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Sense8 - 2x06: In meinem Herzen ist kein Platz für Hass Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) Netflix

Originaltitel: I Have No Room In My Heart For Hate
Episodennummer: 2x06
Bewertung:
Weltweite Internet-VÖ: 05. Mai 2017 (Netflix)
Drehbuch: Lana Wachowski & J. Michael Straczynski
Regie: James McTeigue
Hauptdarsteller: Doona Bae als Sun Bak, Jamie Clayton als Nomi Marks, Tina Desai als Kala Dandekar, Tuppence Middleton als Riley Blue, Toby Onwumere als Capheus van Damnne, Max Riemelt als Wolfgang Bogdanow, Miguel Ángel Silvestre als Lito Rodriguez, Brian J. Smith als Will Gorski.
Gastdarsteller: Ness Bautista als Diego, Freema Agyeman als Amanita, Alfonso Herrera als Hernando, Eréndira Ibarra als Daniela, Purab Kohli als Rajan Rasal, Paul Ogola als Jela, Max Mauff als Felix, Sukku Son als Detective Mun, Naveen Andrews als Jonas Maliki, Daryl Hannah als Angelica Turing u.a.

Kurzinhalt: Um Whispers aufzuspüren, fliegt Riley – allein – nach Chicago. Dort trifft sie sich mit Wills Ex-Kollegen Diego. Über ihn spürt sie die Frau aus Angelicas Erinnerungsfetzen auf, und vereinbart ein Treffen – just in jener Kirche, wo diese sich das Leben nahm. Doch können sie der Unbekannten wirklich vertrauen? Währenddessen macht Kala eine erschreckende Entdeckung über den Pharmakonzern ihres Mannes: Das Unternehmen schickt teilweise abgelaufene Medikamente in die dritte Welt, wo diese dann günstig verscherbelt werden. Auch Capheus Mutter, die an AIDS erkrankt ist, könnte davon betroffen sein. Diese wiederum stellt ihren Sohn wegen seiner Pläne, für die Präsidentschaft zu kandidieren, zur Rede – immerhin hat sie einst ihren Mann aus ganz ähnlichen Gründen verloren, war dieser doch ebenfalls politischer Aktivist. Lito wird indes nach seinem Auftritt bei der Regenbogenparade in Sau Paolo von seiner Agentur gefeuert. Und Sun besucht das Grab ihrer Mutter, um sich über ihre nächsten Schritte im Klaren zu werden. Doch der junge Detective Mun hat dies kommen sehen, und lauert ihr dort bereits auf…


Review: Episodenbild (c) Netflix Nachdem sie in der letzten Folge eher ein Schattendasein fristete, kehrt die serienübergreifende Mythologie in "In meinem Herzen ist kein Platz für Hass" nun wieder stärker in den Mittelpunkt zurück. Damit geht auch eine Rückkehr nach Wills Heimatstadt Chicago einher, auf die wir bislang in der zweiten Staffel ja verzichten mussten. Während Will selbst weiterhin in London bleibt – alles andere wäre zu gefährlich – macht sich Riley allein nach Chicago auf, wo es auch zu einem Wiedersehen mit Wills Partner Diego kommt. Die daraus resultierende Szene, wo sich die beiden quasi über Riley unterhalten und dann auch kurz telefonieren, gefiel mir grundsätzlich ganz gut; zu den großen emotionalen Höhepunkten der Staffel würde ich sie jedoch nicht zählen. Dafür kam in der ersten Staffel die tiefe Verbundenheit zwischen den beiden irgendwie zu wenig heraus. Vielmehr ist das Highlight des Handlungsstrangs am Ende zu finden, als sich Riley in die verlassene Kirche begibt. Dort gelang es "Sense8" nach längerem wieder einmal, echte Spannung aufzubauen. Und schön anzuschauen waren die Aufnahmen – wie von der Serie eh nicht anders gewohnt – auch. Und auch, wie der Jäger hier zum Gejagten wird, hatte etwas – auch wenn nicht davon auszugehen war, dass damit die Bedrohung durch Whispers so früh vor dem Staffelfinale schon vorbei wäre.

