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Star Trek - TNG: Die Rückkehr der Despoten Drucken E-Mail
Solides TNG-Abenteuer von Simon Hawke Kategorie: Star Trek (Literatur) - Autor: Christian Siegel - Datum: Samstag, 01 Juni 2019
 
Cover (c) Heyne
Titel: "Star Trek - TNG: Die Rückkehr der Despoten"
Originaltitel: "Star Trek: Blaze of Glory"
Bewertung:
Autor: Simon Hawke
Übersetzung: Uwe Anton
Umfang: 248 Seiten (Print-Ausgabe)
Verlag: Heyne
Erstveröffentlichung: 01. März 1995 (E) bzw. 1997 (D)
Deutscher eBook-Release: 25. Februar 2014
ISBN: 978-3-641-11699-6
Kaufen: Taschenbuch (D), Kindle (D), Taschenbuch (E), Kindle (E)
 

Kurzinhalt: Captain Gruzinov, ein alter Freund von Jean-Luc Picard, ist auf dem Planeten K'tralli stationiert. Dieser war der Föderation bis zur Abwahl des letzten Staatsoberhauptes, H'druhn, der Föderation wohlwollend gesinnt. Nun wurde er jedoch von dessen Sohn J'drahn gestürzt, und nimmt eine wesentlich aggressivere Haltung ein. Zudem kommt es seltsamerweise auf einmal immer wieder zu Angriffen durch Piraten im System. Gruzinov glaubt, dass in beiden Fällen die Romulaner dahinterstecken könnten, also dass sie einerseits Piraten wie Captain Blaze mit ihrer Technologie ausstatten, und andererseits auch J'drahn unterstützen, um dafür zu sorgen, dass sich das System – welches an der Grenze der Neutralen Zone liegt – dem romulanischen Reich anschließt. Nun liegt es an Captain Picard und seiner Besatzung, Beweise zu finden, ob Gruzinovs Verdacht zutrifft – jedoch ohne bei J'drahn Verdacht zu wecken, und/oder sich in die internen Angelegenheiten der K'tralli einzumischen und so die Oberste Direktive zu verletzen…

Review: Nach "Die Beute der Romulaner" legt Simon Hawke mit "Die Rückkehr der Despoten" einen zweiten, in etwa gleichwertigen TNG-Roman vor, der auch was Inhalt und Ton betrifft diesem recht ähnlich ist. Wieder ist die Handlung jetzt nicht unbedingt die komplexeste, aber durchaus kurzweilig, und legt Wert auf Action, spannende Situationen und die eine oder andere Verschwörung. Auch die Romulaner spielen wieder eine große Rolle. Und mit Captain Blaze hat er dann auch noch eine kleine Wildcard im Gepäck. Im ersten Moment musste ich bei ihm an den Piraten/Bösewicht aus dem 25th Anniversary-Computerspiel denken (nicht zuletzt, als Blaze ebenfalls ein altes Schiff der Constitution-Klasse befehligt; was dem Roman aber generell einen netten kleinen, zusätzlichen Reiz gab). In weiterer Folge stellt er sich allerdings als gar nicht mal so übler Kerl heraus. Wobei das wiederum insofern einer meiner Kritikpunkte am Roman ist, als er ja dennoch recht skrupellos vorgeht und z.B. erst kürzlich einen Mitarbeiter, den er für einen Verräter hielt, gnadenlos hingerichtet hat. Und am Ende soll man ihm dann quasi anfeuern? Das hat für mich nicht so recht funktioniert. Die Verschwörung rund um die K'tralli und die Romulaner ist zudem etwas gar 08/15. Das mit den kybernetisch optimierten Wesen war zwar grundsätzlich eine nette Idee, wird aber derart stiefmütterlich behandelt, dass es sich Hawke irgendwie gleich hätte schenken können.

Hawke ist zudem ein weiterer Autor, der irgendwie die Info aus "Die neutrale Zone" verpasst hat, dass es in der Föderation kein Geld – und damit auch keinen regelmäßigen Lohn, den man beziehen könnte – (mehr) gibt. Gruzinovs rechter Hand, Angela Dorn, kann ich zudem nicht ganz den Vorwurf einer Mary Sue ersparen. Und auch wenn's nur Kleinigkeiten sein mögen, aber dass Picard an seiner Stelle Deanna in sein Quartier bittet, statt in seinen Bereitschaftsraum, fand ich ebenso seltsam, wie dass es zu Beginn des Romans Riker mehrmals mit William anspricht, statt mit Nummer Eins bzw. Will. Von letzterem Schnitzer abgesehen sind die Figuren aber auch bei "Die Rückkehr der Despoten" wieder überwiegend gut getroffen. Zumal auch fast wirklich jedes Besatzungsmitglied im Geschehen eine wichtige Rolle zu spielen hat. Dank der einzelnen Teams bzw. Schauplätze ist "Die Rückkehr der Despoten" zudem recht abwechslungsreich, wobei für mich vor allem das Abenteuer von Riker und seinem Außenteam hervorstach, zuerst auf der zwielichtigen Raumbasis, und dann auf dem Piratenschiff von Captain Blaze. Und auch an die eine oder andere packende Raumschlacht hat Simon Hawke gedacht. Letzten Endes sind Romane wie "Die Rückkehr der Despoten" genau die richtige Lektüre für die nun wohl hoffentlich doch endlich mal anbrechenden heißen Sommermonate: Sie sind kurzweilig und verstehen es, zu unterhalten, ohne jedoch dabei zu große Ansprüche an die Hirnzellen zu stellen, bzw. die Konzentration des Lesers übermäßig zu fordern. Damit ist der Roman in etwa vergleichbar mit z.B. der Doppelfolge "Der Schachzug" – zu der es ja auch inhaltlich durchaus einige Parallelen gibt.

Fazit: Mit "Die Rückkehr der Despoten" legt Simon Hawke einen weiteren kurzweiligen TNG-Roman vor, der es versteht, den geneigten Leser gut zu unterhalten, ohne dabei die Gehirnzellen zu sehr in Anspruch zu nehmen. Sprich: Für die nun wohl hoffentlich endlich anstehenden heißen Sommermonate, oder auch als Strandlektüre, ist "Die Rückkehr der Despoten" wohl ziemlich optimal. Man darf halt keine allzu großen Ansprüche an die Handlung stellen, was Komplexität und Tiefgang betrifft, und zudem über kleinere Misstöne zwischendurch wohlwollend hinweglesen können. Dann überzeugt "Die Rückkehr der Despoten" vor allem mit einer spannenden, flott erzählten und abwechslungsreichen Geschichte, der netten Gastfigur des Piraten Blaze, dem Auftritt eines guten alten Schiffs der Constitution-Klasse, und der wieder einmal überwiegend gut getroffenen TNG-Besatzung.

Bewertung: 3/5 Punkten
Christian Siegel


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