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Discovery - 2x06: Donnergrollen Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) Netflix

Originaltitel: The Sounds of Thunder
Episodennummer: 2x06
Bewertung:
Erstausstahlung USA: 21. Februar 2019 (CBS)
Erstausstahlung D: 22. Februar 2019 (Netflix)
Drehbuch: Bo Yeon Kim & Erika Lippoldt
Regie: Douglas Aarniokoski
Hauptdarsteller: Sonequa Martin-Green als Michael Burnham, Doug Jones als Saru, Anthony Rapp als Paul Stamets, Mary Wiseman als Sylvia Tilly, Shazad Latif als Ash Tyler, Wilson Cruz als Hugh Culber, Christopher Pike als Christopher Pike,
Gastdarsteller: Javier Botet als Ba'ul, Hannah Cheesman als Lt. Cmdr. Airiam, Emily Coutts als Lt. Keyla Detmer, Patrick Kwok-Choon als Lt. Gen Rhys, Oyin Oladejo als Lt. Joann Owosekun, Ronnie Rowe Jr. als Lt. R.A. Bryce, Hannah Spear als Siranna, Julianne Grossman als Discovery Computer u.a.


Kurzinhalt: Das nächste Signal jedes mysteriösen Wesen, das als roter Engel erscheint, kommt just von Sarus Heimatplaneten, Kaminar. Damit kehrt Saru früher als von ihm gedacht wieder nach Hause zurück. Aufgrund seiner Erkenntnis zum Vahar'ai – das eben kein Vorbote des Todes ist, sondern vielmehr ihre Entwicklung zu einer neuen Evolutionsstufe bedeutet – brennt er förmlich darauf, in sein altes Heimatdort – und zu seiner Schwester – zurückzukehren. Captain Pike ist zwar eben deshalb erstmal abgeneigt, Saru auf den Planeten zu schicken, möchte er doch nicht, dass dieser in die natürliche Entwicklung von Kaminar eingreift – was einen Verstoß gegen General Order Eins darstellen würde. Letzten Endes kann ihn Saru aber davon überzeugen, dass angesichts der Tatsache, dass sein Volk bislang – von ihm abgesehen – noch keinen Kontakt mit einer außerirdischen Zivilisation hatte, er die logische Wahl ist, um das Außenteam anzuführen. Michael Burnham schließt sich ihm an, und gemeinsam beamen sie in die Nähe von Sarus altem Heimatdorf, wo es zum emotionalen Wiedersehen mit seiner Schwester kommt. Wenig später erscheinen zwölf mächtige Schiffe der Ba'ul im Orbit von Kaminar. Als sie erfahren, dass Saru die Wahrheit über das Vahar'ai in Erfahrung gebracht hat, verlangen sie, dass ihnen der Kelpianer ausgeliefert wird…

Denkwürdige Zitate: "For 18 years, I dreamt of returning to my village. It has not changed at all. But I see it quite differently now."
(Saru nach seiner Rückkehr.)

"Whoever is listening to my voice, I advise that you consider your next move very carefully."
(Captain Pike warnt die Ba'ul.)

Review: Episodenbild (c) Netflix Momentan macht's mir "Discovery" irgendwie wieder schwer, sie zu mögen. Dabei hatte auch "Donnergrollen", wie letzte Woche "Die Heiligen der Unvollkommenheit", einige interessante Ansätze, und positive Aspekte. So hat mich Sarus Rückkehr nach Kaminar grundsätzlich durchaus gefreut. Diese wurde ja am Ende von "Der Charonspfenning" praktisch schon in Aussicht gestellt, gar so früh hätte ich damit aber nicht gerechnet. "Donnergrollen" ist damit auch die erste Episode, die direkt auf die Ereignisse aus einer der Short Treks-Episoden Bezug nimmt, und Szenen daraus als Rückblenden einbaut (und ihnen damit rückwirkend auch mehr Bedeutung verleiht). Alles rund um das Wiedersehen mit seiner Schwester konnte mir jedenfalls grundsätzlich gut gefallen – und auch seinen Heimatplaneten fand ich (wie schon bei "The Brightest Star") nett umgesetzt. Auch sein neues, verändertes Wesen ist nicht uninteressant. Sein deutlich aggressiveres Verhalten deutet zudem die Offenbarung am Ende, die ich ebenfalls nicht uninteressant fand, schon an. Auch Captain Pike stach für mich wieder hervor, zuerst mit seinem bestimmten Vorgehen gegen die Ba'ul, sowie vor allem auch der Art und Weise, wie er sich für eine friedliche Lösung des Konflikts einsetzt. Sein Angebot, dass die Föderation zwischen beiden Parteien verhandeln könnte, war wieder einmal pures "Star Trek".

