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Pacific Rim: Uprising Drucken E-Mail
Minderwertige Fortsetzung der Mecha-Saga Kategorie: Filme - Autor: Michael Spieler - Datum: Dienstag, 17 April 2018
 
 
Pacific Rim Uprising
Originaltitel: Pacific Rim: Uprising
Produktionsland/jahr: USA 2018
Bewertung:
Studio/Verleih: Double Negative/Universal Pictures
Regie: Steven S. DeKnight
Produzenten: U.a. Cale Boyter, Mary Parent, John Boyega & Guillermo del Toro
Drehbuch: Steven S. DeKnight, Emily Carmichael, Kira Snyder & T.S. Nowlin
Filmmusik: Lorne Balfe
Kamera: Dan Mindel
Schnitt: Dylan Highsmith, Josh Schaeffer & Zach Staenberg
Genre: Science Fiction/Action
Kinostart Deutschland: 22. März 2018
Kinostart USA: 23. März 2018
Laufzeit: 111 Minuten
Altersfreigabe: FSK ab 12
Trailer: YouTube
Kaufen: Blu-Ray, DVD
Mit: John Boyega, Scott Eastwood, Cailee Spaeny, Burn Gorman, Charlie Day, Tian Jing, Jin Zhang, Adria Arjona, Rinko Kikuchi u.a.


Kurzinhalt: 10 Jahre nach dem großen Kampf gegen Invasoren aus einer anderen Dimension, hat sich die Welt verändert. Der Schwarzmarkthandel mit Teilen alter Jaeger blüht und die Pazifikstaaten haben ihre Verteidigungsstreitkräfte aufgerüstet, um einer neuen Gefahr bereit gegenüberzustehen. Eine neue Generation von Jaegerpiloten ist im Training, doch es gibt auch Bemühungen das Programm durch ferngesteuerte Jaeger – Drohnen in Mechaform – zu ersetzen. Jake Pentecost, Sohn von Stacker Pentecost, hat sich von den Verteidigungsstreitkräften abgewandt, bekommt von seiner Stiefschwester Mako Mori nach einem schiefgegangenen Raub, aber noch eine Chance. Als er damit beginnt, die mit ihm festgenommene Amara Namani und andere Rekruten auszubilden, greift ein fremder Jaeger eine Konferenz an und die Dinge kommen ins Rollen…

Review: "Pacific Rim: Uprising" hat die alt bewährte Formel von übergroßen Robotern und Monstern die sich bekämpfen. Wer dafür ins Kino kommt, wird auch diesmal nicht enttäuscht werden. Ich war genau deswegen Fan des Originals, auch wenn mich damals die Schauspieler nicht so überzeugen konnten. Dieses Mal lässt man sich hingegen eine Spur zu viel Zeit mit der Einleitung. Eh die alten und neuen handelnden Figuren vorgestellt und in der Welt an ihren Platz gebracht worden sind, vergeht einfach unfassbar viel Zeit für einen Actionfilm. Damit vergeht auch viel Zeit, in der eben keine Action zu sehen ist. John Boyegas Figur Jke ist für mich extrem redundant. Seine Ziehschwester Mako Mori war aus dem ersten Teil bekannt und wurde hier mehr oder weniger verheizt, wohingegen er mit keinem Wort erwähnt wurde. Irgendwann hatte Idris Elbas Stacker Pentecost also Zeit dafür, eine Familie abseits der Verteidigungsstreitkräfte zu gründen und hatte vor seinem Heldentod in "Pacific Rim" einen Sohn. Warum man sich nicht einfach auf Rinko Kikuchi als Mako Mori und damit ein bekanntes Gesicht für die Ausbildung verlassen konnte, entzieht sich mir. Die anderen Hauptfiguren sind allesamt Kids und keine kampferprobten Helden. Das Team, dass diesmal die Welt retten muss, erinnert mehr an die "Power Rangers", als die coolen Pilotenpaare aus dem ersten Teil. Die neuen Jaeger sind indes super cool. Wirkten die Beziehungen im ersten Teil etwas steif, ist es hier der Humor, der für mich nicht richtig zündet. Alles – gerade wenn Boyegas Jake dabei ist – verlässt das Niveau von Schenkelklopfern selten. Da war kaum was dabei, dass mir ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert hat. Also ich erwarte keine humoristischen Höchstleistungen in einem Film wie "Pacific Rim: Uprising", aber das ganze Timing war daneben. Also nicht mal Situationskomik hat hingehauen.

Szenenbild. Was mir im Nachhinein am meisten Leid tut, ist der Fakt, dass "Uprising" nichts zum "World Building" beigetragen hat, die der Vorgänger aufgemacht hat. Ohne zu viel spoilern zu wollen, bleibt "Uprising" doch sehr erdverbunden und die "echten" Gegner - die jetzt offiziell Forebearers heißen und ihre Motive - spielen keine Rolle. Dazu kommt, dass die meisten Kämpfe abseits unserer Helden stattfinden, oder im Eilverfahren abgehandelt werden. Durch die Prämisse des Films gibt es leider auch keine abwechslungsreichen Kaijus, wie im ersten Teil und der Hauptkampf ist recht unbefriedigend, wenn auch lang. Die Synchro ist richtig schlecht. Also ich weiß nicht, was da schiefgelaufen ist, aber man hat richtig gemerkt, wie schlecht und vielleicht überhastet, die deutsche Sprachversion geworden ist. Es ist also möglich, dass gerade diese Kritik am Humor im Original eine Spur besser davon kommt. Die neue Hauptdarstellerin Cailee Spaeny als Amara Namani ist ziemlich cool, wenn man bedenkt, dass dies im Grunde ihr Debutfilm ist. Als die dann aber zu ihren Mitstreitern im Rekrutentraining stößt, wird ein anderes Fass an Quatsch aufgemacht. Klischees bedient "Uprising" erwartungsgemäß überall, aber nirgendwo so schlimm und vorhersehbar, als im "Boot Camp". Die dort aufgefahrenen Animositäten sind extrem künstlich herbeigeschrieben und unglaubwürdig inszeniert. Wenn es denn dann zur Action kommt ist diese schon sehr geil und macht richtig Spaß. Meistens sieht das alles fantastisch aus, aber manchmal sind sehr seltsame Perspektive gewählt worden, die für Schwindel sorgen.

Fazit: Alles in Allem ist "Pacific Rim: Uprising" doch sehr durchwachsen und nicht so gut, wie der erste Teil. Es wird zu viel Zeit auf die Einführung verwendet und der Twist in der Mitte ist zwar ein Guter, hat aber auch Enttäuschung zur Folge. Zumindest bei mir. Fights und Action sind gefällig, aber leider nicht sehr abwechslungsreich. Bis auf die neue Hauptdarstellerin sind alle Leistungen eher vergessenswert, sei es nun Johny Boyega, Scott Eastwood, oder einer der beiden klugen Köpfe, die im ersten Teil schon dabei waren (gespielt von Charlie Day und Burn Gorman). Tian Jing ist als Großindustrielle Liwen Shao noch interessant. Der Fokus des Films hat sich eindeutig mehr in Richtung Kinder verschoben, was auch ein Grund dafür sein dürfte, dass die Dialoge recht cartoonhaft wirken. "Uprising" ist schon unterhaltsam, für Fans des Ersten aber vermutlich eher enttäuschend.

Wertung:6 von 10 Punkten
Michael Spieler
(Bilder © 2018 Universal Pictures)


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