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The Stand - 1x07: Der Weg Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) CBS All Access

Originaltitel: The Walk
Episodennummer: 1x07
Bewertung:
Erstausstrahlung USA: 28. Januar 2021 (CBS All Access)
Erstausstrahlung D: 14. Februar 2021 (StarzPlay)
Drehbuch: Owen King
Regie: Vincenzo Natali
Besetzung: James Marsden als Stu Redman, Amber Heard als Nadine Cross, Jovan Adepo als Larry Underwood, Odessa Young als Frannie Goldsmith, Owen Teague als Harold Lauder, Nat Wolff als Lloyd Henreid, Irene Bedard als Ray Brentner, Greg Kinnear als Glen Bateman, Alexander Skarsgård als Randall Flagg, Whoopi Goldberg als Mother Abagail Freemantle, Ezra Miller als Trashcan Man, Fiona Dourif als Rat Woman, Gordon Cormier als Joe, Olivia Cheng als Dr. Sylvia Wen, Jason Burkart als Biker Security Guard, Ariana Nica als Adorable Child u.a.

Kurzinhalt: Die Menschen in Boulder betrauern immer noch die Verluste des Bombenanschlags durch Harold und Nadine – darunter auch Nick – als sie schon die nächste Hiobsbotschaft erreicht. Zwar wurde Mother Abagail im Wald gefunden, doch liegt diese im Sterben. Vor ihrem Tod trägt sie dem Komitee – mit Ausnahme von Frannie – auf, sich nach New Vegas zu begeben, um dem dunklen Mann die Stirn zu bieten. Am nächsten Tag ist es dann auch schon soweit, und Stu Redman, Larry Underwood, Ray Brentner und Glen Bateman brechen zu Fuß nach New Vegas auf. Ein beschwerlicher und gefährlicher Weg – und nicht alle von ihnen werden das angestrebte Ziel erreichen. Währenddessen sind auch Harold und Nadine nach New Vegas aufgebrochen – sind jedoch aufgrund ihrer Motorräder wesentlich schneller. Allerdings kommt es auf dem Weg zu einem Unfall, und Nadine lässt Harold schwer verletzt in einem Graben liegen. In der darauffolgenden Nacht wird sie von Randall Flagg besucht…


Review: Episodenbild (c) CBS All Access Trotz aller Enttäuschung darüber, wie viel Potential die Neuadaption liegen lässt, war auch "Der Weg" wieder keine völlige Katastrophe. So muss man so ehrlich sein und sagen: Der Spalt in der Erde war hier um einiges beeindruckender umgesetzt als in der Miniserie (wo das ganze eher wie eine kleine Grube wirkte). Generell gab es während der Wanderung ein paar nette Einstellungen. Positiv auch, dass sich im Gegensatz zur Erstverfilmung und der Vorlage hier zumindest eine Frau der Reise anschließt. Und vor allem auch die Abschiedsszene zwischen Stu und Frannie hatte es mir angetan ("Swear you'll come back." "I swear I'll try"). Aber auch alles rund um Randall und Nadine fand ich soweit ganz gelungen; schade ist halt, dass es den Episoden davor nicht gelungen ist, mich eine Bindung zu ihr aufbauen zu lassen, so dass man hier wenn wir am Ende ihre wahre, ausgemergelte Gestalt sehen, mit ihr mitfühlen würden. Aber das ist nichts, was man "Der Weg" an sich vorwerfen kann. Vor allem aber ist und bleibt Alexander Skarsgards Flagg einer der wenigen Lichtblicke einer ansonsten leider überwiegend misslungenen Neuadaption.

Womit wir auch schon bei meinen Kritikpunkten wären. So ist die bereits im Hinblick auf Nadine angesprochene mangelnde Verbindung zu den Figuren (die übrigens zwar aus meiner Sicht zu einem Großteil auf die gewählte unchronologische Erzählweise zurückzuführen sein mag, aber sicher nicht nur; wir lernen die Figuren einfach nicht gut genug kennen, bzw. wirken diese teilweise auch sehr platt und blass) eine der größten Schwächen, die sich durch die Serie zieht, und sowohl die Spannung als auch die emotionale Wirkung einiger Szenen reduziert. Weil wenn mir die Charaktere am Arsch vorbeigehen, kümmert mich nun mal eben auch nicht, was mit ihnen geschieht. Besonders schlimm hat es dabei übrigens Ray erwischt, über die wir bislang so gut wie überhaupt nichts erfahren haben – was dann leider auch den zuvor erwähnten Pluspunkt, dass diesmal eine Frau mit von der (Wander)Partie ist, wieder abschwächt. Weiters: So sehr ich auch die Szene mit der Kluft gelobt habe, aber was die Begegnung mit Flaggs Männern betrifft, war die 90er-Miniserie um einiges besser. Weil die war hier so beiläufig, dass sie keinerlei Wirkung entfaltete. Nichts anfangen kann ich auch nach wie vor mit Ezra Millers Interpretation des Trashcan Man – weshalb ich dankbar war, dass sich sein Auftritt hier auf eine kurze Szene gleich zu Beginn beschränkte. Und auch wenn es hier keine klassischen Flashbacks mehr gab, war die Geschichte auch hier wieder nicht ganz chronologisch erzählt – erleben wir doch die Reisen von Harold und Nadine bzw. des Komitees parallel, obwohl letztere früher aufbrachen und mit ihren Motorrädern auch weitaus schneller gewesen sind (was sich ja auch daran zeigt, das Harold, als Larry & Co. ihn dann endlich erreichen, schon lange tot war). Mir fiel es teilweise jedenfalls schwer, die beiden Handlungsebenen zeitlich einzuordnen, und fand das Geschehen somit teilweise wieder einmal unnötig verwirrend. Last but not least: Ich halte die Umsetzung von Harold hier nach wie vor für eine vertane Chance. Man hätte zeigen können, wie leicht selbst ein im Grunde guter Mensch manipuliert, verführt und korrumpiert werden kann; stattdessen fühlte ich hier als Nadine ihn zurückließ nichts als Genugtuung; und das Vorlesen seiner letzten Gedanken fiel für mich dann in die Kategorie "zu wenig, zu spät", wenn es darum geht, mich doch noch Sympathie für ihn empfinden zu lassen.

Fazit: Episodenbild (c) CBS All Access Momentan scheint mir "The Stand" auf einem leicht unterdurchschnittlichen Niveau festgefahren zu sein. Teilweise liegt dies sicher daran, dass man nun laufend die – aus meiner Sicht negativen – Auswirkungen der gewählten, unchronologischen Erzählweise, sowie generell der mangelnden Bindung meinerseits zu den Figuren, erntet; da so etwas im weiteren Verlauf der Story, wenn sich ein dramatisches Ereignis auf das nächste reiht, natürlich wesentlich schwerer wiegt als zu Beginn. Zudem mag man sich hier zwar klassische Flashbacks ersparen, die parallele Erzählung beider Reisen nach New Vegas, die eigentlich zu unterschiedlichen Zeitpunkten stattfanden, sorgt jedoch wieder einmal für einen ziemlichen chronologischen Kuddelmuddel. Vor allem aber fand ich es neuerlich schade, wie sehr man bei dieser Adaption – zumindest aus meiner Sicht – Harold verhunzt hat. Was bleibt, sind ein paar nette Wanderaufnahmen, die nicht uninteressanten Momente rund um Nadine und Randall Flagg, sowie in erster Linie der durchaus emotionale Abschied von Frannie und Stu.

Wertung: 2 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2020 CBS All Access)








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