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Iron Fist - 1x01: Deine Bestimmung ist, deine Bestimmung zu finden Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) Marvel Studios/Netflix

Originaltitel: Snow Gives Way
Episodennummer: 1x01
Bewertung:
Weltweite Internet-VÖ: 30.09.2016 (Netflix)
Drehbuch: Cheo Hodari Coker
Regie: Paul McGuigan
Hauptdarsteller: Finn Jones als Danny Rand, Jessica Henwick als Colleen Wing, Jessica Stroup als Joy Meachum, Tom Pelphrey als Ward Meachum, David Wenham als Harold Meachum.
Gastdarsteller: David Furr als Wendell Rand, Victoria Haynes als Heather Rand, Toby Nichols als Teen Danny Rand, Ilan Eskenazi als Teen Ward Meachum, Aimee Laurence als Teen Joy Meachum, Esau Pritchett als Shannon, Craig Walker als Big Al, Barrett Doss als Megan, Alex Wyse als Kyle u.a.


Kurzinhalt: Vor fünfzehn Jahren ist das Flugzeug von Danny Rand und seinen Eltern über dem Himalaya abgestürzt. Danny, damals zehn Jahre alt, hat als einziger überlebt. Nun kehrt er nach all den Jahren nach New York zurück, um das Erbe seines Vaters anzutreten – immerhin gehörten diesem die Mehrheit eines großen Konzerns. Doch die neuen Führungskräfte, Harold Meachum, guter Freund und Geschäftspartner von Dannys Vater, und dessen Kinder Ward und Joy, begrüßen ihn nicht gerade mit offenen Armen. Vielmehr sind sie davon überzeugt, dass Danny schon lange tot ist, und es sich bei ihrem Besucher somit um einen Spinner handelt – und lassen ihn rausschmeißen. Doch so leicht lässt sich Danny nicht abwimmeln. Immer wieder lauert er Ward und Joy auf, um sie von seiner Identität zu überzeugen. Schließlich sehen sie keine andere Wahl mehr, als die Sicherheitsleute ihrer Firma auf ihn zu hetzen…

Review: Episodenbild (c) Marvel Studios/Netflix Mit "Iron Fist" startet nun also die mittlerweile vierte Marvel/Netflix-Kooperation, ehe sich die vier Helden Daredevil, Jessica Jones, Luke Cage und eben Iron Fist dann im Herbst für die "Defenders" zusammentun. Der Glanz früherer Erfolge hat dabei zuletzt aufgrund des kreativen Flops mit "Luke Cage" – alles IMHO, versteht sich – doch ein bisschen gelitten. Und leider bin ich nach der ersten Folge von "Iron Fist" eher skeptisch, dass es diesem gelingen wird, die Scharte auszumerzen. Das Hauptproblem ist dabei meiner Ansicht nach, wie ungemein generisch und klischeehaft die Serie bislang vom Konzept her wirkt. Vor allem an "Arrow" fühlte ich mich mit dem reichen Erben eines Firmenkonzerns, der nach längerer Abwesenheit zurückkehrt, erinnert (von den immer wieder eingestreuten Rückblenden, die man jetzt wohl über die erste Staffel hinweg so beibehalten wird, um uns dort zu zeigen, wie er seine Fähigkeiten erlernt hat – die wiederum an "Doctor Strange" denken lassen – ganz zu schweigen). Seine vermeintliche Ausbildung am Himalaya wiederum hat etwas von "Batman Begins" – an den der reiche Schnösel der zum Rächer wird ja generell von vornherein erinnert. Und insgesamt wirkt das Setting von vornherein einfallsloser und uninteressanter als bei "Jessica Jones", "Daredevil" und "Luke Cage", wo jeweils – soziale – Außenseiter für Recht und Ordnung eintraten.

