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The Orville - 2x13: Tomorrow, and Tomorrow, and Tomorrow Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) Marvel Studios/Netflix

Originaltitel: Tomorrow, and Tomorrow, and Tomorrow
Episodennummer: 2x13
Bewertung:
Erstausstahlung USA: 18. April 2019 (FOX)
Erstausstahlung D: -
Drehbuch: Janet Lin
Regie: Gary S. Rake
Hauptdarsteller: Seth MacFarlane als Captain Ed Mercer, Adrianne Palicki als Commander Kelly Grayson, Penny Johnson Jerald als Dr. Claire Finn, Scott Grimes als Lieutenant Gordon Malloy, Peter Macon als Lieutenant Commander Bortus, Jessica Szohr als Chief Security Officer Talla Keyali, J. Lee als Lt. Cmdr. John LaMarr, Mark Jackson als Isaac.
Gastdarsteller: Chad L. Coleman als Klyden, Norm MacDonald als Yaphit, Will Sasso als Mooska u.a.


Kurzinhalt: Isaac arbeitet an einer experimentellen Zeitmaschine. Eigentlich ist diese weder für einen Test, geschweige denn einen richtigen Einsatz bereit, dann kommt es jedoch durch einen Plasmasturm zu einem Unfall – und plötzlich landet eine um sieben Jahre jüngere Kelly Grayson auf der Orville. Dies deshalb, da Kelly beim Unfall der Maschine am nächsten stand, und diese ihre Gedankenmuster gelesen hat – und sie sich unmittelbar dafür zusammen mit Ed an ihr erstes Date zurückerinnerte. Nun ist guter Rat teuer. Hat die "Entführung" der früheren Kelly eine neue Zeitlinie ausgelöst? Soll man sie einsperren, damit sie möglichst wenig über ihre eigene Zukunft erfährt? Und gibt es überhaupt eine Möglichkeit, sie wieder zurückzuschicken? Die Antwort auf letzteres fällt ernüchternd aus: Aufgrund der vielen Zufallsaspekte, die zum Unfall beigetragen haben, glauben Isaac und LaMarr nicht, dass es ihnen möglich sein wird, Kelly wieder in ihre Zeit zurückzuschicken. Daraufhin beschließt man, sie nicht in einem Gastquartier einzusperren, sondern sie vielmehr zu einem vollwertigen – provisorischen – Mitglied der Crew zu machen. Dies allein wäre ja schon seltsam genug – dann jedoch überrascht die jüngere Kelly Ed damit, die Beziehung zu ihm fortsetzen zu wollen…

Review: Episodenbild (c) Marvel Studios/Netflix Bei "Tomorrow, and Tomorrow, and Tomorrow" bedient sich "The Orville" neuerlich an anderen Filmen und/oder "Star Trek"-Episoden (so ist die Grundidee dem Bruce Willis-Film "The Kid" entlehnt – wenn auch mit deutlich geringerem Altersunterschied – während sich in der Konfrontation eines alternativen Selbst Ähnlichkeiten zu "Riker : 2 = ?" zeigen), schafft daraus jedoch eben doch wieder etwas Eigenständiges und Neues. Kelly wird hier mit einer um sieben Jahre jüngeren – bzw. älteren – Version ihrer selbst konfrontiert. Allein diese interessante Grundidee fand ich schon mal sehr faszinierend: Was wohl mein um sieben Jahre jüngeres Ich von mir denken würde? Wäre mein jüngeres Gegenstück erfreut darüber, wie mein Leben in dieser Zeit verlaufen ist, und wo ich jetzt stehe? Oder würde er mir enttäuscht in den Hintern treten, und wenn er die Gelegenheit erhält wieder in seine Zeit zurückzukehren gewisse Dinge anders machen? Allein damit ist es "The Orville" somit wieder einmal gelungen, mich zum Nachdenken anzuregen, denn Fakt ist: Sieben Jahre sind eine lange Zeit. Ganz besonders im Falle von Kelly, von der ich vermute, dass die jüngere Version Mitte zwanzig war, aber durchaus auch noch in meinem schon etwas fortgeschrittenen Alter. Wir alle verändern uns, bedingt durch unsere Erfahrungen, die Menschen in unserem Leben, und so weiter. Oder aber, wir verändern uns nicht – auch das gibt es. Aber selbst dies ist in gewisser Weise dann auch wieder aufschlussreich und damit interessant.

