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SeaQuest DSV - 2x06: Hilferuf aus der Zukunft Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) Universal

Originaltitel: Vapors
Episodennummer: 2x06
Bewertung:
Erstausstrahlung USA: 23. Oktober 1994
Erstausstrahlung D: 03. Dezember 1995
Drehbuch: Lawrence Hertzog
Regie: Robert Wiemer
Hauptdarsteller: Roy Scheider als Captain Nathan Bridger, Jonathan Brandis als Lucas Wolenczak, Don Franklin als Commander Jonathan Ford, Rosalind Allen als Dr. Wendy Smith, Edward Kerr als Lt. James Brody, Michael DeLuise als Tony Piccolo, Ted Raimi als Lt. j.g. Timothy O'Neill, Marco Sanchez als Sensor Chief Miguel Ortiz, Kathy Evison als Helmswoman Lonnie Henderson Peter DeLuise als Dagwood.
Gastdarsteller: Kelly Morgan als Aaron, Joanna Garcia als Iris, Lisa Rafel als Centsys u.a.


Kurzinhalt: Die SeaQuest empfängt einen Notruf, auf dem eine Kinderstimme zu hören ist. Sie folgen dem Signal bis zu einer Verwerfung unter Wasser, die sich als Zeistrudel herausstellt. Denn nachdem die SeaQuest diesen durchfahren hat, findet sie sich mehr als zweihundert Jahre in der Zukunft wieder. Dort ist die Menschheit so gut wie ausgestorben. Zuerst dezimierte eine Seuche die Population erheblich; die Überlebenden verließen sich dann ausschließlich auf Technologie, um die Welt am Laufen zu halten, und zogen sich in virtuelle Realitäten zurück. Nun sind nur mehr zwei Menschen übrig, Aaron und Iris. Der letzte noch verbliebene, funktionstüchtige Computer – eine künstliche Intelligenz – hat die SeaQuest nun in die Zukunft geholt, um den Fortbestand der Menschheit zu sichern, indem sie Aaron und Iris miteinander bekannt machen, und dafür sorgen, dass sie ihre Scheu vor dem jeweils anderen, sowie vor körperlicher Berührung, verlieren. Erst, nachdem die Zukunft der Menschheit gesichert ist, wird es ihnen möglich sein, wieder in ihre eigene Vergangenheit zurückzukehren…

Review: Episodenbild (c) 20th Century Fox "Hilferuf aus der Zukunft" fängt noch sooooo toll und vielversprechend an. Ja, gut, ok, der Zeitstrudel vor dem Marineschiff erinnert natürlich unweigerlich an "Der letzte Countdown" – nur dass es diesmal eben nicht in die Vergangenheit, sondern die Zukunft geht. Aber ich hatte ja schon immer ein Faible für Zeitreise-Geschichten, insofern war ich da gleich mit an Bord. Auch die ersten Szenen in der Zukunft waren noch toll, mit den ausgestorbenen Locations, dem Angriff der Drohne, sowie dem Fund des Computers. Die ersten Informationen über die Vergangenheit der Menschheit waren dann ebenfalls noch ganz nett (wenn dort dann auch in weiterer Folge auch schon die Probleme anfangen). Und nicht zuletzt auch der Auftritt der Battle Mechs hatte es mir angetan. Das war ja etwas, damals gerade zunehmend an Popularität gewann (wie auch an so manchem PC-Spiel der damaligen Zeit – MechWarrior & Co. – zu erkennen ist), und ist damit irgendwie herrlich 90s. Da verzeiht man auch, wenn die Effekte selbst damals schon nicht übermäßig beeindruckend waren (die Mechs mögen zwar nicht mal so schlecht aussehen, aber deren Einbindung in statische Bilder gibt ihren Auftritten einen doch eher billigen Eindruck).

