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Doctor Who - 8x07: Tötet den Mond Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) BBC

Originaltitel:Kill the Moon
Episodennummer: 8x07
Bewertung:
Erstausstrahlung UK: 04. Oktober 2014
Erstausstrahlung D: 06. Dezember 2014
Drehbuch: Peter Harness
Regie: Paul Wilmshurst
Hauptdarsteller: Peter Capaldi als The Doctor, Jenna-Louise Coleman als Clara Oswald. Gastdarsteller: Samuel Anderson als Danny Pink, Ellis George als Courtney Woods, Hermione Norris als Lundvik, Tony Osoba als Duke, Phil Nice als Henry, Christopher Dane als McKean u.a.

Kurzinhalt: Der Doktor nimmt Clara und ihre junge Schülerin Courtney auf eine Expedition zum Mond. Jedoch nicht in der Gegenwart, sondern der Zukunft, genauer sagt im Jahr 2049. Schon bald bemerken sie, dass sie nicht die einzigen Menschen auf dem Mond sind, ist doch erst vor kurzem ein Shuttle von der Erde eingetroffen. Dieses hat eine wichtige Mission: Der Mond hat in letzter Zeit im wahrsten Sinne des Wortes zugenommen – sprich, an Gewicht zugelegt – was Auswirkungen auf die Gezeiten hat. Die Astronauten sollen nun den Grund für das Übergewicht herausfinden. Was sie entdecken, setzt sie alle in Erstaunen: Im inneren des Mondes hat sich ein Lebewesen eingenistet, dass diesen quasi dazu verwendet, um heranzuwachsen. In Kürze ist es nun so weit, und der Exo-Parasit wird aus seinem "Ei" schlüpfen was verheerende Auswirkungen auf die Erde haben könnte. Die Astronauten erwägen daraufhin, den Mond zu sprengen und das Wesen zu töten. Sehr zu Claras Missfallen hält sich der Doktor aus der Diskussion heraus, und meint, dass die Menschheit diese Entscheidung ohne seine Hilfe treffen müssen. Und so führt man dann schließlich von der Mondbasis aus eine Abstimmung durch…


Review: Episodenbild (c) BBC Sieht man von dem von mir mittlerweile verhassten Stilmittel ab, nach dem Einstieg in der Zeit zurückzuhupfen und dann zu erzählen, wie es zu diesem Moment kam, fand ich den Einstieg von "Tötet den Mond" eigentlich noch sehr vielversprechend. Die Idee rund um den "schwangeren" Mond – oder auch davor schon allein das Mysterium, warum er denn im wahrsten Sinne des Wortes zunimmt – fand ich faszinierend, die Szenen auf dem Mond waren gut getrickst, und auch wenn das mit den spinnenartigen Tieren etwas an "Apollo 18" oder auch "Moontrap" erinnert haben mag, gefiel mir der Gedanke grundsätzlich, weshalb mich das nicht weiter störte. Und auch die Wahl, vor der die Menschheit hier gestellt wird, nämlich den Mond zu sprengen und auf Nummer sicher zu gehen, dabei jedoch zugleich das Lebewesen zu töten, oder aber sie ausbrechen und den Mond zerstören zu lassen, mit allen damit einhergehenden Konsequenzen, fand ich interessant. Umso bedauerlicher, was man letztendlich mit diesen Grundideen angestellt hat – denn in der letzten Viertelstunde ist die Episode meines Erachtens ziemlich auseinandergebrochen.

Das beginnt schon bei Amys kindischer Quengelei, dass der Doktor ihnen bei diesem Dilemma partout nicht helfen will. Ja sorry, aber der Doktor hat eh schon so oft unseren Arsch gerettet. Irgendwann müssen wir auch mal für uns selbst grade stehen und uns nicht ständig auf ihn verlassen. Zumal ich seine Argumentation warum er sich nicht einmischt voll und ganz nachvollziehen konnte. Das nächste Problem war dann das für meinen Geschmack zu extreme Abstimmungsergebnis. Hier fühlte ich mich in gewisser Weise an "The Dark Knight" erinnert, wenn auch genau unter umgekehrten Vorzeichen. Einer meiner beiden Kritikpunkte dort war ja, dass am Ende keiner auf den beiden Booten auf den Knopf drückt. Angesichts der Ausgangsposition, dass wenn sie dies nicht tun, beide Schiffe gesprengt werden, erschien mir das einfach unglaubwürdig. So "gut" sind die Menschen dann doch wieder nicht. Hier ist es nun genau umgekehrt: Zwar hege ich keinen Zweifel daran, dass eine solche Abstimmung zuungunsten des im Mond hausenden Lebewesens ausgehen würde, aber dass wirklich die gesamte Menschheit die Lichter abdreht, glaube ich keine Sekunde lang. Im Gegenteil, die ganzen Wahlen der letzten Jahre zeigen ja deutlich die Spaltung, die sich fast quer durch die ganze Welt zieht. Und selbst wenn man jetzt sagt, dass 50:50 bei einer solchen Abstimmung zu optimistisch angesetzt ist, schlechter als 1:2 würde sie in meinen Augen nicht ausgehen. Und in gar keinem Fall würde jedes einzelne Lebewesen auf der Erde das Licht abdrehen. Hier tut man den zahlreichen empathischen Menschen, die sich Tag für Tag für andere Menschen und Lebewesen einsetzen, und dabei teilweise in Krisengebieten auch ihr Leben riskieren, unrecht. Oder auch einfach nur jenen, die sich beständig für mehr Mitgefühl und ein stärkeres Miteinander einsetzen und versuchen, gegen den sich mehrenden Hass ein Zeichen zu setzen. Und all das nur, damit Clara als die Heldin der Geschichte inszeniert werden kann.

