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Star Wars: Der Auslöser Drucken E-Mail
Überflüssiges Prequel zu "Rogue One" Kategorie: Literatur & Comics - Autor: Christian Siegel - Datum: Sonntag, 03 Mai 2020
 
Titel: "Der Auslöser"
Originaltitel: "Catalyst"
Bewertung:
Autor: James Luceno
Übersetzung: Andreas Kasprzak
Umfang: 440 Seiten
Verlag: Blanvalet (D), Del Rey (E)
Veröffentlicht: 15. Mai 2017 (D), 15. November 2016 (E)
ISBN: 978-3-7341-6118-6 (D), 978-1-34551-149-2 (E)
Buch kaufen: Taschenbuch (D), Kindle (D), Taschenbuch (E)
 

Kurzinhalt: Während der Klonkriege fallen der Republik die Baupläne des Todessterns in die Hände. Orson Krennic wird daraufhin damit betraut, aus den Bauplänen Wirklichkeit zu machen. Doch um ausreichend Energie für die Turbolaser zu erhalten, deren gebündelter Strahl ganze Planeten vernichten soll, braucht er den führenden Wissenschaftler wenn es um Energiegewinnung aus Kyber-Kristallen geht: Galen Erso. Dieser würde jedoch wenn er wüsste, worum es wirklich geht, seine Zustimmung verweigern, ist er doch Pazifist. Zudem wird er zum Ende der Klonkriege hin auf einem Planeten verhaftet. Es gilt somit zuerst, ihn und seine Familie aus dem Gefängnis zu befreien. Danach kehren die Ersos wieder nach Coruscant zurück, wo Orson sie erstmal in Ruhe lässt, und darauf wartet, bis Galen vielmehr zu ihm kommt. Als dieser dann tatsächlich eines Tages meint, gerne ein Projekt zur Energiegewinnung aus Kristallen umsetzen zu wollen, um die Energieprobleme der Galaxis zu lösen, nimmt Krennic den Vorschlag demnach liebend gerne auf. Allerdings muss er sich in weiterer Folge gleich mehreren Problemen stellen: Moff Tarkin versucht zunehmend, ihm das Projekt zu entreißen. Die Zusammenarbeit mit den Geonosianern, die am Bau der ersten Stufe beteiligt sind, gestaltet sich schwierig. Zudem hinkt Krennic dem Zeitplan schon bald hinterher, und steht deshalb zunehmend unter Druck. Vor allem aber gilt es zu verhindern, dass Galen oder seine Frau Lyra den wahren Zweck der Kyber-Forschung in Erfahrung bringen…

Review: Ich halte "Rogue One" nach wie vor ganz klar für den besten der Disney-"Star Wars"-Filme (bisher). Dort gelang es bislang am besten, einerseits meinen Nostalgienerv zu treffen, und andererseits doch auch etwas Neues zu bieten. Und nicht zuletzt wirkten aufgrund des Settings die ganzen Anspielungen wesentlich natürlicher als z.B. bei "Das Erwachen der Macht", der mir auch generell "Eine neue Hoffnung" zu ähnlich war. Insofern sollte man meinen, dass ich für einen Roman, der die Vorgeschichte zum Film – oder genauer gesagt, zum Prolog im Film – aufrollt, genau die Zielgruppe wäre. Zumal ich James Luceno durchaus zugeneigt bin. Er mag nicht mein Lieblingsautor im "Star Wars"-Universum sein (diese Ehre wird auf immer und ewig Timothy Zahn gebühren, mit Michael A. Stackpole auf dem zweiten Platz), und nicht jeder Roman von ihm hat mich gleichermaßen begeistert, aber vor allem seine während der Prequels angesiedelten ("Legends"-)Bücher – "Schleier der Täuschung", "Darth Plagueis" und "Labyrinth des Bösen" – fand ich überaus gelungen. Leider gelang es ihm aus meiner Sicht mit "Der Auslöser" nicht, an diese anzuknüpfen; vielmehr erinnert dieser qualitativ eher an den meines Erachtens recht überflüssigen Prequel-Trilogie-Epilog "Dunkler Lord".

