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Foundation - 1x10: Der Sprung Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) Apple TV+

Originaltitel: The Leap
Episodennummer: 1x10
Bewertung:
Weltweite Internet-VÖ: 19. November 2021
Drehbuch: David S. Goyer
Regie: David S. Goyer
Besetzung: Jared Harris als Hari Seldon, Lee Pace als Brother Day, Lou Llobell als Gaal Dornick, Leah Harvey als Salvor Hardin, Laura Birn als Demerzel, Terrence Mann als Brother Dusk, Cassian Bilton als Brother Dawn, Daniel MacPherson als Hugo, Sasha Behar als Mari, Kubbra Sait als Phara, Amy Tyger als Azura, Pravessh Rana als Rowan, Jairaj Varsani als Poly, Buddy Skelton als Keir, Chloe Lea als Gia, Joni Morris als Laylo, Mido Hamada als Shadow Master Obrecht, Nikhil Parmar als Freestone, Matt Gavan als Jord Hasp, Muiris Crowley als Captain Tacud, Stuart McQuarrie als Lunden, Rory Nolan als Muller Holk, Barry Roe als Thespin Soldier 1, Fiach Kunz als Thespin Soldier 2, Teyarnie Galea als Young Gaal Age 9, Emma Campbell als Cryopod Computer u.a.

Kurzinhalt: Gerade als die Lage auf Terminus dabei ist, endgültig zu eskalieren, erscheint eine Art Projektion von Hari Seldon. Wie sich herausstellt, wurde eine Kopie seines Bewusstseins im Artefakt gespeichert. Nun, pünktlich zur ersten Krise der Foundation, wurde er von Salvor Hardin befreit, woraufhin er versucht, zwischen den drei versammelten Parteien zu vermitteln, und sie davon zu überzeugen, sich vielmehr gegen das Imperium zu verbünden, und zusammen von der mächtigen Waffenplattform Invictus Gebrauch zu machen. Nach diesem großen Ereignis geht Hardin der Frage nach dem Ursprung ihrer Visionen nach. Ihre Mutter offenbart ihr, dass sie mit Genmaterial von Gaal Dornick und Ryach geschaffen wurde. Sie beschließt daraufhin, nach ihrer leiblichen Mutter im All zu suchen. Auf Trantor ist indes das Komplott der Rebellen gescheitert. Nachdem Bruder Tag an Azura bittere Rache geübt hat, gilt es zu entscheiden, was nun mit Bruder Morgen geschehen soll. Und 138 Jahre in der Zukunft erreicht Gaal ihren Heimatplaneten Synnax – und findet ihre alte Heimat verwüstet vor…


Review: Episodenbild (c) Apple TV+ Die mit Abstand beste – und erschreckendste – Szene findet auf Trantor statt. Dort spricht Bruder Tag im Garten mit Azura, die nachdem das Komplott von ihr und den Rebellen gescheitert ist gefangengenommen wurde. Mit einer Gefühllosigkeit, die mir einen kalten Schauer über den Rücken jagte, erklärt er Azura, dass sie festgestellt haben, dass genau 712 Leute mit ihr verwandt sind. Darüber hinaus hat man weitere 839 Personen identifiziert – ihre Freunde und deren nähere Angehörige – die sie kennen. Er droht ihr, dass die Palastwache nur auf ein Signal wartet, um eine Nachricht weiterzugeben, dass all diese Menschen von Agenten des Imperiums ausgelöscht werden. Man denkt, dass er sie nun befragen oder zu irgendwelchen Zugeständnissen zwingen würde. Stattdessen gibt er ohne zu zögern das Handzeichen. Somit sind alle Personen, die Azura je gekannt hat – und damit irgendwie auch sie als Individuum – ausgelöscht. Azura selbst wiederum wird den Rest ihres Lebens unter völligem Entzug jedweder Reize verbringen, während sie intravenös ernährt wird. Dieses Ausmaß an Grausamkeit nahm mir jedwede Hoffnung, dass Bruder Tag zumindest ein bisschen vernünftiger und weniger skrupellos wäre als sein Vorgänger (der als Reaktion auf den Terroranschlag zwei Welten fast vollständig vernichten ließ).

