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A Knight of the Seven Kingdoms Drucken E-Mail
Drei Prequel-Novellen zum Lied von Eis und Feuer Kategorie: Literatur & Comics - Autor: Christian Siegel - Datum: Samstag, 16 Februar 2019
 
Titel: "A Knight of the Seven Kingdoms"
Bewertung:
Autor: George R. R. Martin
Umfang: 355 Seiten
Verlag: Bantam Books (E)
Veröffentlicht: 21. September 2015 (E)
ISBN: 978-1-5247-9708-9
Kaufen: Hardcover (E), Taschenbuch (E), Kindle (E)
 

Inhalt & Review: Im Frühling geht eine der populärsten und erfolgreichsten Serien der Gegenwart zu Ende: "Game of Thrones". Höchste Zeit, mir endlich die Romanvorlage von GRRM vorzuknöpfen! Statt mich gleich auf das erste Werk seines komplexen, aktuell noch aus fünf Bänden bestehenden Epos zu stürzen, habe ich mich jedoch für einen vergleichsweise gemütlichen Einstieg entschieden. "A Knight of the Seven Kingdoms" umfasst die ersten drei Novellen rund um die Abenteuer von Dunk und Egg, aka Duncan der Große, sowie Aegon Targaryen, der später zum König wurde, und bei dem es sich um den Vater des "Mad King" handelt, der vor den Ereignissen aus den Romanen und der Serie vom "Kingslayer" Jamie Lannister ermordet wurde (dies ist übrigens gleich eine gute Gelegenheit um darauf hinzuweisen, dass ich sämtliche Romane im englischen Original lesen werde, und mangels Kenntnis der deutschen Übersetzung somit weitestgehend auf die englischen Begriffe zurückgreifen werde – Ausnahmen wie "Duncan der Große" [das traue ich mir nämlich gerade noch zu] bestätigen die Regel). Eigentlich hätte GRRM noch einige weitere Geschichten der beiden geplant, aber, ganz ehrlich: Wenn man sich ansieht, wie lang der jetzt schon hinter "The Winds of Winter" sitzt, immer wieder an den Fernsehserien mitdoktert, seine Zeit auf Hintergrundbücher und historischen Aufzeichnungen wie "Fire & Blood" ver(sch)wendet, und sich dann noch sein Alter vor Augen führt, dann halte ich offen gesagt die Chance, dass er neben der "Song of Ice and Fire"-Reihe (mit sieben oder gar acht Bänden) auch noch seine Pläne rund um Dunk & Egg in die Tat umsetzen kann und wird, in etwa so groß, wie dass wenn die letzte Note des Lieds von Eis und Feuer erklingt Ned Stark auf dem Eisernen Thron sitzt. In diesem Sinne: Erfreuen wir uns daran, was wir haben, und harren einfach der Dinge, die da kommen mögen.

Und "erfreuen" ist bei "A Knight of the Seven Kingdoms" durchaus das richtige Wort. Zugegeben, jene die direkt in das Hauptepos eingestiegen sind mögen das anders sehen – denn diesen fehlt hier vielleicht dessen Epik und Komplexität. Auch sind zumindest ihre ersten drei Abenteuer noch nicht ganz so subversiv, und noch stärker der klassischen Tradition von Fantasy-Abenteuern verpflichtet – wie z.B. auch die sehr typische Hauptfigur Dunk (der aus ärmlichen Verhältnissen und niederer Herkunft stammende Held) beweist. Und generell war das Geschehen hier im direkten Vergleich – auch wenn die typischen Elemente Sex und Gewalt auch hier nicht gänzlich mit Abwesenheit glänzen – noch nicht ganz so düster und kompromisslos, wie man das selbst als jemand, der bislang nur die Serie verfolgte, von "Game of Thrones" schon kennt. Insofern verstehe ich jeden eingeschworenen Fan, dem das im direkten Vergleich etwas zu leichte, ja fast schon banale, Kost war. Mir hat's jedoch im Großen und Ganzen gut gefallen. Die erste Geschichte, "The Hedge Knight", hatte es mir dabei ganz besonders angetan. Die Handlung war spannend mitzuverfolgen, und schaffte es, uns sowohl die Hauptfiguren näher vorzustellen und eine auf sie fokussierte, charakterorientierte und vergleichsweise "kleine" Story zu erzählen, diese jedoch um genug Anspielungen um das große Ganze um sie herum anzureichern, um diese einerseits zu bereichern, und andererseits die große Welt um sie herum erahnen zu lassen. Es ist genau diese Komplexität, bzw. das Gefühl, nur einen kleinen Auszug einer weitaus größeren Geschichte zu lesen, die ich bei Fantasy-Epen (wie auch "Der Herr der Ringe") immer ganz besonders spannend fand, und auch "The Hedge Knight" fing dies perfekt ein.

