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From the Earth to the Moon - 1x11: Der Preis des Ruhms Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) FOX

Originaltitel: The Original Wives Club
Episodennummer: 1x11
Bewertung:
Erstausstrahlung USA: 10. Mai 1998
Erstausstrahlung D: 01. November 1998 (Premiere)
Drehbuch: Karen Janszen, Tom Hanks & Erik Bork
Regie: Sally Field
Besetzung: Tom Hanks als Host, Jo Anderson als Pat White, David Andrews als Frank Borman, Katie Austin als Susan Lovell, Wendy Crewson als Faye Stafford, Ann Cusack als Jan Armstrong, Tim Daly als Jim Lovell, J. Downing als Charlie Duke, Sally Field als Trudy Cooper, Keith Harris als Charlie, John Michael Higgins als Master of Ceremonies, Kristie Horton als Barbara Lovell, Zeljko Ivanek als Ken Mattingly, Elliot Kachnycz als Jay Lovell, DeLane Matthews als Pat McDivitt, Jack Mountford als Christopher Conrad, Deirdre O'Connell als Barbara Young, Elizabeth Perkins als Marilyn Lovell, John Posey als John Young, Debra Jo Rupp als Marilyn See, Cynthia Stevenson als Jane Conrad, Robert C. Treveiler als L. Gordon Cooper, JoBeth Williams als Marge Slayton, Rita Wilson als Susan Borman u.a.

Kurzinhalt: Das Leben eines Astronauten des Apollo-Programms war zwar mit Sicherheit nicht leicht. Lange Zeit waren sie von ihren Familien getrennt, riskierten im Verlauf des Programms immer wieder ihren Hals – und einige von ihnen verloren dabei auch ihr Leben. Doch auch, mit ihnen verheiratet zu sein, war nicht gerade ein Zuckerschlecken. Denn während ihre Männer ins All fliegen und den ganzen Ruhm kassieren, sorgen die Ehefrauen der Apollo-Astronauten dafür, dass zu Hause alles in Ordnung ist. Sie kümmern sich als fast schon alleinerziehende Mütter um die Kinder, und versuchen, ihre Gatten so wenig als möglich mit den Problemen des Alltags zu belasten, damit sich diese auf ihren Job konzentrieren können. Denn Probleme zu Hause könnten nicht nur auf den Ehemann zurückfallen und seine Chancen auf einen prominenten Flug zum Mond vermasseln, sondern ihn im schlimmsten Fall auch derart von seiner Arbeit ablenken, dass er im entscheidenden Moment einen Fehler macht und nicht mehr nach Hause kommt. Und so müssen Pat White, Marilyn Lovell, Jan Armstrong, Trudy Cooper, Pat McDivitt, Barbara Young, Jane Conrad, Marge Slayton und Susan Borman ihre Probleme allein bewältigen, und sowohl vor ihren Männer als auch der Öffentlichkeit die Fassade der glücklichen, stolzen Ehefrau unaufhörlich aufrecht erhalten…


Review (kann Spoiler enthalten): Episodenbild (c) FOX Auch wenn es selbst bei den Astronauten des Apollo-Programms Unterschiede gibt, was den Bekanntheitsgrad betrifft (so sollten zwar Neil Armstrong und Buzz Aldrin jedem ein Begriff sein, aber allein schon die Frage nach dem dritten Astronauten des Apollo 11-Flugs dürfte wohl die Mehrheit der Männer und Frauen auf der Straße ins Stocken bringen), so standen sie natürlich insbesondere damals – und in den USA – im Auge der Öffentlichkeit, und wurden von dieser als Helden gefeiert. Ganz anders ihre Ehefrauen, die zwar vielleicht keine Pioniere der Raumfahrt waren und nicht tagtäglich ihr Leben riskierten – es aber nichtsdestotrotz auch nicht leicht hatten. Da ihre Männer oftmals wochenlang mit Testflügen, Missionsvorbereitungen usw. beschäftigt waren, waren sie in dieser Zeit praktisch als alleinerziehende Mütter tätig. Dazu lebten sie zudem ständig in der Angst, dass ihr Mann bei einem Unfall ums Leben kommen könnte – eine Furcht, die sich für einige von ihnen leider auch bestätigen sollte. Vor allem aber mussten sie in der Öffentlichkeit nicht nur so glänzen wie ihre Ehemänner, die – fast so wie Politiker – auf ihr Image achten mussten, um das Bild der Helden der USA nicht zu beflecken. Es war zudem ihre Aufgabe, dafür zu sorgen, dass zu Hause alles reibungslos abläuft, damit sich ihre Ehemänner darauf konzentrieren können, ihren Job zu machen.

