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Startseite arrow Reviews arrow DVD arrow Deep Space Nine - 6x14: Das winzige Raumschiff
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Episodenbild (c) CBS

Originaltitel: One Little Ship
Episodennummer: 6x14
Bewertung:
Erstausstrahlung USA: 14. Februar 1998
Erstausstrahlung D: 08. August 1998
Drehbuch: Bradley Thompson & David Weddle
Regie: Allan Kroeker
Hauptdarsteller: Avery Brooks als Captain Benjamin Sisko, Rene Auberjonois als Odo, Michael Dorn als Lt. Commander Worf, Nana Visitor als Major Kira Nerys, Terry Farrell als Lieutenant Jadzia Dax, Colm Meaney als Chief Miles O'Brien, Siddig El Fadil als Doctor Julian Bashir, Cirroc Lofton als Jake Sisko, Armin Shimerman als Quark.
Gastdarsteller: Aron Eisenberg als Nog, Scott Thompson Baker als Kudak'Etan, Fritz Sperberg als Ixtana'Rax, Leland Crooke als Gelnon, Christian Zimmerman als Lamat'Ukan u.a.

Kurzinhalt: Die Crew der U.S.S. Defiant freut sich auf eine – vermeintliche – Pause vom Krieg mit dem Dominion, als sie sich auf eine wissenschaftliche Mission begeben. Sie sollen eine Raumanomalie untersuchen, wobei das dafür verwendete Shuttle, die Rubicon, durch eben diese auf Spielzeuggröße geschrumpft wird. Doch unmittelbar nachdem man die Rubicon losgeschickt hat wird die Defiant von den Jem'Hadar angegriffen und erobert. In letzter Sekunde gelingt es Captain Sisko und seiner Crew noch, den Warpantrieb zu sabotieren, und so zu verhindern, dass die Jem'Hadar mit ihrer Trophäe gleich losfliegen können – jedoch ist es nur eine Frage der Zeit, bis der Schaden behoben ist, und die Crewmitglieder an Bord der Defiant sind kaum in der Position, gegen die Jem'Hadar aufzubegehren. Während sich Sisko und seine Crew bemühen, die Reparaturarbeiten so gut als möglich zu sabotieren, ohne dass den Jem'Hadar dies auffällt, finden die zur Defiant zurückgekehrte Besetzung des Shuttles – die aus Dax, O'Brien und Bashir besteht – heraus, was auf dem Schiff vorgefallen ist. Es gelingt ihnen, mit dem verkleinerten Shuttle unbemerkt aufs zu gelangen. Nun ist es an ihnen, zu verhindern, dass die Defiant dem Dominion in die Hände fällt…

Review: Episodenbild (c) CBS Der Großteil der Comedy-Episoden von "Deep Space Nine" sind ja Ferengi-zentriert – und eben diese funktionieren bei mir halt leider nur in den wenigsten Fällen, da mich Quark & Co. nicht wirklich ansprechen, und ich sie auch nicht sonderlich lustig finde. "Das winzige Raumschiffe" ist eine der wenigen rühmlichen Ausnahmen dieser Regel. Zwar nicht so großartig wie "Immer die Last mit den Tribbles", hat sie mich doch sehr gut unterhalten. Natürlich kann das Grundkonzept im Wesentlichen mit "Liebling, ich habe das Shuttle geschrumpft" zusammengefasst werden; sprich, originell ist die Idee jetzt nicht unbedingt. Solange das Endergebnis aber so gelungen ist wie hier, kann ich damit leben. Vor allem die Tricks fand ich nett. Egal ob es um Shuttle selbst geht, dass sehr überzeugend in die Aufnahmen vom Defiant-Set eingefügt wurde, oder um die Szenen, wenn sich O'Brien und Bashir ins Innere der Computersysteme des Schiffes begeben: Das war alles wirklich gut gemacht. Und auch wenn die Idee natürlich von "Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft" geklaut sein mag, so war es zumindest bei "Star Trek" (abseits der TAS-Folge "Die Rettungsmission") mal was Neues.

