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Westworld - 3x03: The Absence of Field Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) HBO

Originaltitel: The Absence of Field
Episodennummer: 3x03
Bewertung:
Erstausstrahlung USA: 29. März 2020 (HBO)
Erstausstrahlung D: 13. April 2020 (Sky)
Drehbuch: Denise Thé
Regie: Amanda Marsalis
Hauptdarsteller: Evan Rachel Wood als Dolores Abernathy, Thandie Newton als Maeve Millay, Jeffrey Wright als Bernard Lowe, Tessa Thompson als Charlotte Hale, Aaron Paul als Caleb Nichols, Luke Hemsworth als Ashley Stubbs, Simon Quarterman als Lee Sizemore, Vincent Cassel als Serac, Ed Harris als Man in Black,
Gastdarsteller: Tommy Flanagan als Martin Connells, Michael Ealy als Jake, Scott Mescudi als Francis, Pom Klementieff als Martel, Nadine Lewington als Irene Gerhart, Jaxon Thomas Williams als Nathan, Katy M. O'Brian als EMT, Lawrence Adimora als Second EMT, Russell Wong als Brompton, Payman Maadi als Elliot, Derek Smith als Stanton, Sol Landerman als Clyde, Isaac Gonzalez Rossi als Estefan, Kristy Munden als Caleb's Mom, Steve Sobel als Thomas, Dexter Hobert als Young Caleb, Jessica Lindsey als Young Caleb's Mom, Cody Banta als George, Remington Hoffman als Gibbons, Nikol Kollars als EVP, Lorna Duyn als Waitress, Stephanie Burke als Sarah u.a.


Kurzinhalt: Dolores hat Charlotte Hale durch einen von ihr erschaffenen Host ersetzt. Dieser beinhaltet sowohl Erinnerungen an Charlottes Leben, als auch die Persönlichkeit eines Hosts aus dem Park. Eben diese beiden Teile ihrer Persönlichkeit befinden sich nun in konstantem Widerspruch zueinander, und Charlotte fällt es zunehmend schwerer, die Kontrolle zu behalten. Sie versucht zudem, die Verbindung zu ihrer entfremdeten Familie – insbesondere ihrem Sohn – wieder aufzubauen, und zugleich die feindliche Übernahme von Delos durch Serac abzuwenden. Währenddessen findet Dolores in Caleb einen unerwarteten Verbündeten. Als dieser um sie zu schützen sogar sein eigenes Leben riskiert, nimmt Dolores ihn unter seine Fittiche, und weiht ihn in ihren Plan ein…

Review (kann Spoiler enthalten): Episodenbild (c) HBO Im Staffelauftakt war sie kurz zu sehen, hier nun rückt Charlotte Hale – bzw. jener Host, der ihren Platz eingenommen hat – aber in den Mittelpunkt. Als jemand, der Tessa Thompson überaus schätzt, ist das allein schon einmal ein nicht unwesentlicher Pluspunkt. Aber auch abseits dessen hat mich ihr Handlungsstrang sehr angesprochen. Schien "Charlotte" (in weitere Folge verwende ich nur mehr ihren normalen Namen; es sollte klar sein, dass damit natürlich der Host gemeint ist) in "Parce Domine" noch alles unter Kontrolle zu haben, merken wir hier, dass ihr diese vielmehr sowohl in beruflicher als auch persönlicher Hinsicht vielmehr zu entgleiten droht. Ersteres durch die Gefahr einer feindlichen Übernahme von Delos, letzteres aufgrund ihrer – in Ermangelung eines besseren Ausdrucks – gespalteten Persönlichkeit. Weil auf der einen Seite soll sie sich als Charlotte ausgeben, andererseits befindet sich jedoch das Programm eines Hosts aus Westworlds in ihrem Körper. Um wen genau es sich handelt, wird hier erstmal nicht verraten (ich tippe ja auch Teddy; der Man in Black wäre zwar grundsätzlich auch eine Option, in dem Fall wäre mir Dolores aber eigentlich fast schon zu zärtlich mit Charlotte umgegangen), und das ist definitiv wieder einmal eines dieser Rätsel, über das sich vortrefflich nachdenken, spekulieren und diskutieren lässt, und die Folge für mich somit zusätzlich aufwertete.