Leider aber haben mir auch hier wieder einige zu bequeme Drehbuch-Zufälle und logische Ungereimtheiten die Episode doch ansatzweise verdorben. Das beginnt schon damit, dass – just zwei Episoden nach Sarus Erkenntnis im Hinblick aufs Vahar'ai, nachdem er ja schwor, eines Tages auf seinen Heimatplaneten zurückzukehren – das nächste Signal des roten Engels just von Kaminar kommt. Hier machten es sich die Drehbuchautoren aus meiner Sicht viel zu leicht – und zwar sowohl sich selbst, als auch Saru. Ich hätte es stark gefunden, wenn er zum Wohle seines Volkes das Risiko eingegangen wäre, vom Dienst suspendiert zu werden, und auf die Starfleet-Regeln geschissen und nach Kaminar geflogen wäre, um sein Volk zu befreien (oder auch, wenn er das Signal manipuliert hätte). Beziehungsweise wäre ein Saru, der den Dienst quittiert, und nach Hause zurückkehrt, um von einem Dorf von anderen zu ziehen und die Bewohner von der Wahrheit bezüglich des Vahar'ai aufzuklären, eigentlich ein sehr schönes Ende seines Charakterarcs – und damit eigentlich der perfekte Abschied dann beim Serienfinale (wann auch immer dieses kommt) – gewesen (oder von mir aus auch vom Season-Finale; dann hätte man ihn am Anfang von Staffel 3 halt wieder von dort abgeholt). Aber so machte man es ihm viel zu leicht, wieder nach Hause zurückzukehren; und generell erschien es mir sehr konstruiert – oder sagen wir zumindest dramaturgisch bequem – dass dieses Signal just so kurz nach seiner Erkenntnis zum Vahar'ai erfolgt (im Übrigen vermute ich mittlerweile stark, dass die Signale von niemand anderem als Michael Burnham selbst kommen, und sich diese im Staffelfinale als der rote Engel erweisen wird, der durch irgendein Gerät einer außerirdischen Rasse – ev. der Ikonianer? – durch die Zeit reist). So interessant der neue Saru grundsätzlich auch ist, ein bisschen schade finde ich diese Änderung aber doch auch. Eine Beutespezies, inklusive der damit einhergehenden Warn-Wahrnehmungen, Fluchtreflexen usw., das war mal etwas anderes und neues. Jäger-Spezies hat es hingegen bei "Star Trek" schon einige gegeben. Damit hat man Saru somit sein hauptsächliches Alleinstellungsmerkmal genommen. Auch alles rund um Ash sehe ich kritisch. Einerseits konnte ich mit dem Typen noch nie viel anfangen, andererseits ist es halt schon seltsam: In der letzten Staffel hat man die überhastete und damit aus meiner Sicht auch nicht wirklich funktionierende Romanze zwischen ihm und Michael völlig übertrieben, die beiden waren praktisch sofort Feuer und Flamme füreinander, waren gegenseitig ihre "Anker" – und jetzt würdigen sie sich keines Blickes mehr. Hä?

