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Star Wars: Der Untergang Drucken E-Mail
Han auf Solo-Mission Kategorie: Literatur & Comics - Autor: Christian Siegel - Datum: Sonntag, 24 März 2019
 
Titel: "Der Untergang"
Originaltitel: "Agents of Chaos I: Hero's Trial"
Bewertung:
Autor: James Luceno
Übersetzung: Andreas Helweg
Umfang: 349 Seiten
Verlag: Blanvalet (D), Del Rey (E)
Veröffentlicht: April 2003 (D), 03. August 2000 (E)
ISBN: 978-3-442-35822-1
Buch kaufen: Taschenbuch (D), Kindle (D), Taschenbuch (E), Kindle (E)
 

Kurzinhalt: Sechs Monate nachdem er auf Sernpidal sein Leben gab, um Anakin Solo zu retten, hält man auf Kashyyyk eine Trauerfeier für Chewbacca ab. Dabei wird deutlich, dass Han diesen schweren Verlust nach wie vor nicht überwunden hat. Er setzt seine Auszeit weiter fort, und kehrt – während die anderen auf wichtige Missionen aufbrechen – nach Coruscant zurück. Dort erhält er dann Besuch von seinem alten Freund und Schmuggler-Kollegen Roa. Dieser erzählt ihm nicht nur, dass auch seine eigene Frau der Invasion der Yuuzhan Vong zum Opfer fiel, sondern er zudem glaubt, dass ein anderer ehemaliger Kollege, Reck Desh, mittlerweile für die Vong arbeitet. Zusammen fliegen sie nach Ord Mantell, um ihn aufzuspüren und zur Rede zu stellen. Dabei geraten sie mitten in den jüngsten Angriff der Yuuzhan Vong. Währenddessen schicken die Invasoren ihre Priesterin Elan zusammen mit deren Assistentin Vergere los. Sie sollen sich als Überläufer ausgeben, mit taktisch vernachlässigbaren Informationen das Vertrauen der Neuen Republik gewinnen – und wenn sie daraufhin auf ihren Wunsch zu den Jedi gebracht werden diese, in denen die Vong die größte Bedrohung für ihre Pläne sehen, mit einem Schlag auslöschen…

Review: Beim Lesen von "Der Untergang" konnte ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Geschichte ursprünglich als ein Roman gedacht war, und Luceno erst nachdem er fast schon fertig war erfuhr, dass er sie doch lieber bitte auf zwei Bücher aufteilen soll. Das Ergebnis ist ein Roman, der sich im Schneckentempo vorwärtsbewegt. Die ausgedehnten, überwiegend uninteressanten, teilweise unpassend/störenden und gelegentlich richtiggehend langweiligen Dialoge tragen zu diesem Eindruck ebenfalls bei, wie die viel zu ausführlichen Beschreibungen. Ich habe von ihm bislang ja nur "Schleier der Täuschung" und "Labyrinth des Bösen" gelesen – die mir beide gut gefallen konnten, und wo ich mich nicht daran erinnern könnte, einen ähnlichen Eindruck gewonnen zu haben. Sprich, ich glaube nicht, dass das halt einfach sein typischer Stil ist – vielmehr wirkt es eben so, als hätte er nachträglich so viele Seiten wie möglich durch diese Einschübe schinden wollen. Dadurch hält er die Story letztendlich aber nur unnötig auf, und drohte vor allem im Mittelteil meinen Geduldsfaden fast schon überzustrapazieren. Zugleich muss ich aber gestehen, dass ich die Story von "Der Untergang" generell jetzt nicht unbedingt als Highlight empfand. Mit dem Post-Chewie-Tod-Han tue ich mir nach wie vor außerordentlich schwer. Dass es ihn so überhaupt nicht zu kümmern scheint, wenn die Galaxis vor die Hunde geht, und sich seine Frau und seine Kinder in größte Gefahr begeben, will mir zu ihm überhaupt nicht passen. Auch sein Streit mit Leia ca. zur Mitte des Romans wirkte auf mich erzwungen. Und generell fand ich sein Abenteuer jetzt nicht sonderlich spannend – zumal dessen "Auslöser" Roa ja bald mal von der Bildfläche verschwindet, und von einer bislang unbekannten Figur (Droma), die ich noch dazu nicht wirklich interessant fand, abgelöst wird.

