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Discovery - 2x11: Der Zeitsturm Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) Netflix

Originaltitel: Perpetual Infinity
Episodennummer: 2x11
Bewertung:
Erstausstahlung USA: 28. März 2019 (CBS)
Erstausstahlung D: 29. März 2019 (Netflix)
Drehbuch: Alan McElroy & Brandon Schultz
Regie: Maja Vrvilo
Hauptdarsteller: Sonequa Martin-Green als Michael Burnham, Doug Jones als Saru, Anthony Rapp als Paul Stamets, Mary Wiseman als Sylvia Tilly, Shazad Latif als Ash Tyler, Wilson Cruz als Hugh Culber, Christopher Pike als Christopher Pike.
Gastdarsteller: Michelle Yeoh als Philippa Georgiou, Ethan Peck als Spock, Alan van Sprang als Leland, Sonja Sohn als Gabrielle Burnham, Kenric Green als Mike Burnham, Rachael Ancheril als Nhan, Emily Coutts als Lt. Keyla Detmer, Patrick Kwok-Choon als Lt. Gen Rhys, Oyin Oladejo als Lt. Joann Owosekun, Ronnie Rowe Jr. als Lt. R.A. Bryce, Sara Mitich als Lt. Nilsson, Arista Arhin als Young Burnham u.a.


Kurzinhalt: Der Plan, um den roten Engel zu fangen, war erfolgreich. Jedoch befindet sich im Anzug nicht wie erwartet eine zukünftige Version von Michael Burnham, sondern vielmehr deren Mutter Gabrielle, die sich vor rund zwanzig Jahren beim Angriff der Klingonen in eben diesen geflüchtet hat, und daraufhin knapp tausend Jahre in die Zukunft geworfen wurde. Seither kämpft sie verzweifelt gegen die KI namens Control, und versucht, deren Auslöschung jeglichen Lebens in der Galaxis zu verhindern. Dafür ist es wichtig, dass der künstlichen Intelligenz nicht das wissen aus der Sphäre in die Hände fällt. Doch dieses lässt sich vom Computer der Discovery nicht löschen. Daraufhin schmiedet man den Plan, es in den Anzug selbst zu übertragen, und diesen tausende von Jahren – und damit außerhalb der Reichweite von Control – in die Zukunft zu schicken. Zugleich sucht man nach einem Weg, Gabrielle aus dem Zeitportal in dem man sie gefangen hält zu befreien. Für beides bleibt der Discovery-Crew jedoch nicht viel Zeit, wird sie doch unweigerlich wieder zurück in die Zukunft gezogen. Währenddessen ist es Control gelungen, durch das gleiche Portal wie der rote Engel in die Vergangenheit bzw. Gegenwart zu gelangen, wo die KI die Kontrolle über Captain Leland übernimmt…

Denkwürdige Zitate: "People think time is fragile. Precious. Beautiful. Sand in an hourglass, all that. But it's not. Time is savage. It always wins."
(Gabrielle Burnham im Gespräch mit ihrer Tochter.)

Review: Episodenbild (c) Netflix Wie man an der Wertung sieht war ich auch von "Der Zeitsturm" wieder mal alles andere als begeistert – was nicht zuletzt auch daran liegt, dass mich der Handlungsstrang rund um den roten Engel, Control, die Sphäre und die drohende Zerstörung allen Lebens im der Galaxis mittlerweile echt nur mehr anödet (das ist halt das Risiko, dass man bei einer fortlaufenden Handlung eingeht: Ist der Zuschauer dieser überdrüssig, ist im Prinzip die gesamte Staffel im Eimer) – dennoch war sie wieder einen Hauch besser als der Totalausfall von letzter Woche. Dies liegt u.a. an der guten, wieder deutlich klassischeren Regie von Maja Vrvilo. Zudem ist mir die Serie zwar nach wie vor zu melodramatisch (Ich finde, man sollte wirklich drüber nachdenken, die Serie von "Star Trek: Discovery" in "Emo Trek: Michael Burnham" umzubenennen.), im Falle des Wiedersehens zwischen Michael und ihrer Mutter gab es für die gezeigten (starken) Emotionen aber zumindest eine narrative Basis (was in der Vergangenheit bei DSC nun mal nicht immer der Fall war). Und auch der eine oder andere Dialog – wie das Zitat zur Folge (wenn auch Picard schon mal etwas ganz ähnliches von sich gegeben hat) – hatte es mir angetan. Klar, alles nichts weltbewegend neues, aber dennoch nette Gedanken, gut formuliert.