Jedenfalls machte es mir durchaus Spaß, dem Abenteuer der winzigen Rubicon zuzusehen. Generell war es wieder mal angenehm, einerseits eine leichtere DS9-Episode vorzufinden, und vor allem wieder mal eine Comedy-Episode zu haben, deren Humor mich wesentlich mehr anspricht, als dies bei der Mehrheit der Ferengi-Folgen der Fall ist. Alles rund um Dax, Bashir und O'Brien konnte mir somit also wirklich gut gefallen. Die parallele Geschichte auf der Defiant fällt im direkten Vergleich hingegen doch eher ab. Solche Geschichten, wo die Starfleet-Crew dazu gezwungen wird, mit dem Feind zu arbeiten, und den schmalen Grat finden muss, dessen Arbeiten so weit als möglich zu sabotieren, jedoch ohne dass dies zu auffällig wird, gab es halt mittlerweile doch schon zur Genüge. Zumal halt auch nie echte Spannung aufkam, da ja eh klar war, dass das Dominion die Defiant nicht erbeuten wird. Und generell kam irgendwie nie ein echtes Gefühl der Bedrohung auf. Insgesamt wirkte das alles auf mich jedenfalls eher wie ein Lückenfüller, um die Laufzeit der Folge voll zu bekommen. Aber auch die Haupthandlung rund ums verkleinerte Shuttle war nicht ganz perfekt. Einzelne Gags wollten bei mir nicht so recht zünden (vor allem bei Bashirs pseudo-lustigem "How little of me." Hab' ich dann doch eher mit den Augen gerollt), und bei Bashirs und O'Briens Ausflug am Ende fragte ich mich unweigerlich, ob die denn keine Raumanzüge an Bord hatten, die ebenfalls geschrumpft wurden und die sie somit hätten tragen können, damit ihnen nicht die Luft ausgeht. Und auch auf die – vermeintlich an den Zuschauer gerichtete – Erklärung rund ums Plasma, dass kurz davor ist, in die Röhre geleitet zu werden (und dass dies fürs Shuttle eher ungünstig wäre – ah echt?) hätte ich verzichten können. Aber gut, das waren Lappalien. Insgesamt war die Episode schon ganz witzig, und konnte mir vor allem die Story rund um die geschrumpfte Rubicon gut gefallen. Solche auflockernde Folgen zwischendurch dürfte es bei "Deep Space Nine" ruhig öfter geben!

Fazit: Episodenbild (c) CBS Auch wenn es in "Das winzige Raumschiff" um den Versuch der Jem'Hadar geht, die U.S.S. Defiant zu erobern – und somit der Dominion-Krieg nicht wie ursprünglich gedacht hier Pause hat – empfand ich die Folge als nette und willkommene Abwechslung. Zwar gab es eh auch in der sechsten Staffel zwischendurch immer wieder Comedy-Folgen, diese waren jedoch meistens auf die Ferengi konzentriert, und eben dieser Humor funktionierte bei mir ja leider überwiegend nicht. "Das winzige Raumschiff" fand jedoch auch ich, abseits vereinzelter misslungener Gags, sehr amüsant. Klar war die Grundidee jetzt nicht übermäßig originell, innerhalb des "Star Trek"-Universums ist sie jedoch noch eher unverbraucht. Vor allem aber freute ich mich darüber, dass hier endlich wieder mal eine "high concept"-Idee im Mittelpunkt stand. Zumal sowohl die Szenen mit dem kleinen Shuttle als auch die Exkursion der winzigen O'Brien und Bashir gut umgesetzt waren. Die Handlung rund um Captain Sisko und seine Crew fiel im direkten Vergleich zwar ab. Zumal leider nie richtig Spannung aufkam. Und eventuell hätte ein anderer Feind zum doch eher luftig-lockeren Grundton besser gepasst, als der große Gegner aus dem Dominion-Krieg; weil so spießten sich die ernsten ein bisschen mit den humorvollen Elementen. Insgesamt hat mich "Das winzige Raumschiff" aber wirklich gut unterhalten.

Wertung: 3.5 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © CBS/Paramount)




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