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Star Wars: Jainas Flucht Drucken E-Mail
Klischeehaftes Abenteuer für junge SW-Prinzessinnen Kategorie: Literatur & Comics - Autor: Christian Siegel - Datum: Sonntag, 05 Mai 2019
 
Titel: "Jainas Flucht"
Originaltitel: "Dark Journey"
Bewertung:
Autorin: Elaine Cunningham
Übersetzung: Andreas Helweg
Umfang: 384 Seiten
Verlag: Blanvalet (D), Del Rey (E)
Veröffentlicht: 11. Juli 2005 (D), 29. Januar 2002 (E)
ISBN: 978-3-442-24347-5
Buch kaufen: Taschenbuch (D), Kindle (D), Taschenbuch (E), Kindle (E)
 

Kurzinhalt: Nach Anakins Tod und Jacens Gefangennahme – nachdem es diesem aber immerhin gelungen ist, ihre Mission auf Myrkr erfolgreich abzuschließen und die Voxyn-Königin zu töten – fliehen Jaina und der Rest der Einsatzgruppe nach Coruscant. Doch statt der erhofften Zuflucht landen sie vielmehr mitten im Angriff der Yuuzhan Vong auf dem Planeten, und müssen mitansehen, wie dieser von der Neuen Republik evakuiert wird. Daraufhin nehmen sie Kurs auf den Hapes-Cluster, der den Flüchtenden Unterschlupf bietet. Doch auch dort sind Jaina, Lowbacca, Tenel Ka, und Kyp Durron vor den Invasoren nicht lange sicher. Während Jaina mit dem von ihnen eroberten Vong-Schiff die Bemühungen anführt, die Hapaner gegen den bevorstehenden Angriff der Invasoren zu verteidigen, schmiedet die Königin-Mutter Pläne, um ihre zunehmend regierungsunfähige Tochter durch Jaina Solo zu ersetzen…

Review: "Jainas Flucht" ist der erste und zugleich einzige "Star Wars"-Roman, der von Elaine Cunningham geschrieben wurde. Dazu sage ich nur: Der Macht sei Dank! Damit haben die Verlagsverantwortlichen bei ihr immerhin mehr Vernunft gezeigt als bei Barbara Hambly, die nach dem "Palpatines Auge"-Debakel nochmal ran durfte. Angesichts dieser Einleitung – und der obenstehenden Wertung – ahnt ihr es vermutlich schon: Ich fand "Jainas Flucht" leider überwiegend misslungen. Und dabei hat alles noch gut und vielversprechend angefangen, weil den Einstieg, eben rund um Jainas im deutschen titelspendende Flucht, fand ich noch gelungen. Wie sie – da sie natürlich von der Invasion nichts wissen können – nach Coruscant fliegen, dort mitten in die Schlacht um den Planeten geraten, und sich dann schließlich zum Hapes-Cluster begeben, das war alles noch soweit gut und packend beschrieben. Leider aber legt der Roman in weiterer Folge eine Bruchlandung hin. Denn sobald sie auf Tenel Kas Heimatplaneten ankommen, dominieren die klischeehaften Mädchenroman-Elemente angefangen beim klassischen Liebesdreieck – mit einen Good Boy und einem Bad Boy, sie Jaina beide den Hof machen – bis hin zu "The Princess Diaries – Star Wars Edition" mit den Intrigen am hapanischen Hof. Jetzt hätte wirklich nur meine "Black Beauty"-artige Einlage gefehlt, dann hätten wir alle Klischees durch. Bitte nicht falsch verstehen: Mir ist bewusst, dass "Star Wars" natürlich auch viele junge als auch ältere Frauen anspricht. Aber einerseits sind mir die entsprechenden Elemente viel zu klischeehaft, und andererseits würde ich behaupten, dass jene Mädchen/Frauen, die von "Star Wars" begeistert sind, mit dem, was die Literatur gemeinhin für ihre Zielgruppe bereithält, doch eher weniger anfangen können.