Spannend fand ich dies insofern, als er sich im Hinblick auf sein jüngeres Ich, im Gegensatz zu Dämmerung, von seiner weichen Seite zeigt, wollte er diesen doch eigentlich am Leben lassen. Allerdings setzt sich Demerzel – vermeintlich zum Schutz des Imperiums – über diesen Befehl hinweg, und ermordet Morgen an Ort und Stelle. Auch das war eine spannende und interessante Entwicklung; insofern fand ich es fast ein bisschen schade, dass wir danach 136 Jahre in die Zukunft sprangen, und somit – abseits von Demerzels offensichtlichen Schuldgefühlen – die Nachwehen dieser Tag, soweit es das Vertrauensverhältnis zwischen ihr und Bruder Tag betrifft, nicht miterleben werden. Der Handlungsstrang auf Terminus war zwar soweit auch ok, dort gab es allerdings ein paar Aspekte, die mir weniger zusagten. So hatte ich im Review zur letzten Folge ja schon erwähnt, dass ich nach dem Hologramm von Hari Seldon auf der Ravon wirklich hoffe, dass man zumindest beim Artefakt bei einer Aufzeichnung bleibt. Denn: Mir gefiel der Gedanke aus der Romanvorlage, dass Seldon für 1.000 Jahre im Vorhinein nach bestem Wissen und Gewissen Nachrichten aufzeichnen musste, ausgesprochen gut. Stattdessen ist es nun doch sein Bewusstsein, welches aus dem Artefakt tritt; somit ist es ihm möglich, direkt zu interagieren, aber eben potentiell auch zu reagieren, falls Entwicklungen von seinem Plan abweichen würden. Das schmeckt mir dann doch weniger. Schade fand ich zudem, dass sich sowohl mein als auch Hardins Gedanke – nämlich dass die Visionen vom Artefakt kamen – als falsch erwies. Weil: Mit der Erklärung hätte ich mir deutlich leichter getan, als einer Art genetischer Erinnerung, wie man es hier nun mit der Offenbarung ihrer Herkunft suggeriert. Und der Abschied zwischen ihr und Hugo verfehlte die angestrebte emotionale Wirkung bei mir leider auch. Abseits dieser Schönheitsfehler fand ich aber auch die Story auf Terminus soweit ok. Was bei "Der Sprung" aber – wie schon die ganze Staffel hinweg – wieder einmal absolut bestach, waren die CGI-Weltraumeffekte. Gleich zu Beginn gab es ein paar wunderschöne Aufnahmen, aber auch das Finale auf Synnax hatte es mir diesbezüglich wieder einmal angetan. Und generell empfand ich das Ende dort dann als durchaus spannend – insbesondere mit dem Treffen zwischen Gaal Dornick und Salvor Hardin – und vor allem auch als vielversprechenden Ausgangspunkt für die mittlerweile bestätigte zweite Staffel.

Fazit: Episodenbild (c) Apple TV+ Das Finale der ersten Staffel fand ich insofern ein bisschen unbefriedigend, als es doch einzelne Entwicklungen gab, mit denen ich weniger anfangen konnte. Neben dem Hari-Hologramm ist hier insbesondere die weit hergeholte Erklärung für Salvor Hardins Visionen zu nennen. Von diesen Punkten abgesehen gefiel mir aber auch "Der Sprung" wieder sehr gut. Die stärkste Szene war sicherlich jene zwischen Bruder Tag und Azura im Garten, wo er ihr offenbart, was sie – und ihren Liebsten – nun erwartet. Das war wirklich brutal und grausam. Sehr spannend war aber auch alles rund um das weitere Schicksal von Bruder Morgen. Die Storyline auf Terminus war abseits der erwähnten Kritikpunkte ebenfalls ok, auch wenn ich es schade fand, dass mich der Abschied zwischen Salvor und Hugo nicht mehr berühren konnte. Das Ende auf Synnax fand ich dann aber wieder sehr interessant. Vor allem aber begeisterte "Der Sprung" insbesondere zum Einstieg und dann eben beim Finale wieder einmal mit großartigen, beeindruckenden Effektaufnahmen. An den großartigen Serienauftakt konnte man zwar bislang in weiterer Folge nicht mehr ganz anknüpfen. Bislang bin ich aber – trotz des etwas enttäuschenden Staffelfinales – von "Foundation" durchaus angetan.

Wertung: 3 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2021 Apple TV+)







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