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Episodenbild (c) CBS

Originaltitel: Survival Instinct
Episodennummer: 6x02
Bewertung:
Erstausstrahlung USA: 29. September 1999
Erstausstrahlung D: 21. Oktober 2000
Drehbuch: Ronald D. Moore
Regie: Terry Windell
Hauptdarsteller: Kate Mulgrew als Captain Kathryn Janeway, Robert Beltran als Chakotay, Tim Russ als Tuvok, Roxann Biggs-Dawson als B'Elanna Torres, Robert Duncan McNeill als Tom Paris, Robert Picardo als The Doctor, Jerry Ryan als Seven of Nine, Ethan Phillips als Neelix, Garrett Wang als Harry Kim.
Gastdarsteller: Vaughn Armstrong als Lansor (Two of Nine), Bertila Damas als Marika Wilkarah (Three of Nine), Tim Kelleher als P'Chan (Four of Nine), Scarlett Pomers als Naomi Wildman, Jonathan Breck als Dying Borg, Majel Barrett als computer voice u.a.

Kurzinhalt: Die U.S.S. Voyager dockt an einen Außenposten der Markonier an. Man genießt es, zur Abwechslung mal freundlichen Kontakt mit einem anderen Volk genießen zu können. Es kommt zu regem Tauschhandel, viele Besatzungsmitglieder statten der Station einen Besuch ab, und Captain Janeway wiederum hat die Voyager für Besucher geöffnet. In diesem munteren Treiben mischen sich auch drei Besucher an Bord, die irgendwelche – vermeintlich finsteren – Absichten mit Seven of Nine gehen. Allerdings gelingt es Tuvok und seinem Sicherheitsteam, sie rechtzeitig zu stoppen. Die drei stellen sich daraufhin als ehemalige Mitglieder der selben Borgeinheit vor, der auch Seven angehört hatte. Es handelt sich um Lansor aka Two, Marika aka Three, und P'Chan aka Four of Nine. Vor acht Jahren stürzte ihr Borg-Schiff auf einen Planeten, wo sie ein weiteres Mitglied ihrer Besatzung verloren. Nachdem sie wieder ins Borg-Kollektiv assimiliert wurden, sind bestimmte Erinnerungen an diesen Zwischenfall verloren gegangen. Die drei konnten zwar mittlerweile aus dem Borg-Kollektiv fliehen, sind jedoch nach wie vor geistig miteinander verbunden – und glauben, dass dies auf das zurückzuführen ist, was auch immer sich damals auf dem Planeten abgespielt hat. Seven ist schließlich dazu bereit, ihnen zu helfen, und gemeinsam begibt man sich auf eine Reise in die Vergangenheit – die schließlich ans Licht bringt, dass Seven für ihre aktuelle Misere verantwortlich ist…

Denkwürdige Zitate: "Harry and I wanted to explore the station. We wanted to broaden our understanding of alien cultures and…"
"Skip the recruiting speech. You were looking for a bar."
(Kathryn Janeway kennt ihre Crew halt mittlerweile.)

"It's never a good sign when the patient feels the need to comfort the doctor."
(Da hat der Doktor zweifellos recht.)

"A month as an individual, or a lifetime as a drone. Which option would you choose?"
(Das ist in der Tat eine sehr gute Frage.)

"The Captain said you may stay as long as you wish."
"You mean as long as I have."
(Marikas zerknirschte Antwort auf Seven.)


Review: Episodenbild (c) CBS An "Überlebensinstinkt" fand ich vor allem interessant, wie sich die Folge in ihrem Verlauf was den Ton betrifft wandelt. Das Ganze fängt noch sehr lustig, munter und beschwingt an, mit der Voyager voller Besucher, den Artefakten welche die Voyager-Crew vom Tauschhandel heranzieht (die große Pflanze in Janeways Büro, oder auch das Riesen-Racket, dass Chakotay herumschleppt), der Schlägerei von Tom und Harry, und so weiter. Auch die Szenen zwischen Seven und Naomi sind wieder sehr nett, und profitieren wieder einmal von diesem überaus interessanten Gespann. Und auch der "Angriff" der drei ehemaligen Borg-Drohnen kann recht bald vereitelt werden. Andere "Voyager"-Folgen hätten sich vielleicht darum gedreht, dass diese die Voyager übernehmen und als Geisel halten, oder ähnliches. "Überlebensinstinkt" stellt jedoch vielmehr ihre Notlage – und Sevens Rolle darin – in den Mittelpunkt. Und so wandelt sich die Episode nach dem noch sehr fröhlichen Beginn, und nimmt mit der Zeit immer düsterere Züge an, um zuletzt in einem doch eher traurigen Ausgang zu münden, der den Zuschauer in nachdenklich-melancholischer Stimmung zurücklässt.

