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Star Wars: Verräter Drucken E-Mail
Jacen Solo in den Händen der Yuuzhan Vong Kategorie: Literatur & Comics - Autor: Christian Siegel - Datum: Sonntag, 26 Mai 2019
 
Titel: "Verräter"
Originaltitel: "Traitor"
Bewertung:
Autor: Matthew Stover
Übersetzung: Regina Winter
Umfang: 351 Seiten
Verlag: Blanvalet (D), Del Rey (E)
Veröffentlicht: Juni 2006 (D), 30. Juli 2002 (E)
ISBN: 978-3-442-24408-0
Buch kaufen: Taschenbuch (D), Kindle (D), Taschenbuch (E), Kindle (E)
 

Kurzinhalt: Jacen Solo wurde von Vergere verraten und an die Yuuzhan Vong ausgeliefert. Nun wird er von ihr gefoltert und verhört, mit dem Ziel, ihn sowohl körperlich als auch geistig zu brechen. Geht es nach den Yuuzhan Vong – insbesondere Nom Anor, der den Verlauf des Verhörs verfolgt – soll Jacen zu ihnen überlaufen, und damit der Galaxis signalisieren, dass selbst die Jedi vor ihrer Macht nicht gewappnet sind. Vergere hingegen verfolgt mit ihrer Ausbildung Jacens ganz eigene Ziele. Währenddessen ist die Trauer in der Galaxis ob des vermeintlichen Todes Jacens groß. Nur Leia ist nach wie vor davon überzeugt, dass er noch am Leben ist. Dem Jedi Ganner kommen schließlich ähnliche Gerüchte zu Ohren. Er beschließt, diesen nachzugehen – wobei es ihn auf den mittlerweile von den Yuuzhan Vong eroberten Planeten Coruscant verschlägt…

Review: Matthew Stover ist irgendwie ein sehr eigenwilliger Autor. Seine Adaption von "Die Rache der Sith" fand ich absolut phantastisch, und mindestens auf dem Niveau des – ohnehin schon grandiosen – Films. Mit seinen originären Werken fürs "Star Wars"-Universum tat ich mir aber etwas schwer. Ich kann auf objektiver Sicht anerkennen, dass er versucht, aus dem üblichen Muster auszubrechen, und mehr Anspruch und Tiefgang in die weit, weit entfernte Galaxis hineinzubringen. In "Mace Windu und die Armee der Klone" verlegte er quasi "Apocalypse Now" ins "Star Wars"-Universum, und setzte sich mit den Schrecken des Krieges auseinander. In "Luke Skywalker und die Schatten von Mindor" wiederum machte er sich daran, klassische Heldenbilder zu hinterfragen, oder teilweise gar zu zerstören. Nun habe ich mir auch seinen letzten – bzw. ja eigentlich ersten "Star Wars"-Roman vorgeknöpft, und wieder weiß ich nicht so recht, was ich davon halten soll. Auf der einen Seite sticht es halt schon hervor, dass Stover etwas anderes versucht – andererseits bin ich mir aber nicht sicher, wie gut das ins "Star Wars"-Universum passt, bzw. ob ich das bei "Star Wars" unbedingt haben will. Die ganzen Foltereinlagen, das Verhör von Vergere, die Verwirrspiele rund um Wahrheit und Lüge, sowie kontroverse Aussagen wie "Es gibt keine dunkle Seite" (wobei Vergere zuvor ja gesagt hat "Alles was ich sage ist eine Lüge", so gesehen gibt es eigentlich keinen Grund, diese Aussage für bare Münze zu nehmen) sind halt schon recht eigenwillig, bzw. stellen teilweise das "Star Wars"-Universum richtiggehend auf den Kopf. Diesen Bruch kann man nun mögen – dann wird man verständlicherweise von "Verräter" begeistert sein – oder eben nicht. Ich muss leider gestehen, mir mit seinem NJO-Eintrag doch eher schwer getan zu haben.

Es ist dabei nicht nur der Inhalt an sich, sondern auch die teils schleppende Erzählweise. Vor allem durch die ersten 100 Seiten habe ich mich richtiggehend durchgequält. Das mag man nun passend finden, bzw. könnte argumentieren, dass dies Absicht war, damit der Leser Jacens Tortur quasi nachempfinden kann, aber na ja, ich weiß nicht. Fakt ist: Ich tat mir sowohl mit der Folterorgie als auch dem Verhör, bzw. dem Verwirrspiel rund um Wahrheit und Lüge enorm schwer. Gut gemacht kann so etwas enorm effektiv, faszinierend und verstörend sein. Als TV-Beispiele seien die TNG-Episode "Geheime Mission auf Celtris III – Teil 2" und die B5-Folge "Das Verhör" genannt, im Literaturbereich u.a. auch George Orwells "1984" verwiesen. Hier hingegen fand ich es eben leider nun mal nicht gut gemacht. Zumal Vergeres anfängliche Aussage alles, was sie danach von sich gibt, in Zweifel zieht. In so einem Fall habe ich keinen Grund, auch nur irgendetwas dass sie danach sagt ernst zu nehmen – und verliere halt dementsprechend an allem dass sie von sich gibt das Interesse. Insofern: Mit den ersten 100-150 Seiten war ich noch alles andere als glücklich. Mit Jacens erster rebellischer Tat wird es dann etwas besser, und vor allem wenn er sich dann auf Coruscant befindet, und seine "Sabotage" des Weltgehirns plant. Und das Finale, wenn er sich mit Ganner vereint, und dieser schließlich das ultimative Opfer bringt – und Jacen so die Flucht ermöglicht – war doch tatsächlich mitreißend. Ehe es soweit war, tat ich mir mit "Verräter" aber leider doch eher schwer.

Fazit: Ich glaube, "Verräter" ist ein bisschen so eine "Man liebt ihn oder man hasst ihn"-Geschichte – wobei ich mich letztendlich eh bemühe, auch die positiven Aspekte anzuerkennen, und somit auf eine ansatzweise durchschnittliche Wertung gelange. Dennoch bin ich leider eher in der zweiteren Gruppe zu finden; wie eh auch schon bei Stovers früheren "Star Wars"-Werken, mit Ausnahme von "Die Rache der Sith". Aber wann immer er eine eigene Geschichte erzählte, tat ich mir mit dem Endergebnis bislang immer schwer – und "Verräter" ist da leider keine Ausnahme. Manchen wird vermutlich genau die Tatsache gefallen, dass Stover hier eine sehr eigenwillige, "Star Wars"-untypische Geschichte erzählt; für mich hingegen war genau das der größte Kritikpunkt. Wenn ich "Star Wars" lese, will ich halt nun mal "Star Wars" lesen. Und eben dieses Gefühl beschlich mich bei "Verräter" leider nur allzu selten.

Bewertung: 2/5 Punkten
Christian Siegel





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