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Star Wars: Chewbacca Drucken E-Mail
Requiem für einen Wookie Kategorie: Literatur & Comics - Autor: Christian Siegel - Datum: Sonntag, 10 Februar 2019
 
Titel: "Star Wars: Chewbacca"
Originaltitel: "Star Wars: Chewbacca"
Bewertung:
Autor: Darko Macan
Übersetzung: n.b.
Zeichnungen: Diverse
Tusche: Diverse
Farben: Diverse
Lettering: Keine Angabe
Cover: Sean Phillips
Umfang: 96 Seiten
Verlag: Panini (D), Dark Horse Comics (E)
Veröffentlicht:
ISBN: 978-3-8620-1559-7 (D)
Kaufen: Taschenbuch (D), Taschenbuch (E)
 

Inhalt & Review: Um allen "Star Wars"-Fans mit dem Holzhammer einzuprügeln, dass mit der "New Jedi Order"-Reihe eine neue Ära des "Expanded Universe" angebrochen ist, musste Chewbacca in "Die Abtrünnigen" als Bauernopfer herhalten. Eine Entscheidung, die nicht bei allen Fans – mich eingeschlossen – gut ankam. Wenig später brachte Dark Horse Comics dann eine vierteilige Comic-Reihe heraus (die später zu einem Trade Paperback zusammengefasst wurde), um dem zotteligen Helden Tribut zu zollen. Die zynische Sichtweise diesbezüglich ist, dass man hoffte bzw. versuchte, den enttäuscht-traurigen Fans noch ein paar Dollar (oder Euro, oder was auch immer) aus der Tasche zu ziehen. Man kann es aber natürlich auch so sehen, dass der Verlag – oder auch der dafür ausgewählte Autor Darko Macan – mit den Comics vor dem wandelnden Bettvorleger (O-Ton Prinzessin Leia) nochmal verbeugen wollten. So oder so, das Ergebnis sind insgesamt zehn Kurzgeschichten, in denen Freunde, Weggefährten und Verwandte Schwenks aus Chewies Leben erzählen. Und eben darin liegt schon die Krux begraben: Denn aufgrund der Fülle an Geschichten bleiben für alle nur ca. 6-10 Seiten – was zu wenig ist, um eine "richtige" Story zu erzählen. Kaum ist man in der Geschichte drin, ist sie auch schon wieder vorbei. So bleibt es bei kurzen Vignetten, die sich nicht einmal wie Mosaiksteine zu einem Gesamtbild zusammenfügen würden, sondern überwiegend für sich selbst stehen – und daher überwiegend bei mir leider nicht viel Eindruck hinterließen.

Es beginnt mit Mallatobucks Geschichte "A Wookie Romance", die davon erzählt, wie die beiden sich kennen gelernt haben. Die Story fand ich leider eher uninteressant und auch nicht allzu spannend erzählt. Der Zeichenstil ist zwar teilweise sehr dynamisch, kann aber auch nicht vollends überzeugen. "A Father's Sorrow" beginnt großartig, die eigentliche Rückblende ist aber enttäuschend – denn zu Beginn ist sie doch sehr fad, und als es dann schließlich spannend und interessant zu werden scheint, hört die Erzählung einfach auf. Schade drum! "A Slaver's Lot" ist ebenfalls eine sehr durchschnittliche Geschichte mit recht abruptem Ende und einem Zeichenstil, den ich als "ok" einstufen würde. "A Chance Encounter" ist so ziemlich die schlechteste Geschichte, sowohl von der eigentlichen Story als auch der künstlerischen Leistung her. Ich fand die leider absolut überflüssig. "Breaking a Custom" ist ohne Zweifel das Herzstück der Sammlung, werden dort doch die Hintergründe von Hans erstem Zusammentreffen mit Chewbacca, dass schließlich zu seiner unehrenhaften Entlassung aus dem imperialen Dienst geführt hat, geschildert. Die Story an sich ist zwar durchaus interessant, allerdings kam es mir so vor als würde die Geschichte nicht 100%ig zu den bisherigen Erzählungen des Ereignisses (siehe die "Han Solo"-Trilogie von A.C. Crispin) passen. Ein Wehrmutstropfen, der vor allem angesichts der grandiosen Bilder ("Breaking a Custom" ist nicht nur die interessanteste, sondern auch ohne Zweifel die "schönste" Geschichte der Sammlung) ganz besonders schmerzt. Die nächste Geschichte, "A Pilot's Anecdote", ist vor allem als humorvolle Auflockerung gedacht, und funktioniert als solche ganz gut, wenn auch die Leistung der Künstler nicht gar so überzeugen will.

