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Westworld - 1x10: Die bikamerale Psyche Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) Netflix

Originaltitel: The Bicameral Mind
Episodennummer: 1x10
Bewertung:
Erstausstrahlung USA: 04. Dezember 2016 (HBO)
Erstausstrahlung D: 16. März 2017 (Sky)
Drehbuch: Lisa Joy & Jonathan Nolan
Regie: Jonathan Nolan
Hauptdarsteller: Evan Rachel Wood als Dolores Abernathy, Thandie Newton als Maeve Millay, Jeffrey Wright als Bernard Lowe/Arnold Weber, James Marsden als Teddy Flood, Ben Barnes als Logan, Ingrid Bolsø Berdal als Armistice, Clifton Collins Jr. als Lawrence, Simon Quarterman als Lee Sizemore, Rodrigo Santoro als Hector Escaton, Angela Sarafyan als Clementine Pennyfeather, Jimmi Simpson als William, Tessa Thompson als Charlotte Hale, with Ed Harris als Man in Black, Anthony Hopkins als Dr. Robert Ford.
Gastdarsteller: Ptolemy Slocum als Sylvester, Leonardo Nam als Lutz, Talulah Riley als Angela, Steven Ogg als Rebus, David Douglas als Gitlitz, Christopher Gerse als Destin, Keaton Savage als Buck Private, Jasmyn Rae als Maeve's Daughter, Izabella Alvarez als Lawrence's Daughter u.a.


Kurzinhalt: Nach der Reise in ihre eigene Vergangenheit wird Dolores vom Mann in Schwarz gestellt. Verzweifelt versucht sie, sich gegen ihn zu wehren, und warnt ihn davor, dass William auf der Suche nach ihr sei. Als der Mann in Schwarz ihr daraufhin Williams weiteres, verstörendes Schicksal offenbart, gerät Dolores' Weltbild völlig ins Wanken. Währenddessen sichert sich Maeve zusammen mit ihrer kleinen Privatarmee die Hilfe von Bernard. Dieser soll ihnen dabei helfen, aus dem Park zu entkommen. Dann jedoch überrascht Bernard sie mit der Offenbarung, dass auch ihr Fluchtversuch nur Teil ihrer Programmierung sei. Nun muss Maeve entscheiden, was ihr wichtiger ist: Echte Selbstbestimmung, oder ihre Freiheit. Währenddessen bereitet sich alles im Park auf die Hauptversammlung der Gesellschafter vor. Charlotte Hale legt Robert Ford nahe, bei seiner Rede vor eben dieser seinen Rückzug zu erklären. Doch dieser hat ganz andere Pläne…

Review: Episodenbild (c) Netflix Vom Serienauftakt zu "Westworld" war ich ja wirklich begeistert. Die weiteren Episoden der ersten Staffel bewegten sich jedoch überwiegend auf "lediglich" gutem Niveau. Mit "Die bikamerale Psyche" gelingt der Serie nun aber doch noch einmal, zum Ende von S1 auch qualitativ an den Auftakt "Das Original" anzuknüpfen. In einer extralangen Episode, die mit 94 Minuten Laufzeit selbst die bislang längsten "Game of Thrones"-Folgen in den Schatten stellt, schließt man nun nicht nur einige Handlungsstränge auf zufriedenstellende Art und Weise (vorläufig) ab, man liefert zudem einige Antworten auf offene Fragen – und stellt zugleich die Weichen für die zweite Staffel. Am deutlichsten stach dabei für mich die Offenbarung rund um die Identität des Mannes in Schwarz hervor. Ich muss gestehen: Rückwirkend macht es ja voll und ganz Sinn. Es musste ja einen Grund haben, warum Ed Harris nur als "Man in Black" geführt wurde und man uns seinen Namen verheimlichte. Dennoch wäre ich nie darauf gekommen, dass es sich dabei um William handelt, und sich somit die komplette Handlung mit ihm und Dolores dreißig Jahre vor den Ereignissen der restlichen Serie abspielen. Hier nutzte "Westworld" auf kongeniale Art und Weise die Möglichkeit, die der Park mit seinen nicht alternden Roboter-Bewohnern bietet. Grandios!

