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Episodenbild (c) CBS

Originaltitel: Muse
Episodennummer: 6x22
Bewertung:
Erstausstrahlung USA: 26. April 2000
Erstausstrahlung D: 02. Januar 2001
Drehbuch: Joe Menosky
Regie: Mike Vejar
Hauptdarsteller: Kate Mulgrew als Captain Kathryn Janeway, Robert Beltran als Chakotay, Tim Russ als Tuvok, Roxann Biggs-Dawson als B'Elanna Torres, Robert Duncan McNeill als Tom Paris, Robert Picardo als The Doctor, Jerry Ryan als Seven of Nine, Ethan Phillips als Neelix, Garrett Wang als Harry Kim.
Gastdarsteller: Joseph Will als Kelis, Kellie Waymire als Layna, Tony Amendola als Chorus #3, Jack Axelrod als Chorus #1, Michael Houston King als Jero, Kathleen Garrett als Tanis, Stoney Westmoreland als Warlord, John Schuck als Chorus #2, Majel Barrett als Computer Voice u.a.

Kurzinhalt: B'Elanna Torres ist mit dem Delta-Flyer auf einem rückständigen Planeten abgestürzt. Dort wurde sie von Kelis gefunden und mehrere Tage lang versorgt, bis sie wieder das Bewusstsein erlangt. In der Zwischenzeit hat Kelis ihr Logbuch durchstöbert, und dieses als Vorlage für seine Theaterstücke – ist er doch Schriftsteller – verwendet. Nun da seine "Muse" wieder erwacht ist erhofft er sich von ihr zusätzliche Inspiration. B'Elanna stimmt zu, verlangt jedoch als Gegenleistung, dass er ihr Dilithium besorgt, mit dem sie die wichtigsten Systeme des Delta Flyers wieder in Betrieb nehmen will. Danach wird sie jedoch mehr und mehr in seinen kreativen Prozess hineingezogen. Als ein Krieg zwischen seinem Volk und einer benachbarten Zivilisation auszubrechen droht, hofft Kelis eben dies durch die Macht der Kunst verhindern zu können. Doch er tut sich schwer damit, auf Basis der Logbücher der Voyager seine Message zu transportieren. Als Dankeschön für seine Hilfe, und auch aus Selbstschutz, hilft ihm B'Elanna dabei, die Story zu formen, und sich ein Ende einfallen zu lassen. Auf der Voyager setzt man indes alles daran, den verschollenen Delta Flyer aufzuspüren – doch schön langsam verlässt die Crew die Hoffnung…

Denkwürdige Zitate: "You made a play out of our logs?"
"The Away Mission of B'Elanna Torres. My patron was impressed."
"He has great taste."
(B'Elanna scheint sich geschmeichelt zu fühlen.)

"They'll realize that beneath your unfeeling exterior is a heart that's breaking, silently, and in more pain than any of us can possibly understand, because that's what it is to be Vulcan."
(Kelis erklärt einem seiner Schauspieler was es heißt, Vulkanier zu sein.)

"Harry Kim saves the day. Just the ending I was looking for."
(B'Elanna, nachdem Harry sie gefunden hat.)

"These stories will continue for as long as we have the breath to tell them. And as long as our patrons remain wise and compassionate. And Voyager will continue on her journey to the gleaming cities of Earth, where peace reigns and hatred has no home."
(Kelis' schönes Schlusswort.)


Review: Episodenbild (c) CBS "Die Muse" ist eine nette Folge über die Macht der Kunst. Grundsätzlich laufen solche Geschichten ja immer Gefahr, bis zu einem gewissen Grad selbstgefällig zu wirken. Entweder so, als würden sich die Kunstschaffenden auf die eigene Schulter klopfen und sich selbst zelebrieren, oder auch, als würden sie ihre eigene Probleme einfach zur Story machen (wie ein Autor, der über einen Schriftsteller schreibt, der unter einer Schreibblockade leidet). Im vorliegenden Fall fand ich es aber überaus charmant und erhebend, wie hier die Kunst als etwas dargestellt wird, dass im Idealfall sogar Kriege verhindern kann. In dieser Message atmet "Die Muse" jenen optimistischen Geist von "Star Trek", der mich einst bei der klassischen Serie (unter anderem) so ansprach und zu einem großen Fan der Serie werden ließ (und der in den Nachfolgeserien ja leider zunehmend abhanden kam). Eben deshalb haben mir der Ausgang des Geschehens, und Kelis erhebende Worte am Ende, ganz besonders gut gefallen, und die Episode für mich definitiv noch einmal aufgewertet. Das war einfach eine wirklich schöne Message, und ein tolles Finale.