Doch es ist nicht nur die grundlegende Ausrichtung des Romans, der halt schon stark in Richtung klischeehafter Mädchenliteratur geht. Ich fand "Jainas Flucht" zudem auch überwiegend sehr oberflächlich geschrieben, inhaltsarm, und mit einigen Entwicklungen gespickt, die mir nicht nachvollziehbar waren. Was letzteres betrifft, sticht in erster Linie Jainas Entscheidung hervor, Kyps Angebot, ihr Meister zu sein, hier nun tatsächlich annimmt. Was zur Hölle? Ich hatte die ganze Zeit ja die Hoffnung, das wäre nur eine Finte gewesen, um ihn ihrerseits für die Verteidigung des Hapes-Clusters auszunutzen, und ihn damit seine Täuschung in "Die Verheißung" mit gleicher Münze heimzuzahlen, aber Pustekuchen. Die meint das wirklich ernst! Sorry, mir war das überhaupt nicht nachvollziehbar, und schien mir auch zur Figur nicht zu passen. Generell wirkt "Jainas Flucht" wie ein überflüssiges Zwischenspiel, weil inhaltlich tut sich hier nicht wirklich etwas Relevantes. Und lasst mich erst gar nicht mit dem Blödsinn rund um Jacens vermeintlichen Tod anfangen – weil darauf dürfte ihnen ja wohl nun wirklich niemand hereingefallen sein. Immerhin waren wir bei Anakin live dabei – dass es bei Jacen nun auf einmal anders wäre, und man ihn "off-page" umbringt, ist völlig undenkbar. Dementsprechend nimmt man ihnen das keine Sekunde ab. Zugegeben, Leia spricht eh die Wahrheit aus, und sagt klipp und klar, er sein noch am Leben. Warum sie dies als einzige fühlt, und alle anderen glauben, er sei tot, muss man sich aber auch wieder einmal mit der alles erklärenden und diesbezüglich für faule AutorInnen überaus bequemen "Macht" erklären. Zu all diesen Kritikpunkten gesellt sich dann noch hinzu, dass ich halt generell (bislang) nicht der größte Fan der NJO-Reihe bin, und mit den Yuuzhan Vong als Feinde nicht viel anfangen kann. Etwas, woran auch Elaine Cunningham – mit der nächsten völlig austauschbaren Figur aus ihren Reihen – nichts ändern konnte.

Fazit: Dass sich ein "Star Wars"-Roman mal bewusst an die (jüngeren) weiblichen "Star Wars"-Fans richtet, ist gerade auch, wenn eine solche als Hauptfigur im Mittelpunkt steht, grundsätzlich ja völlig legitim. Nicht einzusehen ist allerdings, dass Elaine Cunningham der Zielgruppe leider nichts Besseres zu bieten hat als eine abgedroschene Geschichte, die vor Klischees nur so trieft, und die sowohl vor dem klassischen Liebesdreieck als auch Hofintrigen nicht Halt macht. Zudem ist die Geschichte inhaltlich überaus dürftig, und lässt es an für den weiteren Verlauf der Handlung wichtigen Wendungen und/oder Ereignissen vermissen. Das Ganze ist zudem leider überwiegend sehr oberflächlich beschrieben; selbst von Jainas Gedanken- und Gefühlswelt erfahren wir nur sehr wenig. Und die von vornherein zum Scheitern verurteilte Jacen-Finte hätte sich die Autorin auch sparen sollen. "Jainas Flucht" mag, nicht zuletzt dank der noch recht launigen ersten knapp 100 Seiten, Totalausfälle wie "Palpatines Auge" und "Der Kristallstern" knapp hinter sich lassen, dennoch wirkt er innerhalb der NJO-Reihe wie ein sinnbefreites und unnötiges Zwischenspiel.

Bewertung: 1.5/5 Punkten
Christian Siegel





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