So gesehen war der Beitrag, den sie zum Apollo-Programm leisteten, ebenfalls ein wesentlicher – der jedoch eben im Vergleich zu den Leistungen ihrer Männer längst nicht so im kollektiven Bewusstsein verankert ist. "Der Preis des Ruhms" schickt sich nun an, eben dies zu ändern, und setzt den Ehefrauen der sogenannten "original nine"-Astronauten ein Denkmal. Parallel zur Mission von Apollo 12, die relativ unspektakulär verlief, und die wir hier nur sehr rudimentär verfolgen, rollt man hier nun ihr Leben, Wirken und teilweise auch Leiden auf. Im Mittelpunkt steht dabei vor allem Marilyn Lovell, dargestellt von Elizabeth Perkins, deren Ankunft im "Astronauten-Dorf" wir zu Beginn begleiten. Sie ist quasi unser Anker, zu dem wir in weiterer Folge immer wieder zurückkehren, wobei vor allem der Moment, als sie Marilyn See besucht, um ihr so lange Gesellschaft zu leisten, bis der Kurier vorbeibringt um ihr die traurige Kunde vom Tod ihres Mannes zu überbringen, hervorsticht. Wie sie hier die Fassade aufrecht erhalten muss, dass alles in Ordnung sei, während sie in Wahrheit schon weiß, dass ihrer Freundin in Kürze der Alptraum von ihnen allen bevorsteht, ist ungemein eindringlich. Aber auch ihre gemeinsame Szene mit ihrem Ehemann Jim (derart wunderbar von Tim Daly dargestellt, dass ich gleich noch einmal sauer wurde, dass man in "Der Tod reist mit" die Apollo 13-Katastrophe praktisch übergangen ist), wo sie ihm klar macht, dass es ihre Aufgabe war, so manches vor ihm zu verbergen um ihn damit nicht zu belasten, bleibt in Erinnerung. Und generell zeigt Elizabeth Perkins hier eine sehr starke Leistung. Gleiches gilt auch für Rita Wilson, die Susan Borman darstellt, die im Verlauf des Apollo-Programms ein Alkoholproblem entwickelte. Die anderen Ehefrauen sind ebenfalls toll besetzt, wobei für mich vor allem noch Ann Cusack als Jan Armstrong, Jo Anderson als Pat White (deren eindringlicher Gänsehautmoment aus "Apollo 1" hier noch einmal wiederholt wird) und Deidre O'Connell als Barbara Young hervorstachen. Die Musik von Marc Shaiman hatte es mir ebenfalls wieder mal angetan. Und Sally Field, die auch in einer kleinen Gastrolle zu sehen ist, inszeniert die Folge mit sicherer Hand. Das Herumspringen in der Zeit ist zwar da und dort ein bisschen anstrengend, die Episode da sie die Geschichte so vieler Frauen erzählt ein bisschen zerfahren, und ein bisschen mehr hätte man sich für meinen Geschmack der Mission von Apollo 12 ruhig widmen dürfen. Insgesamt war dies aber eine sehr gelungene Folge.

Fazit: Episodenbild (c) FOX "Der Preis des Ruhms" stellt die unbesungenen Heldinnen des Apollo-Programms – nämlich die Ehefrauen der Astronauten – in den Mittelpunkt. Von Sally Field sehr gut inszeniert, hochkarätig besetzt, mit schöner Musik, sowie so manchem starken, eindringlichen Moment, zeigt die elfte Episode der Miniserie, dass auch das Leben der Ehefrauen alles andere als leicht war, angefangen dabei, dass sie über weite Strecken ohne ihre Gatten auskommen mussten und quasi als alleinerziehende Mütter agierten, über die ständige Sorge, ob ihre Männer sicher und heil von ihren Missionen zurückkehren würden, bis hin dazu, ständig die Fassade aufrecht zu erhalten, dass zu Hause alles in Ordnung sei – und sich so manchem Problem allein zu stellen – damit sich die Astronauten auf ihre Mission, zum Mond zu fliegen, konzentrieren konnten. Zwar hätte ich mir persönlich gewünscht, dass man den Flug von Apollo 12 – der parallel dazu erzählt wird – nicht ganz so übergangen wäre. Zudem waren die Zeitsprünge teilweise ein bisschen mühsam. Davon abgesehen ist "Der Preis des Ruhms" aber ein sehr gelungener Beitrag zur Miniserie, der vor allem auch einen Aspekt des Raumfahrtprogramms beleuchtet, dem sonst oftmals jetzt nicht unbedingt die größte Beachtung geschenkt wird.

Wertung: 3.5 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 1998 HBO)







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