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Episodenbild (c) CBS

Originaltitel: Demon
Episodennummer: 4x24
Bewertung:
Erstausstrahlung USA: 06. Mai 1998
Erstausstrahlung D: 03. Januar 1999
Drehbuch: Kenneth Biller & André Bormanis
Regie: Anson Williams
Hauptdarsteller: Kate Mulgrew als Captain Kathryn Janeway, Robert Beltran als Chakotay, Tim Russ als Tuvok, Roxann Biggs-Dawson als B'Elanna Torres, Robert Duncan McNeill als Tom Paris, Robert Picardo als The Doctor, Jerry Ryan als Seven of Nine, Ethan Phillips als Neelix, Garrett Wang als Harry Kim.
Gastdarsteller: Alexander Enberg als Vorik, Susan Lewis als Transporter technician, Majel Barrett als computer voice u.a.

Kurzinhalt: Der Voyager droht quasi der Sprit auszugehen. Die Deuterium-Vorräte dir für die Energieversorgung und auch den Betrieb des Warpantriebs benötigt werden, gehen zu neige. Verzweifelt sucht man im astrometrischen Labor nach Anzeichen des dringend benötigten Materials – und wird auf einem Planeten der Klasse Y fündig. Diese wird auch Dämon-Klasse genannt, aufgrund der höllenartigen, lebensfeindlichen Bedingungen, die auf ihnen herrschen. Da der Versuch, das Deuterium an Bord zu beamen, scheitert, schlägt Harry Kim vor, mit einem Shuttle runterzufliegen und es direkt abzubauen. Tom Paris wird dazu auserkoren, ihn zu begleiten. Nachdem sie auf dem Planeten gelandet sind ziehen sie sich ihre Raumanzüge an, und begeben sich in die tödliche Atmosphäre des Planeten. Kurz darauf entdeckt man nicht nur die Deuterium-Vorkommen, sondern auch eine seltsame silberne, flüssige Substanz – die schließlich Harry nach unten zieht. Tom gelingt es, ihn wieder herauszuholen, dabei werden jedoch ihrer beider Raumanzüge beschädigt, und die beiden brechen zusammen, noch ehe sie das Shuttle erreichen können. Stunden später ist Captain Janeway über die lange Abwesenheit der beiden zunehmend besorgt, und beschließt, das Schiff auf dem Planeten zu landen und nach ihnen zu suchen. Kurz darauf entdeckt man sie, lebend, und ohne Raumanzüge. Offenbar haben sich ihre Körper auf die Atmosphäre des Planeten eingestellt. Als man sie jedoch auf die Voyager zurückbringt, können sie nun wiederum dort nicht mehr atmen…

Denkwürdige Zitate: "If anybody's got any other ideas, I'm listening."
"We could set up a bicycle in the mess hall, attach a generator, pedal home."
(Eine gereizt-ungeduldige Kathryn Janeway an ihren Sicherheitschef.)

"You said you needed cool heads, didn't you? Nobody's head is cooler than hers."
(Torres über Seven – ob das nun als Kompliment gemeint war?)

"Aside from his ability to breathe the rarified air on this planet, he's the exact duplicate of Mister Paris. He even seems to share his memories, not to mention his winning personality."
(Der Glückliche!)


Review: Episodenbild (c) CBS Während meines Besuchs der Phoenix ComiCon 2013 (auch schon wieder eine Weile her) bekam ich die Gelegenheit, kurz ein paar Worte mit Garret Wang über seine Figur zu wechseln. Er meinte damals zu mir, dass er mit seiner Rolle insofern sehr zufrieden war, als Harry Kim zu Beginn – abseits seiner Unerfahrenheit – im Gegensatz zu einigen anderen (wie Captain Janeway) noch eine recht leere Leinwand war, was es ihm erlaubte, an der Gestaltung der Figur aktiv mitzuwirken, eigene Impulse zu setzen, und vor allem, die Figur sich weiterentwickeln zu lassen. "Dämon" veranschaulicht diesen Prozess sehr deutlich. Nachdem Harry die Anwesenden mit seinem forschen Auftreten – selbst gegenüber Tuvok – überrascht, rollt er im Fahrstuhl gegenüber Tom auf, was er seit ihrem Beginn der Reise schon alles erlebt hat, und dass er eben nicht mehr der frisch von der Akademie kommende Fähnrich ist, der er einst war. Eben diese Entwicklung gefällt mir als jemand, der sich bei "Star Trek" ja generell mehr Änderungen der Figuren wünschen würde, natürlich sehr gut. Schön fand ich darüber hinaus, dass man in dieser Folge nach längerer Zeit auch wieder einmal der Freundschaft zwischen Harry und Tom größere Aufmerksamkeit schenkte – was uns zudem den einen oder anderen amüsanten Dialog bescherte.

