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A Feast for Crows Drucken E-Mail
Ein schön geschriebener Lückenfüller Kategorie: Literatur & Comics - Autor: Christian Siegel - Datum: Samstag, 05 Oktober 2019
 
Titel: "A Feast for Crows"
Bewertung:
Autor: George R. R. Martin
Umfang: 1060 Seiten (inkl. Anhang)
Verlag: Bantam Books (E)
Veröffentlicht: 17. Oktober 2005 (E)
ISBN: 0-553-58202-4
Kaufen: Taschenbuch (E), Kindle (E)
 

Kurzinhalt: Nachdem er von seinem Bruder am Vorabend seiner geplanten Hinrichtung freigelassen wurde, hat Tyrion bei seiner Flucht seinen Vater Tywin ermordet – und damit ein Machtvakuum hinterlassen. Cersei versucht nun ihr Bestes, um eben dieses zu füllen, und dafür zu sorgen, dass die Lannister ihre Verbündeten nicht verlieren, während sie zugleich eine Intrige gegen Margaery Tyrell – die Frau ihres Sohnes Tommen spinnt. Doch ihr Plan, den neuen Hohen Septon gegen sie aufzubringen, geht nach hinten los. Währenddessen ist Arya Stark in Braavos angekommen, wo sie im Haus von Schwarz und Weiß ihre Ausbildung als Attentäterin beginnt. Doch statt dem Vielschichtigen Gott zu dienen, agiert sie selbstsüchtig – und wird dafür bestraft. Brienne von Tarth setzt indes ihre Suche nach Sansa Stark fort. Auf ihrer Reise trifft sie auf Podrick Payne, der sich ihr als ihr Knappe anschließt. Nach einigen Begegnungen trifft sie schließlich auf die Anhänger von Lady Stoneheart – die Brienne als Verräterin hinrichten wollen. Sansa Stark hält sich währenddessen immer noch in der Eyrie auf, wo sie sich als die uneheliche Tochter von Lord Baelish ausgibt. Samwell Tarly wird indes zusammen mit Gilly und Aemon nach Oldtown geschickt, wo er sich als Maester ausbilden lassen soll. Doch die Seereise ist beschwerlich. Und Jaime wird von Cersei losgeschickt, um die Belagerung von Riverrun endlich erfolgreich zu beenden…

Review: Wer "A Song of Ice and Fire" mit seinen zahlreichen POV-Figuren, Handlungssträngen und Schauplätzen bisher schon für komplex gehalten hat, sollte von "A Feast for Crows" wohl besser die Finger lassen. Denn so richtig beginnt die Saga eigentlich erst mit diesem Teil der Reihe auszuwuchern. Hauptverantwortlich dafür sind die neuen Schauplätze Dorne und die Eisernen Inseln, die hier prominent vertreten sind – und aus meiner Sicht, zumindest bislang, die interessanteren Handlungsstränge rund um die bereits etablierten Figuren nur unnötig aufhalten. Möglicherweise wird es bei "A Dance of Dragons" ja noch besser, aber vorerst erschließt sich mir ihr Sinn – außer, dass GRRM damit Zeit schinden bzw. Seiten füllen kann – noch nicht wirklich. Besonders irritierend ist dies für mich auch insofern, als "A Feast for Crows" und der Nachfolger ja ursprünglich als ein Band gedacht waren, bis GRRM erkannte, dass das für ein Buch einfach viel zu lang ist. Anstatt nun aber einfach in der Mitte einen Schnitt zu machen, hat er vielmehr die Handlungsstränge der bekannten Figuren aufgeteilt. Sprich: Wie es mit Jon Snow, Daenerys Targaryen, Tyrion Lannister usw. weitergeht, erfahren wir erst in "A Dance of Dragons". Nun werde ich es natürlich erst genau beurteilen können, wenn ich diesen gelesen habe, aber momentan noch stellt sich mir halt die Frage, ob es nicht besser gewesen wäre, auf Dorne und die Iron Islands zu verzichten, und dafür eben doch nur einen Roman draus zu machen.