Und das natürlich nicht nur, weil es wirklich clever gemacht und sehr gut aufgebaut war (immerhin konnte man Williams "Verfall" über die letzten Episoden hinweg gut beobachten; und die Frage, ob ihm das Töten vielleicht mehr Spaß machen würde als er dachte, kam ja bereits in "Contrapasso" auf, und stach mir dort gleich ins Auge), sondern auch deshalb, weil es sowohl über William als auch über den Mann in Schwarz so viel aussagt, und ihre Szenen über beide Handlungsebenen hinweg rückwirkend betrachtet sogar noch einmal interessanter macht. Zu sehen, wohin sich dieser vermeintlich gute Kerl entwickelt hat, ist absolut erschütternd – und zugleich konnten wir eben diese Entwicklung aber auch sehr schön nachverfolgen, und wirkt sie nachvollziehbar. Insofern handelt es sich hier um einen Twist im besten Sinne des Wortes, nämlich nicht einfach nur eine überraschende Wendung, sondern eine Offenbarung, die zahlreiche Szenen davor in einem neuen Licht erscheinen lässt, und diese nachträglich aufwertet. Aber auch der Rest der Episode war höchst gelungen. So erfahren wir hier, dass Dolores und Teddy für das damalige Massaker verantwortlich waren. Zudem stellt sich heraus, dass Dr. Ford mit dreißig Jahren Verspätung seinem früheren Kollegen und Freund Arthur nun doch zustimmt, und zuletzt aktiv daran arbeitete, dessen Traum zu verwirklichen. Alle Fäden, die er im Verlauf der Staffel ausgelegt hat, laufen nun zusammen, und münden in einem – für die Figur – tragischen Finale: In der Hoffnung, seinen Schöpfungen damit die Freiheit zu ermöglichen, opfert er quasi sein eigenes Leben. Der einzige kleine Knackpunkt an der ganzen Folge: Mir war in dem Moment, wo Fords Rede zum ersten Mal erwähnt wird klar, was passieren würde. Es konnte letztendlich eigentlich nur darauf hinauslaufen, dass er mit einem Knalleffekt (in allen Bedeutungen des Wortes) abtritt. Insofern hatte das jetzt nicht ganz die emotionale Wirkung der William-Offenbarung. Dennoch sorgte man damit für ein hochdramatisches Finale, dass mich auch schon neugierig auf die Fortsetzung in der gerade angelaufenen 2. Staffel macht.

Episodenbild (c) Netflix Aber halt, denn bevor wir zum Fazit kommen: Es gab natürlich auch noch einen dritten Handlungsstrang, rund um Maeve. Dieser sorgte für einiges an cool-brutaler Action und zeigte uns, wie die Lage hinter den Kulissen zunehmend außer Kontrolle gerät. Was den Abschluss der Story betrifft, muss ich gestehen, im ersten Moment enttäuscht gewesen zu sein, dass Maeve den Park nicht verlässt. Erst während dem Abspann begann im Umzudenken und erkannte die eigentliche Bedeutung dahinter. Denn wäre sie geflohen, wäre sie letztendlich ja erst recht wieder "nur" ihrer Programmierung gefolgt. Stattdessen hat sie sich über eben diese hinweggesetzt: Ihr Ausstieg aus dem Zug war somit möglicherweise die erste selbstbestimmte Tat ihrer Existenz. Und auch produktionstechnisch stach die Folge wieder heraus. Angefangen bei den großartigen Effekten (man nehme nur die Szene mit der unfertigen Dolores am Ende) über die beeindruckenden Landschaftsaufnahmen, die starken schauspielerischen Leistungen, die wunderbare Musik bis hin zum tollen Drehbuch, das neben der Grundstory vor allem mit einigen auffällig-schönen Zitaten beeindruckte (Fords Abschiedsvorstellung, vor allem aber Dolores "One Day"-Rede). Ich bereue es jedenfalls nicht, der Serie eine Chance gegeben zu haben, und freue mich schon auf die zweite Staffel!

Fazit: Zum Ende der ersten Staffel ist es "Westworld" doch noch einmal gelungen, mich so richtig zu begeistern. In einer epischen Folge in Spielfilmlänge schließt man so manchen Handlungsstrang aus der Staffel auf zufriedenstellende Art und Weise ab, beantwortet einige offene Fragen, und stellt die Weichen für die – mittlerweile ja bereits angelaufene – zweite Staffel. Besonders begeistert war ich dabei vom Twist rund um William, den ich zu den besten zähle, die mir in einer Fernsehserie je untergekommen sind. Grandios aufgebaut, verblüffend, schockierend, und dabei jedoch nicht ein Schock des reinen Schocks willen, sondern vielmehr eine Offenbarung, die zahlreichen vorangegangenen Szenen aus der Staffel völlig neue (bittere) Bedeutung verleiht. Aber auch die anderen Offenbarungen, die packende Handlung rund um Maeves Fluchtversuch (inklusive ihrer interessanten Entscheidung am Ende), sowie das dramatische Finale bei der Versammlung hatten es mir angetan. Und produktionstechnisch ist "Westworld" ja ohnehin über jeden Zweifel erhaben. Jedenfalls: Nach diesem phantastischen Ausklang bin ich jetzt richtig froh, nicht lange auf die zweite Staffel warten zu müssen.

Wertung: 4.5 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2016 HBO)




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