"A Bet" ist dann wieder eine ziemliche Enttäuschung, was vor allem an der eigentlichen Story liegt, denn der Zeichenstil ist durchaus in Ordnung. Vor allem der Kampfdroide mit C-3PO-Kopf, der sich dauernd für seine Taten entschuldigt, weckt einfach sehr unangenehme Erinnerungen an "Angriff der Klonkrieger" und wirkt hier nicht weniger lächerlich und nervend. "Grief and Guilt" ist das einzige Kapitel, dass keine Erzählung aus Chewbaccas Vergangenheit beinhaltet, und wirkt doch ein wenig aufgesetzt. Aus meiner Sicht tat man Leia mit ihren Eifersuchtsgedanken nicht unbedingt einen Gefallen. Zudem bleibt auch hier der Zeichenstil etwas hinter dem Durchschnitt zurück. Sehr gelungen ist dafür die Geschichte "The Boy I Once Was", die ohne Zweifel neben "Breaking a Custom" das Highlight der Sammlung darstellt. Zwar ist es schon ein bisschen irritierend, dass just Luke diese Geschichte erzählt, der ja noch nicht mal live dabei war, seine Schuldgefühle und Gedanken konnten mir grundsätzlich aber sehr gut gefallen. Und vor allem die Darstellung von Chewies letzter Heldentat ist großartig gelungen, und lässt einen fast den Ärger über diese Entscheidung der Autoren vergessen. Jedenfalls wirkt sein letztes Abenteuer hier deutlich heroischer als im eigentlichen Roman, wo sein Tod doch irgendwie einen eher willkürlichen und belanglosen Eindruck hinterlassen hat. Die letzte Geschichte gehört verständlicherweise Han, der in "An Empty Galaxy" seine Lieblingserinnerung an Chewbacca Preis gibt. Auch hier gilt wieder: Die Rahmenhandlung, also die Darstellung von Han's Gedanken und Gefühlen angesichts des Verlusts seines langjährigen Freundes, weiß besser zu gefallen als die eigentliche Geschichte. Ebenfalls negativ anzumerken ist, dass hier zwar das gleiche künstlerische Team wie für "Breaking a Custom" verantwortlich war, diese aber eine erstaunlich durchschnittliche Leistung abgeliefert haben. Nichtsdestotrotz ist die Story ohne Zweifel ein gelungener Abschluss für eine insgesamt leider hinter den Möglichkeiten zurückbleibende Comic-Sammlung, die bei mir doch eher gemischte Gefühle hinterlässt.

Fazit: Tribut an einen Helden oder Abzocke der trauernden Fans? Darüber kann man zugegebenermaßen geteilter Meinung sein. Angesichts der durchwachsenen Qualität der Geschichten tendiere ich aber leider eher zu letzterem. Hauptproblem ist die Aufteilung in zehn viel zu kurze Episoden, die dem Leser kaum die Möglichkeit geben, sich auf die Handlung einzulassen, ehe die Geschichte auch schon wieder vorbei ist. Auch die Qualität der Bilder, mit denen diese Geschichten erzählt werden, schwankt mitunter sehr stark. Ich würde sagen, drei Geschichten waren wirklich klasse und lesenswert, drei weitere ok, die anderen vier aber doch eher überflüssig. Insgesamt kann ich diesen Comic-Sonderband somit leider doch eher nur den absoluten Chewie-Fans empfehlen.

Bewertung: 2/5 Punkten
Christian Siegel
Cover © 2001 Dark Horse Comics






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