Leider aber überwiegen für mich auch bei "Der Zeitsturm" wieder deutlich die Schwächen. Ein Hauptproblem der Folge war dabei für mich, dass so wie Gabrielle Burnham die fortlaufende Geschichte der Serie irgendwie in einer Zeitblase gefangen zu sein schien. Klar, wir erhielten hier einige Hintergrundinformationen, aber einen wirklichen, markanten Schritt nach vorne machte die Story der zweiten Staffel hier nicht. Zudem ist mir die Serie, auch wenn die Gefühle diesmal zumindest nachvollziehbar und aus der Handlung heraus gestützt waren, nach wie vor zu emotional und überdramatisiert. Womit man bei mir dann irgendwie genau das Gegenteil auslöst – so musste ich beim Abschied von Michael und Gabrielle, mit der Hand auf dem Kraftfeld, nicht nur an Kirk & Spock denken, sondern hatte auch den Songklassiker "You can't touch this" im Ohr – eine unfreiwillige Komik, welche die emotionale Wirkung der Szene dann erst recht wieder untergräbt. Es ist halt auch ein kumulativer Effekt: Wenn jede einzelne Folge so überdramatisiert wirkt, nutzt es sich doch ziemlich ab, bzw. wird es – dem einen früher, dem anderen später – zu viel. Bei mir war dieser Punkt eben spätestens bei Airiams Begräbnis erreicht. In erster Linie störte ich mich aber wieder einmal daran, dass der Zuschauer alles, was innerhalb der Serie behauptet wird, unbesehen und ohne es zu hinterfragen für bare Münze nehmen soll – bzw. genau genommen eigentlich muss, wenn er die Serie genießen will. Das gilt eben einerseits für so emotionale Momente wie eben Airiams Tod (wo die Serie auf einmal eine tiefe Verbindung zwischen Michael und ihr andeutet, von der davor nie etwas zu sehen war), insbesondere aber auch für Aussagen und Entwicklungen, die bei näherer Betrachtung doch eher unlogisch erscheinen. Wie eben z.B. die Behauptung, die neuralen Abdrücke zwischen Mutter und Tochter wären ähnlich genug, um sie zu verwechseln. Oder auch, dass bei Airiams Tod irgendwie alle auf den Transporter vergessen haben.

Episodenbild (c) Netflix Eben diese logischen Ungereimtheiten waren bei "Der Zeitsturm" wieder einmal zahlreich vorhanden. Wie z.B. die sich widersprechenden Aussagen, dass Gabrielle zwar wegen Control nicht mehr in die Gegenwart zurückkehren konnte, dennoch aber einzelne Momente aus Michaels Kindheit verfolgt hat, und ja eigentlich eh immer da war (jedoch ohne dabei von ihr gesehen zu werden; der Anzug kann sich somit scheinbar also auch unsichtbar machen). Ihr nicht wirklich Sinn ergebende Plan, die Sphäre in die Vergangenheit und damit genau in den Einflussbereich von Control zurückzuschicken, darauf hoffend, dass die Discovery-Crew schon das Richtige tun wird, jedoch ohne sie zugleich darüber zu informieren, was sie denn eigentlich tun sollen. Ashs extrem langsame Reaktion, als sich Lelands wahre Natur offenbart. Die Art und Weise, wie sich bei Georgiou – aufgrund des genau gleichen Wortlauts der Aussagen von Gabrielle und Leland – der Verdacht regt, dass Leland unter Controls Kontrolle stehen könnte – sie es aber trotzdem für ausreichend hält, nur Ash darüber zu informieren, nicht jedoch mit Captain Pike oder anderen Discovery-Crewmitgliedern Kontakt aufnimmt.

