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Star Wars: Sieg Drucken E-Mail
Mäßiger Abschluss einer mäßigen Saga Kategorie: Literatur & Comics - Autor: Christian Siegel - Datum: Sonntag, 29 September 2019
 
Titel: "Wächter der Macht 9: Sieg"
Originaltitel: "Legacy of the Force: Invincible"
Bewertung:
Autor: Troy Denning
Übersetzung: Andreas Kasprzak
Umfang: 448 Seiten
Verlag: Blanvalet (D), Del Rey (E)
Veröffentlicht: 14. Juni 2010 (D), 13. Mai 2008 (E)
ISBN: 978-3-442-26685-8
Buch kaufen: Taschenbuch (D), Kindle (D), Taschenbuch (E)
 

Kurzinhalt: Der von Luke Skywalker geschmiedete Plan, um Darth Caedus zur Strecke zu bringen, geht in die alles entscheidende Phase. Er manipuliert Caedus Gedanken so, dass sich dieser einzig und allein auf die Bedrohung durch ihn konzentriert – in der Hoffnung, dass es Jaina so gelingt, sich an ihn heranzuschleichen und ihn auszuschalten. Dies bedeutet wiederum, dass Jaina ein für alle Mal akzeptieren muss, dass Jacen verloren und nicht zu retten ist – sonst droht sie, im entscheidenden Moment zu zögern. Zuerst verläuft alles noch nach Plan, und fällt Cadeus auf das Ablenkungsmanöver hinein. Dann jedoch stören die Mandalorianer den geplanten Ablauf, was eine Kettenreaktion auslöst, wodurch es Caedus schließlich – auch wenn dieser beim Angriff durch Jaina schwer verletzt wurde und einen Arm verlor – doch noch gelingt, die Flucht zu ergreifen. Zugleich ist es ihm mit Hilfe eines alten Sith-Rituals gelungen, den Stützpunkt der Jedi zu entdecken. Und lässt er seine Flotte eben diesen ansteuern, um sich des von ihm verhassten Luke Skywalker und dessen Jedi-Rittern ein für alle Mal zu entledigen…

Review: Nun, was soll ich sagen: Angesichts der Tatsache, wie viel Ärger und Frust sich bei mir im Verlauf dieser neunteiligen Saga aufgestaut hat, war wohl von vornherein ausgeschlossen, dass es Troy Denning gelingen würde, mich mit "Sieg" doch noch mit der "Wächter der Macht"-Reihe zu versöhnen – und so kam es dann auch. Ab Maras Tod war's für mich halt einfach vorbei, nicht nur wegen dem was, sondern vor allem auch dem wie. "Sieg" ist zwar wieder eine Spur besser als die letzten Romane der Reihe, aber dennoch von einem versöhnlichen Abschluss weit entfernt. Dies liegt nicht zuletzt auch daran, dass ich mit Troy Dennings Art und Weise, Action zu (be)schreiben, einfach nicht klar komme. Bei Timothy Zahn oder Michael Stackpole finde ich die entsprechenden Einlagen immer sehr mitreißend – bei Denning hingegen leider meist eher mühsam, teilweise verwirrend, und vor allem irgendwie nie wirklich packend. Da "Sieg" zu einem Großteil aus actionreichen Momenten besteht, machte sich diese – von mir empfundene – Schwäche hier nun mal eben auch ganz besonders negativ bemerkbar. Darüber hinaus war ich von der Umsetzung von Jacens Tod sehr enttäuscht. Ich meine, auf das warte ich jetzt seit Beginn der Reihe. Ich fand seinen gesamten Fall leider wenig überzeugend umgestellt, muss den AutorInnen aber zumindest zu Gute halten, dass es ihnen mit ihm gelungen ist, eine Figur zu erschaffen, wo ich seit ein paar Romanen einfach nur mehr darauf gewartet habe, dass er endlich bekommt, was er verdient. Umso bedauerlicher, wie sein Tod umgesetzt wurde. Ich hätte diesen nämlich schon nochmal gerne aus seiner Sicht erlebt – immerhin war er sich ja sicher, ein Schicksal zu erfüllen, und zu höherem bestimmt zu sein. Was ging ihm demnach durch den Kopf, nachdem er von Jaina besiegt wurde, und im Sterben lag? Wir werden es wohl nie erfahren.

