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Harry Potter und der Stein der Weisen Drucken E-Mail
J.K. Rowlings zauberhaftes Romandebüt Kategorie: Literatur & Comics - Autor: Christian Siegel - Datum: Samstag, 28 März 2020
 
Titel: "Harry Potter und der Stein der Weisen"
Originaltitel: "Harry Potter and the Philosopher's Stone"
Bewertung:
Autorin: J.K. Rowling
Übersetzung: Klaus Fritz
Umfang: 352 Seiten (E)
Verlag: Carlsen (D), Bloomsbury (E)
Veröffentlicht: 21. Juli 1998 (D), 26. Juni 1997 (E)
ISBN: 978-3-551-55167-7 (D), 978-1-408-85565-2 (E)
Kaufen: Taschenbuch (D), Kindle (D), Taschenbuch (E), Kindle (E)
 

Kurzinhalt: Vor elf Jahren, kurz nach seiner Geburt, verlor Harry Potter seine Eltern. Seither lebt er bei seiner Tante Petunia und seinem Onkel Vernon, die ihn jedoch – im Gegensatz zu ihrem eigenen versöhnten Sohn – mehr schlecht als recht behandeln. Bis eines Tages ein Brief der Hogwarts-Schule Harrys Leben völlig auf den Kopf stellt, und er erfährt, dass es sich bei ihm um einen Zauberer handelt. Und so verlässt Harry sein eintöniges Leben bei den Dursleys, und betritt eine Welt voller Wunder und Magie. In der Winkelgasse kauft er sich nicht nur die Bücher, die er für sein erstes Jahr an der Hogwarts-Schule braucht, sondern auch einen Zauberstab. Begleitet wird er dabei vom gutmütigen Riesen Hagrid, der ihn unter seine Fittiche genommen hat. Im Zug nach Hogwarts selbst lernt er dann Ron Weasley kennen, der jüngste Sohn einer großen Familie an Zauberern. Rasch entsteht zwischen den beiden eine Freundschaft, der sich in weiterer Folge auch die streberhafte junge Hexe Hermine Granger anschließt. Sie alle drei landen in Gryffindor, einem der vier Häuser von Hogwarts. In den folgenden Monaten werden sie sich nicht nur mit unfreundlichen Lehrern wie dem düsteren Professor Snape und dem Schulrabauken Draco Malfoy herumschlagen müssen, sondern auch auf das Geheimnis des Steins der Weisen stoßen, der in den Mauern Hogwarts versteckt gehalten wird. Als sie davon überzeugt sind, dass es jemand auf diesen abgesehen hat, ist es an Harry, Hermine und Ron, den Stein der Weisen zu beschützen…

Review: Nach der Jahrtausendwende begann zunehmend das "Harry Potter"-Fieber umzugehen. Und das eben nicht nur innerhalb jener Zielgruppe, für die J.K. Rowlings Bücher in erster Linie gedacht waren – Kinder bzw. Jugendliche – sondern quer durch alle Altersgruppen. Ich erinnere mich noch gut daran, dass die Bücher in meiner Studienzeit eben in der ersten Hälfte der 0er-Jahre die Romane immer wieder Thema waren. In meinem Fall dauerte es aber zugegebenermaßen, ehe auch ich angesteckt wurde. So fand ich die ersten beiden Filme zwar nett, aber noch nicht wirklich überragend; vor allem aber waren sie halt kein Vergleich zu "Der Herr der Ringe", der damals zeitgleich die Fantasy-Welt verzauberte, und aus meiner Sicht auch dominierte. Erst, nachdem die Trilogie mit "Die Rückkehr des Königs" abgeschlossen war begann ich, hungrig nach weiterem Fantasy-Stoff, auch die Abenteuer des jungen Zauberlehrlings noch einmal einer genaueren Betrachtung zu unterziehen. "Harry Potter und der Gefangene von Askaban" gelang es dann auch endlich, mich ähnlich zu begeistern wie "Der Herr der Ringe". Ehe ich mir aber die Romane zum ersten Mal zur Brust nahm, sollte es noch bis nach dem Kinostart von "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 2" dauern. Was mittlerweile halt auch schon wieder fast neun Jahre her ist. Und so schien es mir an der Zeit zu sein, ein weiteres Mal in die magische Welt von Harry Potter einzutauchen, und mir neben den sieben Romanen auch zum ersten Mal das ein paar Jahre später entstandene Theaterstück vorzuknöpfen. Den Anfang macht also nun, no na, "Harry Potter und der Stein der Weisen" (ich lache übrigens heute noch darüber, dass das Buch in den USA in "Sorcerer's Stone" umbenannt wurde, da man den Amerikanern nicht zutraute, mit "Philosopher's Stone" etwas anfangen zu können).

