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Terry Pratchetts "Scheibenwelt"-Generalprobe Kategorie: Literatur & Comics - Autor: Christian Siegel - Datum: Samstag, 04 März 2017
 
Titel: "Strata"
Deutscher Titel: "Strata"
Bewertung:
Autor: Terry Pratchett
Umfang: 288 Seiten
Verlag: Colin Smythe
Veröffentlicht: 1981
ISBN: 978-0-552-13325-6
Kaufen: Taschenbuch (D), Kindle (D), Taschenbuch (E), Kindle (E)
 

Kurzinhalt: In einer fernen Zukunft hat sich die Menschheit über die gesamte Galaxis ausgebreitet, und hat dabei auch die Bekanntschaft anderer Völker gemacht. Die Firma ist dafür zuständig, immer neue Planeten zu erbauen, auf denen sich Menschen niederlassen können – und Kin Arad zählt zu den erfolgreichsten Konstrukteuren. Eines Tages erhält sie Besuch von Jago Jalo, der behauptet, Tausende von Jahren alt zu sein. Zwar ist es mittlerweile gelungen, die menschliche Lebenserwartung deutlich zu erhöhen – Kin selbst ist ebenfalls schon fast zweihundert Jahre alt – doch dies sollte nicht möglich sein. Noch mehr erstaunt sie jedoch sein Bericht einer Scheibenwelt, die zudem nicht einfach nur ein flacher Planet, sondern vielmehr eine flache Erde ist, was den Aufbau der Kontinente etc. betrifft. Von diesem Rätsel fasziniert, macht sich Kin schließlich mit dem Kung Marco und der bärenartigen Shand Silver auf, um nach der rätselhaften Scheibenwelt zu suchen…

Review: "Strata" wirkte auf mich teilweise wie eine Generalprobe zu Terry Pratchetts späteren Scheibenwelt-Romanen – und macht jedenfalls deutlich, dass ihn die Idee einer flachen Welt, bzw. auch der damalige (Aber-)Glaube an eine flache Erde, schon länger fasziniert hat. Tatsächlich kommt einem während dem Roman in einem Nebensatz auch schon die Idee mit der Schildkröte und den vier Elefanten unter, auf deren Rücken die Scheibenwelt schließlich thronen sollte. Doch trotz der Ähnlichkeiten zu den späteren "Discworld"-Romanen ist "Strata" im Vergleich zu diesen, die der Fantasy zugeordnet werden, noch stark im Science Fiction-Genre verankert. Pratchett ließ sich dabei stark von Larry Nivens "Ringworld"-Roman beeinflussen – auf den "Strata" eine Art Parodie darstellen soll. Da ich "Ringworld" (noch) nicht gelesen habe, kann ich dazu nichts sagen – und schließe vor allem auch nicht aus, dass er mir bei Kenntnis der "Vorlage" noch besser gefallen hätte, da ich die zweifellos vorhandenen, parodistischen Anspielungen dann verstanden hätte. Aber auch ohne dieses wohl hilfreiche Vorwissen fand ich "Strata" recht gelungen. Im Vergleich zu seinem vorherigen Roman, "The Dark Side of the Sun", ist sein Schreibstil hier schon wesentlich gewiefter und ausgereifter. Und generell erinnerte mich der Roman stark an die ersten Abenteuer von der Scheibenwelt, was den Aufbau, den Schreibstil, und auch den Einfallsreichtum betrifft. Wo sich Pratchett hingegen für seine späteren Werke noch etwas Luft nach oben ließ, ist bei den Figuren. Diese sind zwar grundsätzlich auch hier wieder schön ausgedacht, und grenzen sich nett voneinander ab. Ganz so originell, interessant und sympathisch wie seine späteren Schöpfungen sind Kin, Marco und Silver aber noch nicht. Zudem entwickelt sich der Roman sehr sprung- und episodenhaft (auch dies erinnert an die ersten "Scheibenwelt"-Romane). Die Dialoge und der Schreibstil sind zwar teils durchaus amüsant, können jedoch was den Humor betrifft noch nicht ganz mit seinen späteren Werken mithalten. Und vor allem das dann doch sehr plötzliche und überhastete Ende, das so wirkt, als wäre Pratchett auf einmal das Papier ausgegangen, kostet dem Roman ein bisschen was.

Fazit: "Strata" ist ein gelungenes, interessantes und empfehlenswertes Frühwerk von Terry Pratchett, das Fans der Scheibenwelt vor allem in jenen Momenten verzaubern sollte, in denen sich der Roman hier quasi als Generalprobe für sein späteres Magnum Opus erweist. Aber auch der Schreibstil ist hier seinen späteren "Discworld"-Werken schon deutlich näher, wenn auch noch nicht ganz auf deren Niveau. Die Figuren fand ich ebenfalls gelungen, und die Story zwar etwas episodenhaft, aber dennoch nett und unterhaltsam. Als Kritikpunkt sticht in erster Linie das überhastet wirkende Finale hervor. Auch einen abschließenden, reflektierenden Moment hätte ich mir noch gewünscht. Und insgesamt ist "Strata" halt was Figuren, Wortwitz, Schreibstil, Handlung etc. betrifft noch nicht ganz auf dem Niveau, das Pratchett danach bei vielen "Scheibenwelt"-Romanen bewiesen hat. Das Potential dazu ließ der Autor bei "Strata" jedoch zweifellos schon erkennen.

Bewertung: 3.5/5 Punkten
Christian Siegel






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