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Nightflyers Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) Netflix

Originaltitel: Nightflyers
Bewertung:
Erstausstrahlung USA: 02. - 13. Dezember 2018 (SyFy)
Erstausstrahlung D: 01. Februar 2019 (Netflix)
Schöpfer: Jeff Buhler
Romanvorlage: George R. R. Martin
Besetzung: Eoin Macken als Karl D'Branin, David Ajala als Roy Eri, Jodie Turner-Smith als Melantha Jhirl, Angus Sampson als Rowan, Sam Strike als Thale, Maya Eshet als Lommie, Brían F. O'Byrne als Auggie, Gretchen Mol als Dr. Agatha Matheson, Bronte Carmichael als Skye D'Branin, Miranda Raison als Tessia, Aoibhinn McGinnity als Willa, Phillip Rhys als Murphy, Zoë Tapper als Joy D'Branin, Gwynne McElveen als Tobis u.a.


Kurzinhalt: Im Jahr 2093 empfängt der Wissenschaftler Karl D'Branin Signale einer außerirdischen Intelligenz. D'Branin versucht daraufhin eine Expedition zu den Volcryn, deren Schiffe die Leere am Rande des Sonnensystems kreuzen, zusammenzustellen, da er sich von einer Kontaktmission zu den Außerirdischen eine Lösung für die von Seuchen heimgesuchte Erde erhofft. Nach etlichen Fehlschlägen, Geldgeber für die aufwendige und gefährliche Mission zu finden, erklärt sich schließlich Roy Eris, Eigentümer und Captain des Raumschiffs "Nightflyer", bereit, D'Branin und sein Team zu den Volcryn zu fliegen. Doch bereits beim Abflug von der Erde häufen sich seltsame Vorkommnisse und technische Fehlfunktionen auf der "Nightflyer". Mit Thale, einem psychisch labilen Telepathen, der für D'Branin telepathischen Kontakt zu den Volcryn herstellen soll, ist schnell ein Verdächtiger gefunden. Jedoch ist an Bord der "Nightflyer" nichts so, wie es scheint. Es beginnt eine Reise ins Ungewisse, die schon bald die ersten Todesopfer fordert…

Review: Episodenbild (c) Netflix "Nightflyers" beginnt mit dem vermeintlichen Ende. Agatha Matheson (Gretchen Mol) wird von dem axtschwingenden manischen Rowan (Angus Sampson) verfolgt. Sie versucht verzweifelt eine Nachricht aufzuzeichnen – keinen Hilferuf, sondern eine Warnung, dass das Raumschiff "Nightflyer" unter keinen Umständen wieder zurück zur Erde gelangen darf. Matheson schafft es Rowan kurzzeitig zu überwältigen und nachdem sie sich davon überzeugt hat, dass ihre Warnung gesendet wurde, tötet sie sich selbst. "Nightflyers" präsentiert sich in den ersten fünf Minuten als Slasher im Weltall, der zwar ziemlich ungeniert Kubricks "Shining" zitiert, aber wie ich zugeben muss, weiß, wie man Neugierde weckt. Was ist an Bord des Raumschiffes passiert? Wie konnte es soweit kommen, dass ein axtschwingender Wahnsinniger Jagd auf seine Kollegen macht? Warum nimmt sich Agatha Matheson schlussendlich ihr Leben? Leider sind diese fünf anfänglichen Minuten weder inhaltlich noch qualitativ repräsentativ für den Rest der Serie. Weshalb ich an dieser Stelle selbst eine Warnung aussprechen möchte: Liebe Science Fiction Fans, ignoriert die Empfehlung von Netflix und schaut euch unter keinen Umständen "Nightflyers" an! Im Gegensatz zu Agatha Matheson verzichte ich aber darauf, mir das Leben zu nehmen.

