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The Expanse - 3x13: Abaddon's Gate Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) SyFy

Originaltitel: Abaddon's Gate
Episodennummer: 3x13
Bewertung:
Erstausstrahlung USA: 27. Juni 2018
Erstausstrahlung D: -
Drehbuch: Daniel Abraham, Ty Franck & Naren Shankar
Regie: Simon Cellan Jones
Hauptdarsteller: Steven Strait als James Holden, Cas Anvar als Alex Kamal, Dominique Tipper als Naomi Nagata, Wes Chatham als Amos Burton, Frankie Adams als Roberta "Bobbie" Draper, Shohreh Aghdashloo als Chrisjen Avasarala, Thomas Jane als Joe Miller.
Gastdarsteller: David Strathairn als Klaes Ashford, Cara Gee als Camina Drummer, Nadine Nicole als Clarissa Mao, Elizabeth Mitchell als Anna Volovodov, Anna Hopkins als Monica Stuart, Yanna McIntosh als Chandra Lucas, Sean Baek als Commander Kunis, Andrew Rotilio als Diogo Harari, Sabryn Rock als Oshi, Hamed Dar als Pvt. Jed Trepp, Obssa Ahmed als Egan, Brock Johnson als Grigori Harari, Chris Owens als Kolvoord u.a.


Kurzinhalt: Von Miller erfährt Holden, wie er die Vernichtung des Sonnensystems verhindern kann. Hierzu müssen die Reaktoren der gestrandeten Schiffe im Ring Space heruntergefahren werden, um der Station zu signalisieren, dass von den Schiffen keine Gefahr ausgeht. Ashford hingegen ist überzeugt, dass die einzige Möglichkeit zur Rettung der Menschheit in der Zerstörung des Tors zu unserem Sonnensystem liegt. Er setzt alles daran, dass sein Plan gelingt und lässt sich durch nichts und niemanden aufhalten. Zwischen Holden und Ashford beginnt gnadenloser Wettlauf gegen die Zeit, dessen Ausgang das Schicksal der Menschheit bestimmen wird…

Review: Kurz nachdem der US-Sender Syfy die Absetzung der Serie bekannt gegeben hatte, versuchte Autor Ty Franck über Twitter die Gemüter zumindest etwas zu beruhigen und hat versprochen, dass die 3. Staffel - anders als für die Serie üblich - nicht einfach wieder mittendrin enden würde, sondern dass die Verantwortlichen dieses Mal vorausschauend ein richtiges Finale produziert hätten, welches mit den begonnenen Handlungssträngen abschließen und lediglich die Tür für weitere Geschichten offen lassen würde. Franck hat meiner Meinung nach insofern recht, da "Abaddon's Gate" tatsächlich mit den bisherigen Handlungssträngen auf dramatische und vor allem befriedigende Weise abschließt und das Staffelfinale sich somit auch gut als vorzeitiges Serienfinale geeignet hätte, wenn Amazon nicht zur Rettung der Serie geeilt wäre. Die Tür für weitere Geschichten wird aber nicht einfach nur offen gelassen, sondern stattdessen sperrangelweit aufgestoßen. Ähnlich wie Epsteins Antrieb, der der Menschheit in der Serie zwar nicht die Sterne geben konnte, dafür aber die Kolonisierung des Sonnensystems ermöglicht hat, kündigt sich hier ein weiterer Paradigmenwechsel an, der ein für alle Mal klärt, warum die Serie den Titel "The Expanse" trägt: Am Ende von "Abaddon's Gate" öffnen sich die Tore und 1300 potentiell bewohnbare Sonnensysteme sind für die Menschheit nun greifbarer Nähe. Holdens Monolog lässt aber bezweifeln, ob die Menschheit bereit ist, ihren Platz auf der galaktischen Bühne einzunehmen und ihre Kinderkrankheiten hinter sich zu lassen.

Episodenbild (c) SyFy "The Expanse" hat bisher eine Menschheit gezeigt, die an das Sonnensystem gefesselt ist und abseits von Reisen mit Überlichtgeschwindigkeit eine Nische der Science Fiction bedient, die insbesondere in Film und Fernsehen vergleichsweise unterrepräsentiert ist. Mit dem Sprung auf die galaktische Bühne besteht zwar die Möglichkeit, dass die Serie damit ein Teil ihrer Einzigartigkeit aufgibt oder zumindest ein paar ihrer charakteristischen Merkmale einbüßen könnte, aber wenn der Ausblick, der am Ende dieser Episode aufgezeigt wird, kein reizvolles Szenario für eine 4. Staffel und darüber hinaus darstellt, dann weiß ich auch nicht. Francks Versprechen habe ich bis vor kurzem wenig Glauben geschenkt. Es erschien mir nicht wirklich machbar, anders als "Leviathan Wakes" in 15 Episoden und "Caliban's War" in 14 Episoden, "Abaddon's Gate" in nur 7 Episoden zu adaptieren, obwohl auch der 3. Band ähnlich umfangreich wie die anderen Bücher der Reihe ist. Aber ich ziehe meinen Hut vor den Schreibern der Serie. Obwohl sie in diesen 7 Episoden die Vorlage sehr viel freier als bisher adaptiert und dazu Plots vereinfacht und Figuren aus den Büchern zusammengefügt haben, haben sie es bis auf einige kleinere Stolpersteine meines Erachtens geschafft, die Fallgruben, die sich bei vielen anderen Produktionen in schöner Regelmäßigkeit auftun, wenn Autoren die Wege der Vorlage als Blaupause verlassen, zu umgehen. Im Gegenteil, die Schreiber haben es hier sogar noch geschafft, ein paar der Schwachstellen des 3. Buches zu umschiffen.