Mein Hauptproblem mit "Der Auslöser" ist, dass er in meinen Augen einfach keine Geschichte fand, die interessant genug und es somit wert gewesen wäre, sie zu erzählen. Praktisch alles, was wir hier lesen, war uns auch schon nach der Sichtung aus "Rogue One" bekannt. Insbesondere natürlich, dass Galen Erso ursprünglich keine Ahnung hatte, was mit seiner Forschung bezweckt wird, und in dem Moment, wo es ihm bewusst wurde, zusammen mit seiner Familie die Flucht ergriff, sowie das Konkurrenzverhältnis zwischen Krennic und Tarkin. Ja, es wird da und dort ein bisschen vertieft. Letztendlich geht der Erkenntnisgewinn bei "Der Auslöser" aber leider in Richtung Null. Das hat jetzt weniger mit "Der Auslöser" an sich zu tun, und vielleicht hatte ich bislang aufgrund meiner Entscheidung, möglichst chronologisch zu lesen, halt auch einfach Pech, aber: Diesen Eindruck hatte ich leider bislang fast bei allen Comics und Romanen. Ganz ehrlich: Ich finde, das haben vor allem auch die in der Prequel-Ära angesiedelten "Legends"-Erzählungen wesentlich besser hinbekommen. Die schlossen einige Lücken, und werteten die Filme für mich teilweise durchaus auf. Im Hinblick auf "Rogue One" kann ich dies soweit es "Der Auslöser" betrifft (ich hoffe, "Jyn, die Rebellin" schlägt sich diesbezüglich besser) leider nicht behaupten.

Nun ist natürlich ein überflüssiger Roman noch lange kein schlechter, und als mies würde ich "Der Auslöser" in der Tat nicht einstufen. Allerdings wollte es der Geschichte halt nie wirklich gelingen, mich mitzureißen. Ich fand das alles leider nicht sonderlich interessant, und war dementsprechend beim Lesen da und dort leider doch ein bisschen gelangweilt. Am besten gefiel mir noch der Einstieg, nicht zuletzt aufgrund der netten Überschneidung zur Prequel-Trilogie. Man bekommt generell einen klitzekleinen Eindruck davon, wie die Galaxis auf den Wechsel von der Republik zum ersten galaktischen Imperium reagiert hat. Generell ist es James Luceno hoch anzurechnen, dass mich der Roman inhaltlich zwar nicht sonderlich gepackt haben mag, ich aber zumindest – obwohl ich auch "Der Auslöser" wieder als Betthupferl gelesen habe – nie groß mit dem Schlaf zu kämpfen hatte. Das spricht für seinen Schreibstil. Es hilft zudem auch, dass ich die Figuren, insbesondere Tarkin (weshalb ich mich auf den ebenfalls von Luceno geschriebenen Roman über ihn trotz meiner Enttäuschung mit "Der Auslöser" schon freue), sehr mag, und es daher durchaus nett war, etwas mehr Zeit mit ihnen zu verbringen, und doch zumindest ein kleines bisschen mehr über sie zu erfahren. Und zumindest Krennic gewinnt durch den Roman im Vergleich zum Film immerhin etwas an Profil. Letztendlich würde mir aber halt auch nichts fehlen, wenn ich das Buch nicht gelesen hätte – und ein ebensolches Urteil finde ich halt schon immer sehr schade.

Fazit: Angesichts meiner Vorliebe für "Rogue One" sollte man meinen, dass ich für einen Prequel-Roman zum Film eigentlich genau die Zielgruppe sein müsste. Leider aber hat mich "Der Auslöser" insofern enttäuscht, als ich ihn leider sehr überflüssig fand. Ich hatte nicht den Eindruck, hier wesentliches/wichtiges über die Figuren bzw. die Vorgeschichte zum Film zu erfahren, und damit eben auch nicht, dass der Roman den Film irgendwie aufwerten würde. Generell war die Story jetzt nicht sonderlich interessant, geschweige denn mitreißend. Das heißt nicht, dass der Roman schlecht gewesen wäre. Er ist von James Luceno grundsätzlich gut beschrieben, er bietet ein paar nette Überschneidungen zur Prequel-Trilogie, und insbesondere alles rund um Tarkin, einer meiner Lieblingsfiguren, konnte mir gut gefallen. Leider aber ist James Luceno aus meiner Sicht keine vernünftige, interessante Story eingefallen. Zusammen mit dem praktisch nicht vorhandenen Erkenntnisgewinn stellt sich somit bei "Der Auslöser" für mich leider wieder einmal die Sinnfrage.

Bewertung: 2/5 Punkten
Christian Siegel
(Cover © 2017 Blanvalet, gestaltet von Scott Biel)





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