Spaß beiseite. Die ursprünglich für den US-Sender Syfy produzierte Serie, die nun hierzulande ohne große Fanfaren in den Netflixkatalog aufgenommen wurde, basiert recht lose auf der gleichnamigen Novelle von "Game of Thrones" Autor George R.R. Martin, der vor seinem Erfolg mit der Fantasy-Saga vor allem in den pulpigen Gefilden des Science-Fiction-Genres aktiv war. Bereits 1987 wurde versucht, den Stoff in einem TV-Film zu adaptieren und man ist bereits damals damit auf der ganzen Linie gescheitert. Im Vergleich zum TV-Film braucht sich die Serienumsetzung nicht für ihre Produktionswerte zu schämen. Im Gegenteil, die Sets sind gefällig und die Effekte sehen überraschend gut aus. Das war es aber dann auch schon mit dem Positiven. Syfys "Nightflyers" scheitert stattdessen auf der inhaltlichen Ebene. Martins kurze Novelle, die lediglich eine simple und in meinen Augen nur mittelmäßig gelungene Spukhausgeschichte im Weltall erzählt, war bereits 1980 bei ihrem Erscheinen teilweise überholt. Die Story folgt streng den Genrekonventionen, trieft zudem vor Klischees und Martins Bemühungen, Melantha Jhirl als eine sexuell selbstbestimmte Frauenfigur zu verkaufen, sind derart unbeholfen, so dass sie letzten Endes doch nichts weiter ist, als ein Ausdruck von Martins Fetisch für sehr wohlproportionierte schwarze Frauen mit unersättlichem Sex-Drive. Letzteres ist zwar weniger ein Problem in der Serie, auch wenn die Macher bemüht sind, Melantha vor allem als Hingucker zu inszenieren. Beim Rest frage ich mich aber schon, wie man zu dem Schluss kommen konnte, gerade aus diesem Ausgangstoff eine Serie, die am besten noch mehrere Staffeln laufen soll, basteln zu wollen. Kurz gesagt, der Stoff der Vorlage ist ungeachtet der inhaltlichen Qualitäten ungeeignet, um damit auch nur eine Staffel von 10 Episoden füllen zu können. Diese Erkenntnis ist wohl auch den Autoren während der Produktion gekommen, denn nach nur drei Folgen, hat die Serie, obwohl sie die ersten beiden Episoden größtenteils damit verschwendet hat, mit dem Telepathen Thale einer offensichtlichen falschen Fährte hinterherzujagen, das Material der Vorlage, abgesehen von der Begegnung mit den außerirdischen Volcryn am Schluss, aufgebraucht.

Episodenbild (c) Netflix Es ist zwar löblich, dass die Autoren die Auflösung, wer oder was für die Vorfälle auf der "Nightflyer" verantwortlich ist, nicht weiter hinausgezögert haben. Allerdings ist den Schreibern für ihre nächste Herausforderung, den Weg bis zum Finale zu gestalten, anscheinend nichts weiter eingefallen, als in schierer Verzweiflung die Hände über den Kopf zusammenzuschlagen und halbgare Ideen, die wenig bis gar nichts mit der Prämisse der Geschichte zu tun haben, an die Wand zu werfen, in der Hoffnung, dass wenigstens irgendwas davon kleben bleiben würde. Die Serie ist schon nicht gut gestartet, entwickelt sich aber spätestens ab der Staffelmitte zu einem Brei aus unsinnigen Einfällen mit Figuren, die durch und durch unprofessionell agieren und nur selten nachvollziehbare Reaktionen zu dem zeigen, was um sie herum geschieht. Und das Finale? Das ist eine Unverschämtheit sondergleichen, da die Macher, nach der Tortur bis hierhin, nicht mal den Anstand besitzen, die Handlung zu einem Ende zu bringen und stattdessen lieber die Weichen für die nächste Staffel stellen.

Fazit: Machen wir es kurz und schmerzlos: "Nightflyers" ist von Anfang bis Ende Zeitverschwendung der übelsten Sorte. Dann doch lieber zu "Event Horizon" greifen. Der Film besteht aus ähnlichen Versatzstücken, erzählt seine Handlung aber wesentlich effektiver in gerade mal 90 Minuten. Eben kurz und schmerzlos.

Wertung: 1 von 5 Punkten
Tu Bacco
(Bilder © 2019 Netflix)







Kommentare (2)
RSS Kommentare
1. 08.02.2019 21:30
 
Danke
Danke für das Review.  
Wollte heute eigentlich mit der Serie anfangen und bin stattdessen nun lieber bei The expanse eingestiegen. :grin
 
2. 14.02.2019 15:18
 
Danke
Ich stecke bei Nightflyers zwar erst bei der Hälfte, stimme mit Tu Bacco bislang aber leider ziemlich überein. So gesehen war The Expanse definitiv die richtige Wahl - wobei eigentlich selbst der Vergleich schon fast eine Beleidigung ist :grin
 

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