HOME PROJEKTE LINKS CHAT JOBS DATENSCHUTZ ARCHIV
Startseite arrow Reviews arrow DVD arrow Star Wars: Omen
Navigation
Startseite
Reviews
Kolumnen & Specials
Gewinnspiele
TV-Planer
Interviews
News-Archiv
Filme
Filme von A-Z
Serien
24
Akte X
Babylon 5 Universum
Doctor Who
Fringe
Galactica Universum
Game of Thrones
Lost
Primeval
Stargate
Star Trek
Supernatural
The Vampire Diaries
Intern
Impressum
Datenschutz
Team
Jobs
Suche



Star Wars: Omen Drucken E-Mail
Wassertreten mit Christie Golden (Modul 1 von 3?) Kategorie: Literatur & Comics - Autor: Christian Siegel - Datum: Sonntag, 03 November 2019
 
Titel: "Das Verhängnis der Jedi-Ritter 2: Omen"
Originaltitel: "Fate of the Jedi: Omen"
Bewertung:
Autorin: Christie Golden
Übersetzung: Andreas Kasprzak
Umfang: 352 Seiten
Verlag: Blanvalet (D), Del Rey (E)
Veröffentlicht: 20. September 2010 (D), 23. Juni 2009 (E)
ISBN: 978-3-442-26676-0
Buch kaufen: Taschenbuch (D), Kindle (D), Taschenbuch (E), Kindle (E)
 

Kurzinhalt: Luke Skywalker und sein Sohn Ben sind nach wie vor bestrebt, herauszufinden, wie Jacen Solo der dunklen Seite der Macht verfallen konnte, und verfolgen deshalb seine Spur nach der Yuuzhan Vong-Krise. Diese führt sie zu den Aing-Tii, einem machtsensitiven Volk, dass es jedoch strikt ablehnt, diese auch einzusetzen. Dort hat Jacen einst das Flusswandeln gelernt. Eben darin möchte Ben, sehr zu Lukes Missfallen, ihm nun nachfolgen. Währenddessen verschärft sich auf Coruscant die Krise rund um die Jedi. Immer mehr von ihnen fallen der Wahnvorstellung Anheim, dass es sich bei ihren Freunden und Kollegen um Doppelgänger handeln würde, die von einer unbekannten Macht ausgetauscht wurden. Während eines Familienausflugs geraten die Solos schließlich mitten in diesen Konflikt. Aber auch die Auseinandersetzung zwischen der Galaktischen Allianz und dem Jedi-Orden droht sich weiter zu verschärfen, als bekannt wird, dass Jaina Solo einen der betroffenen Jedi-Ritter, statt ihn den Polizeikräften der Galaktischen Allianz zu übergeben, im Jedi-Tempel versteckt hielt…

Review: Christie Golden ist mir bislang in erster Linie aus ihren "Star Trek"-Romanen ein Begriff, die bei mir, soweit ich sie bislang kenne, doch eher durchwachsen angekommen sind. Einzelne ihrer Voyager-Abenteuer fand ich zwar ebenso gelungen wie ihren ersten direkt an die Serie anknüpfenden Roman "Heimkehr", dafür konnte ich mit dessen Fortsetzung "Ferne Ufer" sowie dem "Geistreise"-Zweiteiler wenig bis gar nichts anfangen. Aber auch im "Star Wars"-Universum ist sie für mich keine gänzlich Unbekannte mehr, hebe ich mir doch vor fast drei Jahren mal kurz einzelne Werke des neuen Kanons (soweit diese an die "Clone Wars"-Serie anknüpften bzw. auf diese basierten) vorgeknöpft, darunter auch "Schülerin der dunklen Seite" – von dem ich ebenfalls nicht sonderlich begeistert war. "Omen" wurde aber natürlich bereits zuvor von ihr verfasst, und stellt generell ihr Debüt in der weit, weit entfernten Galaxis dar. Damit nimmt sie nun quasi die Stelle von Karen Traviss ein; da ich mit deren Beiträgen zur "Wächter der Macht"-Reihe ja nicht wirklich glücklich war, eine grundsätzlich positive Entwicklung, wobei ich halt leider eben auch nicht unbedingt der größte Christie Golden-Fan bin. Etwas, dass sich auch durch "Omen" nicht geändert hat, wobei ich neuerlich, wie schon bei "Schülerin der Dunklen Seite", den Eindruck hatte, dass die Autorin zumindest teilweise das Opfer unglücklicher Umstände war. Denn wie schon bei der "Mächter der Macht"-Reihe wird auch "Das Verhängnis der Jedi-Ritter" wieder die Vorgabe des Verlags, doch bitte eine große, neunteilige Saga zu schreiben, zum – nun – Verhängnis.