Bis es soweit war, fand ich die Episode hingegen "nur" ok. Vor allem die Handlung an Bord der Voyager fiel doch ziemlich ab, wirkte wie unnötiger Füllstoff, und konnte sich zugleich tonal nicht wirklich entscheiden, wo sie hin soll. Mal herrscht aufgrund dem Verschwinden von B'Elanna und Harry und ihrem möglichen Tod eine bedrückte Stimmung, dann wieder schläft Tuvok im Sessel des Captains ein. Gebraucht hätte ich keins davon. Ersteres verfehlte da man ja ohnehin weiß, dass sie zurückkehren werden, die gewünschte emotionale Wirkung, und letzteres fand ich nur bedingt lustig. Mir war das einfach zu platt. Die Handlung auf dem Planeten schneidet da schon deutlich besser ab, braucht jedoch auch ein bisschen, um so richtig Fahrt aufzunehmen. Die erste Begegnung zwischen B'Elanna und Kelis war zwar grundsätzlich nett, aber doch auch ein wenig zu lang. Ein wenig straffen hätte man hier ruhig dürfen. Dafür mochte ich allerdings die hier präsentierten Ideen; sowohl, dass Kelis B'Elanna für ein höheres Wesen hält, als auch, wie ihre Logbücher als Basis eines antiken Theaterstücks dienen. Auffällig auch die Riege bekannter Gesichter unter den Gaststars. Tony Amendola kennt man als Bra'tac aus "Stargate", John Schuck war der zweite Draal in "Babylon 5", und mit der – tragischerweise früh verstorbenen – Kellie Waymire gab's später bei "Enterprise" ein Wiedersehen, wo sie in die Rolle von Ensign Cutler schlüpfte. Auch der Shot mit dem abgestürzten Delta Flyer in einer hügeligen Waldgegend, wie man sie hierzulande oftmals gleich ums Eck findet, war nett. Und gewohnt gut inszeniert (von einem meiner "Star Trek"- und "Babylon 5"-Lieblings-Regisseuren, Mike Vejar) war das Ganze auch wieder. Vor allem aber gefiel mir, wie clever die Episode aufgebaut ist, insofern, als Kelis zuvor noch das klassische Erzählmuster einer Verwechslung, einer Offenbarung und einer jähen Wendung anspricht – und sich die Episode selbst beim Finale an genau dieses Schema hält. So wie auch der Dialog zwischen Regisseur und Schauspieler über das Wesen von Vulkaniern, der genauso gut 1:1 einem derartigen Gespräch hinter den Kulissen der Serie entstammen könnte, war das herrlich meta.

Fazit: Episodenbild (c) CBS An "Die Muse" gefiel mir vor allem die darin vermittelte Aussage, die auch perfekt zur optimistischen Grundstimmung von "Star Trek" passt: Nämlich, das Kunst – in diesem Fall Theater – einen positiven Einfluss auf die Entwicklung einer Zivilisation nehmen und im Extremfall sogar Kriege verhindern kann. Das mag man naiv finden, aber hin und wieder tut eine solch hoffnungsvolle Message doch auch gut. Darüber hinaus mochte ich vor allem die Meta-Aspekte, den Einblick in künstlerisches Schaffen, die Inszenierung, die bekannten Gesichter unter den Gaststars, sowie die gemeinsamen Szenen von B'Elanna und Kelis. Der Einstieg hätte allerdings etwas straffer ausfallen dürfen, und die Szenen auf der Voyager trugen meines Erachtens nicht wirklich etwas zum Gelingen der Folge bei. Nicht zuletzt, da man sich dort nicht auf einen vorherrschenden Ton – düster-bedrückt oder doch albern-beschwingt – einigen konnte. Vor allem das sehr schöne Ende wertete die Episode dann aber noch einmal auf, und ließ mich mit einem durchaus zufriedenen Gefühl zurück.

Wertung: 3.5 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © CBS/Paramount)




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{moscomment}


Kommentare (2)
RSS Kommentare
1. 04.02.2016 12:47
 
Eine meiner Lieblingsfolgen aus Voyager, eine der besten der sonst eher schwachen zweiten Staffel. Sie zeigt die Gefahr die während einer Gedankenverschmelzung besteht. Die Neugierde des Vulkaniers muss ausnahmsweise einmal stärker als seine Logik gewesen sein, als er zurückkommt , um die Verschmelzung zu beginnen. Die Entwicklung wird durch hervorragende Dialoge zwischen den beiden vorangetrieben, Brad Dourif mimt den Psycho mal wieder hervorragend und seine dunklen Augen unterstreichen die Düsternis seiner Rolle. Schade dass Suder der einer der besten Charaktere bei Voyager war so früh die Serie verlassen hat. 4,5 Sterne.
 
2. 04.02.2016 12:49
 
Hallo Tomscore, vielen Dank für deinen Kommentar! Ja, die zweite Staffel hat im Vergleich zur ersten merklich nachgelassen. Wünschte, ich könnte bei "Gewalt" zustimmen; alles rund um Suder fand ich ja eh auch toll, aber alles rund um Tuvok war irgendwie eher na ja. Eh ganz nett, aber jetzt nicht ganz so begeisternd. Wo ich dir aber voll und ganz recht geben kann, ist bei Suder. Den fand ich nämlich auch sehr interessant, und hätte gern noch viel mehr von ihm gesehen...
 

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