Aber auch die Nebenhandlungen waren für mich nicht so das Gelbe vom Ei. Bei Vergere – die man ja, wenn man so wie ich chronologisch liest, noch aus "Schleier der Täuschung" und "Die Kundschafter" kennt (und daher auch weiß, dass es sich bei ihr um eine frühere Jedi handelt) – bleibt immerhin ein Restzweifel, ob sie nicht doch auf Seiten der Neuen Republik steht, während bei der Priesterin Elan diesbezüglich von vornherein kein Zweifel besteht. Nur so viel zu wissen, wie auch die Neue Republik erfährt, und sich somit was ihre Loyalität betrifft nicht sicher zu sein, hätte ich aber spannender gefunden. Das hätte dem Roman ein bisschen Mystery gegeben. So schien die Antwort zu eindeutig zu sein – weshalb ich es vorgezogen hätte, man hätte sich die ganzen Nom Anor-Szenen gespart (aber auch das wäre halt wiederum mit dem Ziel, die Geschichte auf zwei Bücher aufzuteilen, im Widerspruch gestanden). Generell kamen mir diesmal die Jedi-Ritter irgendwie zu kurz. Stimmt schon, "Star Wars" ist mehr als nur die Jedi und die Macht, aber wenn eine Reihe "New Jedi Order" heißt, erwarte ich mir halt schon irgendwie, dass der Schwerpunkt auf eben diesen liegt. Sonst hätten sie's halt nur "Die Invasion" nennen sollen, oder so. Und lasst mich bitte erst gar nicht mit C-3POs philosophischen Gedankengängen anfangen – weil das fand ich einfach nur unpassend, überflüssig und störend. Positiv stach mir hingegen leider nur äußerst wenig ins Auge. Die anfängliche Trauerzeremonie für Chewbacca war grundsätzlich gelungen, kam für meinen Geschmack aber zwei Romane zu spät. Abseits von Han sind die Figuren soweit gut getroffen, wobei es mir neben Leias Charakterisierung vor allem noch die gemeinsamen Momente von Luke und Mara angetan hatten. Für diese beiden gibt es zudem am Ende mit dem vermeintlichen Heilmittel einen kleinen Hoffnungsschimmer. Und nachdem die bisherigen Autoren die YJK-Reihe überwiegend ignoriert hatten, freute ich mich über das Wiedersehen mit Lowbacca. Insgesamt fand ich "Der Untergang" aber leider überwiegend zäh und langweilig.

Fazit: Bei seinem Prequel-Roman "Schleier der Täuschung" ist es James Luceno gelungen, Politik spannend und interessant zu machen. Bei "Der Untergang" schafft er nun das nicht minder beeindruckende, aus Leser-Sicht jedoch wesentlich unerfreulichere Kunststück, ein Abenteuer rund um die Invasion der Yuuzhan Vong – nicht weniger als die vielleicht größte Bedrohung, der sich unsere Helden bislang gegenübersahen – langweilig zu machen. Hauptgrund dafür ist die zähe, ausgedehnte Erzählweise. Die teils ermüdend ausführlichen Beschreibungen, und ewig langen, noch dazu überwiegend uninteressanten und teilweise richtiggehend sinnentleerten Dialoge ersticken jedwede Vorwärtsbewegung im Keim, und verhindern so leider auch überwiegend das Aufkommen von Spannung. Für letzteres ist auch maßgeblich die Entscheidung verantwortlich, den Leser im Hinblick auf die Loyalität der angeblichen Überläufer nicht etwa rätseln zu lassen, sondern die Antwort vielmehr – zumindest scheinbar – vorgegeben. Ich habe mit dem Lesen des Nachfolgers "Die letzte Chance" noch nicht begonnen, und weiß auch zu wenig über die Entstehungsgeschichte dieses Zweiteilers, aber ich persönlich hatte beim Lesen den Eindruck, dass James Luceno sein Buch bereits komplett fertig hatte, und dann damit beauftragt wurde, auf einmal zwei Bücher draus zu machen. Das Ergebnis ist ein Geduldsspiel, dessen Story mich vermutlich auch in knapperer Form schon nicht übermäßig begeistert hätte, es so aber mehrere Nächte hintereinander erfolgreich geschafft hat, mich in den Schlaf zu wiegen. Was wohl doch eher nicht die Intention des Autors gewesen sein dürfte.

Bewertung: 1.5/5 Punkten
Christian Siegel





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