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Doctor Who - 9x05: Das Mädchen, das starb Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) BBC

Originaltitel:The Girl Who Died
Episodennummer: 9x05
Bewertung:
Erstausstrahlung UK: 17. Oktober 2015
Erstausstrahlung D: 17. Dezember 2015
Drehbuch: Jamie Mathieson & Steven Moffat
Regie: Ed Bazalgette
Hauptdarsteller: Peter Capaldi als The Doctor, Jenna-Louise Coleman als Clara Oswald. Gastdarsteller: Maisie Williams als Ashildr, David Schofield als Odin, Simon Lipkin als Nollarr, Ian Conningham als Chuckles, Tom Stourton als Lofty, Alastair Parker als Limpy, Murray McArthur als Hasten, Barnaby Kay als Heidi u.a.

Kurzinhalt: Clara und den Doktor verschlägt es in ein Wikingerdorf. Nur kurz nach ihrer Ankunft wird dieses von den außerirdischen Mire heimgesucht. Diese transportieren die kräftigsten Krieger des Dorfes auf ihr Schiff, wo diese getötet werden – wobei man ihnen das für sie überlebensnotwendige Adrenalin und Testosteron entzieht. Auch Clara und das Mädchen Ashildr, die Tochter des Häuptlings, verschlägt es auf das Schiff, im Gegensatz zu den Kriegern gelingt es ihnen aber, zu überleben. Ashildr ruft daraufhin einen Krieg mit den Mire auf, und wird zusammen mit Clara zu ihrem Dorf zurückgeschickt, damit sich dieses vierundzwanzig Stunden lang auf den Kampf mit den Mire vorbereiten kann. Der Doktor ist verzweifelt, ist ihm doch bewusst, dass selbst die besten und tapfersten Wikinger-Krieger gegen die hochentwickelte Technologie der Mire keine Chance gehabt hätten. Dann jedoch überlegt er sich zusammen mit Clara und Ashildr einen Plan, der ihre Chancen in diesem äußerst ungleichen Kampf verbessern soll. Doch der Sieg erfordert einen hohen Preis…


Review: Episodenbild (c) BBC Mit wenigen Ausnahmen, wie Sean Bean und Lena Headey, bestand die Besetzung aus "Game of Thrones", als die Serie einst startete, noch größtenteils aus unbekannten Gesichtern. Rückwirkend betrachtet muss man feststellen, dass die Macher dabei überwiegend ein glückliches Händchen bewiesen haben – und auch die für die Serie entdeckten oder doch zumindest durch die Serie einem größeren Publikum bekanntwerdenden SchauspielerInnen können sich wohl kaum beklagen. Einer der Breakout-Stars der Serie ist dabei zweifellos Maisie Williams, welche die Rolle der Arya Stark im zarten Alter von vierzehn Jahren übernahm (wobei sie davon profitiert, dass sie aufgrund ihrer Statur wesentlich jünger aussieht; ihr Co-Star Sophie Turner ist gerade mal ein Jahr älter als sie), und seither Publikum und TV- und Filmemacher gleichermaßen mit ihrer Ausstrahlung auf dem Bildschirm begeistert. Da auch ich mich zu ihren Fans zähle, war ihr Auftritt in "Das Mädchen, das starb" für mich auch gleich die größte Stärke der Folge. Zugegebenermaßen ähnelt ihre Ashildr der jüngeren, härteren Arya doch stark, zumindest mich hat diese Ähnlichkeit aber nicht gestört (wenn ich auch hoffe, dass sie aufpasst, sich nicht auf einen Typ festlegen zu lassen).

Aber auch die Story an sich konnte mir gut gefallen. Ich mag es ja, wenn Figuren in einem Konflikt ja eigentlich völlig unterlegen wären, und statt bloßer Muskelmasse und/oder Kampfstärke vielmehr ihren Grips einsetzen müssen, um die Chancen auszugleichen. Insofern hat mich das Dilemma, dem sich der Doktor, Clara, Ashildr und die Wikinger hier gegenübersehen, sehr angesprochen. Die Lösung an sich konnte mir dann ebenfalls gefallen, es war nett durchdacht und teilweise auch lustig konzipiert (mit dem Plan, den Ruf der Mire zu schädigen, bzw. sie damit zu erpressen), schien jedoch am Ende auch ein tragisches Opfer zu erfordern. Was nun den endgültigen Ausgang, stehe ich dem ganzen zugegebenermaßen etwas zwiespältig gegenüber, weil ich grundsätzlich ein tragisches Ende gerne sehe und solchen Deus Ex Machina-Heilungen gegenüber eher skeptisch eingestellt bin. Andererseits war es eine wirklich starke Szene (und mir gefiel, wie die Serie hier aktiv anspricht, dass Peter Capaldi ja bereits in einer früheren "Doctor Who"-Episode zu sehen war), und machte man vor allem mit den trübsinnigen Überlegungen zur Unsterblichkeit am Ende ("Immortality isn't living forever. That's not what it feels like. Immortality is everybody else dying."), die mich stark an die unvergessliche, mit "Who Wants to Live Forever?" untermalte Szene aus "Highlander" denken ließ, vor allem auch deutlich, dass das Ende gar nicht mal so positiv sein muss, wie es auf den ersten Blick den Eindruck hat. Und da die nächste Folge ja wieder an diese anzuknüpfen scheint, werde ich mir erstmal noch kein endgültiges Urteil diesbezüglich erlauben, ob mir diese Wendung nun gefällt, oder nicht. Neben Maisie Williams, dem nett ausgeklügelten Plot und dem Ausgang stachen auch wieder die schauspielerischen Leistungen von Peter Capaldi und Jenna Coleman für mich hervor. Da waren ein paar echt starke Momente darunter. Auch die Musik von Murray Gold (die mich am Ende ein bisschen an "Game of Thrones" erinnerte) fiel mir hier nach längerer Zeit wieder einmal positiv auf. Das letzte Quentchen Spannung und Dramatik mag zwar gefehlt haben, insgesamt konnte mich "Das Mädchen, das starb" aber schon gut unterhalten.

Fazit: Episodenbild (c) BBC An "Das Mädchen, das starb" stach für mich in erster Linie der Gastauftritt der von mir sehr geschätzten Maisie Williams hervor, welche die Episode allein mit ihrer Anwesenheit – und natürlich auch ihrer Performance – aufwertete. Aber auch zwischen Capaldi und Coleman gab es wieder ein paar wirklich starke Momente. Mir gefiel zudem, dass sie die überlegenen Gegner mit Grips statt mit Stärke schlagen mussten. Und am Ende war ich zwar kurz unschlüssig, ob mir die Deus Ex Machina-artige Wiederbelebung tatsächlich gefällt, die düsteren Worte des Doktors über Unsterblichkeit wuschen diesen bitteren Nachgeschmack aber rasch weg – zumal das Ende für eine interessante Ausgangssituation für die kommende Episode sorgte. Ein Überdrüber-Highlight mag die Folge zwar insgesamt, trotz des Fehlens nennenswerter Schwächen, nicht gewesen sein. Dafür fehlte ihr irgendwie noch das gewissen etwas an Spannung und Dramatik. Trotzdem hat mich "Das Mädchen, das starb" sehr gut unterhalten, und war für mich auch ganz klar die bisher beste Folge der bislang recht durchwachsenen 10. Staffel.

Wertung: 3.5 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © BBC)




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