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Die Mission Drucken E-Mail
Etwas inhaltsarmer Mittelteil der Trilogie Kategorie: Literatur & Comics - Autor: Christian Siegel - Datum: Samstag, 01 Februar 2020
 
Titel: "Die Mission"
Originaltitel: "Ancillary Sword"
Bewertung:
Autorin Ann Leckie
Umfang: 354 Seiten (E)
Verlag: Heyne (D), Orbit (E)
Veröffentlicht: 08. Februar 2016 (D), 07. Oktober 2014 (E)
ISBN: 978-0-356-50241-0 (E)
Kaufen: Taschenbuch (D), Kindle (D), Taschenbuch (E), Kindle (E)
 

Kurzinhalt: Anaander Mianaai, der Lord der Radch, überträgt der früheren Hilfseinheit Breq wird das Kommando über das Schlachtschiff Gnade von Kalr. Mit ihrem ersten Offizier Seivarden und der jungen Lieutenant Tisarwat bricht sie zur Station Athoek auf, um Gerüchten nachzugehen, dass ein abtrünniges Schiff die mittlerweile verbotene Produktion von Hilfseinheiten wieder aufgenommen hat. Doch Mianaai befindet sich im Krieg mit sich selbst – und das nicht nur im übertragenen, sondern auch wortwörtlichen Sinne. Denn um über sein riesiges Reich zu herrschen, befindet sich Mianaais Bewusstsein in mehreren Körpern – und die sind sich teilweise uneins darüber, wie sich das Reich in Zukunft weiterentwickeln soll. Der vermeintlich gutmütigere Teil von Anaander hat Breq nun für seine Zwecke rekrutiert – doch diese denkt gar nicht daran, sich von ihm instrumentalisieren zu lassen. Vielmehr strebt sie nach einer Zukunft, in der keine Version von Anaander Mianaai mehr an der Macht ist. Vor allem aber ist es ihr ein Anliegen, dafür zu sorgen, dass beim Kampf der verschiedenen Versionen des Lord der Rachs nicht unschuldige Zivilisten zwischen die Fronten geraten…

Review: Keine Ahnung, inwiefern man es dem Text anmerkt, aber... ich habe mir diesmal mit der Inhaltsangabe wirklich schwer getan. Womit wir auch schon bei meinem größten Kritikpunkt an "Die Maschinen" sind. Im Gegensatz zu "Die Maschinen", ist bei "Die Mission" eigentlich kein klarer narrativer roter Faden erkennbar. So unnötig verwirrend das gerade auch am Anfang war, nicht zuletzt aufgrund der beiden Zeitebenen, so war doch mit Breqs Rachefeldzug eine klare Linie gegeben, und steuerte man von vornherein auf ein ganz bestimmtes Ziel zu. Im Vergleich dazu schlenkert sehr willkürlich hin- und her. Ann Leckie wirft hier viele verschiedene Dinge, Handlungsstränge und Ideen in einen Topf, letztendlich wirkt das aber fast mehr wie eine Zusammenstellung mehr oder weniger voneinander unabhängigen Kurzgeschichten, als einem zusammenhängenden Roman. Wie ich generell nicht umhin komme anzumerken, dass sich bei "Die Mission" letztendlich nicht wirklich viel tut. Die Figuren stehen am Ende nur an einer unwesentlich anderen Stelle, als zu Beginn der Geschichte. Insgesamt konnte ich mich jedenfalls nicht ganz des Eindrucks erwehren, dass Ann Leckie bei ihrer Trilogie zwar einen klaren Start- und Endpunkt im Kopf hatte, aber nicht so recht wusste, wie sie den Teil dazwischen füllen soll. Mir erschien das jedenfalls teilweise doch ein bisschen ziel- und planlos. Und dass alle Figuren mit weiblichem Pronomen angesprochen werden, empfinde ich nach wie vor aus erzwungen-aufgesetztes Gimmick.

Dafür profitiert "Die Mission" im direkten Vergleich zu "Die Maschinen" aber davon, dass wir mittlerweile mit dem von Ann Leckie geschaffenen Universum vertraut sind, weshalb der Einstieg längst nicht mehr so verwirrend ist, wie noch bei ihrem Erstling. Es gelingt ihr zudem sehr gut, auf die dortige Vorlage aufzubauen, und bestimmte Themen zu vertiefen, bzw. auch generell das Universum zu erweitern. Klar, manches mag einem seltsam vorkommen, wie z.B. die große Bedeutung für Tee und entsprechende Zeremonien, aber ich fand gerade diese Aspekte durchaus faszinierend. Was das Worldbuilding betrifft, wusste jedenfalls auch "Die Mission" wieder absolut zu gefallen, wobei ich vor allem alles rund um den Botschafter der Presger überaus interessant fand. Aber auch die Figuren hatten es mir wieder angetan, wobei diesmal neben Breq für mich in erster Linie noch Neuzugang Tisarwat hervorstach, die eine sehr interessante Backstory mit auf den Weg bekommt. Und auch wenn der Roman inhaltlich ein bisschen zu wünschen übrig ließ, so gab es doch einzelne Höhepunkte, die es mir ebenfalls angetan hatten – nicht zuletzt, wenn sich Breq mit Basnaaid trifft, und dieser erzählt, was mit ihrer Schwester Awn geschehen ist. Aber auch der Showdown war dann durchaus packend geschildert. Trotzdem, insgesamt wirkte die Zusammenstellung an Geschichten doch etwas willkürlich, und leidet "Die Mission" ein bisschen am klassischen Mittelteil-Syndrom – was hoffentlich auch bedeutet, dass mir "Das Imperium" dann wieder besser gefallen wird.

Fazit: Zwar hat "Die Mission" den Vorteil, dass man nicht mehr so unvorbereitet in Ann Leckies Zukunftsvision gestoßen wird, wie noch bei "Die Maschinen", was den Einstieg enorm erleichtert, inhaltlich fällt der zweite Teil ihrer Trilogie gegenüber dem ersten Teil aber leider doch recht deutlich ab. Es fehlt ein klarer roter Faden, und generell passiert bei "Die Mission" irgendwie nicht viel. Das ganze wirkt teilweise eher wie eine Ansammlung von Kurzgeschichten, als wie eine eigen- bzw. vollständige Erzählung. Immerhin, abseits der mir nach wie vor aufgesetzt erscheinenden weiblichen Anrede ist Ann Leckies Zukunftsvision auch hier wieder durchaus faszinierend. Generell gelingt es ihr sehr gut, hier eine interessante neue Welt zu erschaffen, bzw. aus jener von "Die Maschinen" aufzubauen, und diese hier nun zu erweitern. Die Figuren gefallen mir ebenfalls nach wie vor sehr gut, es gibt einzelne hervorstechende Höhepunkte, einen durchaus packenden Showdown, und vor allem eine vielversprechende Ausgangssituation für den finalen Teil der Trilogie. Bleibt zu hoffen, dass dieser dann auch inhaltlich wieder mehr überzeugen kann.

Bewertung: 2.5/5 Punkten
Christian Siegel





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