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Roland droht den Verstand zu verlieren Kategorie: Literatur & Comics - Autor: Christian Siegel - Datum: Samstag, 27 April 2019
 
Titel: "Tot"
Originaltitel: "The Waste Lands"
Bewertung:
Autor: Stephen King
Übersetzung: Joachim Körber
Umfang: 768 Seiten
Verlag: Heyne (D)
Veröffentlicht: 2003 (D), 1991 (E)
ISBN: 978-3-453-87558-6
Kaufen: Taschenbuch (D), Kindle (D), Taschenbuch (E), Kindle (E)
 

Kurzinhalt: Als er Jack Mort daran gehindert hat, Jake Chambers vor ein Auto zu stoßen, hat Roland ein Zeitparadoxon ausgelöst – dass ihn nun langsam aber sicher in den Wahnsinn treibt. Denn einerseits erinnert er sich daran, Jake in der Zwischenstation begegnet zu sein, und ihn wenig später in den Höhlen in den Tod stürzen zu lassen. Andererseits ist da der neue Ablauf der Ereignisse, wo er den Weg allein beschritt. Doch nicht nur Roland leidet unter den Auswirkungen der neuen Zeitlinie, auch Jake ist sich bewusst, dass er eigentlich vor rund drei Wochen hätte sterben sollen – und verliert ebenfalls zunehmend den Verstand. Die einzige Chance, beide zu retten, scheint es zu sein, Jake nach Mittwelt zu schaffen, und so die beiden Zeitlinien wieder zusammenzuführen. Nachdem dies gelungen ist, begibt sich das nun vollzählige ka-tet nach Lud – eine Art ins dunkle verzerrte, postapokalyptische New York – um mit der Lokomotive Blaine in Richtung dunkler Turm aufzubrechen. Doch in Lud lauern an jeder Ecke Gefahren – nicht zuletzt auch Blaine selbst…

Review: Von "Schwarz" war ich begeistert, von "Drei" deutlich weniger angetan – nicht zuletzt, da ich ihn doch eher zäh fand. "Tot" ändert zwar grundsätzlich nichts an Stephen Kings zu diesem Zeitpunkt fest etablierten, ausschweifenden Schreibstil, dafür fand ich aber die Geschichte die erzählt wurde wieder um einiges interessanter. Vor allem die erste Hälfte des Romans hatte es mir dabei angetan. Ja, ich bleibe dabei: Ein bisschen enttäuschend finde ich es schon, dass King einen der härtesten und hervorstechendsten Momente aus "Schwarz" rückwirkend aufhebt, in dem er Roland Jake retten lässt. Da hatte sein jüngeres Ich wesentlich mehr (bzw. größere) Eier. Es machte deutlich, dass Roland bei seiner Quest, den Dunklen Turm zu erreichen, bereit ist, alles und jeden zu opfern – eine Message, die durch die Ereignisse im letzten und diesen Band nun deutlich verwässert wird, und Roland für mich damit auch zu einer wesentlich uninteressanteren Figur macht. Aber immerhin, die Art und Weise, wie er hier nun darauf aufbaut, mit den beiden unterschiedlichen Zeitlinien, unter denen sowohl Roland als auch Jake leiden, war soweit ganz nett. Vor allem aber baut sich in diesem Teil des Romans eine nette Spannung auf, zuerst mit der Begegnung mit dem Bären (die nicht zuletzt aufgrund des SF-Touches interessant war), der Vorbereitung auf das Ritual, und dann eben das Ritual selbst, welches packend geschildert war, und für mich ganz klar den Höhepunkt des Romans darstellte (nur, um Susannah unbedingt vergewaltigt werden musste, darüber kann man geteilter Meinung sein). Zugleich dominiert die parallel verlaufende New York-Handlung ein zunehmendes Gefühl der Verzweiflung, da Jake ebenfalls von Erinnerungen seines Todes – und dem Gefühl, dass er eigentlich nicht mehr am Leben sein sollte – geplagt wird. Vor allem in diesem Teil des Romans profitiert "Tot" auch ganz besonders von Stephen Kings Gespür für Figuren, da es leicht ist, sich in Jake hineinzuversetzen, und mit ihm mitzufühlen und -leiden.

In der zweiten Hälfte des Romans – nachdem es gelungen ist, Jake nach Mittwelt zu schaffen – kommt "Tot" dann leider an diese Höhepunkte nicht mehr wirklich heran. Der Besuch bei der Siedlung bietet zwar nach den dramatischen Ereignissen zuvor eine kleine Verschnaufpause, wirkt allerdings für den weiteren Verlauf der Geschichte doch eher überflüssig. Die Ankunft in Lud hatte dann insofern für mich wieder ihren Reiz, als ich ein Faible für postapokalyptische Unterhaltung habe – und King hier genau so eine präsentiert, mit einem ins düstere verzerrten New York als Vorlage. Das war schon interessant. Leider aber kommt sowohl bei Jakes Entführung durch die Greys, als auch der Begegnung von Eddie und Susannah mit dem Pubes, keine Spannung auf. Vor allem bei ersterem ist einfach viel zu klar, dass es Roland mit Hilfe von Oy (mit dem ich wie ich gestehen muss noch nie viel anfangen konnte; es tut mir leid, ich bin nun mal einfach kein Hundetyp) gelingen wird, sich auf Jakes Fersen zu heften. Und zudem, dass der Autor Jake nicht so kurz, nachdem er gerettet wurde, gleich wieder über den Jordan schicken wird. Wie das Gefühl, dass dieses ka-tet ein Schicksal zu erfüllen hat, generell ein bisschen auf die Spannung drückt, da man das Gefühl hat, sie stünden – zumindest vorläufig – im Leo. Dementsprechend ließ es leider auch die Begegnung mit Blaine am Ende an Spannung vermissen. Immerhin, das Auftauchen von Richard Fannin – aka Walter – am Ende, sowie der Aufbruch in dieser von einer künstlichen Intelligenz gesteuerten, verrückt-sadistischen Lokomotive sorgt für einen Ausgang des Geschehens, der durchaus Interesse und Neugier auf die Fortsetzung der Geschichte weckt.

Fazit: Ich bin kein Freund von Rückziehern. Auch wenn Stephen King bei "Tot" auf interessante Art und Weise mit der Rettung Jakes durch Roland umgehen mag, gelang es ihm nicht, mir diese Wendung – mit der er eine der härtesten und stärksten Szenen von "Schwarz" ad absurdum führt – schmackhaft zu machen. Davon abgesehen war der erste Teil von "Tot" aber wirklich stark, mit den interessanten Erlebnissen von Roland & Co. in Mittwelt, und Jakes innerem Kampf in New York. Beides kulminiert dann in einem packenden, hochdramatischen Finale – dass eigentlich das perfekte Ende des Buchs dargestellt hätte. Denn so fühlt sich alles was danach kam doch ein kleines bisschen wie eine Enttäuschung an, da es King danach nicht mehr gelingen wollte, daran anzuknüpfen. Immerhin, das postapokalyptische, alternative New York hatte es mir als Setting durchaus angetan, und die Ausgangssituation für den nächsten Roman ist vielversprechend. Insgesamt war "Tot" somit wieder besser – da nicht ganz so zäh und ausschweifend – als "Drei" – an "Schwarz" kam jedoch auch der dritte Band der "Dunkle Turm"-Reihe nicht heran.

Bewertung: 3.5/5 Punkten
Christian Siegel





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