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His Dark Materials - 2x03: Der Diebstahl Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) HBO

Originaltitel: Theft
Episodennummer: 2x03
Bewertung:
Erstausstrahlung USA: 30. November 2020 (HBO)
Erstausstrahlung D: 28. Dezember 2020 (Sky)
Drehbuch: Jack Thorne & Sarah Quintrell
Regie: Leanne Welham
Besetzung: Dafne Keen als Lyra Silvertongue, Amir Wilson als Will Parry, Ruth Wilson als Mrs Coulter, Ariyon Bakare als Carlo Boreal, Lin-Manuel Miranda als Lee Scoresby, Andrew Scott als Colonel John Parry, Simone Kirby als Dr. Mary Malone, Ruta Gedmintas als Serafina Pekkala, Sasha Frost als Reina Miti, Nina Sosanya als Elaine Parry, Bella Ramsey als Angelica, Lewis MacDougall als Tullio, Angus Wright als Dr. Haley, Jamie Wilkes als The Pale-Faced Man, Henry Miller als Porter, Kirsty Besterman als Sam Cansino, Nigel Cooke als Seal Hunter, Julie Hale als Zoe, Frankie Hervey als Louise, Alfie Todd als Ben, Kit Connor als Pantalaimon, Joe Tandberg als Iorek Byrnison, Cristela Alonzo als Hester, David Suchet als Kaisa u.a.

Kurzinhalt: Lyra möchte sich unbedingt nochmal mit der Wissenschaftlerin im Oxford unserer Welt treffen, um mehr über Staub in Erfahrung zu bringen. Da jedoch Will dort in Gefahr wäre, lässt sie ihn zurück, und geht alleine dort Portal. Sie ahnt nicht, dass mittlerweile auch nach Lyra gesucht wird, und Dr. Malone gerade von einem – angeblichen – Polizisten zu ihr befragt wird. Auch Lyra geht diesem schließlich ins Netz, nachdem er sie zu Will befragt hat, kann sie jedoch Reißaus nehmen. Dabei flüchtet sie sich jedoch just ins Auto von Carlo Boreal – der ihr daraufhin den Alethiometer stiehlt. Währenddessen zurück in Lyras Welt: Die Hexen wollen für ihren Krieg gegen das Magisterium die Eisbären als Verbündete gewinnen. Lee Scoresby beginnt mit der Suche nach Stanislaus – der jedoch von einigen als Ketzer angesehen wird. Als er die falsche Person nach ihm fragt, erregt er damit die Aufmerksamkeit der Behörden, und wird verhaftet. Als es Mrs. Coulter zufällig in die gleiche Stadt verschlägt, nutzt sie die Gelegenheit, um Lee zu Lyra zu verhören…


Review (kann Spoiler enthalten): Episodenbild (c) HBO Beginnen wir mit der meines Erachtens stärksten Szene, nämlich dem im letzten Satz meiner kurzen Inhaltszusammenfassung erwähnten Verhör von Lee Scoresby durch Mrs. Coulter. Nicht nur, dass dieses gut geschrieben und von beiden phantastisch gespielt war, zeigte es uns auch wieder eine andere Seite von ihr, und trägt auch viel dazu bei, zu erklären, wie sie so wurde wie sie wurde – und damit auch, sie zu vermenschlichen. Natürlich gibt ihr das Leid, dass ihr als Kind widerfahren ist, noch lange nicht das Recht, nun selbst ein solches zu verursachen, aber es gibt der Figur eine interessante neue Facette – und schafft zudem zwischen ihr als Peiniger und Lee Scoresby als Opfer eine spannende Parallele. Doch es sind nicht nur Lees Worte über Marisas Kindheit, die sie in einem menschlicheren Licht erscheinen lassen, sondern auch der Eindruck, dass ihre Sorge im Hinblick auf Lyra ernst gemeint ist (was ja auch zu ihrer Darstellung in der ersten Staffel passt, als sie Lyra in der Kammer erblickte) – was dann ja auch der Grund ist, dass sie Lee aus dem Gefängnis befreit. Jedenfalls hatten es mir die gemeinsamen Szenen von Lee und Marisa wirklich angetan.