Aber auch abseits dieser offenen Frage hat es mir Charlottes innerer Konflikt durchaus angetan. Wie sie den Pädophilen stellt und umbringt, oder auch die Aufnahme der echten Charlotte als diese dachte, sie würde gleich sterben, sind nur zwei der starken Momente, die dieser Handlungsstrang zu bieten hatte. Sehr interessant dann zweifellos auch die Offenbarung am Ende. Serac war jene Person, mit der die echte Charlotte einen Deal abgeschlossen hatte, und für den sie die Profile der Gäste herausschmuggeln wollte. Noch scheint Serac nicht zu ahnen, dass Charlotte nicht mehr wirklich Charlotte ist, sondern vielmehr direkt für seine wohl größte Gegnerin Dolores arbeitet. Es wird spannend sein, zu sehen, wie sich dieser Handlungsstrang weiterentwickelt. Da sehe ich auch gerne darüber hinweg, dass man die unverwechselbare Stadt der Kunst und Wissenschaft aus Valencia in dieser Zukunftsvision wohl noch einmal in San Francisco nachgebaut hat. Generell muss ich sagen, dass ich bei "The Absence of Field" im Gegensatz zum Staffelauftakt den Park als Schauplatz nicht mehr wirklich vermisst habe. Dies mag nicht zuletzt daran liegen, dass wir nun zunehmend einen Eindruck davon bekommen, worum es in der dritten Staffel denn eigentlich geht, was jeder erreichen will, und was auf dem Spiel steht. Klar bleiben auch nach dieser Episode noch einige Fragen offen. Dennoch sehe ich hier einen Trend zu einer klareren narrativen Struktur (im Vergleich zu den ersten beiden Staffeln), den ich begrüße. Besonders spannend fand ich dabei die Offenbarung, dass das Leben der Menschen in dieser Dystopie de facto vom Rehoboam kontrolliert wird. Dieses hat uns anhand der eingespeisten Daten alle analysiert, unser Potential eingeschätzt, und anhand dieser Einschätzung werden wir nun in unserer Entwicklung entweder gefördert oder aber behindert. Diejenigen, denen das Rehoboam großes Potential bescheinigt, erhalten auch alle Chancen – der Rest muss sehen, wie er über die Runden kommt, und wird letzten Endes als entbehrlich eingestuft.

Episodenbild (c) HBO Das ist in der Tat eine erschreckende Entwicklung – deren Grundzüge sich auch bereits in unserer Gesellschaft wiederfinden. Man muss sich nur mal die Statistiken ansehen, dass Bildung oftmals vererbt wird, und so weiter. Oder man denke an die Zweiklassenmedizin. Wer es sich leisten kann, hat größere Chancen, auch zu überleben. Und da reden wir noch nicht mal vom völlig kaputten Gesundheitssystem der USA! In "Westworld" wurde diese Entwicklung nun aber auf die Spitze getrieben, und letztendlich bestimmt ein Algorithmus unser Leben. In den ersten beiden Staffeln dachte man noch, die Hosts im Park seien die Sklaven, und die Gäste frei. Die Hölle des programmierten Lebens war auf die Roboter beschränkt. Hier nun wird hingegen deutlich, dass auch die Menschen selbst längst nicht so frei sind – und ähnlich wie die Hosts ist ihnen das Gefängnis, in dem sie stecken, gar nicht selbst bewusst. Offenbart wird all dies in einer wirklich starken Szene zwischen Dolores und Caleb auf der Brücke, wo mir zugleich auch wieder mal die Musik von Ramin Djawadi positiv ins Ohr gestochen ist. Sprich, neben Inhalt überzeugte auch die Inszenierung wieder. So kann es weitergehen!

Fazit: Es geht auch ohne Park. Die dritte Episode der dritten Staffel hält mühelos das Niveau der vorangegangenen Folge – auch, wenn wir diesmal wie schon beim Staffelauftakt neuerlich auf einen Besuch des titelspendenden Parks verzichten müssen. "The Absence of Field" kompensiert dies jedoch mit einer gelungenen Mischung aus vorgestellten Antworten und zugleich neu aufgeworfenen Fragen. Besonders interessant fand ich dabei die Offenbarung rund ums Rehoboam, und wie dieses das Schicksal der Menschen bestimmt, und so unbewusst quasi zu Hosts seiner Simulation macht. Man könnte somit sagen: Mittlerweile ist der Spielplatz (oder die Bühne) nicht mehr der Park, sondern vielmehr die gesamte Welt. Aber auch Charlottes innerer Konflikt hatte es mir angetan. Sehr gespannt bin ich auch schon, welche Persönlichkeit aus dem Park sich wohl in ihrem Host-Körper verbirgt. Und auch im Hinblick auf Charlotte Hale – die echte – gab es einige interessante Offenbarungen. Wie mir generell das Erzähltempo in Season drei (möglicherweise bedingt durch die reduzierte Anzahl an Folgen) höher scheint, wie in den ersten beiden Staffeln. Bleibt zu hoffen, dass auch die kommende Episode diesen Trend fortsetzen wird.

Wertung: 4 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2020 HBO)







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