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The Phantom of Menace Drucken E-Mail
Review zu William Shakespeare's "Star Wars Part the First" Kategorie: Literatur & Comics - Autor: Christian Siegel - Datum: Sonntag, 12 März 2017
 
Titel: "The Phantom of Menace"
Bewertung:
Autor: Ian Doescher, nach dem Drehbuch von George Lucas
Umfang: 173 Seiten
Verlag: Quirk Books (E)
Veröffentlicht: 07. April 2015 (E)
ISBN: 978-1-59474-806-6
Buch kaufen: Gebunden (E), Kindle (E)
 

Kurzinhalt: Es ist was faul in der alten Republik: Die Besteuerung von Handelsrouten veranlasst die Handelsföderation dazu, über den friedlichen Planeten Naboo eine Blockade zu verhängen. Der Jedi-Rat schickt den Jedi-Meister Qui-Gon Jinn und dessen Padawan Obi-Wan Kenobi aus, um zu verhandeln. Noch ahnen die beiden Jedi nicht, dass im Hintergrund dunkle Mächte am Werk sind, die unentwegt daran arbeiten, die Republik ins Chaos zu stürzen. Im Zuge ihres Abenteuers werden sie nicht nur Bekanntschaft mit der jungen, aber dennoch weisen Königin von Naboo machen, sondern auch auf den Sklavenjungen Anakin Skywalker treffen, der stark in jener Macht ist, welche den Jedi ihre Kraft verleiht. Im Senat der Republik bittet Königin Amidala dann schließlich um Unterstützung für ihr Volk. Als ihr diese verwehrt bleibt, kehrt sie zusammen mit den Jedi nach Naboo zurück, um ihr Volk zu befreien. Und so begann in weiter, weiter Ferne, vor langer Zeit der erste Krieg der Sterne…

Review: Nach meinem Abstecher zu späteren EU-Veröffentlichungen (die in einer Zeit spielen, die ich in meiner chronologischen Betrachtung eigentlich schon hinter mir gelassen hatte) sowie drei Einträgen in den neuen Kanon wird es nun langsam aber sicher Zeit, wieder ins Expanded Universe zurückzukehren, und mir jene Werke vorzuknöpfen, die nach der Original-Trilogie angesiedelt sind. Ehe es soweit ist, erschien es mir allerdings an der Zeit zu sein, mir die "Star Wars"-Saga endlich einmal im Original von William Shakespeare vorzuknöpfen, dessen Theaterstücke George Lucas als Vorlage für seine Sternenkriege dienten. Scherz beiseite: Im Jahr 2013 veröffentlichte Ian Doescher mit "Verily, A New Hope" seine erste Adaption von George Lucas "Star Wars"-Filmen, neu interpretiert als Werke von William Shakespeare. Nachdem er die alte Trilogie abgeschlossen hatte, legte er ein paar Jahre später dann auch noch die Prequel-Filme in der gleichen Form nach. Da ich auch diese wieder chronologisch durchgehen will, macht also "The Phantom of Menace" (der so wie die beiden Nachfolger, und im Gegensatz zur Original-Trilogie, noch nicht auf Deutsch erschienen ist) den Anfang.

Nun bin ich zugegebenermaßen nicht der größte Shakespeare-Experte. In der Schule habe ich zwangsweise 1-2 Werke von ihm gelesen, andere wurden mir als Referat vorgestellt. Und natürlich kennt man die eine oder andere Geschichte, wie "Romeo und Julia", oder auch Hamlet – teilweise auch aufgrund der zahlreichen filmischen Adaptionen seiner Werke. Dennoch sprach mich an der Idee, die "Star Wars"-Saga als Theaterstücke frei nach Shakespeare zu interpretieren, sicherlich eher der "Star Wars" als der Shakespeare-Teil der Gleichung an. Wer beides liebt und kennt, dem wird diese Verulkung wohl sogar noch besser gefallen, als es bei mir der Fall war. Wobei es Ian Doescher auch in meinem Fall gelang, mich eigentlich schon mit dem wundervollen Chor zu Beginn, der quasi dem Einleitungstext der Filme entspricht, ins Boot zu holen, denn spätestens bei "In time so long ago begins our play, in troubl'd galaxy far, far away" war ich Feuer und Flamme für das Buch. Auch in weiterer Folge gibt es noch zahlreiche coole Ideen. Besonders interessant fand ich dabei, wie er die Figur von Jar Jar umgesetzt hat. Dieser offenbart sich hier nämlich als "Shakespearean fool", sprich als jemand, der den Narren nur spielt, in Wahrheit jedoch andere Figuren dadurch manipuliert. Für sich genommen schon ein interessanter Ansatz – der zudem an die Fan-Theorie erinnert, Jar Jar Binks sei in Wahrheit ein Sith-Lord (ich persönlich glaub' da zwar nicht daran, aber es ist witzig, wie Doescher mit seinem Werk diese Theorie widerspiegelt).

