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Gunpowder Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) HBO

Originaltitel: Gunpowder
Bewertung:
Erstausstrahlung USA: 21. Oktober 2017 (HBO)
Erstausstrahlung D: 15. Januar 2019 (RTL Crime)
Drehbuch: Ronan Bennett & Daniel West
Regie: J Blakeson
Besetzung: Kit Harington als Robert Catesby, Liv Tyler als Anne Vaux, Edward Holcroft als Thomas Wintour, Shaun Dooley als Sir William Wade, Mark Gatiss als Lord Robert Cecil, Peter Mullan als Father Henry Garnet, Derek Riddell als King James I, Robert Emms als Father John Gerard, Luke Broughton als Thomas Bates, Tom Cullen als Guy Fawkes, Luke Neal als Jack Wright, Hugh Alexander als Sir Philip Herbert, Tom Sweet als Young Robert Catesby, David Bamber als Lord Northumberland, Richard Glover als Slater u.a.


Kurzinhalt: Es ist das Jahr 1603: In England werden Katholiken unter der Herrschaft von König James I. verfolgt und hingerichtet. Der Edelmann Robert Catesby plant ein Attentat auf den König und dessen Gefolgschaft. Er begegnet dem Sprengstoffexperten Guy Fawkes. Am 5. November 1605 deponieren sie 2,5 Tonnen Schießpulver in den Kellern des Parlamentsgebäudes, um sich für die Unterdrückung der Katholiken zu rächen und für ihren Glauben zu kämpfen…

Review: Ich gestehe, dass ich in englischer Geschichte wenig bis gar nicht bewandert bin und dementsprechend vom historischen Gunpowder Plot, dem Versuch britischer Katholiken, während der Parlamentseröffnung am 5. November 1605 den protestantischen König von England samt Gefolge zu töten, allenfalls am Rande schon einmal gehört hatte. So war die vorliegende HBO-Miniserie, die mit dem schlichten, aber bezeichnenden Titel "Gunpowder" auskommt, für mich die Gelegenheit, die eine oder andere Wissenslücke zu schließen und in die englische Geschichte einzutauchen. Die Serie zeichnet die historische Prämisse, die Beweggründe, die Vorbereitung und Planung, die Durchführung bis hin zu den Nachwehen in 3 Teilen à 60 Minuten detailliert und aussagekräftig nach. Aussagekräftig, da insbesondere der erste Teil mit einigen immens verstörenden und brutalen Bildern von Folter und Hinrichtung aufwartet, die man so bis dato nicht gesehen hat, die aber durchaus historisch korrekt nachgestellt sind. So sind die Motive der Verschwörer – um nicht zu sagen Attentäter – nachvollziehbar, und als Zuschauer ist man ebenso wie die Protagonisten bereit, sich gegen den König aufzulehnen und zum Freiheitskämpfer zu werden. Insofern ist die "Gunpowder"-Serie recht gut gelungen, da sie eine Geschichte präsentiert, die ihr Publikum sowohl sachlich als auch emotional erreicht und keinen drögen Geschichtsunterricht abgibt.

Episodenbild (c) HBO Dennoch ist "Gunpowder" kein Highlight. Leider gelingt es der Serie so gut wie gar nicht, die Geschichte differenziert mit all ihren Nuancen nachzuerzählen. Die Opfer und Verschwörer sind ganz klar als Sympathieträger zu identifizieren, während die Antagonisten schlicht und ergreifend als böse, brutal oder einfältig dargestellt werden. Der englische König kommt besonders schlecht weg, da er im Grunde nur ein Trottel bleibt, der seinen jungen Höflingen homoerotische Neigungen entgegenbringt. Weiterhin begeht die Verfilmung den Fehler, die Attentäter stilistisch zu heroisieren. Versteht mich nicht falsch: Es ist durchaus legitim, dass eine solche Geschichtsverfilmung eine Wertung der Vorgänge vornimmt, aber wenn beispielsweise Kit Haringtons Robert Catesby zumindest bei mir den Eindruck hinterlässt, er sei ein Errol Flynn in Robin-Hood-Manier, oder wenn ich die Schießerei gegen Ende eher einem Action-Blockbuster der 1990er zuordnen würde, ist das Ziel doch verfehlt, oder? Dann könnte man doch gleich eine fiktive Geschichte – vor historischem Hintergrund – erzählen. Dann würde ich vielleicht sogar die Zeitlupen-Schießerei verzeihen!

Ich bin kein Fan von "Game of Thrones", weswegen ich Kit Haringtons Leistung in der Hauptrolle eher neutral betrachte. Ob er tatsächlich ein Nachfahre seines alter ego Robert Catesby ist oder ob es sich nur um einen Marketing-Gag handelt, ist nicht nachvollziehbar. Jedoch konnte ich in seiner Darbietung kaum Leidenschaft oder Empathie erkennen. Drei Stunden lang der gleiche Gesichtsausdruck – das soll ihm erstmal jemand nachmachen! Vom weiteren Cast erscheint mir lediglich noch Liv Tyler erwähnenswert, die ich noch aus "Armageddon" kenne und seitdem kaum besser zu schauspielern gelernt hat. Da ich "Armageddon" aber recht gerne mag, hat mir das Wiedersehen zumindest ein wenig Freude bereitet.

Fazit: Es fällt der Miniserie sehr schwer, dem historischen Thema gerecht zu werden. Während der erste Akt sein Publikum noch zu packen vermag, verkommt die Verfilmung in weiterer Folge zu einem langatmigen Hin und Her von Schauplätzen und Figuren. Schwache Darsteller, unglaubwürdige Figuren, altmodische und klischeehafte Stilmittel sowie der oberflächliche Umgang mit historischen Fakten rechtfertigen kaum, sich für drei Stunden auf den Hosenboden zu setzen.

Wertung: 2 von 5 Punkten
Björn Flügel
(Bilder © 2017 HBO)







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