Die größten Gewinner sind dabei Camina Drummer und Klaes Ashford. Fred Johnsons taffe Number One hat sich bereits in der letzten Staffel zu einer der Fanfavoriten entwickelt und da lag es auf der Hand, dass die Macher ihr in der 3. Staffel mehr zu tun geben. Da es innerhalb der Handlung wenig Sinn gemacht hätte, die zwei OPA Anführer Fred Johnson und Anderson Dawes auf die Behemoth zu schicken, stellen Drummer und Ashford hier deren verlängerte Arme dar, die mal miteinander und mal gegeneinander über die Zukunft der Outer Planets Alliance und der Belter bestimmen. Ashford ist im Buch eine völlig eindimensionale Figur und mehr Mittel zum Zweck für die Handlung. Die Serie lässt den Zuschauer hingegen lange Zeit zweifeln, ob der alte Weltraumpirat eine versteckte Agenda hat beziehungsweise nur dazu da ist, Drummer das Leben schwer zu machen. Aber mit der Zeit habe ich mich erwischt, wie ich seinen Entscheidungen immer mehr zugestimmt habe. Und auch wenn sein Wille, mit den Erd- und Marsstreitkräften zusammenzuarbeiten, vielleicht nur aus der Not heraus geboren wurde, so hat er es zumindest versucht. Drummer an seiner Stelle hätte sich wahrscheinlich erst durch die Beharrlichkeit Naomis zu solch einer Aktion bewegen lassen. Daher ist es etwas schade, dass die Autoren im Finale etwas Potential liegen lassen und obwohl sie sehr bemüht waren genau das zu vermeiden, Ashford dann doch wie einen Klischeebösewicht, der seine eigenen Leute erschießt, handeln lassen, obwohl Ashford besser als eine Figur funktioniert, die mit einem heldenhaften Opfer für das höhere Wohl im Hinterkopf denkt, das Richtige zu tun, nur um dann doch auf der Verliererseite der Geschichtsschreibung zu landen.

Episodenbild (c) SyFy "Abaddon's Gate" als Staffelfinale legt von der ersten Minute an ein hohes Tempo vor, lässt aber wie im Falle Ashfords auch an ein paar anderen Stellen Potential liegen. Clarissas Wandel ging mir etwas zu schnell und auch wenn die Autoren in dieser Episode sehr bemüht waren, dass jede Figur im Finale eine Aufgabe hat, hat mich Annas Rolle in der 2. Staffelhälfte nicht richtig überzeugt, da sie die Hälfte dieser Episoden nach eben dieser Rolle sucht, um relevant für die Handlung zu bleiben. Wenigstens hat es für eine gute Szene für Amos gereicht, der sich sofort fasziniert von einer durch und durch moralisch handelnden Person zeigt und im Handumdrehen bereit ist, sein Leben für ihres zu geben, falls die Situation es erfordert. Amos ist und bleibt der treuste Kampfhund diesseits und nun auch jenseits des Sonnensystems. Davon abgesehen macht "Abaddon's Gate" aber eine gute Figur und die Folge hat ihren Höhepunkt in der erst hochdramatischen, dann aber urkomischen Fahrstuhlszene. Diogo hatte in der 3. Staffel gemessen an der Zahl seiner Auftritte recht wenig zu tun, die Art seines Ablebens passt aber wie die Faust aufs Auge zu seinem Charakter. Wer kopflos hoch klettert, kann tief fallen! Das Herunterfahren der Reaktoren mag als Plotlösung simpel und wenig kreativ erscheinen. Andererseits tun die Schreiber der Serie aber auch nicht so, als würden sie eine Geschichte mit sonderlich viel Tiefe erzählen. Von daher entbehrt es auch nicht einer gewissen Ironie, wenn man sich die Frage stellt, wie oft sich im Alltag Probleme durch ein einfaches Aus- und wieder Anschalten lösen lassen. Warum es also kompliziert machen, wenn es auch einfach geht?

Fazit: "Abaddon's Gate" ist anders wie die vorigen Staffelenden ein richtiges Staffelfinale, welches die bisherigen Handlungsfäden aufgreift und diese überwiegend sinnvoll und spannend zu ihren Höhepunkten führt. Auch wenn die 3. Staffel nicht ganz an die qualitativen Höhen der ersten Hälfte der 2. Staffel anschließen kann, so zementiert sich "The Expanse" in der Serienlandschaft nun endgültig als kompetent gemachte Science Fiction, die weiß was sie tut und wohin sie will. Das Ende stellt nicht nur eine Zäsur für die bisherige Geschichte dar, sondern ist auch ein Versprechen der Autoren, dass sie sich nicht scheuen den Status Quo fundamental zu verändern. Die 4. Staffel kann nicht schnell genug erscheinen!

Wertung: 4 von 5 Punkten
Tu Bacco
(Bilder © 2018 SyFy)




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