Leider aber, so cool der Einstieg noch gewesen sein mag, fällt "Hilferuf aus der Zukunft" mit fortschreitender Laufzeit zunehmend in sich zusammen. Das beginnt schon mit der extrem schrägen Beziehung, die Lucas zum Computer (natürlich mit weiblicher Stimme) aufbaut. Jonathan Brandis tut ja echt sein Bestes, und spielt die Faszination/Anziehung überaus gut – aber es funktioniert einfach nicht. Man kann als Zuschauer seine Gefühle (?) nicht wirklich nachvollziehen, weshalb das vermeintlich tragische Ende die gewünschte Wirkung völlig verfehlt, und so manche Szene davor (z.B. wenn er fast schon zärtlich die leuchtenden Kabel streichelt) ungemein unfreiwillig komisch rüberkommt. Aber auch die Schilderung der Zukunft der Menschheit hat mich nur bedingt überzeugt. Das mit der Seuche war ja noch ok (und ebenfalls typisch 90er – siehe "Outbreak"), aber damit, dass die Überlebenden sich dann auf die Computer verließen, wirft man irgendwie zwei Ideen, die nicht wirklich was miteinander zu tun haben, in einen Topf. Das Ganze hatte zudem einen doch eher technologiekritischen Touch (der durch die religiösen Untertöne nochmal verstärkt wird), und auch wenn das Argument durchaus etwas für sich hat, stehe ich dem Gegenschluss, dass wir Menschen immer etwas zu schuften haben müssen, um nicht zu degenerieren, doch sehr kritisch gegenüber. Erschwerend kommt dann auch noch die Thematisierung von Videospielsucht hinzu. Das wirkte auf mich wie ein typischer Fall einer älteren Generation, die irgendeine neue, moderne Entwicklung ablehnt, und die Kinder/Jugendlichen belehren will – dabei aber oftmals eher aus Unkenntnis und Vorurteilen heraus argumentiert.

Episodenbild (c) 20th Century Fox Am schlimmsten ist aber ohnehin, wie sich die ganze Geschichte in der Zukunft entwickelt. Adam und Eva – sorry, Aaron und Iris – müssen ihre Angst voreinander überwinden, damit die Menschheit eine Zukunft hat. Wollt ihr mich veräppeln? Dass zwei Exemplare einer Spezies zu wenig sind, um diese zu retten (Stichwort genetische Defekte bei späteren Generationen), war selbst damals schon bekannt. Am dümmsten ist aber ohnehin, dass man zuerst behauptet, die SeaQuest könne erst wieder in ihre eigene Zeit zurück, wenn ihre entsprechende Mission abgeschlossen ist – sprich, nicht nur die Vergangenheit bedingt die Zukunft, die Zukunft bedingt auch die Vergangenheit (was für sich schon hirnrissig genug gewesen wäre) – und sich die Episode unmittelbar darauf selbst widerspricht, als die KI vor ihrem Tod meint, jetzt wo sie die Zukunft gesehen haben sollen sie in ihre eigene Zeit zurückkehren und versuchen, diese zu ändern. Das ergibt alles einfach überhaupt keinen Sinn. Ein paar "SeaQuest"-Folgen waren Larry Hertzogs einziger Vorstoß ins SF-Genre (sonst war der eher im Krimi- und Thriller-Bereich tätig). Nach "Hilferuf aus der Zukunft" würde ich leider behaupten: Das ist auch gut so.

Fazit: "It started off so well…", wie Freddie Mercury bei "Save Me" so schön singt. Die erste Viertelstunde hat mich "Hilferuf aus der Zukunft" nämlich noch so richtig gepackt. Der Zeittunnel, die dystopische, menschenleere Zukunft, das Notsignal des Computers… all das fand ich noch überaus mitreißend und faszinierend. Und auch den Auftritts der Mechs fand ich – auch wenn die Tricks da schon eher bescheiden war, noch nett. Aber dann: Angefangen bei Lucas' schräger Romanze mit dem Computer (die für mich nie funktioniert hat, und teilweise echt unfreiwillig komisch war), über die Altherren-Videospielkritik, die kritische Betrachtung des technologischen Fortschritts, den religiösen Untertöten mit Adam und Eva (inklusive der Andeutung, die beiden würden nun die Erde frisch bevölkern), bis hin zum völlig bescheuerten Finale, wo die SeaQuest-Crew erst dafür sorgen muss, dass Aaron und Iris ihre Scheu überwinden, ehe sie in ihre eigene Zeit zurückkehren können – nur, damit sie dort dann erst recht versuchen können/sollen, diese zu verhindern – baute "Hilferuf aus der Zukunft" mit jeder weiteren Minute ab. Dank des netten ersten Drittels ist sie zwar immer noch kein Reinfall, und einen gewissen trashigen Charme (und damit Unterhaltungswert) hat das Ganze selbst danach auch noch. Trotzdem: Ewig schade, was man in weiterer Folge aus der interessanten und vielversprechenden Ausgangssituation macht.

Wertung: 2 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 1994 Universal Television)




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Kommentare (2)
RSS Kommentare
1. 04.06.2019 14:58
 
Was für eine Folge
Die war wohl mal Hammer
 
2. 04.06.2019 16:55
 
Was für eine Folge
Findest du? Was hat dir denn so gut daran gefallen?
 

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