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Star Trek - VOY: Tod eines Neutronensterns Drucken E-Mail
Ein inhaltlich etwas gar dünner Roman Kategorie: Star Trek (Literatur) - Autor: Christian Siegel - Datum: Montag, 28 Mai 2018
 
Cover (c) Heyne
Titel: "Star Trek - VOY: Tod eines Neutronensterns"
Originaltitel: "Star Trek - Voyager: Death of a Neutron Star"
Bewertung:
Autor: Eric Kotani/td>
Übersetzung: Andreas Brandhorst
Umfang: 250 Seiten (Print-Ausgabe)
Verlag: Heyne
Erstveröffentlichung: März 1999 (E) bzw. 2002 (D)
Deutscher eBook-Release: 25. Februar 2014
ISBN: 978-3-641-11576-0
Kaufen: Taschenbuch (D), Kindle (D), Taschenbuch (E), Kindle (E)
 

Kurzinhalt: Die U.S.S. Voyager gerät in einen Raumkampf zwischen Vertretern der Lekk, welche die königliche Yacht der Qavok gestohlen haben, sowie einem Schlachtschiff eben jener besagter Qavok. Da letztere auch die Voyager angreifen, schießt Captain Janeway zurück. Die Voyager ist dem Schiff der Qavok klar überlegen und schlägt diese in die Flucht. Daraufhin nimmt man die Yacht an Bord, woraufhin die Lekk ihnen von einem nahegelegenen Neutronenstern berichten, der in Kürze explodieren will. Der Astrophysiker Maalot möchte dieses Phänomen genauer erforschen, äußert jedoch zugleich die Befürchtung, dass die Welle der Zerstörung des Neutronensterns auf das Heimatsystem der Lekk zusteuern könnte. Er hofft, durch seine Untersuchung die Flugrichtung der Explosionswelle berechnen zu können. Beim Neutronenstern trifft die Voyager dann neben einem Schiff der Xorm auch ein paar Raumer der Qavok an, mit denen man sich neuerlich ein Scharmützel liefert. Schon bald hegt die Voyager-Crew den Verdacht, dass die Qavok vor haben können, die Flugrichtung der Druckwelle zu beeinflussen und in Richtung des Heimatplaneten der Lekk zu richten. Zugleich findet man heraus, dass die Welle, wenn man nicht eingreift, drei Sonnensysteme zerstören wird. Daraufhin setzt die Voyager-Crew alles daran, den Plan der Qavok zu vereiteln, und zugleich einen Weg zu suchen, um die Explosion des Neutronensterns so zu steuern, dass die Druckwelle in den interstellaren Raum entweicht, wo sie keinen Schaden anrichten kann…

Review: "Tod eines Neutronensterns" ist ein ziemlich dünner Roman. Und damit meine ich jetzt weniger die Seitenzahl (auch wenn er was das betrifft ebenfalls zu den kürzeren "Star Trek"-Büchern zu zählen ist), als vielmehr die Handlung an sich, die nun alles andere als komplex ist. Die Voyager kommt zur Raumschlacht, fliegt daraufhin zum Neutronenstern, und dort bleibt sie dann auch. Während sie sich in dessen Orbit aufhält, wird die Crew vor einem Problem gestellt, löst dieses, woraufhin sich das nächste Problem ergibt, für das sie wieder eine Lösung finden, nur damit schon das nächste Problem auf sie lauert, für das sie eine Lösung erarbeiten, daraufhin dann jedoch auf ein weiteres Problem stoßen – ihr erkennt, worauf ich hinaus will. Es ist immer das gleiche Muster, und eben dieses zieht Eric Kotani ohne nennenswerte Abwechslung auf seinen rund 200 Seiten wieder und wieder und wieder und wieder und wieder und wieder und wieder durch. Es hilft auch nicht, dass am Ausgang des Geschehens von Anfang an kein Zweifel besteht, und Eric Kotani auch der Mumm fehlt, den Leser doch noch mit einem düsteren Ende zu überraschen. Eben dies drückt enorm auf die Spannung, da man trotz aller Rückschläge (richtigerweise) davon ausgeht, dass die Voyager-Crew am Ende doch noch triumphieren wird. Und auch die Raumschlachten fand ich jetzt nicht übermäßig packend beschrieben. Dass "Tod eines Neutronensterns" trotz dieser Schwächen noch eine vertretbare Wertung bekommt, liegt in erster Linie daran, dass er sehr kurz und -weilig ist. Es kommt keine Langeweile auf, und der Roman ist auch nicht übermäßig anspruchsvoll, und lässt sich daher trotz der astrophysikalischen Thematik eines explodierenden Neutronensterns auch prima bei hohen Temperaturen am Strand verschlingen, ohne das in der Hitze köchelnde Hirn zu überfordern. Die Figuren agieren wie aus der Serie gewohnt (werden jedoch leider nur extrem oberflächlich behandelt), und es gibt ein paar running gags (der Kaffee, der Countdown) die mich doch gelegentlich zum Schmunzeln brachten. Letztendlich zieht der Roman, trotz der oben beschriebenen, sich ständig wiederholenden Struktur, wie im Flug an einem vorbei. Das zugleich nicht viel von ihm hängen bleiben dürfte, ist dann halt wieder die Kehrseite der Medaille.

Fazit: Dünn, sehr dünn. Und damit meine ich weniger den Umfang (auch wenn "Tod eines Neutronensterns" sicherlich zu den kürzeren "Star Trek"-Romanen zählt) als vielmehr den Inhalt. Denn viel ist Eric Kotani hier ja leider nicht eingefallen. Nach der kurzen Raumschlacht zu Beginn und von ein paar späteren entsprechenden Scharmützeln abgesehen läuft der gesamte Roman immer gleich ab: Die Voyager-Crew steht im Hinblick auf den Neutronenstern vor einem Problem, findet dafür eine Lösung, nur damit schon wieder das nächste Problem auf sie lauert. Und eben dieses Spielchen wiederholt sich im Kapiteltakt. Zudem sind die Raumschlachten wenig packend geschildert, und generell mangelt es dem Roman an Spannung – nicht zuletzt, da man von Anfang an weiß, wie es ausgehen wird. Und doch ist "Tod eines Neutronensterns" insgesamt ok – was in erster Linie am hohen Erzähltempo, der geringen Seitenzahl, einzelnen gelungenen Gags sowie insgesamt der Kurzweiligkeit des Romans liegt. Man liest ihn flüssig und ohne sich groß anstrengen zu müssen durch, und fühlt sich dabei zumindest solide unterhalten. Pflichtlektüre ist "Tod eines Neutronensterns" aber sicherlich nicht, dafür ist er zu belanglos und unbedeutend.

Bewertung: 2.5/5 Punkten
Christian Siegel


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