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Star Trek - TNG: Headlong Flight Drucken E-Mail
Mehrere Paralleluniversen treffen aufeinander Kategorie: Star Trek (Literatur) - Autor: Christian Siegel - Datum: Montag, 03 April 2017
 
Cover (c) PocketBooks
Titel: "Star Trek - The Next Generation: Headlong Flight"
Bewertung:
Autor: Dayton Ward
Übersetzung: -
Umfang: 336 Seiten
Verlag: Pocket Books
Veröffentlicht: 31. Januar 2017
ISBN: 978-1-5011-1131-0
Kaufen: Taschenbuch (E), Kindle (E)
 

Kurzinhalt: Die Sidrac wollten mit einer Maschine andere Dimensionen erkunden. Auf einem unbewohnten Planeten haben sie dafür eine Einrichtung erbaut und dort die Maschine aktiviert. Kurz darauf geriet diese jedoch außer Kontrolle. Seither springen sie unkontrolliert durch die fünf angepeilten Parallelwelten, die sich teilweise auch in ihrer zeitlichen Einordnung unterscheiden. Eine davon bringt sie z.B. zur Ära Kirks, wo ein romulanischer Warbird auf den Planeten aufmerksam wird. In einer anderen Dimension sind seit dem ersten Angriff der Borg auf die Erde ein paar Monate vergangen. Nach dem Tod von Captain Picard während der Krise hat nun Will Riker das Kommando über die Enterprise-D übernommen, deren Crew auch Tasha Yar nach wie vor angehört. Und im uns bekannten Universum stolpert die Enterprise-E unter dem Kommando von Captain Picard auf den Planeten, und schickt ein Außenteam los, um den Sidrac zu helfen. Letztendlich werden alle drei Schiffe zusammenarbeiten müssen, um wieder in ihren jeweils richtigen Parallelwelten zu landen, und auch die Sidrac wieder in die Dimension aus der sie stammen zurückzuschicken…

Review: In meinem Review zur "Prey"-Trilogie habe ich ja erwähnt, dass ich eher nicht so der Freund von "Star Trek"-Geschichten rund um Politik, Intrigen, und gegeneinander antretenden "Weltmächten" bin, und schöne, klassische Science Fiction-Geschichten vorziehe. Da "Headlong Flight" eine ebensolche bietet, waren die Vorzeichen eigentlich gut, dass mir auch Dayton Wards jüngster Roman wieder sehr gut gefallen würde. Letztendlich konnte er aber leider meine Erwartungen nicht ganz erfüllen. Am besten konnte mir die zugrundeliegende Idee rund um die verschiedenen Parallelwelten gefallen, wobei die Erzählung vor allem dadurch, dass sich diese auch was die zeitliche Einordnung betrifft voneinander unterscheiden, an Reiz gewinnt. Dies ermöglichte dann eben auch ein Wiedersehen mit der alten Enterprise D, jedoch in einer Paralleldimension, in der es nicht gelang, Captain Picard vor den Borg zu retten. Zudem ist Tasha Yar dort noch am Leben, und Dr. Crusher kehrte nach ihrer einjährigen Abstinenz nicht mehr an Bord zurück, weshalb nach wie vor Dr. Pulaski dort ihren Dienst verrichtet. All diese Änderungen – und teilweise auch die Gründe dafür – herauszufinden, fand ich sehr interessant. Auch die Begegnung beider Welten war dann wunderbar, und bot einige gelungene Momente. Mein absolutes Highlight war aber zweifellos der Besuch von Jean-Luc Picard und Beverly Crusher auf der alten Enterprise. Das war ein wahrlich erhebender und berührender Moment.

Von diesem Höhepunkt abgesehen gelang es "Headlong Flight" aber leider nicht so wirklich, mich zu begeistern. Dafür blieb die Handlung letztendlich doch zu unspektakulär, und hatte abseits der interessanten Grundidee nicht wirklich viel zu bieten. Klar macht das Zusammenspiel beider Enterprise-Crews Spaß, aber irgendwie finde ich, hätte man sich für sie ruhig noch eine größere Herausforderung einfallen lassen dürfen. Sehr enttäuscht war ich auch von der Handlung auf dem Planeten selbst, die ich – trotz der Kämpfe gegen die Romulaner – nie packend fand. Generell kommt während des Romans eigentlich nie wirklich Spannung auf. Und vor allem auch alles rund um das romulanische Schiff fiel bei mir deutlich ab. Mir ist nicht ganz klar, was Dayton Ward an dieser Idee so faszinierte, und warum er sich aus dem fast unerschöpflichen Reigen der Star Trek-Kontinuität just für ein Mini-Crossover zu "Vanguard" entschieden hat. Ich finde, da hätte es wesentlich interessantere Möglichkeiten gegeben. Zumal ich die Handlung auf dem romulanischen Schiff nie sonderlich interessant fand, und sie aufgrund des veralteten Schiffs auch als Bedrohung nicht viel hergaben. Warum Picard nicht mit jemandem konfrontieren, mit dem ihn eine problematische Vergangenheit verbindet, wie z.B. Gul Madred? Sehr interessant hätte es auch sein können, wenn Spock das romulanische Schiff kommandiert hätte, in einer Paralleldimension, wo sich Romulaner und Vulkanier nie aufgesplittet haben. Ihr seht: Die Möglichkeiten waren praktisch endlos. Eben deshalb war ich von dem, was Dayton Ward aus seiner eigenen Idee herausgeholt hat, doch etwas enttäuscht.

Fazit: Der Einstieg bzw. die Grundidee von "Headlong Flight" fand ich ja eigentlich noch sehr gelungen, vielversprechend und faszinierend. Leider aber hat der Roman abseits der netten idee dahinter sowie einzelner Höhepunkte nicht viel zu bieten. Zu unspektakulär und uninteressant ist die Handlung. So erfrischend es auch ist, dass hier mal auf die x-te politische Intrige oder ein großes Bedrohungsszenario verzichtet wurde, aber Ward schafft es leider nicht, das dadurch entstehende Vakuum mit einer interessanten Geschichte zu füllen. Zweifelhaft erscheint mir auch die Auswahl des dritten Schiffes im Bunde; ich finde da hätten sich in der "Star Trek"-Kontinuität wesentlich interessantere Optionen finden lassen. Generell konnte ich mir der Story rund um den romulanischen Bird of Prey nicht viel anfangen. Und vor allem im Mittelteil plätschert die Handlung sehr unaufgeregt und ohne nennenswerte Höhepunkte vor sich hin. Immerhin, die Rückkehr zum "sense of wonder" und einer reinen Science Fiction-Geschichte gefiel mir ebenso, wie die Art und Weise, wie Ward hier fast jeder Figur einen Moment im Rampenlicht gönnt. Alles rund um die Enterprise-D aus der Paralleldimension war zudem durchaus interessant. Und vor allem das Zusammentreffen beider Enterprise-Crew war phantastisch, wobei es mir vor allem der Besuch von Picard und Crusher auf der Enterprise-D angetan hatte. Insgesamt ist "Headlong Flight" also durchaus ok, und hatte zweifellos seine Momente. Aus der faszinierenden Grundidee hätte man aber, davon bin ich felsenfest überzeugt, mehr herausholen können.

Bewertung: 2.5/5 Punkten
Christian Siegel


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