Im vorliegenden Fall wird die uns bekannte Kelly also mit der jüngeren Version ihrer selbst konfrontiert. Einer noch deutlich weniger reifen Kelly, die gern mal Party gemacht und über den Durst getrunken hat. Die aber auch noch jung genug war, um Träume zu haben, und Vorstellungen davon, wie ihr Leben aussehen soll – die sie wiederum in ihrer zukünftigen Version nicht erfüllt sieht. Was eben wiederum auch die ältere Kelly dazu zwingt, den Verlauf ihres Lebens kritisch zu hinterfragen. Generell ist der Kontrast der beiden Version dieser uns bekannten Figur interessant. Und als wäre all das nicht schon schräg und kompliziert genug, kommt dann auch noch Ed ins Spiel. Die ältere Kelly hat mit ihm – wie sie ihm ja auch gleich zu Beginn der Folge wieder deutlich macht – abgeschlossen. Nicht so ihre jüngere Version, die gerade erst vom ersten Date mit ihm zurückkam, und dabei ist, sich in ihn zu verlieben. Was zu einer ziemlich seltsamen Situation führt, bei der ich Eds zwiespältige Gefühle voll und ganz nachvollziehen konnte. Auf der einen Seite bietet ihm die jüngere Kelly genau das an, was er sich nun schon seit längerem wünscht: Eine zweite Chance. Andererseits ist die jüngere Kelly aber halt eben nicht "seine" Kelly; sie sind gemeinsam als Personen gewachsen, nicht zuletzt auch durch den Einfluss, den sie aufeinander ausgeübt haben. Dazu kommt dann noch der generelle Altersunterschied. Kein Wunder, dass ihm dies zu denken gibt. Und eben in dieser interessanten Thematik sah ich die größte Stärke der Folge. Darüber hinaus profitiert sie davon, dass wir Ed und Kelly mittlerweile seit einiger Zeit kennen und mögen – dementsprechend ist man im Geschehen involviert. Ich mochte auch, dass die Episode die beiden unterschiedlichen Versionen zeigt, ohne die eine oder andere dabei zu verdammen. Ja, die jüngere Kelly ist verantwortungsloser als ihr älteres Gegenstück, dafür zeichnet sie sich jedoch durch Energie und Enthusiasmus aus, der der älteren Kelly in den sieben Jahren doch ein bisschen verloren gegangen scheint. Nicht zuletzt ist es ja eben auch Lieutenant Kelly, und nicht Commander Kelly, die bei der Bedrohung durch die Kaylon die rettende Idee hat.

Episodenbild (c) Marvel Studios/Netflix Zugegeben, was die Zeitreisemechanik an sich betrifft, ist "Tomorrow, and Tomorrow, and Tomorrow" potentiell etwas inkonsistent – wobei sich dies erst nach der nächsten Episode (Fortsetzung und zugleich Staffelfinale) genauer einschätzen lassen wird (und da die Serie diesbezüglich wieder mal Selbstironie beweist, sei es ihr verziehen). Der eine oder andere mag sich darüber hinaus daran stören, dass man Kelly hier so viel über ihre eigene Zukunft verraten hat. Angesichts der Tatsache, dass man davon ausging, dass es nicht gelingen würde, sie in ihre eigene Zeit zurückzuschicken, war dies für mich aber nachvollziehbar, und damit auch kein Problem. Klar könnte man kritisieren, dass von Anfang an klar war, dass man sie zurückschicken würde, und das Ganze "Wir werden es nicht schaffen, sie zurückzuschicken" – "He, Moment, jetzt können wir's doch!" schon ein bisschen ein bequemes Plotkonstrukt war. Wie auch, dass die Gedächtnislöschung scheinbar nicht funktioniert hat (weil sonst wär ja weiter nichts schlimmer passiert). Das Ende liefert aber auf jeden Fall eine spannende Ausgangssituation fürs Staffelfinale – darf man doch davon ausgehen, dass diese Entscheidung der jüngeren Kelly schwerwiegende Konsequenzen nach sich ziehen wird.

Fazit: Klar, die Grundaussage von "Tomorrow, and Tomorrow, and Tomorrow" ist jetzt nicht unbedingt revolutionär. Zudem ließ man sich beim Konzept wieder von einigen früheren Geschichten inspirieren. Und doch fand ich die Idee faszinierend, und regte mich die Episode zum Nachdenken an – wie würde mein sieben Jahre jüngeres Ich wohl auch mich reagieren? Dafür allein gibt's schon mal einen Pluspunkt. Darüber hinaus fand ich es auch sehr interessant, durch diese Gegenüberstellung mehr über Kelly zu erfahren. Mir gefiel zudem, dass keine der beiden Versionen als überlegen dargestellt wird, beide haben ihre individuellen Stärken und Schwächen. Und generell arbeitet die Episode sehr schön heraus, wie wir uns im Zeitverlauf – durch unsere Lebenserfahrung, die Menschen die wir kennenlernen und die uns beeinflussen, und so weiter – verändern. Adrianne Palicki spielte zudem beide Versionen ihrer Figur sehr überzeugend, und grenzte sie auf subtile Art und Weise – abseits der unterschiedlichen Frisur – voneinander ab. Ihre gemeinsamen Szenen waren zudem gut gemacht. Wie sich die Effektszenen generell wieder einmal sehen lassen konnten. Und das Ende schafft eine spannende Ausgangssituation fürs Staffelfinale. Ein paar Kleinigkeiten ließen sich zwar durchaus kritisieren. Zudem versteh ich jeden, dem die Grundaussage dann doch etwas zu dünn war. Für mich hat aber "Tomorrow, and Tomorrow, and Tomorrow" überwiegend sehr gut funktioniert.

Wertung: 4 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2019 FOX)




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