-Jamal Warner als Kurdy, Joanne Kelly als Liberty 'Libby' Kaufman, Sean Astin als Mister Smith, Peter Stebbings als Markus Alexander, Ingrid Kavelaars als Erin, Kim Hawthorne als Theo, Robert Wisden als Devon, Aaron Douglas als Davis, Biski Gugushe als Steve, Travis MacDonald als Guy, Jake Moyer als Guard, Rob Hayter als Guard, Dana Pemberton als Norader, Morley MacDougall als Traveler u.a.


Kurzinhalt: Millhaven zählt zu den engsten Verbündeten des Valhalla-Sektors. Im Anschluss an den Angriff auf die Versammlung im Stadion wurden viele Leute eben dorthin gebracht. Davis leitet die Gruppe mit eiserner Hand – und hält u.a. bewusst Nahrungsmittel zurück, um die Bevölkerung unter Kontrolle zu halten. Vor allem aber hat er die Anweisung, sämtliche Gefangene hinzurichten, wenn er sieben Tage lang nichts aus dem Valhalla-Sektor hört. Eben diese Frist droht in Kürze abzulaufen. Im Thunder Mountain kann und will man die Gefangenen natürlich nicht einfach so ihrem Schicksal überlassen, allerdings sind die Ressourcen nach der Schlacht mit dem Valhalla-Sektor erschöpft. Man entschließt sich daher zu einer versteckten Mission: Libby, die Millhaven in der Vergangenheit im Auftrag des Valhalla-Sektors mehrmals besucht hat, soll sich mit Davis treffen, und den Gefangenen – darunter unter anderem auch Theo – zur Flucht verhelfen. Jeremiah begleitet sie. Zuerst fällt Davis auf die Täuschung herein. Dann jedoch erfährt er von einem Kontaktmann, dass der Valhalla-Sektor gefallen ist…


Review: Episodenbild (c) MGM/Showtime Mister Smith hinterlässt bei mir leider nach wie vor sehr gemischte Gefühle. Auf der einen Seite freut mich das Wiedersehen mit Sean Astin sehr. Zudem sind einiger seiner Zitate ziemlich nett, und erinnern teilweise auch wieder an "Babylon 5", wie z.B. das mit dem Wettstreit zwischen Ordnung und Chaos, oder auch den Momenten des Wandels. Und durchaus witzig angelegt ist die Rolle ja auch, wobei es mir nicht zuletzt die Kennenlern-Szene zwischen ihm und Jeremiah angetan hatte. Aber: Ich ziehe halt selbst bei Mystery-Unterhaltung bodenständige, greifbare, "realistische" Erklärungen gegenüber irgendwelchen unerklärlichen Phänomenen (oder Fähigkeiten) vor. In diesem Fall kommt dann halt auch noch der Gott-Bezug dazu, der mich als Atheist nicht wirklich anspricht (und mich gerade auch beim ebenfalls atheistischen JMS doch ziemlich überrascht). Wenn die Serie das einfach so in den Raum stellen, aber die Option lassen würde, dass er einfach den Verstand verloren hat, ok. Leider aber gibt es eben immer wieder Andeutungen, dass er tatsächlich von irgendwoher Dinge erfährt, die er eigentlich nicht wissen kann; oder auch, Ereignisse vorhersieht. Und das schmeckt mir halt leider weniger.

Deutlich positiver sehe ich da schon Neuzugang Libby. Zwar ist es ziemlich offensichtlich, dass sie als "love interest" für Jeremiah gedacht ist (während Erin wohl nun da Marcus nach Meaghans Tod "frei" ist diesem zunehmend näher kommt), und rein von dem her wie sie bislang auf den Papier angelegt ist sticht sie jetzt nicht wirklich hervor. Mir gefällt aber, wie Joanne Kelly sie spielt, wirkt sie doch stellenweise ein bisschen entrückt. Darüber hinaus gibt es in "Fraktal-Theorie" ein Wiedersehen mit Theo; auch Kim Hawthorne hat es mir in der Rolle nach wie vor sehr gut angetan, und nicht zuletzt die Dynamik zwischen ihr und Jeremiah hat es mir nach wie vor angetan. Wirklich leiden können sie sich nicht, dennoch ist mittlerweile ein gewisser Respekt entstanden; tatsächlich hat man teilweise den Eindruck, sie lieben es, sich gegenseitig zu necken. Nicht zum ersten Mal schaut hier zudem ein Darsteller vorbei, der etwas später dann im "Battlestar Galactica"-Reboot eine Hauptrolle spielen sollte; in diesem Fall ist es Aaron Douglas. Schon dort war mir seine Figur nicht wirklich sympathisch, hier spielt er aber überhaupt gleich einen völligen Ungustl, der sich und seinen "Offizieren" ein Leben in Luxus ermöglicht, während der Rest von Millhaven am Hungertuch nagt, und so klein (und unterwürfig) gehalten werden soll. Kein Wunder, dass der mit dem Valhalla-Sektor verbündet war! Jedenfalls strahlte Douglas in dieser Rolle einiges an Bedrohlichkeit aus, selbst in jenen Szenen, wo er sich höflich gibt, was insbesondere so Momente wie das Dinner hervorstechen ließ. Spannungstechnisch stachen dann in erster Linie die Begegnung mit Theo (wird sie Jeremiah auffliegen lassen?) und dann das Finale hervor. Dort gelingt es zwar, die Gefangenen zu befreien, zugleich gelingt jedoch Daniel die Flucht – der sich daraufhin in den Osten begibt, wo mit Daniel wohl schon die nächste Bedrohung lauert (an der Stelle hatte ich Übrigens wieder einen starken "The Stand"-Flashback, wo sich die Degenerierten wiederum in Las Vegas sammelten). Abschließend seien noch Marcus' nachdenkliche Worte zu Beginn, als er meint, statt zu feiern wäre es vielmehr angebracht, um Vergebung zu bitten – für den Massenmord, den sie begangen haben – lobend erwähnt.

Fazit: Episodenbild (c) MGM/Showtime "Fraktal-Theorie" schließt den Handlungsstrang rund um den Valhalla-Sektor (vermeintlich) ab, und etabliert mit einer vagen Bedrohung aus dem Osten zugleich die nächste Gefahr für die von Marcus angestrebte Allianz. Quasi als Übergang ist man hier mit der von Davis angeführten Truppe aus Millhaven beschäftigt, die nicht nur die dortige Bevölkerung unterdrückt (und aushungert), sondern auch droht, in Kürze die Gefangenen des Valhalla-Sektors zu exekutieren. Aaron Douglas verlieh seiner Figur selbst in den Momenten in denen er freundlich auftritt einiges an Bedrohlichkeit. Sehr schön fand ich auch das Wiedersehen mit Theo, insbesondere jene, wo sie auf Jeremiah – auf Undercover-Mission – trifft. Und auch Libby hat es mir, aufgrund der interessanten Performance von Joanne Kelly, die ihr etwas leicht schräg-entrücktes gibt, zunehmend angetan. Demgegenüber tue ich mir mit Mr. Smith – natürlich nicht wegen dem von mir sehr geschätzten Sean Astin, sondern eher dem ganzen "Gott spricht zu mir"-Teil – nach wie vor eher schwer. Und generell war das irgendwie eine Übergangs-Folge, die für sich genommen nur stellenweise zu packen vermochte. Das mit der sich langsam im Osten (der USA) erhebenden Macht klingt aber in der Tat unheilvoll.

Wertung: 3 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © MGM/Showtime)







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