Seltsam auch, dass sich niemand darüber zu wundern scheint, dass Leland die Daten, die sie ja eigentlich löschen wollen, an Bord des Sektion 31-Schiffes speichert. Und überhaupt, wie zum Teufel ist es der Control-KI denn eigentlich gelungen, einfach mal so seinen Körper zu übernehmen? Auffällig auch, dass Gabrielle dank des Anzugs scheinbar nicht nur munter durch die Zeit, sondern auch problemlos durch den Raum springen konnte. Zudem hat sie scheinbar irgendwie das gesamte weitere Schicksal nicht einfach nur der Galaxis, sondern so ziemlich jeder einzelnen Figur an Bord der Discovery in Erfahrung gebracht. Vor allem aber will sie Michael aus irgendwelchen , nicht näher erläuterten Gründen, ursprünglich nicht sehen (und Captain Pike nimmt sich natürlich ausreichend Zeit, um seine Entscheidung diesbezüglich ausführlich mit Michael – seiner Untergebenen – zu diskutieren; ist ja nicht so, als stünde man unter Zeitdruck), nur um in weiterer Folge dann doch erst recht mit ihr zu reden (das war wirklich nichts weiter als eine blöde Hinhaltetaktik, mit der man den Zuschauer eben darauf warten und so die Dramatik der Szene künstlich steigern wollte). Davon, dass ein vor Jahren gebauter Zeitanzug über ausreichend Datenvolumen verfügt, um das gesamte Wissen der Sphäre aufzunehmen (warum zum Teufel sollte man so etwas in einen Zeitanzug einbauen), ganz zu schweigen. Geht es nach Alan McElroy & Brandon Schultz – bzw. Showrunner Alex Kurtzmann – soll man all dies ohne es zu hinterfragen einfach so akzeptieren, bloß weil es in der Serie gezeigt/gesagt/behauptet wird. Gelingt einem dies – wie in meinem Fall – nicht, fällt die Geschichte aber halt schneller in sich zusammen, als man "Ich bin ein Trekkie, holt mich hier raus!" sagen kann.

Fazit: Episodenbild (c) Netflix So belämmert und/oder fassungslos wie Michael Burnham im nebenstehenden Screenshot habe ich beim Ansehen von "Der Zeitsturm" leider auch stellenweise wieder ausgesehen. Zwar marginal besser als die Episode davor, strotzte die Folge wieder mal nur so vor logischen Ungereimtheiten. Die "Discovery"-Macher erwarten vom Zuschauer, alles, was in der Serie behauptet wird und/oder geschieht, kommentarlos und ohne darüber Nachzudenken, zu schlucken. Wenn die Figuren behaupten würden, die Erde sei eine Scheibe, sollten wir ihnen das wohl auch abkaufen. Zumindest in meinem Fall funktioniert dies aber leider nicht – und damit eben auch ein Großteil der Episoden und/oder Szenen. Erschwerend kommt nun noch hinzu, dass ich an der fortlaufenden Handlung rund um Control, die Sphärendaten, und die vermeintliche Zerstörung sämtlichen Lebens in der Galaxis (ja, klar – sehr realistisch!) mittlerweile jegliches Interesse verloren habe. Das ist halt der Nachteil an staffelübergreifenden Handlungsbögen: Wenn diese den Zuschauer nicht überzeugen – wie's aktuell bei mir der Fall ist – kannste gleich die ganze Season knicken. Wie gesagt, insgesamt war's zwar schon etwas besser als letzte Woche – aber halt immer noch weit entfernt von "gut".

Wertung: 1.5 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2019 Netflix)




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