Den Rest von "Theft" fand ich hingegen doch eher nur so mittel. So halte ich zum Beispiel das bislang – für mich – überraschend hohe Erzähltempo der zweiten Staffel sowohl für einen Segen als auch einen Fluch. Segen, weil man sich halt echt nicht lange aufhält, und sehr früh ordentlich Schwung in die Sache kam. Fluch, weil im direkten Vergleich zur – noch wesentlich gemächlicher erzählten – ersten Staffel für mich doch ein bisschen der Charme fehlt (wobei letzterer Eindruck auch mit den vermehrten Szenen in unserer normalen Welt zusammenhängen könnte). Zudem war das eine oder andere halt doch auch etwas konstruiert. Zwar ist mir klar, dass es natürlich kein Zufall war, dass just Carlo Boreal mit dem Auto vor der Tür wartet, um Lyra vor dem "Polizisten" zu "retten" – aber dass sie dort ihre Tasche zurücklassen und ihm damit eine Gelegenheit geben würde, den Alethiometer zu stehlen, konnte er nun wirklich nicht vorausahnen. Was genau war also eigentlich sein Plan? Und, natürlich: Wenn ich auch verstehen kann, dass Will Lyra nicht allein zu ihm gehen lassen wollte, war es doch – im Wissen, dass nach ihm gesucht wird – sehr unvorsichtig von ihm, sie zu begleiten, bzw. auch von Lyra, ihn mitzunehmen. Mein letzter Kritikpunkt ist dann die Auserwähltengeschichte rund um Lyra. Ich weiß schon, das ist ein klassisches Element der Fantasy-Literatur, aber ich find's mittlerweile halt ziemlich abgedroschen; vor allem aber ist mir "Das Schicksal aller Welten hängt von ihr ab!" dann doch ein bisschen zu dick aufgetragen. Nett fand ich hingegen die Szene mit den beiden im Kino. Auch alles rund um Dr. Malone und den Computer (die Schlange war wohl ein Hinweis auf Boreal?) bzw. die chinesischen Stäbchen war interessant. Und ihre Versicherung an ihre Nichten, dass der angebotene Müsliriegel schlecht für sie wäre, brachte ich doch ordentlich zum Schmunzeln; das war wirklich sehr charmant. Letztendlich hatten es mir aber die Szenen in Lyras Welt weitaus mehr angetan. Angefangen bei den trauernden Hexen, die in weiterer Folge die Eisbären für ihren Krieg rekrutieren (Iorek Byrnison schien mir dabei, so das überhaupt möglich ist, noch einmal realistischer und besser animiert als in der ersten Staffel; aus meiner Sicht ist der, wenn du die zwei Bilder nebeneinanderlegen würdest, nicht mehr von Naturaufnahmen aus einer Doku zu unterscheiden), über Lees Nachforschungen, bis eben hin zu den im ersten Absatz bereits hervorgehobenen Gesprächen zwischen Scorseby und Coulter.

Fazit: Episodenbild (c) HBO Ein paar Highlights hatte die Folge schon zu bieten, und auch wenn ich die Art und Weise, wie man an den Punkt am Ende gelangte, doch etwas konstruiert fand, ist nun zumindest die Mission für die zweite Staffel klar, nämlich: In den Turm gelangen (wo wohl Wills Vater auf sie warten dürfte?), das magische Messer an sich bringen, und es gegen den Alethiometer eintauschen. Das hohe Erzähltempo der zweiten Staffel sehe ich allerdings sowohl mit einem lachenden als auch einem weinenden Auge. Auf der einen Seite ist es ja durchaus positiv, dass man sich nicht mehr lange aufhält – andererseits droht so doch auch ein bisschen vom Charme der die Welt noch angenehm vertiefenden ersten Staffel verloren gehen. Wobei hier sicherlich die vermehrten Szenen in unserer Welt auch einen wesentlichen Anteil dran haben. Bei "Theft" hat mir jedenfalls alles in Lyras Welt doch um einiges besser gefallen – und ist auch hauptverantwortlich dafür, dass die Folge doch noch knapp über eine durchschnittliche Wertung hinauskommt.

Wertung: 3 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2020 HBO)







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