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Curse of Chucky Drucken E-Mail
Wieder deutlich ernsteres Sequel der Reihe Kategorie: Filme - Autor: Christian Siegel - Datum: Dienstag, 22 Oktober 2019
 
Halloween-SPECiAL

 
Curse of Chucky
Originaltitel: Curse of Chucky
Produktionsland/jahr: USA 2013
Bewertung:
Studio/Verleih: Universal 1440 Entertainment
Regie: Don Mancini
Produzenten: U.a. David Kirschner
Drehbuch: Don Mancini
Filmmusik: Joseph LoDuca
Kamera: Michael Marshall
Schnitt: James Coblentz
Genre: Horror
Kinostart Deutschland: 24. Oktober 2013
Kinostart USA: 08. Oktober 2013
Laufzeit: 87 Minuten
Altersfreigabe: FSK ab 16
Trailer: YouTube
Kaufen: Blu-Ray, DVD
Mit: Brad Dourif, Fiona Dourif, Chantal Quesnelle, Danielle Bisutti, A Martinez, Maitland McConnell, Brennan Elliott, Summer H. Howell u.a.


Kurzinhalt: Nica ist von Geburt an querschnittsgelähmt, und lebt zusammen mit ihrer Mutter in einem großen Anwesen. Eines Tages erhält sie ein geheimnisvolles Paket, in dem sich eine der vor Jahrzehnten populäre Buddy-Puppe befindet. Am darauffolgenden Tag findet sie ihre Mutter tot vor. Zum Begräbnis finden sich nun alle möglichen Verwandte – nicht zuletzt ihre Geschwister – im Haus ein. Diese versuchen Nica eine betreute Wohngemeinschaft schmackhaft zu machen, doch diese lehnt es strikt ab, dem Haus den Rücken zu kehren. Doch noch bevor sich die negative Stimmung ob dieser Meinungsverschiedenheit zu sehr ausbreiten kann, kommt es zum nächsten Todesfall. Schon bald beginnt Nica zu vermuten, dass es sich bei "Chucky" um mehr als nur eine harmlose Puppe handelt…

Review: Szenenbild. Nachdem "Chuckys Baby" weder bei den Fans noch Kritikern sonderlich gut angekommen ist, entschloss sich Don Mancini, mit "Curse of Chucky" eine kleine Kurskorrektur zu vollziehen. Zwar machen die Offenbarung des vernarbten Chucky sowie der Auftritt von Jennifer Tilly am Ende deutlich, dass es sich hier nicht um eins der von mir doch eher kritisch beäugten selektiven Sequels handelt (die so tun, als hätte es einzelne Filme einer Reihe nie gegeben), sondern sehr wohl die Geschichte der Reihe fortgesetzt wird (auch wenn von Glen/Glinda hier jede Spur fehlt; worüber zumindest ich persönlich jetzt nicht unbedingt traurig war). Aber: Nachdem die Reihe zuletzt von Teil zu Teil immer trashiger und komödiantischer wurde, kehrt man mit "Curse" doch wieder eher zu den ernsteren Horrorwurzeln von "Chucky – Die Mörderpuppe" zurück. Eine Entwicklung, die ich grundsätzlich nicht negativ sehe; selbst mir war "Seed" dann doch zu albern. Was Story, Aufbau, Figuren und Spannung betrifft, kann "Curse" nur leider mit dem angestrebten ersten Teil nicht mithalten; und während dies z.B. in "Chuckys Braut" zumindest ansatzweise durch den Humor kompensiert wurde, fehlt dies hier.

Das Ergebnis ist ein zwar keineswegs schlechter, aber doch ziemlich generischer und durchschnittlicher Slasher. Positiv stach für mich in erster Linie das Setting in Verbindung mit der querschnittsgelähmten Hauptfigur hervor. Ohne diesen Umstand hätte das Geisterhaus-Setting nämlich wohl nur bedingt funktioniert; mit dieser körperlichen Einschränkung hingegen wurde es nachvollziehbarerweise zur einer Todesfalle – gerade auch, als der Fahrstuhl ausgefallen ist. Generell hatten es mir das Set und die Ausstattung durchaus angetan. Am besten gefiel mir aber wohl, dass man mit Fiona Dourif just Brads Tochter in der Hauptrolle besetzte. Anfangs war ich zwar insofern verwirrt, als ich kurz ein direktes familiäres Verhältnis in Betracht zog, bzw. dachte, es könnte sich dabei um die erwachsene Glinda – mit neuer Identität – handeln. Insgesamt fand ich das aber schon ganz nett. Positiv sei zudem erwähnt, dass "Curse" wieder um einiges hochwertiger aussieht als "Seed", und sich generell durch ein paar wirklich nette Kameraeinstellungen (wie z.B. das sich im Messer spiegelnde Gesicht) auszeichnete. Und sowohl der Showdown als auch generell der doch eher düstere Ausgang des Geschehens hatten es mir dann ebenfalls sehr angetan (ev. mal abgesehen davon, dass jemand Chucky in den Gerichtssaal setzte); tatsächlich waren diese für mich letztendlich die größten Stärken des Films. Jedoch, leider: Abseits des Finales hielt sich die Spannung doch ziemlich in Grenzen – was nicht zuletzt auch daran liegt, dass mir alle Figuren mit Ausnahme von Nika ziemlich egal waren und ich dementsprechend nicht mit ihnen mitfieberte. Dies gilt nicht zuletzt auch für die Dinnerszene mit den Rattengift, wo uns Don Mancini nicht nur etwas gar zu sehr die Folter spannte und es zu sehr ausreizte, sondern ich zudem mit meinem Tipp, wen es dabei wohl erwischen würde, goldrichtig lag. Und generell verfolgte ich das Geschehen viel zu lang mit nur eher verhaltenem Interesse – bis der Film dann eben zum Ende doch noch halbwegs aufdrehte.

Fazit: Szenenbild. Auch wenn ich den Ansatz, wieder zu den ernsteren Ursprüngen der Serie zurückzukehren, nicht grundsätzlich schlecht fand, brauchte "Curse of Chucky" für meinen Geschmack dann doch zu lange, bis er mal in die Gänge kam. Dabei fand ich das Setup rund um das Haus und die im Rollstuhl gefangene Protagonisten gar nicht mal uninteressant. Danach plätscherte die Handlung aber leider lange Zeit sehr gemächlich und ohne große Spannung vor sich hin. Dass ich mich bis auf Nica mit keiner der Figuren anfreunden konnte, half da zweifellos ebenso wenig, wie so mancher Moment wie die Rattengift-Szene, wo Mancini meine Geduld über Gebühr beanspruchte (noch dazu mit vorhersehbarem Ausgang). Immerhin, zum Ende hin dreht "Curse of Chucky" dann doch nochmal auf, und präsentiert zuerst einen launigen Showdown, und dann einen gefällig-düsteren Ausklang. Zudem sieht das Ganze wieder wesentlich hochwertiger aus als "Chuckys Baby", und ist von Don Mancini auch wieder mal sehr gut inszeniert. Und vor allem auch die Idee, "Chuckys" Tochter Fiona Dourif in der Hauptrolle zu besetzen, stach für mich hervor. Für mehr als Durchschnitt reicht es letztendlich aber nicht.

Wertung:5 von 10 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2013 Universal Pictures)


Weiterführende Links:
Halloween-SPECiAL 2019





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