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Shining Drucken E-Mail
Review zu Stephen Kings Horror-Klassiker Kategorie: Literatur & Comics - Autor: Christian Siegel - Datum: Samstag, 19 Januar 2019
 
Titel: "Shining"
Originaltitel: "The Shining"
Bewertung:
Autor: Stephen King
Übersetzung: Harro Christensen
Umfang: 624 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (D)
Veröffentlicht: 1985 (D), 1977 (E)
ISBN: 978-3-404-13008-1
Kaufen: Taschenbuch (D), Kindle (D), Taschenbuch (E), Kindle (E)
 

Kurzinhalt: Vor kurzem hat Jack Torrance nach einem Zwischenfall mit einem Schüler seinen Job als Lehrer verloren. Als Alkoholiker – wenn auch mittlerweile seit ein paar Monaten trocken – fällt es ihm schwer, einen neuen Job zu finden. Ein Freund – und ehemaliger Trinkkollege – macht sich dann jedoch dafür stark, ihn als Hausmeister im geschichtsträchtigen Overlook-Hotel einzusetzen. Dort soll er, während dieses im Winter geschlossen ist, nach dem Rechten sehen. Seine Frau Wendy und sein Sohn Danny sollen ihm in dieser Zeit im Hotel Gesellschaft leisten. Doch Danny hat übersinnliche Fähigkeiten – Hellsichtigkeit oder auch Shining genannt – und sein nicht-ganz-so-imaginärer Freund Tony warnt ihn ausdrücklich vor dem Overlook Hotel – da dort große Gefahr auf ihn und seine Mutter lauern würde. Und das nicht nur aufgrund der zahlreichen Geister, die im Hotel (angesichts der vielen Leute, die in diesem ums Leben gekommen sind) herumspuken, sondern vor allem auch der bösen Präsenz des Overlooks selbst, das zunehmend Einfluss auf Jack Torrance ausübt – und ihn gegen seine eigene Familie aufstachelt…

Review: Vor etwa fünfzehn Jahren habe ich mal begonnen, mir ein paar Werke des Großmeisters des Horrors vorzuknöpfen; darunter neben der (damals noch siebenteiligen) "Der dunkle Turm"-Reihe unter anderem auch so Klassiker wie "Es", "Friedhof der Kuscheltiere", sowie einige seiner Kurzgeschichtensammlungen. "Shining" habe ich damals aber insofern ganz bewusst ausgelassen, als ich den Film damals noch nicht kannte, und nach "Der Herr der Ringe" die Lehre gezogen habe, mir bei Verfilmungen immer lieber zuerst den Film anzuschauen, und erst danach in die Romanvorlage einzutauchen. Anfang des Jahres hat sich nun aber eine gute Gelegenheit ergeben, und ich beschloss, diese Lücke endlich mal zu schließen. Und auch wenn ich es jetzt nicht als das ganz große Überdrüber-Highlight empfand, und u.a. "Es" wesentlich stärker einschätzen würde, war ich im Großen und Ganzen recht angetan. Vor allem die erste Hälfte konnte mir sehr gut gefallen. Dies mag daran liegen, dass das der eigenständigste Teil von "Shining" ist, also im Vergleich zum Film, und fast als eine Art Prequel zu eben diesem funktioniert. Dort wird nämlich die Vorgeschichte der Familie detailliert aufgerollt, inklusive jenes Zwischenfalls, wo Jack Danny aus Versehen (im Vollrausch) den Arm brach. Generell werden die Figuren in diesem Teil des Romans sehr gut ausgearbeitet, und uns im Detail vorgestellt. Im Vergleich zum Film gelang es Stephen King dort auch wesentlich besser, mich trotz all seiner Probleme auch eine gewisse Sympathie für Jack empfinden zu lassen, der einfach eine extrem problemgebeutelte Figur ist, dessen Schwäche sich das Overlook zu Nutze macht. Sprich, er wirkt hier viel stärker als im Film wie ein Opfer des Hotels – jedoch ohne ihn gänzlich aus der Verantwortung zu nehmen.

