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James Bond 007 - Der Mann von Barbarossa Drucken E-Mail
007 infiltriert eine russische Terrororganisation Kategorie: Literatur & Comics - Autor: Christian Siegel - Datum: Samstag, 22 Dezember 2018
 
Titel: "James Bond 007: Der Mann von Barbarossa"
Originaltitel: "James Bond - The Man from Barbarossa"
Bewertung:
Autor: John Gardner
Übersetzung: Anika Klüver & Stephanie Pannen
Umfang: 400 Seiten
Verlag: Cross Cult
Veröffentlicht: 20. Dezember 2017
ISBN: 978-3-86425-859-6
Kaufen: Taschenbuch (D), Kindle (D), Taschenbuch (E), Kindle (E)
 

Kurzinhalt: Die russische Terrororganisation "Waagen der Gerechtigkeit" entführt einen Mann, der zum Ende des zweiten Weltkriegs in die USA eingereist ist. Sie behaupten, dass es sich bei ihm um den Nazi-Kriegsverbrecher Josif Voronstov handeln würde. Sowohl der MI-6, der KGB als auch der Mossad sind sich jedoch sicher, dass sie den falschen Mann erwischt haben – wissen sie doch ganz genau, wo sich Voronstov in Wirklichkeit aufhaltet. Zusammen mit dem Mossad-Agenten Pete Natkowitz und zwei Agenten des französischen Secret Service, Henri Rampart und Stephanie Adoré, fliegt James Bond nach Russland, wo er sich mit seinen Kollegen/Konkurrenten vom KGB trifft. Mit der Hilfe von Bory Stepakov will er zusammen mit dessen Assistentin Nina Bibikova die Waagen der Gerechtigkeit infiltrieren, in dem er sich als britischer Kameramann ausgibt, der die Scheinverhandlung rund um den vermeintlichen Voronstov filmen soll. So hofft Bond, herauszufinden, was die Waagen der Gerechtigkeit wirklich vor haben, und ihren Plan vereiteln zu können…

Review: Der vor rund einem Jahr veröffentlichte Roman "Der Mann von Barbarossa" ist der bislang letzte, der aus der James Bond-Reihe des Cross Cult-Verlags erschienen ist. Auf der einen Seite finde ich das doch sehr schade. Der Verlag hat sich mit den schönen Covern Michael Gillette sichtlich Mühe gegeben; zudem ist es aus Konsumentensicht halt generell immer enttäuschend, wenn man sich eine Reihe vorknöpft, und diese dann mittendrin unterbrochen wird. Andererseits ist so ein Verlag halt auch kein Wohltätigkeitsverein, und wenn die Verkaufszahlen die Lizenzkosten nicht rechtfertigen, ist die Entscheidung von Cross Cult, so bedauernswert sie auch sein mag, natürlich nachvollziehbar. Wobei die meines Erachtens mäßige Qualität der letzten Gardner-Romane, die im Verlag erschienen sind, halt sicherlich auch nicht halfen. Und statt sich hier nun zumindest mit einem Knall zu verabschieden, setzt "Der Mann von Barbarossa" diesen Eindruck leider nahtlos fort, und sorgt so auch dafür, dass der Trennungsschmerz nicht zu groß wird. Und dabei hat alles so vielversprechend angefangen! Weil die Schilderung der Nazi-Kriegsverbrechen zu Beginn ging wirklich unter die Haut, und die Idee, James Bond auf die Jagd nach so einem Monster zu schicken, fand ich überaus interessant und reizvoll. Leider aber war das überhaupt nicht die Richtung, die "Der Mann von Barbarossa" in weiterer Folge einschlug. Der Nazi-Kriegsverbrecher Josif Voronstov ist letztendlich nur der Aufhänger für einen ziemlich 08/15-Plot rund um eine austauschbare Terrororganisation und ihren Plan, die russische Regierung zu stürzen. Was ich dann im direkten Vergleich doch um einiges weniger interessant und/oder spannend fand. Eher gestört haben mich auch die ständigen Schwenks zurück zu M, deren Sinn sich mir auch nicht so recht erschließen wollten. John Gardner zieht zudem halt wieder sein übliches Muster durch, über vertrauensunwürdige Femme Fatales über vermeintlich überraschende Twists, welche die gewünschte Wirkung bei mir leider überwiegend verfehlten. Und vor allem auf den Schmäh, dem Leser einreden zu wollen, James Bond wäre tot, hätte er doch besser verzichtet, weil das war – inklusive der Auflösung, in wessen Haut er geschlüpft ist – einfach so dermaßen durchsichtig. Und auch daran, dass seinen 007-Romanen ganz einfach Ian Flemings typischer Flair fehlt, hat sich nichts geändert. Insgesamt klingt das zwar jetzt schon wieder deutlich negativer und dramatischer, als es eigentlich ist. "Der Mann von Barbarossa" liest sich flüssig, die Handlung entwickelt sich größtenteils flott weiter, und lässt dadurch keine Langeweile aufkommen. Trotz aller Schwächen und berechtigter Kritik hoffe ich jedenfalls, dass der Cross Cult-Verlag die Reihe eines Tages wieder aufleben lassen und auch die weiteren 007-Romane (nicht nur von Gardner) neu auflegen wird.

Fazit: Auch wenn ich von John Gardners letzten 007-Romanen nicht mehr sonderlich begeistert war, finde ich es schade, dass seine vier weiteren Bond-Bücher wohl vorerst nicht im Cross Cult-Verlag erscheinen werden. Andererseits, wenn sich diese eh auch "nur" auf dem Niveau von "Der Mann von Barbarossa" befanden, verpasst man als deutscher 007-Fan wohl auch nicht viel, wenn man sie nicht gelesen hat. Nicht falsch verstehen, der Roman war soweit schon ganz ok. Leider aber lässt er die eigentlich interessante Grundprämisse rund um den Nazi-Kriegsverbrecher rasch gänzlich fallen, nur um sich um die x-te austauschbare Terrororganisation zu drehen. Der weitere Plot war dann generell sehr 08/15 und Gardner-typisch – vorhersehbare Wendungen inklusive. Die ständigen Schwenks zu M, deren Sinn sich mir nicht erschloss, hätte er sich dabei ebenso sparen sollen, wie den unnötigen und ohnehin nicht funktionierenden Schmäh, den Leser überzeugen zu wollen, Bond wäre tot. Und generell fehlt seinen Erzählungen halt einfach jener Flair, den Ian Fleming in seine Bond-Romane hineingebracht hat. Solide Spionage-Kost bietet "Der Mann von Barbarossa" aber schon.

Bewertung: 2.5/5 Punkten
Christian Siegel





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