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Star Wars: Gegenwind Drucken E-Mail
Ein solides Einzelabenteuer Kategorie: Literatur & Comics - Autor: Christian Siegel - Datum: Sonntag, 06 Oktober 2019
 
Titel: "Gegenwind"
Originaltitel: "Crosscurrent"
Bewertung:
Autor: Paul S. Kemp
Übersetzung: Andreas Kasprzak
Umfang: 509 Seiten
Verlag: Blanvalet (D), Del Rey (E)
Veröffentlicht: 18. Juli 2011 (D), 26. Januar 2010 (E)
ISBN: 978-3-442-37743-5
Buch kaufen: Taschenbuch (D), Kindle (D), Taschenbuch (E)
 

Kurzinhalt: Vor fünftausend Jahren: Der Jedi-Meister Relin Druur versucht zusammen mit seinem Padawan Drev Hassin, das Sith-Schiff Harbinger aufzuhalten. Dieses hat das Mineral Lignan gelagert, welches die Macht der dunklen Seite verstärkt. Eben dies könnte im aktuellen Krieg zwischen den Jedi und den Sith das Pendel zugunsten der Krieger der Dunklen Seite ausschlagen lassen. Das prekäre daran ist: Der Kommandant des Schiffes, Saes Rrogon, ist sein früherer Schüler. Als sein jüngster Padawan dann schließlich beim Versuch, die Harbinger sein Leben opfert, droht auch Relin der dunklen Seite der Macht zu verfallen. Dennoch gelingt es ihm, den Hyperantrieb der Harbinger zu sabotieren. Als diese dann schließlich in den Hyperraum springt, kehrt sie erst 5.000 Jahre später wieder in den Normalraum zurück – kurz nachdem es endlich gelungen ist, die Schreckensherrschaft von Darth Caedus zu beenden. Kurz vor der Ankunft der Harbinger erhält der Jedi-Ritter Jaden Korr eine Machtvision, die ihn vor einer Bedrohung warnt, die in den unbekannten Regionen lauern soll. Auf dem Planeten Fhost heuert er die Crew eines Bergungsschiffes an, die ihn zu jenem eisigen Mond bringen soll, den er in seiner Vision gesehen hat, und von dem er immer wieder eine Art Hilferuf in der Macht vernimmt. Doch auf dem Weg dorthin stoßen sie auf die Harbinger…

Review: Ich muss gestehen: Nach neunzehn Mal "Das Erbe der Jedi-Ritter" und neun Mal "Wächter der Macht" fand ich es erfrischend, statt einer ähnlich epischen, auf mehrere Romane verteilten Geschichte endlich mal wieder ein Einzelabenteuer vor mir zu haben. So gesehen standen die Vorzeichen eigentlich gut, dass es "Gegenwind" gelingen würde, mir gut zu gefallen. Und tatsächlich war ich vom Roman durchaus angetan – wenn auch nicht übermäßig begeistert, und ich vor allem auch fand, dass das erste Drittel (als es noch zwei Zeitebenen gab) etwas besser war als der Rest. Dennoch liefert "Gegenwind" solide "Star Wars"-Unterhaltung, und profitiert dabei vor allem von der Interessanten Grundidee rund um ein Sith-Schiff, dass aus der Vergangenheit in die "Gegenwart" springt. Eben dafür findet Paul S. Kemp zudem eine wirklich gute, nachvollziehbare und plausible Erklärung, die zudem verhindert, dass Zeitreisen nun auf einmal zum Standardrepertoire von "Star Wars" gehören; dafür waren die Begebenheiten, die zu diesem Unfall führten, doch zu speziell. Und das ist auch gut so! Neben dieser interessanten Grundidee, welche den aktuellen, Post-"Wächter der Macht"-Status des Legends-Universums mit der frühen Vergangenheit verbindet, konnte mir an "Gegenwind" vor allem der Einstieg gefallen, mit den beiden Zeitebenen, bzw. den drei Erzählperspektiven: Jedi-Meister Relin Duur, fünftausend Jahre vor der Schlacht von Yavin. Sowie, in der "Gegenwart", Jedi-Ritter Jaden Korr, und der den Sith dienende Anzati Kell Douro. Damit sorgte Paul S. Kemp von Grund an für eine spannende und vielversprechende Ausgangssituation.