Aber auch in den persönlichen Geschichten der Sensates tut sich wieder einiges. Seit der ersten Staffel wird innerhalb des Fandoms ja fleißig darüber diskutiert, ob Rajan wirklich so brav, freundlich und perfekt ist, wie er ständig tut. Viele äußersten ihren Wunsch, zu sehen, wie sich Rajan als betrügerisches Arschloch offenbart, damit Kala für Wolfgang frei wäre. Ich bin keiner davon, da ich es viel aussagekräftiger und dramatischer fände, wenn Kala Rajan obwohl er ein guter Kerl ist für Wolfgang verlässt, aber jene die nach Zündstoff für eine Trennung suchen wurden hier zum ersten Mal ansatzweise fündig, als Kalas Glauben an ihren Mann durch ihre Entdeckung erschüttert wird. Sie wäre wohl auch so schon schockiert gewesen, aber das Wissen, dass Capheus Mutter eine der Betroffenen sein könnte, machte es für sie natürlich noch einmal schlimmer. Es macht auch deutlich, wie sehr sich das Weltbild der Sensates von – manchen – anderen Menschen unterscheidet. Für Rajan ist Nairobi weit weg – was sollte es sie also kümmern? Nicht zuletzt durch ihre Verbindung zu Capheus sieht Kala dies hingegen ganz anders. Hier vermittelt "Sense8" die zugrundeliegende Message wieder einmal sehr schön. Schließlich gelobt Rajan Besserung, aber ob seine Worte ernst gemeint waren oder nur seine Frau beschwichtigen sollten, bleibt vorerst noch offen. Lito muss indes ebenfalls einen schweren Rückschlag einstecken, als ihn seine Agentur aufgrund seines öffentlichen Coming Outs fallen lässt. Zumindest einen kleinen Trost gibt es in einer schönen, gefühlvollen Szene, als ein fremder (vermeintlich ebenfalls homosexueller) Schauspieler ihn im Aufzug umarmt und sich bei ihm bedankt. Und in Nairobi kommt es zu einer ruhigen, gefühlvollen Szene zwischen Capheus und seiner Mutter, als sie seine politischen Ambitionen besprechen.

Episodenbild (c) Netflix Das Highlight von "In meinem Herzen ist kein Platz für Hass" war für mich aber Suns Besuch des Grabs ihrer Mutter, wo sie überlegt, welche weiteren Schritte sie nun unternehmen soll. Einerseits, da dies wieder zu einem wunderschönen Moment führte, wo die anderen Sensates sie besuchen und ihre Meinung zu ihrem Dilemma abgeben – die sich teilweise auch stark voneinander unterscheiden. Vor allem aber, da sie deutlich machen, dass es ihre Entscheidung ist. Sie können ihr nur sagen, was sie in ihrer Situation tun würden – doch wofür auch immer sie entscheidet, sie werden sie unterstützen und hinter ihr stehen. Das ist einfach eine so eine wichtige Message – denn genau sollten Freundschaften (oder auch Familien) funktionieren. Der nachfolgende Kampf mit Detective Mun, der fast schon mehr von einem Vorspiel hatte, bot dann auch endlich wieder eine nette kleine Portion Action – die letzte wesentliche Stärke der Folge war für mich aber eher das Drehbuch, dass wieder mit einigen schönen Zitaten aufwartete. Zwar weist jede Episode Lana Wachowski und JMS als Autoren aus, dennoch gibt es jene Folgen, wo ich seine Handschrift deutlicher erkenne, als in anderen. Diese hier war wieder mal eine davon. Neben dem titelspendenden Zitat stachen für mich u.a. nie Bemerkung über die Stimme, die einem sagt, man solle sich oder anderen wehtun ("That voice never shouts, it only whispers."), Sun's "I'm trapped between what I want and what I know I can't have" (Sense8-Fans sollten ihr das nach der Absetzung nachfühlen können) sowie "Trying to change the world only leads to suffering. All we can do is change ourselves." hervor. JMS pur – und genau auf meiner Wellenlänge.

Fazit: An die Quantität und Qualität der emotionalen Höhepunkte aus der vorangegangenen Folge konnte "In meinem Herzen ist kein Platz für Hass" nicht mehr ganz anknüpfen, dennoch gab es auch diesmal wieder einige Highlights. Vor allem Suns Überlegungen am Grab ihrer Mutter, ihr nachfolgender Kampf gegen Detective Mun, sowie das Finale in der Kirche in Chicago, stachen dabei für mich hervor. Nett war auch die Achterbahnfahrt rund um Lito, zuerst die Niedergeschlagenheit als er von seiner Agentur gefeuert wird, und unmittelbar darauf die Trost spendende Umarmung eines fremden Schauspielers. Abseits dieser Höhepunkte plätscherte die Handlung aber wieder etwas unspektakulär und gemächlich vor sich hin. Hier rächt sich halt auch, dass das gegenseitige Besuchen, welches diesen Szenen in der ersten Staffel einen eigenen Reiz verlieh (weil es damals halt noch etwas Neues war), mittlerweile zur Gewohnheit verkommen sind. Zwar mag sich "In meinem Herzen ist kein Platz für Hass" keine echten Schwächen leisten. Und gerade auch unter den Dialogen fanden sich wieder ein paar sehr schöne (sehr nach JMS klingende) Zitate. Aber ganz so mitgerissen wie die Folge zuvor hat mich "In meinem Herzen ist kein Platz für Hass" halt nicht mehr.

Wertung: 4 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2017 Netflix)




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