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Star Trek - TNG: Q² Drucken E-Mail
Qs Patensohn Trelane sorgt für mächtig Ärger Kategorie: Star Trek (Literatur) - Autor: Christian Siegel - Datum: Samstag, 20 April 2019
 
Cover (c) Heyne
Titel: "Star Trek - TNG: Q²"
Originaltitel: "Star Trek - The Next Generation: Q Squared"
Bewertung:
Autor: Peter David
Übersetzung: Andreas Brandhorst
Umfang: 409 Seiten (Print-Ausgabe)
Verlag: Heyne
Erstveröffentlichung: 1992 (E) bzw. 1997 (D)
Deutscher eBook-Release: 25. Februar 2014
ISBN: 978-3-641-11698-9
Kaufen: Taschenbuch (D), Kindle (D), Taschenbuch (E), Kindle (E)
 

Kurzinhalt: Einige Jahrzehnte nachdem er auf Captain Kirk und die damalige Enterprise-Crew getroffen ist, stattet das allmächtige Wesen Trelane nun Captain Picard und der Enterprise-D einen Besuch ab. Kurz darauf erscheint auch Q auf dem Schiff. Wie sich herausstellt, ist Trelane Teil des Q-Kontinuums, und Q sein Patenonkel. Leider aber hat der für Q-Verhältnisse noch relativ junge Trelane nur Flausen im Kopf. Q hofft, Trelane diese durch einen Besuch auf der Enterprise austreiben zu können. Leider jedoch funktioniert dies nicht so wie geplant. Vielmehr wird Trelane von einer Version aus einem Paralleluniversum, die das Herz des Chaos erblickt hat und daraufhin wahnsinnig wurde, durch eine Art Spiegel gezogen. Daraufhin entstehen gleich zwei neue, teils überaus verworrene Zeitlinien – die dank Trelane zunehmend ineinander übergehen, und sich letztendlich selbst auszulöschen drohen…

Review: Angesichts der Ähnlichkeiten zwischen Trelane und Q – beides allmächtige Wesen – begannen einige "Star Trek"-Fans schon bald zu spekulieren, dass Trelane ebenfalls aus dem Q-Kontinuum stammen könnte (die Wahrheit ist natürlich vielmehr, dass Gene Roddenberry ganz einfach von solchen gottähnlichen Wesen fasziniert war – siehe ja auch "Der Fall Charlie"). Peter David ist einer dieser Fans – zugleich jedoch auch professioneller Autor. Und so entschloss er sich, für seinen nächsten TNG-Roman eben diese Idee aufzugreifen, Trelane als Teil des Q-Kontinuums zu offenbaren, und somit zugleich auch wieder eine stärkere Verbindung zwischen den – damals einzigen – beiden "Star Trek"-Serien herzustellen (wie er dies zuvor schon bei "Vendetta" getan hatte, wo er den Planetenkiller mit den Borg kombinierte). Als jemand, der sich über solche Verbindungen der beiden Serien schon immer freute – welche die beiden Generationen näher zusammenrücken lassen – ist das allein natürlich schon einmal ein großes Plus. Doch dabei belässt es Peter David nicht. Er fügt auch noch Elemente aus anderen Episoden hinzu – was genau, sei an dieser Stelle nicht verraten – und beweist damit einerseits wieder einmal sein Detailwissen über das Universum, und andererseits sein Talent dafür, bislang unabhängige Elemente zu einem stimmigen Ganzen zusammenzufügen. Schon allein das ist einer der Hauptgründe, warum Peter David wohl auf immer und ewig mein Lieblings-"Star Trek"-Autor bleiben wird; denn andere können dies zwar auch (Greg Cox kommt mir der in den Sinn), aber selten so gut wie David.

Doch es ist nicht nur diese Grundidee. Ungemein interessant ist auch der Aufbau, bzw. die Idee rund um die drei Zeitlinien, deren Geschichte parallel erzählt wird. Die Unterschiede sind dabei mehr als nur reine Gimmicks, die einen für sich genommen bereits sehr interessanten Einblick in ein alternatives Paralleluniversum geben, und darin, wie sich das Leben der uns bekannten Figuren unter anderen Umständen hätte entwickeln können. Vielmehr nutzt David diese Änderungen, um einen Einblick in die Charaktere zu werfen: Was ist ein derart elementarer Teil ihrer Persönlichkeit, dass es sich in allen drei Zeitlinien wiederfindet? Und worin wiederum liegen die Unterschiede, die sich aus der anderen Lebenserfahrung die sich gesammelt haben, ergeben? Eben dies herauszufinden macht ebenfalls einen großen Reiz des Romans für mich aus – weshalb ich auch auf die Unterschiede hier gar nicht näher eingehen will. Das soll jeder Leser für sich selbst entdecken. Ich fand es jedenfalls sehr faszinierend. Und generell erzählt "Q2" eine spannende und interessante Geschichte, und gelang es Peter David hier wieder einmal, mich praktisch ab der ersten Seite in den Bann zu ziehen. Was neben der tollen, interessanten und mit der Zeit auch durchaus komplexen Story nicht zuletzt auch an seinem Schreibstil liegt. David reichert seine Romane nicht "nur" immer mit einigem Humor an ("Die Zukunft des ganzen Universums steht auf dem Spiel!" "Schon wieder?!"), ich finde vor allem auch seine Dialoge generell immer ausgesprochen gut geschrieben. Und dann ist da noch sein phantastisches Gespür für die Figuren, die in seinen Romanen auch wirklich immer genau so klingen, wie in der Serie. Von einzelnen tollen, starken Momenten (ich mochte z.B. Picards Entschluss, sich zu weigern, bei Trelanes Spielchen mitzumachen) ganz abgesehen. Einzig den Showdown mit Trelane fand ich dann etwas enttäuschend. Und bloß wegen des "R"-Fehlers "Die Spitze des Eisberges" in ein Paralleluniversum zu verlegen, hätte auch nicht unbedingt sein müssen. Doch das sind beides letztendlich nur Kleinigkeiten, die den Lesegenuss nur unwesentlich trüben.

Fazit: Peter David ist halt, soweit es "Star Trek"-Romane betrifft, aus meiner Sicht ganz einfach der Beste – was er auch mit "Q²" wieder unter Beweis stellt. Wie schon zuvor bei "Vendetta" bedient er sich aus den einzigen beiden damals existierenden "Star Trek"-Serien, und fügt Elemente zusammen, zwischen denen bis dahin über eine Verbindung maximal spekuliert wurde – wenn denn überhaupt. Dabei sind die entsprechenden Verknüpfungen die er hier herstellt nicht einfach nur billige Gimmicks, sondern immer logisch, schlüssig, und gut durchdacht. Und schon allein die Idee, Q und Trelane in einen Roman zusammenzustecken, hatte es mir angetan. Darüber hinaus bestechen aber auch die drei unterschiedlichen Zeitlinien – die jedoch vom Leser auch etwas mehr Aufmerksamkeit erfordern, als dies sonst beim Lesen der "Star Trek"-Romane oftmals erforderlich ist. In deren Unterschiede einzutauchen, fand ich ungemein faszinierend. Zu all diesen Stärken gesellt sich dann noch Peter Davids unvergleichlicher, gehoben-gewitzter Schreibstil, sowie sein Gespür für die Figuren. Da verzeiht man es auch, wenn das Finale nach den grandiosen Seiten davor ein bisschen enttäuschend ausfällt.

Bewertung: 4.5/5 Punkten
Christian Siegel


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