Jedenfalls leidet "A Feast for Crows" für mich wieder unter dem gleichen Problem wie schon "A Clash of Kings". Es tut sich letztendlich zu wenig von Konsequenz. In erster Linie sticht die Storyline von Cersei positiv hervor. Wie diese gegen Margaery intrigiert, und dieser Plan dann schließlich nach hinten losgeht, ist schon interessant (und wenn man sich nicht zu ihren Fans zählt auch befriedigend) mitzuverfolgen. Auch noch ganz nett ist alles rund um Jaime, insbesondere, weil dieser ganze Handlungsstrang auf diesen einen wichtigen Moment hinzulaufen scheint, wenn er am Ende Cerseis Hilfegesuch verbrennen lässt. Die anderen Handlungsstränge lassen es aber leider überwiegend an wichtigen Entwicklungen vermissen. Ja, Arya wird am Ende dafür bestraft, sich gegen den vielgesichtigen Gott gewandt zu haben, aber sowohl dieser entscheidenden Tat als auch generell ihrer Ausbildung nimmt sich das Buch leider kaum an. Bei Sam wird generell eigentlich nur Zeit geschunden, bis er am Ende dann endlich mal in Oldtown eintrifft. Gleiches gilt für Brienne, die einige letztendlich unwichtige Begegnungen hat, ehe sie am Ende von Lady Stoneheart vor Gericht gestellt wird. Mein negativer Eindruck dieser Wendung vom Ende von "A Storm of Swords" wurde übrigens bislang nicht entkräftet, ich kann damit nach wie vor nichts anfangen, und sehe auch den Sinn darin nicht. Bei allen Fehlern, die Benioff & Weiss gemacht haben, aber Lady Stoneheart nicht zu übernehmen, gehört aus meiner Sicht nicht dazu. Wie es ihnen generell aus meiner Sicht gelungen ist, auf "A Feast for Crows" als Vorlage aufzubauen und letztendlich etwas Besseres abzuliefern. Am schlimmsten ist aber ohnehin alles rund um Sansa/Alayne. Das ist wirklich ein reiner Lückenfüller ohne Höhe- und/oder Wendungspunkte. Ich bin mir sicher, Sansa wird im weiteren Verlauf noch eine wichtige Rolle zu spielen haben – aber in "A Feast for Crows" schien GRRM nichts einzufallen, was er ihr vernünftiges zu tun geben könnte. Und vor allem die Stellen mit Sweetrobin fand ich einfach nur mühsam.

Dass sich "A Feast for Crows" trotz dieser Kritikpunkte noch über eine durchschnittliche Wertung freuen kann, liegt in erster Linie an GRRMs Schreibstil. Der Kerl kann halt ganz einfach schreiben, und haut auch in seinem vierten Band der Reihe immer wieder wunderbare, zitierfähige Textstellen raus. Wie z.B. "Dead history is writ in ink, the living sort in blood", odre auch "The knights of summer. And now it was autumn and they were falling like leaves." Aber auch ein Dialog mit Brienne über ihre Verfolgung des Hounds stach hervor: "To what end?" "His." Es sind dann halt letztendlich auch solche Textstellen, die "A Feast for Crows" trotz allem lesens- und lohnenswert machen. Wie sein schöner, gehobener Schreibstil generell auch den vierten Band der Reihe wieder aufwertet. Und nicht zuletzt aufgrund der neuen Schauplätze, welche die Welt von Westeros noch einmal erweitern und verbreitern, kommen vor allem auch Fans großer Fantasy-Epen bei "A Feast for Crows" wieder einmal voll und ganz auf ihre Kosten. Inhaltlich lässt der Roman aber halt leider mangels markanter Höhe- und/oder Wendungspunkte doch eher zu wünschen übrig, was ihn teilweise auch zu einer eher zähen Angelegenheit macht. Schade! Vielleicht war diese Art der Trennung in diese beiden Bände somit doch keine so gute Idee.

Fazit: Bislang ist die "A Song of Ice and Fire"-Reihe für mich ein bisschen eine Achterbahnfahrt. Auf einen grandiosen, hochdramatischen Band folgt dann immer einer, wo doch eher Wasser getreten wird, und sich die ganz großen Höhepunkte und/oder wichtigen Ereignisse in sehr argen Grenzen halten. So auch hier wieder. Einzelne Handlungsstränge, insbesondere alles rund um Cersei, stechen zwar durchaus hervor, anderes wirkt allerdings sehr beliebig, und teilweise auch so, als hätte sich GRRM schwer damit getan, der betreffenden POV-Figur etwas sinnvolles zu tun zu geben. Vor allem Samwells Seeabenteuer und Sansas Erlebnisse in der Eyrie stechen diesbezüglich negativ hervor. Anderes wiederum geht zu überhastet vonstatten, wie Aryas Ausbildung, und lässt somit dramaturgisches Potential liegen. Schwer tue ich mich zudem noch mit den neu hinzugekommenen Handlungsschauplätzen Dorne und den Eisernen Inseln. Und generell habe ich den Eindruck, dass diese Art der Trennung des zu langen Romans – nämlich statt einfach in der Hälfte einen Schnitt zu machen, die Handlungsstränge der Figuren auf zwei Bände aufzuteilen – "A Feast for Crows" keinen Gefallen tat. Doch trotz all dieser Kritik: Schlecht ist auch der vierte Teil der Reihe zweifellos nicht. Dies verdankt er in erster Linie GRRMs unbestreitbarem schriftstellerischem Talent; es mag sich nicht viel bzw. zu wenig Wichtiges und/oder Interessantes tun – aber selten war ein Lückenfüller schöner geschrieben, als hier. Was nur halt auch nichts daran ändert, dass ich wünschte, GRRM hätte im Falle von "A Feast for Crows" eine bessere und interessantere Geschichte zu erzählen gehabt.

Bewertung:2.5/5 Punkten
Christian Siegel





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