Was "Dämon" ebenfalls auszeichnet, ist der endlich mal außerirdisch aussehende Planet. Zwar sehen echte Location-Aufnahmen natürlich lebensechter aus als die Studioaufnahmen aus TOS und den ersten TNG-Staffeln, die hatten aber halt den Vorteil, dass man dort mit z.B. andersfarbigen Himmel-Hintergründen schnell einen außerirdisch aussehenden Planeten erschaffen konnten. In den weiteren TNG-Staffeln, bei DS9, aber auch VOY, nahmen dann die Klasse-M-Planeten, wo irgendwo in der Nähe von Los Angeles gedreht wurde, zunehmend überhand – was auf Dauer halt schon ein bisschen eintönig war. In "Dämon" präsentiert man uns endlich wieder einmal eine wirklich anders aussehende und so überhaupt nicht an die Erde erinnerte Umgebung. Als jemand, der bei den späteren "Star Trek"-Serien den zunehmenden Wegfall von Science Fiction-Elementen zugunsten von Action und Abenteuer (die natürlich zugegebenermaßen ebenfalls schon immer ein wichtiger Bestandteil von "Star Trek" waren) beklagt, freute das verständlicherweise ganz besonders. Zumal die außerirdische Landschaft auch wirklich cool und sehr überzeugend umgesetzt war. Die dritte wesentliche Stärke war dann der Plot an sich, insbesondere die faszinierende Idee rund um die ungewöhnliche außerirdische Lebensform, vor allem aber dann der Ausgang des Geschehens, mit dem man – endlich wieder mal – den Geist und die Seele von Roddenberry's Zukunftsvision atmet. Denn statt einer kriegerischen Lösung finden die beiden Zivilisationen einen Weg, sich gegenseitig zu helfen, und zu koexistieren. Ein wundervoller Abschluss in bester "Star Trek"-Tradition! Kritikpunkte habe ich eigentlich kaum welche vorzubringen. Man beamt wieder mal munter durch Schilde, die allerletzte Szene war CGI-mäßig ein bisschen schwach, und Janeways Argumentation "Ich will nicht riskieren, Chakotay auch noch zu verlieren, also gehe ich lieber gleich mit dem ganzen Schiff runter" wirkte auch ein bisschen… unüberlegt. K.O.-Kriterium war aber keiner davon.

Fazit: Episodenbild (c) CBS "Dämon" ist eine jener (weniger) Folgen, die mir von der TV-Erstausstrahlung noch halbwegs in Erinnerung waren – und konnte mir nun auch bei der Zweitsichtung wieder sehr gut gefallen. Einerseits aufgrund der Charakterentwicklung rund um Harry Kim, die sich hier zeigen darf. Schön auch, dass seiner Freundschaft mit Tom Paris wieder etwas mehr Zeit eingeräumt wurde – was uns auch den einen oder anderen amüsanten Dialog zwischen den beiden beschert. Großartig fand ich auch, dass man uns hier noch längerem endlich wieder mal einen wirklich außerirdischen Planeten präsentiert hat, der zudem sehr cool und überzeugend umgesetzt wurde. So etwas dürfte es bei "Star Trek" ruhig öfter geben! Und auch die Handlung fand ich klasse, angefangen von der faszinierenden Idee über dem Leben auf dem Planeten, über den coolen Twist rund um Harry und Tom, bis hin zum Ausgang des Geschehens, der mit seiner Message rund um die friedliche Koexistenz und Kooperation unterschiedlichster Lebewesen wieder einmal den Geist des Ur-Star Treks atmete. Kleinere Kritikpunkte mögen den ganz großen Wurf verhindern, aber für mich als Science Fiction-Fan, der den zunehmenden Mangel entsprechender Elemente bei DS9 und VOY bedauert, war "Dämon" wieder einmal voll und ganz auf meiner Wellenlänge!

Wertung: 4 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © CBS/Paramount)




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Kommentare (2)
RSS Kommentare
1. 04.02.2016 12:47
 
Eine meiner Lieblingsfolgen aus Voyager, eine der besten der sonst eher schwachen zweiten Staffel. Sie zeigt die Gefahr die während einer Gedankenverschmelzung besteht. Die Neugierde des Vulkaniers muss ausnahmsweise einmal stärker als seine Logik gewesen sein, als er zurückkommt , um die Verschmelzung zu beginnen. Die Entwicklung wird durch hervorragende Dialoge zwischen den beiden vorangetrieben, Brad Dourif mimt den Psycho mal wieder hervorragend und seine dunklen Augen unterstreichen die Düsternis seiner Rolle. Schade dass Suder der einer der besten Charaktere bei Voyager war so früh die Serie verlassen hat. 4,5 Sterne.
 
2. 04.02.2016 12:49
 
Hallo Tomscore, vielen Dank für deinen Kommentar! Ja, die zweite Staffel hat im Vergleich zur ersten merklich nachgelassen. Wünschte, ich könnte bei "Gewalt" zustimmen; alles rund um Suder fand ich ja eh auch toll, aber alles rund um Tuvok war irgendwie eher na ja. Eh ganz nett, aber jetzt nicht ganz so begeisternd. Wo ich dir aber voll und ganz recht geben kann, ist bei Suder. Den fand ich nämlich auch sehr interessant, und hätte gern noch viel mehr von ihm gesehen...
 

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