Sagt über die früheren Legends-Romane, ja selbst so furchtbare Vertreter wie "Palpatines Auge" und "Der Kristallstern" was ihr wollt, aber die erzählen zumindest eine vollständige Geschichte, mit einem Anfang, einem Mittelteil, und einem Ende. Die Geschichten mögen hirnrissig, langweilig und/oder lächerlich und zudem schwach erzählt gewesen sein, aber trotzdem. Von den wirklich gelungenen, großartigen Vertretern aus dem Erweiterten Universum, wie den beiden Zahn-Trilogien, ganz zu schweigen. Dann jedoch, nach der großen NJO-Saga, schienen solche Einzelabenteuer oder Trilogien (wo jedoch trotzdem jeder Teil mehr oder weniger für sich stehen konnte, wie dies eben auch für die Filme gilt) plötzlich aus der Mode zu sein. Wohl beeinflusst vom zunehmenden TV-Trend zu fortlaufenden Handlungen meinte man, die "Wächter der Macht"-Reihe, die vielleicht sogar eine halbwegs passable Trilogie abgegeben hätte, auf neun Teile aufzublähen – und Allston, Traviss und Denning taten sich nun mal leider sichtlich schwer damit, . Bei "Das Verhängnis der Jedi-Ritter" wirkt das für mich aktuell sogar noch einmal schlimmer. Einerseits, weil die Geschichte bislang von vornherein nicht zu spannend und interessant ist, wie Jacens Fall. Und andererseits, weil ihnen bereits (oder zumindest mal für) den zweiten Teil der Reihe nicht mehr wirklich eine Handlung eingefallen ist, weshalb man letztendlich im Großen und Ganzen einfach den ersten – mit geringfügigen Adaptierungen, die jedoch nicht weiter ins Gewicht fallen – zu kopieren. Wieder stoßen Luke und Ben auf eine Station von Jacen auf seinem Weg zur dunklen Seite, und erleben dort gemeinsam ein Abenteuer. Wieder sehen wir, wie ein paar Jedi dem Wahnsinn Anheim fallen, und der Orden versucht, diese vor der Galaktischen Allianz zu verstecken/beschützen. Und wieder erleben Han, Leia und Allana (deren Name mir dafür, dass man ihre wahre Identität ja eigentlich geheim halten will, im Verlauf des Romans viel zu oft in der Öffentlichkeit fällt) ein nur marginal mit der größeren Geschichte verbundenes Abenteuer.