Mit gefiel aber auch die Darstellung des Turniers (auch wenn ich da und dort teilweise an "Ritter aus Leidenschaft" denken musste; wobei wenn überhaupt wohl eher die Novelle den Film inspiriert haben dürfte), die – aus "Game of Thrones" ja schon bekannte – dreckige Welt, in der die Geschichte angesiedelt ist, und auch Dunk und Egg als Figuren hatten es mir durchaus angetan. Mir gefiel auch die Notlage in der sich Dunk aufgrund seiner Ritterlichkeit (im wahrsten Sinne des Wortes) wiederfand, die packende Beschreibung des daraus resultierenden "trial by combat", sowie vor allem auch dessen tragischer Ausgang, und Duncans Selbstzweifel deswegen. Insgesamt eine wirklich tolle, mitreißende Geschichte, und somit für mich auch ein überaus gefälliger und vielversprechender Einstieg in die literarische Welt von "Game of Thrones". Die beiden anderen Novellen konnten daran dann leider nur mehr bedingt mithalten. "The Sworn Sword" war zwar grundsätzlich schon interessant, insbesondere in seiner Behandlung von Werten wie Ehre und Loyalität. Wenn Duncan einem Lord einen Eid leistet, und dann erfährt, von diesem angelogen worden zu sein, ist sein Eid dennoch bindend? Muss er auch gegenüber einem unehrenhaften Lord ehrenhaft bleiben? Das war schon interessant. Nett fand ich zudem den im Mittelpunkt stehenden Streit rund um einen Bach – mitten während einer großen Hitzewelle und damit einhergehenden Dürre. Es fällt einem leicht, sich vorzustellen, dass es solche Auseinandersetzungen zwischen Ortschaften im Mittelalter immer wieder gegeben haben muss – und sich Kriege somit nicht immer nur auf höchster Ebene abspielen (und es bei jedem Kampf gleich um den Eisernen Thron gehen muss). Die Liebesgeschichte wirkte auf mich aber ein bisschen aufgesetzt, und "The Sworn Sword" insgesamt schon ein bisschen belanglos.

In "The Mystery Knight" ist dann zwar grundsätzlich wieder mehr los. Zudem sind hier wohl die Verbindungen zur größeren Story aus "A Song of Ice and Fire" mit am Größten. Allerdings war mir das mit dem neuerlichen Turnier, der Verschwörung usw. teilweise "The Hedge Knight" zu ähnlich. Das ganze steigert sich zwar zu einem durchaus packenden Finale, auf dem Weg dort hin hatte ich aber halt leider mehrmals den Eindruck, dass sich GRRM hier teilweise selbst kopieren würde. Trotzdem war auch "The Mystery Knight" immer noch unterhaltsam und kurzweilig. Was die drei Geschichten dann allesamt noch einmal zusätzlich aufwertet (neben dem Prequel-Charakter zu "A Game of Thrones", und einigen spannenden Hintergrundinformationen zum Jahrhundert vor den dortigen Ereignissen), waren die sehr schönen Illustrationen durch Gary Gianni. Von Haupt-Epos liegt bislang ja nur der erste Band in einer sündteuren Jubiläumsausgabe illustriert vor; bereits jetzt (noch ehe ich mir einen davon vorgeknöpft habe) wünschte ich aber, Gary Gianni hätte auch dort schon mit George R. R. Martin zusammengearbeitet. Ich fand seinen Stil für GRRMs Fantasy-Welt überaus passend, und die schwarz/weiß-Illustrationen sehr ausdrucksstark und stimmungsvoll. Manche mögen sich durch solche Bildervorgaben in ihrer Vorstellung eingeschränkt fühlen, ich hingegen ertappe mich vielmehr immer dabei, wie diese visuelle Unterstützung meine Fantasie vielmehr anregt, und die im Text beschriebene Welt für mich lebendiger und irgendwie auch realer macht. Klar kann man jetzt sagen, bei "A Song of Ice and Fire" selbst hat man mittlerweile ohnehin unweigerlich die Bilder aus der Serie vor Augen. Trotzdem finde ich es jetzt schon schade, dass ich in weiterer Folge auf eben solche wohl werde verzichten müssen. "A Knight of the Seven Kingdoms" hat von ihnen in meinen Augen jedenfalls definitiv profitiert.

Fazit: Als jemand, der bislang noch kein Werk von George R. R. Martin gelesen hat, fand ich es durchaus nett, mit diesen drei Novellen auf doch noch vergleichsweise gemütliche Art zum ersten Mal in sein großes Fantasy-Epos einzutauchen. Klar lässt die Erzählung hier die Komplexität und – zu meiner Überraschung – Kompromisslosigkeit vermissen, für die "A Song of Ice and Fire" so berühmt ist. Dennoch boten alle drei hier versammelten Novellen gute Unterhaltung, und ein paar interessante Elemente. Mit Abstand am besten gefiel mir dabei "The Hedge Knight", das mich sowohl von der Story, den Figuren, als auch starken Einzelszenen her am meisten ansprach und beeindruckte. Die anderen beiden waren zwar ebenfalls nicht schlecht, aber "The Sworn Sword" war doch eine vergleichsweise banale Geschichte (wenn mir auch die Thematik, ob Duncan an seinen Schwur, wenn dieser unter falschen Voraussetzungen geleistet wurde, trotzdem gebunden ist, durchaus gefiel), und bei "The Mystery Knight" waren mir die Parallelen zur ersten Geschichte etwas zu groß. Aufgewertet wird die Sammlung dann noch mal von Gary Giannis wundervollen Illustrationen. Für eingeschworene "Game of Thrones"-Fans ist "A Knight of the Seven Kingdoms" möglicherweise die Spur zu seicht, ich halte sie jedoch für den Einstieg in die Welt von Eis und Feuer für ziemlich optimal.

Bewertung:3.5/5 Punkten
Christian Siegel





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