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Star Trek - DS9: Walhalla Drucken E-Mail
Ein mysteriöses Schiff sorgt für Aufregung Kategorie: Star Trek (Literatur) - Autor: Christian Siegel - Datum: Montag, 24 Juli 2017
 
Cover (c) Heyne
Titel: "Star Trek - DS9: Walhalla"
Originaltitel: "Star Trek: Valhalla"
Bewertung:
Autor: Nathan Archer
Übersetzung: Harald Pusch
Umfang: 313 Seiten (Print-Ausgabe)
Verlag: Heyne (D), Pocket Books (E)
Erstveröffentlichung: April 1995 (E) bzw. 1996 (D)
Deutscher eBook-Release: 25. Februar 2014
ISBN: 978-3-641-11658-3
Kaufen: Taschenbuch (D), Kindle (D), Taschenbuch (E), Kindle (E)
 

Kurzinhalt: Unangekündigt öffnet sich das Wurmloch. Ein unbekanntes außerirdisches Raumschiff tritt heraus, scheint jedoch außer Betrieb zu sein, und treibt antriebslos auf dem Raum der Cardassianer zu. Commander Sisko lässt es per Traktorstrahl zur Station ziehen. Von drei toten Crewmitgliedern abgesehen scheint das Schiff verlassen zu sein, allerdings erregt dessen Computer schon bald die Aufmerksamkeit von Chief O'Brien, wird darin doch eine Technologie verwendet, welche die Sternenflotte bislang nicht knacken konnte. Dennoch erlaubt Commander Sisko keine weiteren Besuche des Schiffes, ehe nicht geklärt ist, wem dieses denn eigentlich gehört – denn neben der Sternenflotte erheben auch die Bajoraner – in deren Raum es gefunden wurde – als auch die Cardassianer – zu deren Raum es unterwegs war – Anspruch auf das Wrack. Seltsame Erscheinungen an Bord der Station führen die DS9-Crew dann jedoch zur Erkenntnis, dass das Schiff nicht ganz so tot ist wie gedacht…

Review: Einer meiner (zahlreichen) Kritikpunkte an "Deep Space Nine" ist ja, dass die Science Fiction-Elemente oftmals zu kurz kamen. Insofern traf "Walhalla" genau meinen Geschmack, und ich persönlich hätte ja gern mehr solcher Geschichten in der Serie gesehen, mit einem interessanten Rätsel und einer nicht minder faszinierenden Auflösung im Mittelpunkt. Mein Highlight war dabei jenes Kapitel, dass die Ereignisse aus Sicht von Entak – dem außerirdischen Schiff, dass sich seiner selbst bewusst wurde – schildert. Auf der einen Seite war seine Vorgehensweise logisch, andererseits hatte dies aber natürlich auch eine ungeheure Tragik. Entak wirkt hier wie ein Kind, dass einfach nicht versteht, was es hier tut, weshalb es zumindest mir nicht schwer fiel, mit ihm mitzufühlen. Generell war dieser Teil ungemein gut erdacht und geschrieben. Der Rest kann da zwar nicht ganz mithalten, insgesamt konnte mir "Walhalla" aber schon gut gefallen. Was ihn für mich wiederum ein bisschen abfallen ließ, war der Nebenplot rund um die cardassianische Politik, und wie Kira und Sisko versuchen, Einfluss auf den Nachfolger einer politischen Bewegung zu nehmen. Es passte für mich nicht wirklich zur Haupthandlung dazu, und generell stehe ich solch politischen Intrigengeschichten ja eher kritisch gegenüber. Zumindest mich konnte es jedenfalls nicht so recht packen, und die eine oder andere Entwicklung, die es Sisko und Kira dann ermöglichten tatsächlich dem gewünschten Kandidaten die Führung zuzuspielen, wirkte auch nicht immer plausibel, oder zumindest sehr glücklich.

Wenn ich schon bei den Kritikpunkten bin, sei auch noch erwähnt, dass es für die Geistererscheinungen der Crew des Schiffes irgendwie nie eine echte Erklärung gibt (außer, ich hab da was verpasst). Zudem wird auch hier wieder behauptet, die Siskos kämen von Mars, was dem später in der Serie erwähnten Background widerspricht. Dies ist nicht der einzige Kontinuitätsfehler: "Walhalla" soll im Verlauf der ersten Staffel spielen, allerdings wird im Roman die Defiant erwähnt. Das hat mich schon kurzzeitig verwirrt. Von diesen Punkten abgesehen war ich mit "Walhalla" aber sehr zufrieden, wobei mir eben insbesondere die Haupthandlung sehr gut gefallen konnte. Sie beginnt bereits sehr interessant und vielversprechend – mit dem geheimnisvollen Wrack gelang es jedenfalls praktisch von Beginn an, mein Interesse zu wecken – und auch der weitere Verlauf der Handlung konnte mir überwiegend gefallen. Wie Entak versucht, das Leben nach dem Tod zu erforschen, die weitere Entwicklung der Geschichte, und so weiter. Zudem war der Roman auch gut geschrieben, bot den einen oder anderen witzigen Kommentar ("Bashir, Sie sind Arzt, kein Erstkontakt-Spezialist."), und die Figuren wirkten auf mich gut getroffen. Der Ausgang des Geschehens war dann, mit der Art und Weise wie hier zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen wurde, etwas gar bequem, war aber auch soweit in Ordnung. Insgesamt wurde ich von "Walhalla" jedenfalls überwiegend gut unterhalten – und das ist letztendlich ja das Wichtigste.

Fazit: Die zeitliche Einordnung ist aufgrund widersprüchlicher Aussagen innerhalb des Romans etwas schwierig, das eine oder andere hätte man vielleicht noch etwas besser erklären können, und ich persönlich hätte auf den Nebenplot rund um die Intrige innerhalb der cardassianischen Politik auch gut und gerne verzichten können. Von diesen Punkten abgesehen hat mir "Walhalla" aber sehr gut gefallen, wobei vor allem jener Teil hervorsticht, in dem Entak die Ereignisse an Bord aus seiner Perspektive schildert. Das war phantastisch erdacht und geschrieben, und hätte vom Rest des Romans losgelöst auch eine tolle Kurzgeschichte abgegeben. Davor und danach kam Nathan Archer an dieses Highlight zwar nicht ganz heran, bietet aber insgesamt ein gelungenes DS9-Abenteuer, bei dem mich vor allem die innerhalb der Serie ja oftmals etwas zu kurz gekommene Science Fiction-Thematik ansprechen konnte.

Bewertung: 3.5/5 Punkten
Christian Siegel


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