Der einzige wirklich neue Handlungsstrang war für mich zugleich der Beste: Weil mit dem verlorenen Stamm der Sith auf Kesh knüpft Christie Golden direkt an die entsprechenden Comics sowie die Kurzgeschichtensammlung von John Jackson Miller an. Nun ist es zwar zugegebenermaßen schon zu lange (wir reden vom Frühjahr 2013!) her, dass ich mir diesen vorgeknöpft hatte, dennoch fand ich die Idee einer solchen Verknüpfung sehr interessant und reizvoll. Jedoch, selbst das fand ich insofern nicht ganz perfekt, als es einerseits leider doch sehr stark an "Gegenwind" von Paul S. Kemp erinnerte, vor allem aber: Ich fände die Idee, dass dieser verlorene Stamm der Sith jene Bedrohung aus dem Hintergrund ist, eigentlich viel spannender, als das mit dem irgendwie aus dem Nichts kommenden einen Sith auf Korriban. Was nun den Schreibstil betrifft, so war ich überrascht, wie untypisch "Omen" für mich im Vergleich zu Christie Goldens anderen Werken rüberkam. Denn mit dem witzelnden Ton, den ich doch sehr aufgesetzt fand, schien sie mir Aaron Allstons typischen Stil (der mir persönlich halt nicht wirklich zusagt) zu kopieren – und sich damit zugleich halt generell stärker an ihm als Vorbild zu orientieren, denn den "Star Wars"-Filmen an sich. Auch das war nicht wirklich nach einem Geschmack. Am schwersten wiegt aber eben die Tatsache, dass die größere, unnötig auf neun Teile aufgeblähte Geschichte, hier in keinem der parallel verlaufenden Handlungsstränge einen entscheidenden Schritt vorankommt. Christie Golden übt sich hier, wie das ihre Autoren-Kollegen sowie ihre Vorgängerin Traviss bei der "Wächter der Macht"-Reihe ja auch schon taten, im Wasser treten. Um nochmal auf meine einleitenden Worte zurückzukommen: Klar gab es schon so manche Niete im Legends-Universum, und ist "Omen" im direkten Vergleich diesen sicherlich vorzuziehen. Diese ausgedehnte Handlung ohne interessante und in sich abgeschlossene Geschichte lässt mich aber fast (mit der Betonung auf "fast") schon wehmütig an solche (Mach-)Werke wie "Palpatines Auge" oder "Der Kristallstern" zurückdenken.

Fazit: "Omen" leidet in erster Linie darunter, dass die größere Handlung keine entscheidenden Schritte vorwärts macht, und der Roman generell etwas inhaltsleer wirkt. Dass zudem vieles auf mich den Eindruck einer Kopie des ersten Teils machte, hilft ihm dabei auch nicht gerade – wie übrigens auch Christie Goldens untypisch-gewitzter Schreibstil (mit dem sie Aaron Allston nachzueifern scheint), der auf mich doch eher bemüht und verkrampft wirkte. Einzig alles rund um den verlorenen Stamm der Sith gefiel mir – warf bei mir aber zugleich die Frage auf, warum sie nicht gleich auf den setzen und sich die Einen Sith auf Korriban sparen konnten. Insgesamt ist "Omen" zwar nicht grundsätzlich schlecht geschrieben – es tut sich aber halt einfach zu wenig (wichtiges), weshalb er wie ein Lückenfüller wirkt, um irgendwie die vom Verlag scheinbar gewünschten neun Romane voll zu bekommen.

Bewertung: 1.5/5 Punkten
Christian Siegel





Artikel kommentieren
RSS Kommentare

Kommentar schreiben
  • Bitte orientiere Deinen Kommentar am Thema des Beitrages.
  • Persönliche Angriffe und/oder Diffamierungen werden gelöscht.
  • Das Benutzen der Kommentarfunktion für Werbezwecke ist nicht gestattet. Entsprechende Kommentare werden gelöscht.
  • Bei Fehleingaben lade diese Seite bitte neu, damit ein neuer Sicherheitscode generiert werden kann. Erst dann klicke bitte auf den 'Senden' Button.
  • Der vorgenannte Schritt ist nur erforderlich, wenn Sie einen falschen Sicherheitscode eingegeben haben.
Name:
eMail:
Homepage:
Titel:
BBCode:Web AddressEmail AddressBold TextItalic TextUnderlined TextQuoteCodeOpen ListList ItemClose List
Kommentar:




  fictionBOX bei Facebook   fictionBOX bei Twitter  fictionBOX als RSS-Feed

TV-Planer


Faszination Erde
Dokus & Magazine | ZDF
So. 17.11.19 | 19.30 Uhr


10x07 Mach die Augen auf
Walking Dead | FOX
Mo. 18.11.19 | 21.00 Uhr


30x05 Passives Fahren
Simpsons | Pro7
Mo. 18.11.19 | 21.10 Uhr