So unterhaltsam die ersten paar Minuten für sich genommen auch gewesen sein mögen – für mich dreht "Überlebensinstinkt" erst mit dem zentralen Dilemma (und damit genau genommen erst in den letzten 10 Minuten) auf. Die Rückblenden werden zwar über die Folge hinweg schön verteilt –tatsächlich starten wir ja gleich mit einer solchen – und waren auch schon für sich genommen interessant, da sie uns einen schön-erschreckenden Einblick ins Leben der Borg boten. Aber vor allem mit der Offenbarung, dass Seven für den Zustand von Two, Three und Four verantwortlich ist, schlägt die Folge dann nochmal eine wirklich spannende Richtung ein. Nicht zuletzt, als sich herausstellt, dass durch die neuerliche Verbindung neurologische Schäden entstanden sind, und sie entweder ins Borg-Kollektiv zurückgebracht werden müssen, oder nur mehr wenige Wochen zu leben haben. Für Seven ist die Entscheidung klar, und sowohl das Ende als auch die Gespräche, die man zuvor mit den drei geführt hat, machen deutlich, dass sie richtig gehandelt hat. Mir gefiel jedoch das kurze Zwiegespräch mit dem Doktor, und dass dieser ursprünglich dafür eintritt, jene Option zu wählen, die ihr Leben verlängern. Doch wie Seven so schön auf den Punkt bringt: Nur zu überleben ist nicht genug. All dies kulminiert dann schließlich in der wundervollen Szene am Ende, wo die drei sich voneinander trennen, und unterschiedliche Wege einschlagen (die zudem von dem her, wie wir sie davor kennengelernt haben, absolut Sinn ergeben). Als einen der wenigen markanten Kritikpunkte würde ich die CGI ins Treffen führen. Bislang fand ich die bei "Voyager" ja sehr gelungen, aber die Einstellungen der an der Station angedockten Voyager sahen ziemlich furchtbar aus. Keine Ahnung, ob hier ein anderes Effektstudio als sonst beauftragt wurde, aber das war nicht auf dem (hohen) Niveau, dass ich von der Serie sonst gewohnt war. Und warum die drei Ex-Borg Seven nicht einfach um Hilfe ersucht haben, sondern es zuerst so im Geheimen versuchten, war mir auch nicht klar. Davon abgesehen habe ich an "Überlebensinstinkt" aber nichts zu bekritteln.

Fazit: Episodenbild (c) CBS Wie sich "Überlebensinstinkt" im Verlauf der Folge entwickelt hat, fand ich sehr interessant. Alles beginnt noch sehr leichtfüßig und beschwingt, nimmt dann jedoch als man uns das Dilemma der drei ehemaligen Borg vorstellt immer düsterere Töne an, um schließlich in einem tragischen Ausgang zu münden. Sowohl diesen tonalen Schwenk als auch den Ausgang des Geschehens fand ich überaus gelungen. Aber auch die Rückblenden zum damaligen Absturz fand ich interessant, boten sie uns doch sowohl einen Einblick in die Kultur der Borg, als auch in Seven of Nines (damaliges) Innenleben. Weniger glücklich war ich einerseits mit dem für "Voyager"-Verhältnisse teils schwachem CGI, sowie der etwas konstruiert wirkenden Art und Weise, wie die drei früheren Borg ursprünglich versuchen, Seven zu "überlisten" um ihre Hilfe zu bekommen. Zumal die Frage, warum sie nicht einfach gefragt haben, nie auch nur thematisiert wird. Das war schon ein bisserl schräg. Die Kurzweiligkeit der Folge sowie insbesondere das starke Finale machten diese Kritikpunkte aber locker wieder wett.

Wertung: 4 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © CBS/Paramount)




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Kommentare (2)
RSS Kommentare
1. 04.02.2016 12:47
 
Eine meiner Lieblingsfolgen aus Voyager, eine der besten der sonst eher schwachen zweiten Staffel. Sie zeigt die Gefahr die während einer Gedankenverschmelzung besteht. Die Neugierde des Vulkaniers muss ausnahmsweise einmal stärker als seine Logik gewesen sein, als er zurückkommt , um die Verschmelzung zu beginnen. Die Entwicklung wird durch hervorragende Dialoge zwischen den beiden vorangetrieben, Brad Dourif mimt den Psycho mal wieder hervorragend und seine dunklen Augen unterstreichen die Düsternis seiner Rolle. Schade dass Suder der einer der besten Charaktere bei Voyager war so früh die Serie verlassen hat. 4,5 Sterne.
 
2. 04.02.2016 12:49
 
Hallo Tomscore, vielen Dank für deinen Kommentar! Ja, die zweite Staffel hat im Vergleich zur ersten merklich nachgelassen. Wünschte, ich könnte bei "Gewalt" zustimmen; alles rund um Suder fand ich ja eh auch toll, aber alles rund um Tuvok war irgendwie eher na ja. Eh ganz nett, aber jetzt nicht ganz so begeisternd. Wo ich dir aber voll und ganz recht geben kann, ist bei Suder. Den fand ich nämlich auch sehr interessant, und hätte gern noch viel mehr von ihm gesehen...
 

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