Was er dann in weiterer Folge daraus machte, war auch soweit gelungen. Vor allem die Charakterisierung von Relin Duur und Jaden Korr stach dabei für mich hervor. Beide sind jetzt nicht unbedingt die typischen, heldenhaften Jedi, sondern werden jeweils von ihren Dämonen verfolgt, mit denen sie fertig werden müssen. Bei Relin ist es der drohende Fall auf die dunkle Seite, bei Jaden ein eher generelles Problem mit der Philosophie der Jedi, und der Einteilung der Macht in eine helle und eine dunkle Seite. Aber auch Jadens Begleiter Khedryn Faal und Marr Idi-Shael hatten es mir angetan, und bekommen kleinere "character arcs" mit auf den Weg. Zuletzt profitiert "Gegenwind" dann auch noch davon, dass es Paul S. Kemp versteht, mitreißende Action zu schreiben. Egal ob die kleine Raumschlacht zu Beginn oder die zahlreichen Duelle, mit denen der Roman gespickt ist, ich fand diese Action-Einlagen gelungen und packend beschrieben. Ein absolutes Highlight unter den Legends-Romanen, das man absolut nicht verpassen darf, ist "Gegenwind" dann aber doch nicht. Dafür ist die Geschichte dann doch etwas zu belanglos, und zudem von der fortlaufenden Handlung der Saga zu losgelöst. "Gegenwind" ist zudem wieder einer jener Romane, die das "erweitert" des "Erweiterten Universums" ganz groß schreiben: Sprich, auf die altbekannten Helden, bzw. genau genommen auch nur irgendwelche bekannten Figuren, muss man hier verzichten. Auf diese Weise bisher unbekannte Ecken bzw. Personen des "Star Wars"-Universums zu erkunden, und dieses eben zu erweitern, ist zwar nett, letztendlich waren mir aber halt schon immer jene Abenteuer, welche die Helden aus der Original-Trilogie in den Mittelpunkt stellten und erzählten, wie es mit ihnen weiterging, am liebsten. Mein größter Kritikpunkt ist aber die Story rund um die Jedi- und Sith-Klone auf dem Mond, die von der anderen Handlung rund um die Harbinger völlig losgelöst ist, und die ich im direkten Vergleich auch deutlich weniger interessant fand. So gesehen hätte ich es wohl vorgezogen, wenn sich Paul S. Kemp diese Idee für die (damals natürlich noch nicht fixe) Fortsetzung aufgehoben, und sich hier erstmal um die Story rund um das alte Schiff der Sith, konzentriert hätte.

Fazit: Mit "Gegenwind" ist Paul S. Kemp ein solider Eintrag ins "Legends"-Universum gelungen. Neben der sehr guten Charakterisierung und der packenden Action stach dabei für mich vor allem die interessante Grundidee rund um ein altes Schiff der Sith, dass es in die "Gegenwart" verschlägt, hervor. Allerdings: Jene Romane, die so ganz ohne unsere Helden auskommen müssen, sind selten bis nie meine allergrößten Favoriten. Zudem fand ich die erste Hälfte etwas stärker aus die zweite. Und vor allem die Mission auf dem Eismond fiel für mich ab; zudem fällt halt auf, dass sie von der eigentlich netten Idee rund um die Harbinger völlig losgelöst ist. Das hätte sich Kemp aus meiner Sicht besser mal für den Nachfolger aufgehoben. Aufgrund des mangelnden Bezugs zu den Filmen oder auch der fortlaufenden Handlung aus dem Legends-Universum ist "Gegenwind" somit zwar sicherlich keine Pflichtlektüre, nach der mäßigen "Wächter der Macht"-Reihe empfand ich dieses gelungene Einzelabenteuer aber als echte Wohltat.

Bewertung: 3/5 Punkten
Christian Siegel





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