Episodenbild (c) Netflix Absolut kein Freund war ich zudem von der Inszenierung. Manche mögen es dynamisch und modern finden, und es daher begrüßen, mich lenkten die ganzen wilden und vor allem willkürlichen Kamerafahrten (wie z.B. bei der Besprechung zu Beginn, wo sich die Kamera so schnell an den Figuren vorbeidreht, als hätte der Kameramann Walzer getanzt), die zudem nicht wirklich zu den jeweiligen Szenen passten (und verkrampft eine Dynamik vorgaukeln wollten, die inhaltlich nicht gegeben war), sowie die ungewohnten Kameraperspektiven, ziemlich schnell auf den Sack. Kann man bitte Jonathan Frakes wieder zurückbringen? Danke. In erster Linie tat ich mir aber mit dem Ausgang des Geschehens schwer. Zu Beginn zögert Captain Pike, Saru überhaupt auf Kaminar runterbeamen zu lassen, aus Angst, damit gegen General Order 1 zu verstoßen und in die natürliche Entwicklung des Planeten einzugreifen – und dann trifft man am Ende, ohne groß darüber nachzudenken, die Entscheidung, bei allen Kelpianern die nächste Evolutionsstufe einzuläuten. Was einem noch wesentlich drastischerem Eingreifen entspricht, als sie einfach nur auf die Lüge rund ums Vahar'ai hinzuweisen, und die Gesellschaftsordnung auf dem Planeten de facto völlig auf den Kopf stellt. Seltsamerweise war da dann auch die General Order Eins auf einmal kein Thema mehr. Um es mit den Worten unserer anglosächsischen Brüder und Schwestern zu sagen: What the actual fucking fuck?! Ne, sorry, "Discovery", aber so wird das mit uns nichts…

Fazit: Ähnlich wie die Episode zuvor hatte auch "Donnergrollen" einige vielversprechende Ansätze und interessante Ideen. Leider aber wurde mir die Episode einerseits durch etwas gar bequeme – und dadurch konstruiert – wirkende Story-Entwicklungen (wie eben, dass das nächste Signal von Sarus Heimatplaneten stammt) und logischen Ungereimtheiten verdorben. Letzteres bezieht sich insbesondere auf den Ausgang des Geschehens, wo Captain Pike – nachdem er zuvor Saru nicht mal wirklich auf den Planeten lassen wollte – schnell mal sein Einverständnis dafür gibt die gesamte Gesellschaftsordnung auf Kaminar völlig auf den Kopf zu stellen (falls ihr das Obama-WTF-GIF kennt, stellt es euch an dieser Stelle bitte vor). Aber auch die Inszenierung ist mir mit ihrer übertriebenen Dynamik, den ungewöhnlichen Perspektiven und den wilden Kamerafahrten ziemlich auf den Wecker gegangen. Ash und ich werden zudem in diesem Leben wohl auch keine Freunde mehr; zumal es mich irritiert, dass er und Michael sich irgendwie in der zweiten Staffel auf einmal nicht mehr zu kennen scheinen (nachdem sie in Season 1 ja angeblich so unsterblich ineinander verliebt waren). Und auch wenn Sarus Entwicklung nicht grundsätzlich uninteressant war, fand ich es schade, dass der Kelpianer dadurch irgendwie sein Alleinstellungsmerkmal innerhalb der Crew, und die Serie damit zugleich eine ihrer originelleren Figuren verloren hat (weil Jägervölker hatten wir bei "Star Trek" halt schon genug). Last but not least zeichnet sich für mich im Hinblick auf die Herkunft der Signale und die Identität des roten Engels langsam aber sicher eine Wendung ab, die ich doch eher hanebüchen finden würde – was selbst diesem Mysterium (bislang für mich so ziemlich die größte Stärke der Staffel) an Reiz nimmt. Meine anfängliche Euphorie hat sich jedenfalls leider im weiteren Verlauf der Staffel bislang doch eher verflüchtigt.

Wertung: 2 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2019 Netflix)




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