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Die Fliege Drucken E-Mail
Cronenbergs meisterhafter Sci-Fi-Horror Kategorie: Filme - Autor: Christian Siegel - Datum: Dienstag, 01 Dezember 2020
 
Advents-SPECiAL

 
Die Fliege
Originaltitel: The Fly
Produktionsland/jahr: USA 1986
Bewertung:
Studio/Verleih: SLM Production Group/20th Century Fox
Regie: David Cronenberg
Produzenten: U.a. Stuart Cornfeld, Marc Boyman & Kip Ohman
Drehbuch: David Cronenberg & Charles Edward Pogue, nach der Kurzgeschichte von George Langelaan
Filmmusik: Howard Shore
Kamera: Mark Irwin
Schnitt: Ronald Sanders
Genre: Science Fiction/Horror
Kinostart Deutschland: 08. Januar 1987 (BRD)
Kinostart USA: 15. August 1986
Laufzeit: 96 Minuten
Altersfreigabe: FSK ab 18
Trailer: YouTube
Kaufen: Blu-Ray, DVD
Mit: Jeff Goldblum, Geena Davis, John Getz, Joy Boushel, Leslie Carlson, George Chuvalo, Michael Copeman, David Cronenberg u.a.


Kurzinhalt: Auf einem Galadinner lernt der brillante Wissenschaftler Seth Brundle die attraktive Journalistin Veronica Quaife kennen, und lädt sie zu sich nach Hause ein, um ihm seine Forschung zu zeigen. Klingt wie eine Anmache, ist es bis zu einem gewissen Grad auch, seine Forschung ist aber dennoch legitim – arbeitet er doch an einem Gerät zur Teleportation. Gegenstände kann er bereits von einer Kammer in die andere teleportieren, nur bei den Lebewesen hapert es noch. Er lädt Veronica nun dazu ein, seine Forschungsarbeit zu begleiten und zu dokumentieren, und diese dann schließlich nachdem er sie erfolgreich abgeschlossen hat exklusiv zu veröffentlichen. In den nächsten Wochen macht er entscheidende Fortschritte, bis er einen ersten Tierversuch mit einem Affen wagt – der ebenfalls erfolgreich über die Bühne geht. Danach ist das Gerät aus seiner Sicht reif, um ihn an einer Person zu testen – sich selbst. Dabei übersieht Seth jedoch, dass sich eine Fliege in die Kammer gesetzt hat. Bei der Teleportation werden er und die Fliege auf genetischer Ebene miteinander verschmolzen. Zuerst fühlt er sich so lebendig wie nie zuvor – dann jedoch beginnt die DNA der Fliege zunehmend Überhand zu gewinnen, und er sich langsam aber sicher in eine eben solche zu verwandeln…

Review: Szenenbild. Ich kenne weder die Kurzgeschichte noch die erste Verfilmung aus 1958 (wenn es auch spannend wäre, mir die mal vorzuknöpfen) – aber David Cronenbergs Version war mir natürlich schon bekannt. Irgendwann als Teenager bin ich mal auf eine TV-Ausstrahlung gestolpert (die zwar sicher gekürzt war, aber dennoch nicht daran scheiterte, mir ein paar Alpträume zu bescheren), und war mindestens so faszinierend wie verstört. Nun habe ich ihn mir nach all der Zeit endlich wieder mal angesehen, und was soll ich sagen: Er hat aus meiner Sicht in all der Zeit nichts an Wirkung eingebüßt. Neben vielen offenkundigen positiven Aspekten stach für mich dabei diesmal vor allem auch hervor, wie schnell man hier zur Sache kommt. Würde man den Film heute drehen, würde man mindestens eine Viertelstunde darauf ver(sch?)wenden, uns Seth Brundle ausführlich vorzustellen, ja ihm vielleicht sogar eine ganz persönliche Motivation zu geben, warum er just an solch einem Teleportationsgerät arbeitet. "Die Fliege" geht stattdessen quasi in medias res: Wir starten mit dem Bankett, wo Seth Veronica kennenlernt und zu sich einlädt. Damit ist sie quasi die Stellvertreterin des Zuschauers, der über sie in Seths Forschung eingeführt wird. Und so dauert es eben auch gerade mal ein paar Minuten, bis wir in seiner Wohnung stehen, und unser Blick auf die (großartig designten) Teleportationskammern fallen. Ein höchst effizienter Einstieg!