Aber auch Wendy und Danny wird hier viel Aufmerksamkeit geschenkt. Bei ersterer gelingt es King sehr gut, ihren Zwiespalt auszuarbeiten. Bei letzterem widmet er sich einerseits dessen Gedanken und Befürchtungen im Hinblick auf die zerrüttete Ehe seiner Eltern, andererseits aber natürlich auch ganz besonders (und noch wesentlich stärker als im Film) den übersinnlichen Fähigkeiten. Und generell gelang es King aus meiner Sicht sehr gut, die Gedankenwelt eines sechsjährigen zu beschreiben. Eben das sticht an "Shining" zweifellos hervor. Den Schreibstil fand ich ebenfalls sehr interessant. Die einzelnen groß gedruckten Worte (insbesondere SCHEIDUNG) sind mir zwar mit der Zeit ein bisschen auf den Wecker gegangen, aber vor allem die inneren Gedanken zwischendurch, die teilweise gesprochene Sätze direkt unterbrechen, und dabei die wahren Gedanken dahinter offenbaren, fand ich überaus gelungen. Das war ein netter und höchst interessanter Einfall. Leider aber, im weiteren Verlauf des Romans stellte sich dann unweigerlich und zunehmend der Vergleich zum Film, und dort zog Stephen Kings Vorlage für mich oftmals den Kürzeren. Generell war ich etwas unangenehm überrascht, wie wenig gruselig ich "Shining" fand. Da ist es ihm bei anderen Romanen, wie "Es" oder "Stark", wesentlich besser gelungen, mir das Fürchten zu lehren. "Shining" ist insgesamt auch – wie es bei Stephen King ja leider des Öfteren vorkommt – zu ausschweifend und/oder lang. Vor allem für den Showdown nimmt sich King zu viel Zeit, weshalb "Shining" just an dieser Stelle des Romans dann zunehmend die Luft ausgeht. Und das Ende war mir im direkten Vergleich zum Film auch etwas zu glücklich. Aus meiner Sicht hat Stanley Kubricks Verfilmung/Interpretation – da kann Stephen King über sie noch so sehr die Nase rümpfen – jedenfalls die Nase vorn.

Fazit: An Stanley Kubricks grandioses Meisterwerk (für mich einer der besten, wenn nicht gar der beste, Horrorfilm aller Zeiten) kommt die Romanvorlage für mich zwar nicht ganz heran, dennoch ist Stephen King mit "Shining" eine sehr gute, und vor allem mal etwas andere und durchaus ungewöhnliche und originelle, Variante des "Haunted House"-Horrors gelungen. Der Roman punktet dabei – typisch King – mit seiner ausführlichen Charakterisierung, und hat mir vor allem in der ersten Hälfte, die fast als Prequel zum Film funktioniert, sehr gut gefallen. Die Vorgeschichte bzw. die dortigen Hintergründe der zerrütteten Familie fand ich sehr interessant, und auch dem titelspendenden Shining widmet sich Kind dort ausführlich. Zudem gelang es ihm aus meiner Sicht sehr gut, die Gedanken eines sechsjährigen plausibel wiederzugeben, und auch der Schreibstil hatte es mir dank so origineller Einfälle wie den Gedanken in Klammern angetan. Mit zunehmender Seitenzahl drängte sich jedoch der Vergleich zum Film immer stärker auf, und dort zog die Vorlage in meinen Augen leider zunehmend den Kürzeren. In anderen Romanen ist es King in meinen Augen doch noch wesentlich besser gelungen, eine gruselige Stimmung aufzubauen. Vor allem aber ist "Shining", wie es bei King ja leider nur allzu oft vorkommt, zu lang, was dann gerade auch beim Finale ein bisschen auf die Spannung drückt. Davon abgesehen funktioniert "Shining" aber auch mehr als 40 Jahre später immer noch ausgezeichnet.

Bewertung:4/5 Punkten
Christian Siegel





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