Zumal es bei "Iron Fist" erstmal so wirkte, als würde es Danny in der ersten Staffel vor allem mal darum gehen, seine Identität zu beweisen und sich seine Firma zurückzuholen. Was zwar immerhin bedeuten würde, dass es mal nicht darum geht, die Welt zu retten, und zudem als Motiv für einen Rächer schon fast wieder erfrischend egoistisch wäre, mich aber erstmal nur bedingt dazu veranlasst, mit ihm mitzufiebern bzw. ihn anzufeuern. Und auch wenn es nach der ersten Episode natürlich noch viel zu früh ist, um Genaueres zu sagen, aber… bislang wirkt alles auch sehr vorhersehbar. Ob ich mit meinen Voraussagen Recht habe, wird sich natürlich erst weisen, aber ich wäre z.B. sehr überrascht, wenn der Absturz des Flugzeugs echt ein Unfall gewesen wäre, und nicht vielmehr Harold Meachum dahinterstecken würde. Auch dies trägt zum Eindruck bei, Variationen dieser Geschichte schon zigmal gesehen zu haben, und dämpfte meine Begeisterung erstmal nicht unerheblich. Wie auch das Fehlen eines absehbaren, interessanten und würdigen Widersachers. Und auch die Besetzung riss mich erstmal nicht sonderlich vom Hocker. So blieben sie allesamt erstmal eher blass, was vor allem für David Wenham, Jessica Stroup und Tom Pelphrey gilt. Finn Jones scheint in Ordnung zu sein, kann jedoch vom ersten Eindruck her mit den bisherigen Marvel/Netflix-Hauptdarstellerinnen auch nicht so recht mithalten, was Charisma betrifft. Und Jessica Henwick bekam auch noch nicht wirklich viel zu tun (wobei ich mir zumindest von ihrem Zusammenspiel nach ihrer guten Chemie beim "Game of Thrones"-Panel bei der ersten VIECC in 2015 einiges erwarte). Immerhin, zumindest in einem Aspekt bleibt "Iron Fist" den Vorgängern treu: Die Serie sieht optisch phantastisch aus, und man merkt ihr das wohl nicht allzu kleine Budget und die damit einhergehende hohe Produktionsqualität in jeder Sekunde an. Auch der Soundtrack von Trevor Morris konnte mir durchaus gefallen. Das Setting in New York, genauer gesagt Manhattan, unterscheidet sich immerhin mal von den bisherigen Serien, die in Hell's Kitchen bzw. Harlem angesiedelt waren. Und die Szenen, in denen man merkt, wie es unter Danny Rands cooler, zen-artiger Fassade lodert, zählten noch zu den besten der Folge (und gaben Finn Jones zumindest ein bisschen was zu tun). Trotzdem, zumindest nach der ersten Folge riss mich "Iron Fist" mal überhaupt nicht vom Hocker.

Fazit: Episodenbild (c) Marvel Studios/Netflix "Iron Fist" wirkt, zumindest rein nach der ersten Episode beurteilt, wie die bislang generischste, einfallsloseste und gewöhnlichste der Marvel/Netflix-Serien – was gerade auch angesichts der Tatsache, dass "Daredevil" damals frischen Wind ins Genre brachte, schon sehr bedauerlich ist. Dass man mittlerweile was Superhelden-Unterhaltung betrifft mit den ganzen Filmen und Serien, nicht nur von Marvel, sondern auch der DC-Konkurrenz – förmlich überschwemmt wird, hilft dabei wohl auch nicht gerade. Mir persönlich erschien die Geschichte hier aber jedenfalls zumindest mal nach diesem ersten Vorgeschmack viel zu klischeehaft, und dadurch auch vorhersehbar. Auch das Casting reißt mich erstmal nicht so vom Hocker; ich finde, da hatten frühere Marvel/Netflix-Serien teilweise schon ganz andere Kaliber unter Vertrag, wobei ich Finn Jones in der Titelrolle erstmal eh ok fand, und Jessica Henwick einen vielversprechenden Einstand gibt. Aber die restliche Besetzung, insbesondere die Firmendynastie, war bislang überaus blass und farblos. Natürlich ist das ganze gewohnt gut inszeniert, die Musik konnte mir auch gefallen, und ein paar nette Bilder wurden auch geboten. Zudem muss man Bedenken, dass NEtflix nun mal generell darauf setzt, dass sich Leute nicht einfach nur die erste Folge am Stück anschauen – auch die erste Staffel von "Daredevil" hatte ja einen etwas langsam Aufbau – sondern Geduld beweisen, weshalb man sich nicht dem klassischen Pilotfilm-Trend beugt. Derart nichtssagend hätte die erste "Iron Fist"-Folge aber trotzdem nicht ausfallen müssen.

Wertung: 1.5 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2017 Marvel/Netflix)




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