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WandaVision - 1x08: Was bisher geschah Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) Disney+

Originaltitel: Previously On
Episodennummer: 1x08
Bewertung:
Weltweite Internet-VÖ: 26. Februar 2021
Drehbuch: Laura Donney
Regie: Matt Shakman
Besetzung: Elizabeth Olsen als Wanda Maximoff, Paul Bettany als Vision, Kathryn Hahn als Agatha Harkness, Julian Hilliard als Billy Maximoff, Jett Klyne als Tommy Maximoff, Josh Stamberg als Director Tyler Hayward, Debra Jo Rupp als Sharon Davis, David Payton als John Collins, David Lengel als Harold Proctor, Amos Glick als Pizza Delivery Guy, Selena Anduze als Agent Rodriguez, Kate Forbes als Evanora Harkness, Ilana Kohanchi als Iryna Maximoff, Daniyar als Olek Maximoff, Michaela Russell als Young Wanda, Gabriel Gurevich als Young Pietro, Hans Obma als Hydra Scientist, Stephan Goldbach als Hydra Tech, Aaron Gillespie als Security Guard u.a.


Kurzinhalt: Bei Wandas neugieriger Nachbarin Agnes handelt es sich in Wahrheit um die Hexe Agatha. Nun hält sie ihre Kinder als Geiseln, und hält Wanda in einem mit Runen geschützten Raum gefangen. Agatha will unbedingt wissen, wie es Wanda – einer Hexe, die in der Anwendung ihrer magischen Kräfte nie geschult wurde – gelang, diese Illusion zu erschaffen, und Westview nach ihren Wünschen umzugestalten, sowie die Bewohner der Stadt auf diese Weise zu kontrollieren. Des Rätsels Lösung sieht sie in Wandas Vergangenheit. Und so begeben sie sich gemeinsam auf eine Reise durch Wandas Geschichte, angefangen bei ihrer Kindheit in Sorkovia, über die Entstehung ihrer Liebe zu Vision, bis hin zu jenem Tag, als sie in die S.W.O.R.D.-Zentrale ging, um Vision die letzte Ehre zu erweisen…


Review (kann Spoiler enthalten!): Episodenbild (c) Disney+ Schockt mich doch nicht so, Marvel/Disney! Nach dem Twist am Ende der letzten Folge befürchtete ich schon, Wanda wäre doch Opfer, statt die Täterin. Stattdessen stellt sich hier nun heraus, dass eh alles grundsätzlich so ist wie von mir früh vermutet, und dann auch in der vierten Folge bestätigt, nämlich dass Wanda für die Ereignisse in Westview verantwortlich ist. Agnes/Agatha hat nur insofern im Hintergrund die Fäden gezogen, als sie wissen will, wie Wanda dies zustande bringen konnte – wohl auch, um ihr diese Kräfte dann zu entreißen. Wie sie es einst bei ihrem eigenen Hexenzirkel tat, der sie – angeführt von ihrer eigenen Mutter – als Verräterin hinrichten wollte. Womit wir bei der die Episode eröffnenden Rückblende wäre, denn bevor man sich ausführlich Wandas Vorgeschichte widmet, wird erstmal kurz die Vergangenheit von Agatha beleuchtet. Die betreffende Szene, insbesondere wenn sie den anderen Hexen ihre Kräfte raubt, fand ich optisch sehr cool umgesetzt. Vor allem aber offenbart es Agatha als echte Bedrohung, denn wie soll Wanda gegen eine Person ankommen, die einfach ihre Macht, wenn man sie gegen sie einsetzt, quasi aufsaugt?

Das Herzstück von "Was bisher geschah" sind aber die Rückblenden aus Wandas Leben, wo die Serie hier nun spät aber doch eine große Lücke aus dem MCU füllt. Was als nicht ganz so großer Vorwurf gemeint ist, wie es vielleicht rüberkam; im Großen und Ganzen ist es bei den Filmen ja wirklich hervorragend gelungen, die vielen verschiedenen Helden unter einen Hut zu bringen, und sie alle zur Geltung kommen zu lassen. Dennoch gibt es da halt einen Unterschied zwischen jenen Figuren, die in ihren eigenen Abenteuern vorgestellt wurden, und so Charakteren wie Black Widow, Hawkeye, und eben auch Wanda Maximoff, die nur in den großen Ensemblefilmen auftraten, und dort doch eher nur Begleiterscheinungen waren. Hier bessert "Was bisher geschah" nun nach. Die Episode zeigt uns einerseits ihre Kindheit (auch wenn man im Hinblick auf den Karton voller DVDs, den ihr Vater nach Hause bringt, angesichts der zeitlichen Einordnung dieser Rückblende ein Auge zudrücken muss), und wie plötzlich sie zusammen mit ihrem Bruder Pietro aus dieser entrissen wurde. Was zugegebenermaßen nichts ist, was wir nicht auch schon aus "Age of Ultron" wussten (inklusive der Tatsache, dass die Rakete von Stark Industries stammte). Aber es hier direkt mitzuerleben, ist halt schon nochmal etwas anderes. Nicht minder essentiell halte ich die nachfolgende Rückblende, die uns zeigt, dass sie nicht etwa von Hydra entführt wurde, sondern sich wissentlich und willentlich an den Experimenten beteiligte. Das mit dem Zepter war zudem ein sehr netter Rückgriff auf die MCU-Historie. Der dritte Flashback zeigt uns dann quasi die Entstehungsgeschichte ihrer Beziehung mit Vision, und wartet mit einer der schönsten Dialogzeilen auf, die mir seit langem untergekommen sind ("What is grief, if not love persevering?"). Schließlich sehen wir, wie sie nach ihrer Rettung/Rückkehr in "Endgame" die S.W.O.R.D.-Zentrale aufsuchte, und vor den Überresten von Vision stand – und wie sie daraufhin zu ihrem geplanten Eigenheim in Westview fuhr, wo sich ihre Trauer in einer riesigen Energiewelle entlud, die dann eben zu jener Verwandlung der Stadt führte, die wir seit der ersten Folge miterleben – womit sich dann wiederum der Kreis zu "Mit einem Live-Publikum gefilmt" schließt.

Fazit: Episodenbild (c) Disney+ "Was bisher geschah" ist das "Age of Ultron"-Prequel, von dem wir bislang nicht wussten, dass wir es brauchen, welches den Film für mich aber rückblickend definitiv aufwertet. Noch wichtiger ist aber natürlich, wie insbesondere Wanda, aber auch Vision, und ihre Beziehung zueinander, durch "Was bisher geschah" an Tiefe und Bedeutung gewinnen. Ich bin mir sicher, dass mich sein Tod in "Infinity War" beim nächsten Rewatch (der demnächst – in Vorbereitung auf "Falcon and the Winter Soldier" – ansteht) wesentlich mehr berühren wird, als dies damals bei der Erstsichtung der Fall war. Schon allein dafür hat sich "WandaVision" gelohnt (und ich frage mich rückblickend nun unweigerlich, ob Black Widow – und Hawkeye? – nicht auch mit einer solchen Serie besser gedient gewesen wäre, als dem anstehenden Film). Neben dem Inhalt überzeugten mich aber auch die teils wirklich verdammt gut geschriebenen Dialoge, die Inszenierung, die Effekte, sowie insbesondere auch wieder – wie schon über die gesamte Serie hinweg – Elizabeth Olsens schauspielerische Leistung. Nach dieser Vorgeschichte zur Serie ist nun alles bereit für das – hoffentlich – große Staffel(oder gar Serien?-)finale!

Wertung: 4 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2021 Disney+)







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