Generell fand ich "The Phantom of Menace" als Theaterumsetzung sehr gut durchdacht und clever umgesetzt. So wird in den Bühnenanweisungen immer wieder beschrieben, dass Leute auf dem Balkon hervortreten. Und auch die Umsetzung des Podrennens war genial. Insgesamt ließe sich das ganze jedenfalls – mit der Herausforderung, einen jungen Darsteller als Anakin zu finden, sowie ein recht komplexes Bühnenbild mit raschen Set-Wechseln innerhalb der einzelnen Teile – durchaus als echte Theaterstück umsetzen; und wäre ich bei einem solchen Experiment sofort dabei. Auch der Text ist teilweise wirklich wundervoll geschrieben. Wie gesagt, ich bin nicht der größte Shakespeare-Experte, aber für mich als Laien klang das definitiv schön shakespearig, und es ist wirklich interessant, wie gut, stimmig und passend sich George Lucas' Story in ein solches Gerüst einfügt. Und dann gab es auch noch ein paar wirklich wundervolle Textstellen, wie z.B. Shmis Wehklagen, als sie Anakin ziehen lässt ("Goodbye, mine Anakin, mine only son: My life is whole since thine hath just begun."), oder auch Jar Jars vernichtender Monolog über Politiker ("When some gross fault of theirs is then expos'd, they throw their hands unto the sky and cry, 'O, now 'tis us who sorely are oppress'd!' Thus do the dominating twist the tale, and make themselves the subject of their pity, whilst turning blind eye to those truly plagued by burthens those in pow'r can never know.")

Jedoch, welch grausam' Wendung der Geschichte dies: Der Reiz des neuen sie schon bald verließ. Mit der Zeit hat man sich ganz einfach an den Erzählstil gewöhnt, und auch wenn es bis zuletzt immer wieder nette Textstellen und/oder Einfälle gibt, so leidet auch Doeschers Umsetzung mit steigender Seitenzahl zunehmend darunter, dass es sich bei "The Phantom Menace" wohl unbestritten um das schwächste Drehbuch der ursprünglichen, sechsteiligen "Star Wars"-Saga handelt. Zu Beginn gelingt es Doescher noch, dies durch die coole, originelle Umsetzung zu kaschieren, aber mit der Zeit nutzt sich die Shakespearisierung dann doch ein wenig ab. Und wie schon Terry Brooks bei dessen Romanumsetzung gelingt es Doescher in weiterer Folge immer weniger, die Schwächen im Drehbuch zu übertünchen – zumal es auch der Theaterumsetzung, wie schon der Romanadaption, an jenem zentralen Element mangelt, dass im Film doch noch so halbwegs dabei half, nämlich der Action. Denn das Podrennen oder die zahlreichen Kämpfe am Ende zu lesen, ist halt nun mal längst nicht so mitreißend, wie sie auf der Leinwand oder dem Fernseher zu verfolgen. Insofern bin ich schon sehr gespannt, wie ihm dies bei den weiteren Büchern der Reihe gelungen sein wird, da ja auch die anderen "Star Wars"-Filme immer wieder packende Action bieten – wobei zumindest deren Drehbücher besser sind, und damit auch das Grundgerüst der Handlung stärker sein sollte.

Fazit: "The Phantom of Menace" hat mich dank des coolen Prologs schnell in den Bann gezogen, und mit seiner coolen Kombination aus Star Wars und William Shakespeare begeistert. Aus Sicht dieses sicherlich nicht-größten Shakespeares-Experten hier, gelang es Doescher sehr gut, dessen Stil zu imitieren, und auf George Lucas' Drehbuch anzuwenden. Das Ergebnis überzeugte mich vor allem mit einigen wundervollen Textstellen und coolen Ideen, was die Theaterumsetzung des Films betrifft. Leider aber nutzt sich der Reiz der shakespearigen Umsetzung mit der Zeit doch etwas ab, und die Schwächen des Drehbuchs stechen dadurch mit zunehmender Seitenzahl immer stärker zu Tage. Ian Doescher mag es dank der originellen Umsetzung ungleich besser gelingen als Terry Brooks, diese zu kaschieren, aber ganz kommt selbst er gegen diese nicht an. Dennoch freue ich mich nach diesem verheißungsvollen Einstieg nun umso mehr auf "The Clone Army Attacketh"!

Bewertung: 3.5/5 Punkten
Christian Siegel





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