Etwas schade fand ich zudem, dass "Sieg" gar so sehr auf Jaina konzentriert war. Gelegentlich schauen wir zwar auch bei Jacen/Caedus sowie Ben Skywalker vorbei, von der alten Garde bekommt man jedoch wenig bis gar nichts zu sehen. Vor allem Luke ist überwiegend eine Präsenz im Hintergrund, die kaum Mal zur Geltung kommt. Auch seine Gedanken ob des Todes von Jacen bleiben uns leider verborgen. Aus meiner Sicht hätte man aus dem Ganzen einfach viel mehr machen können, ja müssen. Nichts anfangen konnte ich auch mit der Idee, dass Jacen letztendlich doch noch "gewonnen" und mit seinem Tod eben jenes Paradies herbeigeführte, dass er angeblich angestrebt hat. Weil ohne die Einmischung von ihm und zuvor Lumiya wäre es soweit ja erst gar nicht gekommen, und wäre so ein Frieden auch deutlich leichter – und ohne solch große Verluste – möglich gewesen. Da ist so, wie wenn ich zum Serienmörder werde, die Polizei mich schnappt, und ich mir dann auf die Schultern klopfe, weil die Morde aufgehört haben. Um die Kritik abzuschließen, sei noch erwähnt, dass mich weder der Tod von Prinz Isolder berührte, noch das weitere Schicksal von Mirta, Tahiri und/oder Zekk sonderlich tangierte. Positiv macht sich in erster Linie bemerkbar, dass "Sieg" zumindest einen klaren und eindeutigen Abschluss der Saga darstellt. Ich hatte nämlich echt schon befürchtet, man würde sich ein Schlupfloch belassen, Jacen/Caedus würde schwer verletzt fliehen, und dann in weiterer Folge erst recht wieder auftauchen. Schön, dass man eben darauf verzichtet hat. Generell war die Handlung soweit ganz temporeich. Und auch wenn ich mit Dennings Action einfach nicht so recht warm werde, war es insgesamt ganz nett, wieder einen Roman zu bekommen, der größeren Wert auf eben dieses Element legt. Also ja, ich habe schon schlechteres gelesen (nicht zuletzt den unmittelbaren Vorgänger "Enthüllungen"). An meiner Überzeugung, dass mein eigener Legends-Kopf-Kanon mit "Der Zorn des Admirals" aufhört, hat aber auch "Sieg" nichts geändert.

Fazit: Das Beste an "Sieg" ist, dass mit ihm die Chose nun endlich vorbei ist. Vielleicht bin ich deshalb vergleichsweise gnädig in der Wertung, auch wenn der Roman für sich genommen auch wieder alles andere als ein Highlight war. So konnte ich neuerlich mit Troy Dennings Art, Action zu schreiben, nicht viel anfangen, und enttäuschten mich einzelne Aspekte des Finales (wie z.B., dass wir Jacens letzte Minuten nicht aus seiner Perspektive erleben). Zudem fehlte dem Roman, angesichts der Tatsache, dass es sich um das Finale einer neunteiligen Reihe handelt (die in Wahrheit von vornherein nur eine Trilogie hätte sein sollen), die nötige Epik, über die z.B. "Vereint durch die Macht" sehr wohl noch verfügte. Dies liegt nicht zuletzt auch daran, dass bis auf Jaina Solo kaum jemand eine größere Rolle im Geschehen spielt, und vor allem die alte Garde, und hier insbesondere Luke Skywalker, teilweise sträflichst vernachlässigt wurde. Trotzdem, frühere Bände der Reihe haben mich weitaus mehr genervt; vor allem aber halte ich "Sieg" zu Gute, die – enttäuschende und in ihrer Entwicklung oftmals konstruiert wirkende – Story von Jacen Solos Fall zumindest zu einem definitiven Abschluss zu führen.

Bewertung: 2/5 Punkten
Christian Siegel





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