Der Einstieg in die Welt von Harry Potter ist überaus zauberhaft. Ich bin ja generell jemand, der oftmals für den ersten Roman oder auch nur die ersten Kapitel einer neuen Reihe ein ganz besonderes Faible hat. Das Kennenlernen dieser neuen Figuren, vor allem aber einer neuen, bislang unbekannten Welt, fand ich halt einfach schon immer ganz besonders faszinierend. Möglicherweise lag es daran, dass mich bei "Harry Potter und der Stein der Weisen" vor allem die ersten paar Kapitel verzaubern konnten. Der Prolog zu jener schicksalhaften Nacht, als man Harry Potter zu den Dursleys bringt. Die Schilderung von Harrys wenig erbaulichen Leben bei seinen Zieheltern (wenn dies auch zugegebenermaßen der wohl klischeehafteste Teil des Buchs ist), und dann vor allem natürlich, wenn wir als Leser so wie Harry Potter in diese magische Welt von Hexen, Zauberern und fantastischen Tierwesen eintauchen. So ca. bis zur Hälfte sind wir damit beschäftigt, all dies kennenzulernen, und eben diesen Teil fand ich sehr faszinierend. Eben dies geht aus meiner Sicht dann bis zum Halloween-Fest, wo auf wunderbare Weise dann auch die Freundschaft zwischen Harry, Ron und Hermine besiegelt wird. Was mich ebenfalls begeisterte, sind die sehr gute Charakterisierung (so bringt sie Hermines gesamte Persönlichkeit mit dem unvergesslichen Satz "We could all have been killed – or worse, expelled!" perfekt auf den Punkt), sowie vor allem auch Rowlings Schreibstil. Auch wenn sich das Buch in erster Linie an Kinder richtet, ist es dennoch sehr schön geschrieben und formuliert. Sie bedient sich keiner vereinfachten Kindersprache, sondern fordert ihre jungen LeserInnen vielmehr heraus. Vor allem aber ist der Roman teilweise überaus lustig geschrieben. Beispiel gefällig? "Piers, Dennis, Malcolm and Gordon were all big and stupid, but as Dudley was the biggest and stupidest of the lot, he was the leader." Das zauberte mir wieder mal ein großes Grinsen ins Gesicht. Köstlich! Jedenfalls macht Rowlings wunderbarer Schreibstil viel vom Reiz des Romans aus.

Allerdings: Wenn dann die Vorstellung der Welt und der Figuren soweit abgeschlossen ist, und das eigentliche Mysterium rund um den Stein der Weisen in den Mittelpunkt rückt, baute der Roman aus meiner Sicht doch ein bisschen ab. Die Geschichte war einfach nicht wirklich so spannend und/oder interessant, was unter anderem auch daran liegt, dass die Absichten der Person, die hinter dem Stein her ist (ja, ich bleibt – obwohl Buch und Film schon lange draußen sind – bewusst vage; es soll ja immer noch Leute geben, die beides vielleicht noch nicht kennen), bis zuletzt nicht klar ist, und man daher auch nicht wirklich weiß, was genau auf dem Spiel steht. Generell ist das jener Teil, wo man dem Buch aus meiner Sicht am deutlichsten die Zielgruppe anmerkt. Wenn man so wie ich mit den Romanen von Sir Arthur Conan Doyle und Agatha Christie aufgewachsen ist, und dementsprechend eine Spürnase entwickelt hat, wird man ihr jedenfalls auf den allzu offensichtlichen roten Hering nicht hereinfallen. Nun ist das zentrale Mysterium grundsätzlich gut und sorgfältig ausgearbeitet, so dass die Auflösung dann eben auch wirklich Sinn ergibt; bzw. ist Rowling auch insofern fair, als man spätestens rückwirkend die Hinweise darauf erkennen wird. Aber sonderlich mitreißend fand ich es halt nicht – gerade auch, wenn einem die Auflösung von einer früheren Lesung oder auch dem Film bereits bekannt ist. Insofern baut "Harry Potter und der Stein der Weisen" im Verlauf des Romans leider doch ein bisschen ab – ist aber immerhin (im Vergleich zu späteren Bänden der Reihe) noch recht kurz, was allfälliger Langeweile erfolgreich vorbeugt.

Fazit: "Harry Potter und der Stein der Weisen" ist ein zauberhafter Einstieg in die Welt von Harry Potter – dessen Stärken ich allerdings eher im faszinierenden Eintauchen in diese neue, bislang unbekannte Welt, der wunderbaren Charakterisierung, sowie J.K. Rowlings gewitzt-gehobenem Schreibstil sehe, als im Plot an sich. Dieser offenbart nämlich noch am ehesten die Haupt-Zielgruppe des Films, ist er doch zwar grundsätzlich gut ausgearbeitet, aber halt auch sehr durchsichtig, und lässt es generell an Spannung vermissen. Dementsprechend hat mir das erste Drittel auch mit Abstand am besten gefallen. Den Mittelteil, wo es dann u.a. darum ging, die Figuren besser kennenzulernen, und auch die im Mittelpunkt stehende Freundschaft zwischen Harry, Ron und Hermine fixiert wurde, fand ich ebenfalls noch nett. Aber eben just das letzte Drittel, wo dann eigentlich die Spannung hätte zunehmend sollen, fiel bei mir eben doch etwas ab. Trotzdem ist "Harry Potter und der Stein der Weisen" ein wirklich guter (3.5/5) Fantasy-Roman, und ein ausgezeichnetes (4.5/5) Kinderbuch. Macht insgesamt ->

Bewertung: 4/5 Punkten
Christian Siegel





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