Episodenbild (c) BBC Womit wir dann auch schon bei meinem letzten Kritikpunkt angekommen wären. Denn auch wenn ich voll und ganz ihrer Meinung war, so war ich bei ihrer Entscheidung am Ende dennoch nicht auf ihrer Seite. Die Menschheit hat ihre Entscheidung getroffen – wer bitte schön ist sie, dass sie meint, sich darüber hinwegzusetzen? Ich bin nun mal ein großer Verfechter von Demokratie, und halte auch nur den Ansatz des Gedankens, dass man mit einem Diktator, so wohlgesonnen er seinem Volk auch sein mag, besser dran wäre, für brandgefährlich. Genau diese Ideologie verbreitet man aber hier. Das mag zugegebenermaßen nicht die Absicht des Autors gewesen sein, aber dass ihm diese bedenkliche Aussage nicht bewusst war, macht es in meinen Augen nur noch schlimmer. Was "Tötet den Mond" für mich dann aber endgültig das Genick brach, war das Ende. Dass der Exoparasit unmittelbar nachdem er geschlüpft ist gleich wieder ein Ei liegt, und die Erde demnach ihren Mond eh gleich wieder hat, war eine extrem billige und enttäuschende Deus Ex Machina-Lösung, die nicht nur Claras diktatorische Entscheidung viel zu sehr unterstützte, da diese völlig ohne Konsequenzen blieb, sondern das gesamte Dilemma, von dem die Episode zuvor gelebt hat, rückwirkend ad absurdum führte.

Fazit: "Tötet den Mond" hat abseits der Teaser-Szene vor dem Intro (diesem Stilmittel bin ich mittlerweile einfach nur mehr überdrüssig) und der schrägen "no hanky panky"-Regel (bei Amy und Rory kann ich mich an eine solche nämlich nicht erinnern) eigentlich recht vielversprechend begonnen. Ich mochte die Umsetzung der Mond-Oberfläche, das Mysterium rund um die Kreaturen sowie natürlich das Lebewesen welches sich in ihm eingenistet hat waren ebenfalls interessant, und die Folge insgesamt durchaus kurzweilig. Im letzten Drittel fiel die Folge für mich dann aber leider völlig in sich zusammen. Man merkte deutlich, dass man als Zuschauer eigentlich in allem – ihrer Kritik am Doktor, sowie ihrer Entscheidung – auf ihrer Seite sein sollte. Eben dies war bei mir aber leider nicht der Fall. Vielmehr fand ich, dass der Doktor absolut recht damit hatte, sich herauszuhalten. Das Abstimmungsergebnis auf der Erde war mir viel zu extrem und damit unglaubwürdig umgesetzt. Und vor allem die Art und Weise, wie sich Clara über die Entscheidung der Menschheit hinwegsetzt, stieß mir als Verfechter der Demokratie – selbst wenn mir das Ergebnis nicht passt – extrem sauer auf. Zumal die Episode mit dem ohnehin extrem billigen und enttäuschenden Ende, als der eine Mond sofort durch einen neuen ersetzt wird, die These des "guten" Diktators auch noch unterstützt – was ich mehr als nur problematisch fand. Jedenfalls habe ich mich selten über eine "Doctor Who"-Folge so geärgert wie über "Tötet den Mond". Ihren Unterhaltungswert kann ich ihr jedoch ebenso wenig absprechen, wie die Originalität ihrer Prämisse – was sie letztendlich trotz meines Missmutes doch noch ansatzweise rettet.

Wertung: 2 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © BBC)




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