So richtig dreht "Die Fliege" dann aber natürlich erst nach Seths Selbstversuch auf. Insbesondere der Mittelteil konnte mir enorm gut gefallen, angefangen über Seths anfängliche Euphorie, aufgrund des gesteigerten Metabolismus, bis hin zu den dann zunehmend zu Tage tretenden (und für Cronenberg so typischen) Body-Horror-Elemente. Vor allem die Szene vor dem Spiegel, wo er den Fingernagel abzieht, fand ich wirklich schlimm. Generell ist die Verwandlung wirklich sehr gut gemacht. Ich möchte ehrlich gesagt schon allein deshalb kein weiteres Remake mehr, als man heutzutage sicherlich auf CGI zurückgreifen würde. Und ja, es gab zweifellos schon sehr überzeugende CGI-Wesen (nicht zuletzt Gollum, den ich – obwohl bald 20 Jahre alt – diesbezüglich eigentlich immer noch für unübertroffen halte), aber sie haben für mich halt einfach nicht den gleichen Charme, wie die guten alten Make up- und praktischen Effekte. Aber auch die Szene, wo er über die Decke läuft, war sehr gut gemacht. Und nach dem einen großen Zeitsprung, wo ich doch kurz brauchte, um wieder hineinzufinden, hatten es mir dann nicht zuletzt Finale und Ausgang des Geschehens ebenfalls sehr angetan. Und auch das Zitat "I'm an insect who dreamt he was a man and loved it. But now the dream is over, and the insect is awake." wird mir sicherlich noch länger in Erinnerung bleiben. Neben den Effekten ist Jeff Goldblum eine weitere ganz wesentliche Stärke des Films. Dieser war zwar davor schon in einigen – teils kleineren – Rollen zu sehen (u.a. auch im Genre-Klassiker "Die Körperfresser kommen" – seines Zeichens ja auch ein Remake), mit "Die Fliege" gelang ihm dann aber der endgültige Durchbruch, und das absolut zu recht. Seine unvergleichliche Ausstrahlung, und nicht zuletzt diese gewisse wilde Energie, die er in die Rolle einbringt, prägen den Film maßgeblich. Und auch der starke Score von Howard Shore sowie die charmante Performance von Geena Davis sollen nicht unerwähnt bleiben. Wenn es überhaupt etwas gibt, dass man kritisieren könnte, dann wäre das die schon kurz angedeutete, etwas sprunghafte Erzählweise. Da diese aber wohl auch maßgeblich für das hohe Tempo in dem die Geschichte erzählt wird verantwortlich ist, welches ich wiederum als großes Plus empfand, fällt es mir schwer, mich darüber zu sehr zu beschweren.

Fazit: Szenenbild. "Die Fliege" zählt zu recht zu den ganz großen Klassikern des Science Fiction/Horror-Genres. Angefangen beim höchst effizienten Einstieg, über Jeff Goldblums energiegeladene Peformance, die großartigen Effekte (von Maske über animatronische Puppen bis hin zu jenen Szenen, wo Seth über die Wände läuft), Howard Shores eindringlichen Score, die höchst effektiven Body Horror-Elemente, das denkwürdige Design der Kammern, bis hin zum packenden Showdown, hat "Die Fliege" auch fast 35 Jahre später nichts an verstörender Wirkung verloren. Einzig die etwas sprunghafte Handlung könnte man ihm vorwerfen; diese ist aber wiederum maßgeblich fürs hohe Erzähltempo verantwortlich. Ich hoffe jedenfalls, dass wir von einem (weiteren) Remake – dann natürlich mit CGI – verschont bleiben werden, denn ohne Kenntnis des Originals aus den 50ern traue ich mich zu behaupten, dass David Cronenberg mit "Die Fliege" die ultimative Version der Geschichte geschaffen hat.

Wertung:9 von 10 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 1986 20th Century Fox)


Weiterführende Links:
Advent-SPECiAL 2020





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